Seth über die Matrix und Reinkarnationszyklus

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Die Matrix, definiert als die 3D-Realität, unser vertrauter Alltag, ist spätestens seit dem Film „Die Matrix“ von den Wachowskis häufig erwähnt worden. Was sagt denn Seth zur Matrix und zu Reinkarnation?


Die Matrix- bzw. Simulationstheorie besagt, dass sich der Mensch in einem Reinkarnationskreislauf innerhalb einer hochentwickelten computersimulierten Realität (s. Simulationstheorie) befindet, d.h. er wird immer und immer wieder wiedergeboren, erhält einen neuen Körper, fällt der Amnesie anheim und kann sich zumeist an seine vorherigen Leben nicht erinnern.

Manche spirituellen Lehrer unserer Welt betrachten das Matrix-Thema unterschiedlich: Die einen gehen davon aus, dass sich der Mensch in diesem Kreislauf befindet und sich immer wieder reinkarnieren muss, andere gehen davon aus, dass darüber hinaus und zusätzlich die 3D-Matrix eine Computersimulation bzw. ein Computerspiel darstellt. Die dritte Gruppe geht sogar davon aus, dass die 3D-Matrix ein Gefängnis darstellt, das einst von Außerirdischen als hochentwickelte VR-Simulation erschaffen wurde, um unsterbliche Seelen in ihrem Wirkungsfeld stark zu beschränken – da man sie nicht töten kann.

Dieser Kreislauf der Wiedergeburt währt sodann für ewig, so lange, bis man ihn irgendwann abgeschlossen hat. Auch im Buddhismus findet man ähnliche Hinweise, dass man sich in einem solchen Zyklus befindet und man sich zig Male, wenn nicht tausende Male neu inkarniert. In diesem Kontext ist die Matrix-Theorie teilweise ein futuristisches und modernes Update des altmodischen Buddhismus.

Samsara und Punarajati

Im Buddhistischen ist es das „Samsara„, es wird als der ewige Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt definiert, angetrieben von persönlichen Begierden und Illusionen. Im Kern wird Samsara als ein Zustand des Leidens betrachtet, in dem der Mensch bzw. die Seele ständig auf der Suche nach Erfüllung ist, aber niemals die absolute Befriedigung findet. Der Ausbruch aus dem Samsara, laut Buddhismus, geschieht über das Nirwana, das absolute Nichts (s.u.), einem Zustand, in dem sich alles Geschaffene auflöst. Auch die Hindus glauben, dass mit dem Tod nur eine Epoche des Daseins zu Ende geht. Diese ewige Wiedergeburt nennen die Hindus das „Punarajati“.

Was sagt Seth zu der Matrix?

Zu der Zeit, als Seth seine Bücher über Jane an Rob diktierte, war der Begriff „Matrix“ noch nicht in dem heutzutage erwähnten Zusammenhang bekannt, doch erwähnte Seth häufig einen Reinkarnationszyklus, den man zustimme und nicht früher verlassen könne, bis er endgültig abgeschlossen wurde.

„Einigen behagt das physische System einfach nicht, und sie verlassen es deshalb. Das ist jedoch nicht möglich, bevor sie den einmal gewählten Reinkarnationszyklus vollendet haben. Diese Alternative gilt also für die, die vermittels der Reinkarnation ihre Fähigkeiten so weit entwickelt haben, wie es innerhalb jenes Systems möglich ist.“ (Gespräche mit Seth, Seite 149)

„Jeder von euch muss wiedergeboren werden, nicht nur einmal, sondern unendlich oft, sogar in dieser Existenz, wie ihr sie kennt. Ihr brecht aus euch selbst aus.“ (Die Frühen Klassensitzungen, Buch 2, Seite 22)

Hier bezieht Seth eine klare Stellung zum Reinkarnationszyklus und der Pflicht, diesen erfolgreich abzuschließen, andernfalls würde er ewig dauern. Der Ausbruch „aus sich selbst“ bedeutet in dem Zusammenhang, dass man die Rolle, die man auf Erden spielt, überwindet und sich höheren Anteilen seiner selbst bewusst wird, um den Reinkarnationszyklus zum Abschluss zu bringen.

Im Umkehrschluss bedeutet dies also, dass man unendliche viele Leben leben wird, wenn man diesen Abschluss nicht erreicht.

