Chanten, das fehlende Puzzle-Teilchen

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Chanten, das fehlende Puzzle-Teilchen

Beitrag von Gilla » So 30. Aug 2009, 12:46

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Chanten, Das fehlende Puzzleteilchen
Missing Piece of the Puzzle, Walk

18. August 2009

Kris Chronicles - Spaziergang
Channeled von Serge J. Grandbois und transkribiert von Ellen Gilbert (Kwaa’Ji)
Aufgenommen am Dienstag, dem 18. August 2009

(18.35 h)

KRIS: Wir vertrauen darauf, dass Ihr Euch wohlfühlt und danken für Eure luftige gemeinsame Betrachtung. Hast Du irgendwelche Fragen oder Beobachtungen?

MARK: Ich denke, dass unsere letzte Sitzung, ich glaube es war “Such nach dem Selbst” ein Quantensprung für viele von uns war. Ich denke, dass nun die richtigen Fragen gestellt werden und der richtige Gedankengang in Gang kommt.

KRIS: Diese Durchbrüche sind sehr wichtig, vielleicht sogar noch wichtiger, als zu diesem Zeitpunkt erkannt werden kann. Seht Ihr, in vielen New Age Kreisen und Lehren wird immerzu über Bewusstsein gesprochen, von der Veränderung des Bewusstseins, vom Umschalten des Bewusstseins usw., und im Grunde genommen ist dies alles sehr hübsch und gut, aber wie zum Teufel macht man das? Wie schaltet man spezifisch sein Bewusstsein um, weg von einem Bereich, der Kämpfe bedeuten mag? Wir haben schon viele Informationen in früheren Skype Seminaren gegeben, und diese sind gewiss ein großartiger Ausgangspunkt.

Die Präsentation des Ma’at Zustandes ist auf viel Interesse gestoßen, aber wir vermuten, dass die Leute selbst ein paar Monate später immer noch verwirrt zu sein scheinen. Um aber alle diese Informationen in ihren Kontext zu bringen und sie aus der weltlichen Plattform herauszuholen, – verzeiht diesen Ausdruck – ist es erforderlich, dass eine tatsächliche Veränderung des Bewusstseins stattfindet, und man eine andere Art von Bewusstsein hat, und eine ausgezeichnete Methode, um dies zu erreichen, das ist das, was wir mit dem Chant zur Verfügung stellen.

MARK: Ja, das Chant scheint Wunder zu wirken.

KRIS: Wie wir über Skype und in der Radio Show sagten, sind dies keine weltlichen Klangschwingungen. Ihr bekommt absolut nichts, wenn Ihr „Pommes Frites und Ketchup, Pommes Frites und Ketchup“ usw. chantet. Dies ist ganz auf der weltlichen Plattform, aber manche dieser Chants, sowie noch andere, die wir bereitstellen werden, sind transzendente Klangschwingungen. Die bedeutet, dass sie aus der höchsten Realität kommen, und da alle Individuen versuchen, ob sie dies nun erkennen oder auch nicht, sich mit der größeren, endgültigen Realität zu verbinden, ist das beste Werkzeug dazu, dies mit einem Schlüssel zu tun, der aus dieser bestimmten Realität stammt. Ist das nicht logisch?

Nun, es wäre eine sehr hübsche Realität, wenn alle Mülleimer in einem transzendenten Zustand verschwinden würden!

MARK: Das weiß ich, aber das ist das Problem bei einem Spaziergang am Müllabfuhrtag!

KRIS: Gewiss. Diese bestimmten, transzendenten Klangschwingungen enthalten Saaten des Erwachens, und es gibt keine festen Zeit-Limits, was heißt, dass es nicht so ist, dass, wenn Ihr fünf Minuten lang chantet, Euch eine Erkenntnis garantiert wäre. Das ist bei jedem Individuum anders, aber es ist sehr wichtig, dass man nicht vergisst, hartnäckig und geduldig zu bleiben, und dass man bestimmte Charaktereigenschaften entwickelt, und einige dieser Charaktereigenschaften sind Geduld, Achtung, Bescheidenheit usw. Wenn man dieses Chanten ausübt und glaubt, einen Anspruch auf diese Art von Erkenntnis zu haben und zwar „noch schnell bevor ich zur Arbeit aufbreche!“, ist dies kein Anzeichen für Bescheidenheit oder Geduld, und warum würde einem solchen Individuum eine solche Erkenntnis aus dem Inneren gegeben werden, wenn es diese nicht wertschätzen würde? Ist das einleuchtend?