„Vielleicht dauert euer Leben siebenundsiebzig Jahre. So könntet ihr unter bestimmten Voraussetzungen, und wenn ihr dies wünscht, die nach dem Tode Ereignisse dieser siebenundsiebzig Jahre gemächlich noch einmal erleben – aber nicht notwendigerweise in kontinuierlicher Form. Ihr könnt die Ereignisse verändern. Ihr könnt im Rahmen jener speziellen Tätigkeitsdimension, die eure siebenundsiebzig Jahre darstellen, manipulieren. Findet ihr grobe Fehlurteile darin, dann könnt ihr sie korrigieren. Ihr könnt, mit andern Worten, vervollkommnen, aber ihr könnt nicht wieder in das Bezugssystem eintreten als ein voll beteiligtes Bewußtsein, das, sagen wir, die historischen Tendenzen der Zeit mitmacht und sich der massenhalluzinatorischen Existenz anschließt, die ein Produkt des angewandten Bewußtseins eurer selbst und eurer »Zeitgenossen« war. Einige ziehen dies der Reinkarnation vor oder benutzen es vielmehr als Studie vor einer neuen Reinkarnation. Diese Leute sind oft im Grunde ihres Herzens Perfektionisten. Sie müssen einfach zurückgehen und neuschöpfen. Sie müssen ihre Fehler wiedergutmachen. Sie benutzen ihr eben vollendetes Leben als »Leinwand« und entwerfen ein besseres Bild. Dies ist eine geistige und psychische Übung, der sich viele unterziehen. Sie erfordert große Konzentration und ist nicht mehr eine Halluzination, wie jede Existenz eine ist.“ (Gespräche mit Seth, Seite 144)

Wenn man das letzte Zitat einmal näher betrachtet, ist es möglich, nicht nur in anderen Zeiten wiedergeboren zu werden, sondern man kann auch das gegenwärtige Leben häufiger wiederholen. Somit existieren, laut Seth, mehrere Formen eines Reinkarnationszyklus:

  1. Die Wiedergeburt in unterschiedlichen Zeitepochen (Mittelalter, Renaissance, Zukunft usw.)
  2. Die Wiedergeburt in wahrscheinlichen Realitäten (alternative Realitätsverläufe) des gegenwärtigen Lebens, d.h. es ist möglich, verschiedene Verläufe der gegenwärtigen Inkarnation in mehreren Leben zu erfahren und auszuprobieren

Punkt 2 würde auch die so genannten Déjà vus erklären, bei denen man das Gefühl hat, ein bestimmtes neues Erlebnis bereits erfahren zu haben. Dies deutet darauf hin, dass das gegenwärtige Leben bereits in anderen Versionen erfahren wurde und eine Art Realitätskreuzung in Erscheinung trat, die bereits einmal in einer wahrscheinlichen Inkarnation stattgefunden hatte.

Wie oft denkt man sich: „Hätte ich mich damals anders entschieden, wie wäre es dann wohl alles weitergegangen?“ Genau dies ist bereits eine latente Planung, sein Leben erneut zu leben, in der Neugier auf die dann folgenden Ereignisse.

„Wie ich schon früher erklärt habe, finden die Leben oder Theaterstücke gleichzeitig statt. Kreativität und Bewußtsein sind in ihrer Verwirklichung nie linear. In jedem Leben wählt und erschafft ihr euch eure eigene Szenerie oder Umwelt; und in diesem wähltet ihr euch eure Eltern selbst aus und jedwede Kindheitserlebnisse, die euch zustießen. Ihr habt das »Drehbuch« selbst geschrieben.“ (Gespräche mit Seth, Seite 68)

Seth sprach also nicht von einer Matrix, sondern häufiger von einem Film bzw. einem Theaterstück, das man innerhalb einer irdischen Inkarnation durchspielt. Gelegentlich erwähnte er Begriffe wie Rollen, Schauspieler, Bühnenstück, Regisseur und Drehbuchautor.

„Im Sinne einer Reinkarnation übernimmt die Persönlichkeit für eine Weile die Rolle eines kranken Menschen, wie ein Schauspieler, und taucht völlig in sie ein. Auch hier sind natürlich mehr Dimensionen im Spiel als bei der Rolle eines Schauspielers. Der Schauspieler würde lediglich versuchen, sich vorzustellen, wie es wäre, in einer solchen Lage zu sein. Die Person in der Reinkarnationsrolle ist so weit wie möglich in diese Rolle eingetaucht. Er entscheidet sich aus verschiedenen Gründen für diese Rolle, und das innere Selbst weiß, dass die Rolle gewählt wurde.“ (Die Frühen Sitzungen, Band 8)

Hier im folgenden Zitat bekommt man einen kleinen Eindruck, inwiefern eventuell Parallelen zum Begriff Matrix in Erscheinung treten:

„Es gibt drei zusammenhängende Universen: das materielle, das elektrische und das chemische. Das Traumuniversum ist elektrisch. Gedanken sind Dinge und besitzen eine elektrische Realität. Das Universum der Materie ist von primärer und sekundärer Konstruktion. Es ist primär und anfänglich mit dem Bewußtsein geformt. Sekundär wurde es von jedem einzelnen von uns kreiert, den individuellen Observatoren.“
(Die Frühen Sitzungen, Buch 3)

Der Hinweis auf die Existenz einer elektrischen Realität ist genau das, was sich in der Simulationstheorie wiederfindet: Die Matrix. Erschaffen vom Bewusstsein und uns selbst… das erinnert an die Erschaffung eines Computer(schau)spiels, dem wir gleichzeitig beiwohnen und Beobachter bzw. unser eigenes Publikum sind.

Die klassische Reinkarnationstheorie

Seth hielt von der klassischen Reinkarnationstheorie nicht so viel, sondern korrigierte sie mit seinen Hinweisen. Beispielsweise erklärte er, dass sich sämtliche Inkarnationen gleichzeitig abspielen.

„Was man gewöhnlich unter Reinkarnation versteht, nämlich ein Nacheinander verschiedener Leben, ist ein Mythos; aber ein Mythos, der vielen dazu verhilft, gewisse Tatsachen wenigstens teilweise zu verstehen, die sie sonst von der Hand weisen würden, weil sie auf den Begriff der zeitlichen Kontinuität so großen Wert legen.“ (Gespräche mit Seth, Seite 376)

„Es ist daher nicht richtig, anzunehmen, dass deine Handlungen in diesem Leben durch eine frühere Existenz verursacht werden oder dass du in diesem Leben für Verbrechen in einem früheren Leben bestraft wirst. Die Leben sind simultan.“ (Gespräche mit Seth)

Man kann dies also mit einer Festplatte vergleichen, auf der sich mehrere Spiele gleichzeitig befinden und man kann das eine oder andere Spiel spielen, auch wenn es zu unterschiedlichen Zeiten spielen kann. Ein Spiel spielt im Mittelalter, das andere in der Zukunft. Somit wären alle Leben gleichzeitig existent und existieren bereits als komplett programmiertes Spiel auf der Festplatte, doch wenn man das Spiel betritt, dann nimmt man die darin enthaltenen Spielsequenzen nacheinander wahr, genau so, wie man es im Alltag gewohnt ist.

„Nun, die Wirklichkeit hat keinen Anfang und kein Ende. Hoffentlich – hoffentlich – hoffentlich könnt ihr in euren Zeitbegriffen einen Eindruck davon bekommen, was ich meine. Es gibt in der Tat ein sich ausdehnendes Universum, und es wird in der ewigen Gegenwart gebildet. In meinem Buch werde ich so weit wie möglich auf diese Grundsätze eingehen, doch einige [von euch] werden nicht folgen. Ihr erschafft eure eigene Realität. Das funktioniert und ist wahr, ob ihr nun in diese anderen Bereiche folgt oder nicht.“ (Gespräche mit Seth)

In der Matrix-Theorie geht man davon aus, dass die 3D-Welt eine Art Gefängnis darstellt. Aus einer bestimmten Perspektive ist das sicherlich zutreffend, denn wer dem Reinkarnationszyklus einmal zugestimmt hat, kann nicht mehr aus ihm heraus, selbst dann, wenn man für zigtausende Jahre den Wunsch hegt, aber das Lernprogramm einfach nicht abschließen kann.