Im Grunde genommen könnte ein solches Individuum ebenso gut Chanten “Ketchup und Pommes Frites”, weil es bei ihm weder Anerkennen noch Wertschätzen dieser transzendenten oder göttlichen Atmosphäre gäbe, die zu kultivieren hier versucht wird. Die Schaffung dieser Saaten kann die verschiedenen Schichten oder koshas durchdringen, jene Schichten des Sinngehalts, die buchstäblich über diese innere Perle des Gewahrseins, den Atman, die Seele, das Selbst geklebt worden sind. Die wichtigste Frage, die Theresa und auch andere am Sonntag stellten ist die: „Warum geschieht dies, wo die Seele doch weiß, dass sie ewiglich und voller Wissen und Glückseligkeit ist? Unsere Antworte war: „Begehren/Wunsch“ (desire).

Und wir betonten, dass man hier gewissenhaft sein muss, weil es nicht Wunsch/Begehren selbst ist, was irgendeine Situation per se verursacht, wie, dass das ewigliche Selbst auf diese Weise physisch wird. Aber das, was diese Herausforderung und die Vergesslichkeit verursacht, das ist oft das Nichtvorbereitetsein des Individuums, des Selbst, der Seele wenn es auf die mächtigen Manifestationen seiner Wünsche stößt und buchstäblich überwältigt und hypnotisiert ist und sozusagen den Boden unter den Füssen verliert (knocked off its perch). Denn die Intensität der sensorischen Interaktionen und Manifestationen der Sinnesobjekte neigen dazu, das Selbst zu vernebeln, und dies erzeugt, wenn Du so willst, eine Art Schleier der Vergesslichkeit. Ist das für Dich einleuchtend?

Dies ist eine besondere und sehr interessante Schöpfung, die im Sanskrit und in den vedischen Texten als Maya Illusion bezeichnet wird, was bedeutet, dass das Selbst in den Interaktionen mit den Schöpfungen der Sinne so entrückt und versunken ist, dass es seine eigene, ewige Natur vergisst und, wenn Du so willst, eine Art von Amnesie erzeugt.. Es wird so verwirrt, dass es haben will und haben will und haben will, denn das, wonach es verlangt, ist nach jenem Zustand. Doch die Interaktionen mit dem Physischen mögen so verwirrend und verblüffend sein, dass es anfängt, sich mit dem zu assoziieren, was ihm in diesem Augenblick Freude verschafft, nämlich der Körper. So beginnt also in sehr realem Sinne die Illusion, wo es überzeugt ist, dass „wenn ich auf diese Weise Freude bekomme, dann muss es das sein, was ich bin, nämlich der Körper.“ Und es bemerkt nicht, dass alle diese Erfahrungen wahrlich nicht zufriedenstellend sind, weil es immer mehr und mehr haben möchte. Und sie sind deshalb unbefriedigend, weil sie nicht die gleichen transzendenten Erfahrungswerte transportieren. Ist das für Dich einleuchtend?

MARK: Ja, aber warum tun wir dies immer wieder?

KRIS: Bis Ihr die Wünsche nach Interaktionen, welche ausschließlich auf dem Körper beruhen, verbrennt, und Ihr all dieser Zyklen müde seid und anfangt, Euch mittels vieler verschiedener Faktoren und Herangehensweisen zu erinnern und zu fragen: „Soll das alles sein? Gibt es darüber hinaus nichts mehr? Soll das nun das Leben ausmachen? Wie ein Schmetterling von Blume zu Blume fliegt und herumzurennen, um dann am Ende zu sterben?“ Ist das für Dich einleuchtend?

MARK: Ja es ist wie eine Sucht.

KRIS: Dies ist es tatsächlich. Das Selbst wird süchtig. Es glaubt, dass dies alles wäre, bis der Süchtige plötzlich durch irgend welche Einblicke oder Erleuchtungen erkennt, dass dies nicht richtig ist und dass, obwohl der Süchtige glaubt, dass er frei sei, er nur die Freiheit hat, seine Sucht zu genießen …

MARK: Stimmt. Er kann ja jederzeit damit aufhören! (sardonisch)

KRIS: Gewiss, und er erkennt plötzlich, dass dies keine Freiheit sondern eine Sklaverei der übelsten Sorte ist. Sucht ist eine grausame Geliebte, die alle Aufmerksamkeit und Hingabe von Körper, Geist und Seele fordert, aber dadurch zerstört sie auf eine höchst hinterlistige, langsame und schmerzhafte Art und Weise. Allmählich wird das ganze Leben des Individuums durch diese Sklaverei ersetzt. Verstehst Du?

Dies ist nicht unbedingt ein hübsches Bild, obwohl mache, einschließlich auch wir, gesagt haben, dass dies der Erfahrung wegen getan wird. Und von genau welcher Erfahrung ist hier die Rede? Nur von dieser einzigen.

MARK: Des Schmerzes und des Leides halber?

KRIS: Der Erkenntnis wegen, dass man nicht frei ist, solange man nicht mit sich selbst ins Reine kommt, und dass es hinter dieser Art Leid noch eine andere Realität gibt, und dass obwohl die Seele, das Selbst ewig und unsterblich ist, sie doch auf ihre eigene Weise tatsächlich leidet. Das Selbst leidet an einer Art des Verhungerns, weil es tief im Inneren weiß, dass es eine größere Dimension, eine größere höchste Realität gibt, aber es mag in diesem Augenblick nicht in der Lage sein, diese zu finden, einfach weil es verwirrt ist. Es würde buchstäblich überschwemmt und von diesen Augenblicken des temporären, flüchtigen Vergnügens verzaubert, Augenblicke, die in Wirklichkeit überhaupt keine Freude sondern eine Art Schmerz sind, wie bei dem Mann, der in der Wüste am Verdursten ist und die Illusion einer Oase sieht, nur um, wenn er zu dieser Oase geht, zu entdecken, dass die Oase immer noch weiter weg ist, bis dass es ihm dämmert, dass es keine Oase und kein Wasser gibt. Es ist eine Illusion.

MARK: Eine Fata Morgana.

KRIS: Gewiss.

MARK: Aber Du sprachst auch davon, dass die Seelen sozusagen Schlange stehen, um in diese Realität zu kommen und hier zu spielen.

KRIS: Gewiss. Sie haben auch Begierden/Wünsche.

MARK: Es ist also ein ewigliches, glückseliges Wesen, das begehrt …

KRIS: Es mag nicht erkennen, dass es, sobald es diese Dimension betritt, vielleicht überwältigt sein mag. Es gibt nur wenige, die niemals überwältigt sind. Diese sind dünn gesät. Und es gibt jene, die aufwachen und die Fata Morgana erkennen. Auch diese sind dünn gesät, und sie können jenen, die völlig hypnotisiert sind und denken, dass die Fata Morgana die wirkliche Sache sei, mittels der einen oder anderen Methode kommunizieren, dass sie irgendwie überzeugt sein dürfen, dass die Fata Morgana nicht real ist, sondern dass sie eine Illusion ist. Und es gibt hier wirkliches Wasser, das aus dem ewig strömenden Fluss des Wissens kommt, der nur aus dem Herzen kommt. Ist das für Dich einleuchtend?

MARK: Wir stecken hier also in einer riesigen Rückkopplungsschleife fest.

KRIS: Solange, bis Ihr dann erwacht.