Die gute Nachricht ist: Man kann seine Inkarnationen selbst festlegen, planen und erfahren:

„Ihr plant eure irdischen Reinkarnationen. Ihr knüpft Kontakte, die in anderen Welten genutzt werden. Wenn ihr also die Augen schließt, bringt ihr Wirklichkeiten auf die Erde, und wenn ihr die Augen öffnet, stoßt ihr sie auch in die Wirklichkeit hinaus.“ (Die Frühen Sitzungen, Band 8)

„Aber gleichzeitig gehen noch andere Stücke über die Bühne, in denen ihr ebenfalls eine Rolle zu spielen habt. Auch diese haben ihre eigenen Kulissen, ihre eigene Szenerie. Sie spielen in anderen Zeitaltern. Eins könnte »Leben im zwölften Jahrhundert«, ein anderes »Leben im achtzehnten Jahrhundert« oder »im Jahre 500 v. Chr.« oder »im Jahre 3000 n. Chr.« heißen. Auch diese Stücke schreibt ihr und spielt eure Rolle darin.“ (Gespräche mit Seth)

Im folgenden Zitat erkennt man deutlich, dass in all den Inkarnationen, die man durchlebt, nicht immer der Gute war, sondern man spielte alle Rollen einmal. Einmal als Bösewicht und dann wieder als der gute Held. Es wechselt sich ab, um sämtliche Facetten des Lebens kennenzulernen.

„Mörder und Opfer werden die Rollen tauschen, wenn die Reinkarnationserinnerungen an die Bewußtseinsoberfläche zu steigen beginnen.“ (Gespräche mit Seth)

Über Starseeds und bewusste Schauspieler in der 3D-Matrix

Ebenso erwähnt Seth auch an anderer Stelle, dass es Wesenheiten gibt, die sich in die 3D-Matrix inkarnieren, um der menschlichen Rasse in ihrer Entwicklung zu helfen – auch hier existiert eine Parallele zur Matrix-Theorie bezüglich der so genannten „Starseeds“, d.h. Außerirdische bzw. Interdimensionale, die sich in die Matrix einhacken, um die Menschheit bei ihrer Befreiung zu unterstützen:

„Ich bin gesandt worden, um euch zu helfen, und andere sind durch die Jahrhunderte eurer Zeit gesandt worden, denn während ihr euch entwickelt, bildet ihr neue Dimensionen, und ihr werdet anderen helfen.“ (Natur der persönlichen Realität)

Zu Rob: „Eine Anmerkung: Du hast auch manchmal das Gefühl, dass du durch deine Reinkarnationen nicht genug getan hast, um der (menschlichen) Rasse zu helfen, sonst wäre sie in einem besseren Zustand.“ (Die Frühen Sitzungen, Band 9)

Während einer Inkarnation ist man Teil der menschlichen Rasse. Sobald der Reinkarnationszyklus abgeschlossen wurde, ist man kein Mensch mehr:

„Wenn ihr das physische System nach Reinkarnationen verlasst, habt ihr die Lektionen gelernt und ihr seid buchstäblich kein Mitglied der menschlichen Rasse mehr in diesem Sinne, denn ihr wähltet, sie zu verlassen.“ (Die Frühen Sitzungen, Band 9)

„Es gibt freilich auch solche, die in diesen Schauspielen völlig bewußt auftreten. Diese Persönlichkeiten übernehmen ihre Rollen freiwillig und in dem Bewußtsein, daß es nur Rollen sind, um andere zu der notwendigen Einsicht und Entwicklung zu führen. Sie bringen die Schauspieler dazu, über ihr selbstgeschaffenes Ich und die selbstgeschaffenen Kulissen hinauszublicken. Diese Persönlichkeiten, die zu euch von anderen Existenzebenen kommen, beaufsichtigen gewissermaßen das Schauspiel, indem sie sich unter die Schauspieler mischen. Ihr Anliegen ist es, dem dreidimensionalen Selbst jene psychologischen Pforten zu öffnen, die ihm den Weg zu weiteren Entwicklungen in einem anderen Realitätssystem freigeben.“ (Gespräche mit Seth)

„Ihr seid jedoch dermaßen auf eure Rollen fixiert, derart gefesselt von eurer selbstgeschaffenen Realität, so absorbiert von den Problemen, Prüfungen, Hoffnungen und Sorgen eurer jeweiligen Rollen, daß ihr sie nicht mehr als eure eigene Schöpfung erkennt. Mit solch einem tiefbewegenden Drama samt seinen Freuden und Tragödien läßt sich euer gegenwärtiges Leben, eure gegenwärtige Umwelt vergleichen, und zwar individuell wie auch en masse. […] Jeder Schauspieler muß jedoch aus sich selbst heraus zu der Einsicht gelangen, welcher Art das Stück ist, das aufgeführt wird, und welche Rolle er darin spielt. Er muß sich innerhalb der dreidimensionalen Schranken der Szenerie des Stückes verwirklichen. […] Eure multidimensionale Persönlichkeit, eure wahre Identität, das wirkliche Selbst ist sich seiner selbst in allen seinen Rollen bewußt.“ (Gespräche mit Seth)