MARK: Die Matrix existiert also wirklich! (lacht)

KRIS: Die Realität ist die, dass Ihr die Matrix selbst erschaffen habt. Keiner zwingt sie Euch auf. Alle Seelen kommen hierher, weil sie dies selbst gewählt haben.

MARK: Aber wenn wir dem entkommen und erwachen, heißt das, dass es dann immer größer und größer wird?

KRIS: Nicht unbedingt. (Pause)… Dies soll nicht dazu dienen, jemanden daran zu hindern, das Leben zu genießen, aber es ist wichtig, dass man erkennt, was das Leben ist, verstehst Du? Bedeutet dies nun, dass das Leben illusorisch wäre?

MARK: Nein, nicht das wahre Leben.

KRIS: Das stimmt.

MARK: Dieses Leben mag dies sein, aber …

KRIS: Dies ist wiederum eine Sache der Wahrnehmung. Wenn alle Bemühungen und Energie in einem Leben auf solche Dinge wie Essen, Schlafen, Beischlaf und Verteidigung ausgerichtet sind …

MARK: Und das Auffinden eines Parkplatzes!

KRIS: … dann geht es nur um Güteklassen von Essen, Schlafen, Beischlaf und Verteidigung. Und auch Hunde unternehmen die gleichen Aktivitäten. Was ist dann der Unterschied, wenn ein menschliches Wesen kaum mehr tut als Hunde oder irgendwelche anderen Tiere? Manche würden nun sagen: „Wir machen dies in hübschen Eigentumswohnungen im 30. Stock in der Stadt. Wir haben goldene Betten, die neueste Waschmaschine, unsere technischen Lieblingsgeräte usw.“ Das sind nur Qualitätsstufen, aber die Handlung ist die Gleiche. Verstehst Du?

MARK: Ja, Du hast zweifellos ein fehlendes Puzzle-Teilchen geliefert.

KRIS: Hast Du sonst noch Beobachtungen dazu? Wir sagen nicht, dass Menschen und Tiere das Gleiche wären.

MARK: Nein.

KRIS: Wenn die Aktionen sich nicht davon unterscheiden, dann gibt es in gewisser Weise viele Ähnlichkeiten. Wenn menschlichen Wesen jedoch damit beginnen, den Status Quo, also die Natur der Erfahrungen, mit denen sie beschäftigt sind, in Frage zu stellen und sich zu fragen beginnen, was ist die Realität, was ist das Leben, dann mag dies ein Umschalten hin zu verschiedenen Bewusstseinszuständen beschleunigen, und wie wir schon zuvor sagten, bewegt sich dann das menschliche Bewusstsein weg von den animalischen Neigungen. Verstehst Du?

MARK: Ja, wir fangen an, die Schöpfer zu werden, die wir wirklich sind.

KRIS: Nun Ihr erschafft mehr oder weniger immerzu, aber der Zustand des Bewusstseins selbst ist wichtig. Jemand kann sehr gut sagen „Nun, wir Menschen sind alle gleich geschaffen“. Dies hängt ab von den persönlichen Definitionen von „gleich“. Würdest Du jemanden, der sturzbesoffen aus einer Kneipe kommt und sich übergibt, wichtige Lebensfragen stellen?

MARK: (kichert) Nein, aber man mag einige sehr interessante Antworten bekommen!

KRIS: Gewiss. Sie mögen wahrlich schillernd sein, aber man würde sie nicht ernst nehmen. Man muss also die richtigen Bewusstseinszustände kultivieren. Wir sehen auch Fälle, wo manchmal wahrlich unqualifizierte Individuen als Führer von Nationen gewählt werden mit drastischsten und manchmal katastrophalen Resultaten. Nochmals, der Zustand des Bewusstseins ist äußerst wichtig, und jemand, der diese Art von Zustand des Bewusstseins oder der Wahrnehmungen kultiviert, der ist gewiss in der Lage, diesen Schleier der Verwirrung zu durchdringen und die Dinge so zu sehen, wie sie sind und zu sehen, dass die Welt, obwohl sie sehr hübsch erschaffen ist, ebenso temporär ist. Und obwohl sie manche Formen des Vergnügens bereiten kann, kann sie niemals diese Befriedigung geben, wie eine Wiederverbindung mit der höchsten Realität dies tun kann. Verstehst Du? Hast Du Fragen oder Beobachtung dazu?

MARK: Gibt es also einen Teil des Selbst, der sich außerhalb dieses Rads befindet und versucht, uns da herauszuziehen?

KRIS: Er ist immer bestrebt, Euch aufzuwecken.

MARK: Es ist also so, dass wir uns sozusagen, bevor wir in dieses Spiel hinein gehen, im Voraus genug Anhaltspunkte geben, um zu versuchen, es zu schaffen, uns da wieder herauszuziehen?

KRIS: Dies ist immer noch abhängig von den Wünschen des Individuums, und in diesem Falle werden wir etwas gebrauchen, was wir selten anwenden, aber wir sprechen hier vom falschen und auch vom wahren Ego. Das wahre Ego ist die Wahrnehmung des ewigen Selbst, des Atman. Das falsche Ego ist das, was kultiviert wird und schließlich das wahre Ego überdeckt, so als ob Ihr das wahre Selbst in einen Raum stecken würdet und dann einen Steinmauer erbaut, um es eingesperrt zu halten, damit es nicht die Wahrnehmung Eures Genusses stört. Es mag klopfen und schreien, um zu versuchen, Eure Aufmerksamkeit zu bekommen, aber ohne Eure Erkenntnis mögt Ihr es vielleicht lange nicht hören, in dieser Hinsicht vielleicht sogar viele Leben lang. Verstehst Du?

Wenn wir nun diese Chants offerieren, schlagen wir somit vor, zu beginnen, einige dieser Schichten abzuschälen, damit die Möglichkeit gegeben ist, diese innere Stimme zu hören, die sagt: “Schau hierher und sieh mit Deinen wirklichen Augen, dass es noch so vieles mehr gibt als bemerkt (realized) werden kann, weil Du wahrlich ewiglich und unsterblich bist.“ Wärt Ihr nicht viel glücklicher, Euch mit transzendenten Zuständen zu beschäftigen, die den gleichen Klang haben, wie Eure ewigliche und unsterbliche Natur? Ist das nicht einleuchtend?

Die Leute mögen sagen: „Ja, ich bin glücklichen“ und am nächsten Tag „Ich bin nicht so glücklich. Ich bin glücklich, nicht so glücklich, sehr unglücklich“, und dies schwankt hin und her, und sie mögen den Grund dafür nicht verstehen. Hat man ihnen nicht gesagt, dass sie glücklich sein sollen? Hat man ihnen nicht gesagt, dass dieses Produkt, diese Firma, diese Sache sie glücklich machen würde? Da haben sie dieses großes Haus, den tollen Job, die hübsche Ehefrau, die 2,5 Kinder und den Hund, und doch läuft es immer wieder so ab: Glücklich, unglücklich, glücklich, unglücklich. Sie mögen alle möglichen Selbsthilfetechniken ausprobiert und ihre Glaubenssätze untersucht und philosophiert haben, bis sie schwarz im Gesicht sind. Glücklich, unglücklich, glücklich unglücklich. Gemäß mancher Philosophien müsste man verstehen, dass das Individuum, das Selbst, die Seele, welche unsterblich und voller Wissen und Entzücken ist, glücklich sein sollte mit dem, was im besten Falle temporär ist. Beide sind in vielerlei Hinsicht unvereinbar. Ist das nicht einleuchtend? Und was ist dann die Lösung?

MARK: (scherzend) Schnellstens abhauen!

KRIS: Euren Bewusstseinszustand verändern. Obwohl Ihr Euch immer noch mit der Welt befasst, macht Euer Bewusstseinszustand den ganzen Unterschied aus. Auf eine solche Weise wäre man weniger verwirrt und würde weniger zu allen möglichen Anhänglichkeiten neigen. Man würde nicht unbedingt noch mehr haben wollen, immer noch mehr und mehr vom Gleichen. Man wäre sogar schon mit wenig zufrieden, weil ein solches Individuum verstehen würde: „Die Quelle meiner Glückseligkeit ist meine transzendente Natur. Glückseligkeit rührt nicht her von allen Aktivitäten, die ich zu tun gewohnt war.“ Verstehst Du dies?