Diese Überidentifikation mit der Rolle, die man in seinem jeweiligen Leben spielt, und die Amnesie, erfordert eine Befreiung der Seele, andernfalls kann sich der Reinkarnationszyklus endlos hinziehen. Beendet wird der Zyklus erst dann, wenn sich die Persönlichkeit innerhalb der 3D-Matrix seiner wahren Identität bewusst wird.

Nun, wen kennt man persönlich, dem das gelungen ist?

Die letzte Inkarnation

Doch geht Seth davon aus, dass es irgendwann eine „letzte Inkarnation“ gibt, also ein letztes Mal wird ein Spiel gespielt:

„Beim physischen Tod, nach der letzten Reinkarnation, ist der Traumkörper die normale Körperform, und Exkursionen werden von diesem Punkt aus gemacht. Wie gesagt, ist es möglich, plötzlich von der dritten Form zum Traumkörper zu wechseln, aber in der Regel nur zum Preis eines ziemlich jähen Bewusstseinsschocks.“ (Seth, Träume und Projektionen des Bewusstseins, Seite 308)

„Wir werden nun, nachdem ich hoffentlich einen angemessenen Background gegeben habe, in etlichen Kapiteln mit der Natur der Existenz nach dem physischen Tode und im Augenblick des Todes sowie mit dem endgültigen physischen Tod am Ende des Reinkarnationszyklus zu tun haben.“ (Gespräche mit Seth, Seite 118)

Der Abschluss eines Reinkarnationszyklusses ist eine Ausbildung oder auch Trainingssystem, eine Grundschule, laut Seth, und erst wenn die notwendigen Lektionen erlernt wurden, kann man den Zyklus abschließen:

„Die erlernte Selbstdisziplin, die Kontrolle, das Mitgefühl, das schließlich geweckt wird, und die letzte und letzte Lektion, die gelernt wurde, der positive Wunsch nach Kreativität und Liebe statt Zerstörung und Hass. Wenn dies gelernt ist, ist der Reinkarnationszyklus beendet.“ (Die Frühen Sitzungen, Band 9)

„Die menschliche Rasse ist ein Stadium, durch das verschiedene Formen des Bewusstseins reisen… Eures ist ein Trainingssystem für das entstehende Bewusstsein … ihr müsst zuerst lernen, mit Energie umzugehen und die physische Materialisierung, das konkrete Ergebnis von Gedanken und Emotionen, zu durchschauen.“

„Wenn ihr nach Reinkarnationen das physische System verlasst, habt ihr die Lektion gelernt und seid buchstäblich kein Mitglied der menschlichen Rasse mehr… Nur das bewusste Selbst verweilt in jedem Fall in ihm, und andere Teile eurer Identität verweilen gleichzeitig in anderen Trainingssystemen. In fortgeschritteneren Systemen werden Gedanken und Emotionen automatisch und sofort in die Tat umgesetzt, in jede Art von Materie, die es gibt. Deshalb müssen die Lektionen gut gelehrt und gelernt werden.“ (Die Frühen Sitzungen, Band 8)

„Ist der Zyklus zu Ende, dann seid ihr also im Besitz einer totalen Kenntnis eurer vergangenen Leben. Wissen, Erfahrungen und Fähigkeiten stehen voll zu eurer Verfügung.“ (Gespräche mit Seth)

Die Matrix-Hülle und die Matrix

Seth benutzte nicht das Wort „Matrix“, da es zu der aktuellen Zeit von Jane Roberts kaum genutzt wurde, doch interessanterweise sprach er von einer so genannten Matrix-Hülle bzw. einer Gewebehülle bzw. Gewebekapsel. Diese erinnert schon ein wenig an das, was die Matrix-Theorie erörtert (siehe „Die Frühen Sitzungen, Band 1):