Dies heißt nicht, dass das Individuum nun in den Himalaya eilt und dort eine Höhle sucht und 20 Jahre lang meditiert. Eine solche Aktivität ist trügerisch und nicht lustig. Ein solches Individuum kann immer noch durchs Leben und die Welt reisen, so wie viele andere auch, aber seine Natur wurde wieder hergestellt. Seine Erfahrungen wären dann andere, obwohl er immer noch diese oder jene nicht unbedingt lieben mag. Mit bestimmten Dingen würde ein solches Individuum sich nicht befassen, aber insgesamt würden die Prioritätenreihen sich auf eine solche Weise vollständig umgeschaltet haben, dass das Individuum Wissen von seiner ewigen Natur hat, und wenn dieses Wissen aufrechterhalten bleibt, wird das Leben tatsächlich wie eine schöne Reise erscheinen, weil ein solches Individuum nicht betroffen sein wird vom glücklich/unglücklich, glücklich/unglücklich Sein. Ein solches Individuum würde nicht denken, dass seine Glückseligkeit von etwas abhängig wäre. Hast du Fragen oder Beobachtungen dazu?

MARK: Nein, Du hast gerade ein paar Sicherungen bei mir Durchgebrannt. Es ist interessant, dass wir als Spezies immer so weiter machen. Dies ist ins Überleben der Spezies eingebaut.

KRIS: Gewiss. Bedeutet dies nun, dass, wenn Millionen und Milliarden von Individuen diesen bestimmten Bewusstseinszustand nicht erreichen, sie für alle Ewigkeit verdammt wären? Gewiss nicht. Deshalb gibt es bei Euch das klassische Wort „Reinkarnation.“ Sie mögen viele Chancen haben, und diese werden immer bereit gestellt werden, bis sie so zufrieden gestellt sind, dass sie genug vom materiellen Leben haben und dann andere Wege verfolgen mögen.

MARK: Alle finden es also irgendwann heraus.

KRIS: Gewiss. Manche mögen länger dafür brauchen als andere, aber sie finden es alle heraus. Das ist ein Prozess. Manche möchten die Idee aufrechterhalten, dass Ihr, sobald Ihr den physischen Körper verlasst, umgehend in einen Essenz-Zustand eintretet und frei und befreit wärt. Das ist nicht unbedingt so
MARK: Aber ist meine Annahme richtig, dass eine selbst - entfaltete Persönlichkeit eine kürzerer Umlernphase hat?

KRIS: Gewiss. Diese Umstellungs- und Lernphase (debriefing) mag schon lange abgeschlossen sein, bevor dieses Individuum den Körper verlässt. Ein solches Individuum mag gewiss in das hinein gehen, was klassischerweise als ewiges Samadhi bezeichnet wird. Ein solches Individuum, das immer noch im Körper ist und auf das Paramatma, die höchste Quelle, die ultimative Dimension ausgerichtet ist, ist irgendwie unerschrocken, wenn andere vom Glücklich - oder Unglücklich - Sein bestürmt oder gestört werden, denn ein solches Individuum ist beständig. Ein solches Individuum wäre mehr oder weniger in einem Zustand des wachen Samadhi, buchstäblich in einem Zustand der Wonne.