„Die Matrixhülle ist eigentlich eine Energiefeld-Berandung… Gleichzeitig schützt sie das ganze Selbst vor bestimmten Strahlungen, die hier nichts zur Sache tun. Kein lebendiges Bewußtsein existiert auf irgendeiner Ebene, ohne von dieser Matrix-Hülle umschlossen zu sein. Einige Bewohner anderer Ebenen (Realitäten), die zu eurer Ebene Zugang haben, können von euch nur diese Umhüllung sehen, da sie keine Erfahrungen mit eurer speziellen Art von (physischer) Tarnungsstruktur haben. Von daher sind eure Tarnungsmuster für sie unsichtbar, nicht aber die Matrix-Hüllen. Diese Hüllen können von euch unter bestimmten Umständen gesehen werden, und man hat sie als Astralkörper bezeichnet.“

„Ich gebrauche das Wort Gewebe mit einiger Vorsicht. Trotzdem sind alle Wesenheiten, abgesehen von einigen wichtigen Ausnahmen, auf die eine oder andere Weise in sich selbst eingeschlossen und auch durch eine Art Kapsel mit anderen verbunden und euer Wort Gewebe scheint mir dasjenige zu sein, mit dem ich dies am besten beschreiben kann.“

„Die Gewebekapsel, von der ich früher gesprochen habe, umgibt jedes lebende Bewusstsein. Bis zu einem gewissen Grad könnte es mit einer Extraschicht von Haut verglichen werden, die den physischen Körper umgibt, außer dass sie auf eurer Ebene nicht in der gleichen Weise gebildet worden und unter gewöhnlichen Umständen für euch nicht sichtbar ist. Eigentlich handelt es sich um eine Feld-, das heißt um eine Grenze. Sie beschützt das innere Selbst, indem sie als Schranke fungiert, welche die Energie des Gesamtselbst unter Kontrolle hält und sie davor bewahrt, zu versickern. Gleichzeitig beschützt sie das Gesamtselbst vor bestimmten Strahlungen, die euch aber hier nicht betreffen. Kein lebendes Bewusstsein existiert auf irgendeiner Ebene ohne von dieser Gewebekapsel eingefasst zu sein. Natürlich ist die Kapsel auf keiner Ebene solide. Für einige Bewohner anderer Ebenen, die Zugang auf eure Ebene haben, ist alles, was sie von euch sehen können, diese Kapsel, da solche Bewohner mit eurer speziellen Art von Camouflage-Konstruktionen keine Erfahrungen gemacht haben. Daher sind eure Camouflage-Muster unsichtbar für sie, die Gewebekapseln aber nicht.“

Somit ist die Erwähnung des Wortes Matrix, wie es im Allgemeinen in der Simulationstheorie sowie in dem gleichnamigen Film dargestellt wurde, sehr stark mit dieser Gewebekapsel verbunden. Nur mit dem Unterschied, dass hier nicht von einer kollektiven Matrix gesprochen wird, sondern von einer stets individuellen Matrix, die jedes Lebewesen umgibt.

In jedem Fall sehr interessant, die Parallelen zwischen Seths Aussagen und der Matrix-Theorie zu erkennen und zu betrachten. Die Matrix existiert daher ebenso auf der 3D-Welt, der physischen Realität, als auch im ganzen Universum. Somit ist zu vermuten, dass die Beendigung des Reinkarnationszyklusses die Befreiung aus dem ganzen Matrixsystem widerspiegelt – sei es durch das Verlassen der 3D-Matrix und/oder der Matrixhülle. Dies wiederum besitzt erstaunliche Parallelen zum Erreichen des Nirvana, wie es die Buddhisten darstellen.

Bekannte Filmzitate zum Thema:

Film: Zurück in die Zukunft, (1985):
„Alle Zeit ist gleichzeitig. Die Vergangenheit ist jetzt. Die Gegenwart ist jetzt. Die Zukunft ist jetzt.“

Die Abenteuer von Buckaroo Banzai in der 8. Dimension, (1984):
„Frage der Realität. Lebensformen, die für uns unter normalen Umständen nicht sichtbar sind, koexistieren in benachbarten Dimensionen in und auf diesem Planeten. Die Materie enthält sowohl Energie als auch Bewusstseinseinheiten. Egal wo man hingeht, man ist da.“

Kate und Leopold, (2002)
„Das Konzept der simultanen Zeit wird angedeutet, als Kates endgültige Entscheidung für eine Zukunft es ihr ermöglicht, mit Leopold in die Vergangenheit zu gehen.“


Siehe auch:
Seth über unsere gegenwärtige Weltsituation
Der Film „Die Matrix“

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