Und diese Wonne generiert einen grenzenlosen Ozean des Mitgefühls allen lebenden Entitäten und allen anderen lebenden Dingen gegenüber. Ebenso leicht, wie die Wolken ihr Wasser anbieten, bietet ein solches lebendes Wesen Mitgefühl großzügig an, weil ein solches Individuum alle lebendigen Wesen gleichermaßen sieht, in wahrhaftiger Gleichheit. Menschliche Wesen treffen oft Urteile, die völlig auf diesen falschen Egos beruhen: „Das ist ein Europäer, ein Afrikaner, ein Jude, ein Muslim, ein Christ.“ Wenn das Individuum ein Christ ist, mag es andere als weniger wertvoll erachten, obwohl es ein Lippenbekenntnis ablegen mag gegenüber irgendeiner religiösen Äußerung, aber bis man zu dieser Plattform gelangt, wird es diese Art von Werturteil/Kritisieren geben, und es ist sehr schwierig, davon weg zu kommen, ganz gleich wie viele Lehren es auf dieser Basis gibt, denn solange Ihr kein größeres Reservoir habt, aus dem Ihr Euren Durst stillen könnt, werdet Ihr immer wieder dorthin zurückkehren. Verstehst Du?

MARK: Ja, auf diesem Spaziergang bekam ich Einblick in Amma und ihren Seinszustand, und flüchtige Eindrucke eines viel besseren Verständnisses dieses Mitgefühls.

KRIS: Gewiss.

MARK: Und was dies wirklich bedeutet.

KRIS: Und während sich die Wochen und Monate entfalten, wirst Du bei Joseph ähnliche Manifestationen wahrnehmen. Inzwischen haben die euphorischen Zustände, die Joseph seit einem oder seit zwei Monaten erlebt, angefangen, in alle anderen Lebensbereiche einzusickern. Verstehst Du? Es gibt nun, wie drücken wir es aus, mehr Gleichgewicht. Dieser Bewusstseinszustand fängt an, in andere Bereiche von Josephs eigenem Bewusstsein hinein zu greifen, und es werden Modifikationen und Anpassungen vorgenommen, um alles auf einer ebenen Plattform in Harmonie zu bringen. Es ist also wie die Kräuselungen des Kiesels, der ins Wasser geworfen wurde. Die Kräuselungen expandieren, werden größer und größer bis sie das ganze Gewässer bedecken. Und wenn die Kräuselungen das Ufer erreichen, kommen sie zurück und erschaffen sekundäre Kräuselungen und verschiedene andere Effekte.

Dies alles wurde nicht schwächer und steht im Einklang mit unsere Bitte, dass Du Josephs Ernährungsplan unterstützt, also dass Du Joseph ermutigst, in diesem bestimmten Zustand zu verweilen, um diese bestimmte Plattform aufrechtzuerhalten, denn auch Du profitierst davon. Die Nebeneffekte werden in dieser Hinsicht ein Vertiefen Deiner eigenen Erfahrungen sein, und wir sagten „in dieser Hinsicht“ (in this respekt) und sprachen nicht von Nichtachtung (Wortspiel zwischen in this respect und disrespect). Wenn Du vorurteilslos bleibst, wirst Du sehr davon profitieren. Hast Du sonst noch Fragen, Beobachtungen oder Kommentare. Du hast die Bühne, genauer gesagt die Bretter (Spaziergang auf dem Brettersteig den See entlang).

MARK: Seit Sonntag und auch heute Abend habe ich ein viel besseres Verständnis davon. Du hast mir nicht nur ein großes fehlendes Puzzleteilchen gegeben, sondern ich sehe jetzt auch, was da Gestalt annimmt, während wir dieses Puzzle aufbauen. Das Bild gewinnt an Leben.

KRIS: Gewiss, es ist groß, größer als jeder von Euch Beiden. (Pause). Wenn es sonst nichts für den Augenblick gibt, dann werden wir Dir Joseph zurückgeben.

MARK: Okay, vielen Dank.

KRIS: Und noch eine letzte kleine Beobachtung unsererseits. Die Bestrebungen, früher einzuschlafen, die sind sehr gut. Ihr könnt ruhig damit weiter machen und dies sogar noch steigern. Und das Bestreben, weniger Fleisch zu essen, wird auch geschätzt. Du magst schließlich selbst feststellen, dass das, was Du als ein Bedürfnis auf diesem Gebiet erachtet hast, im Grunde genommen auf, wie nennst Du es, Geschmack beruht.

MARK: Ich entdecke, dass es die Angst vor dem Unbekannten ist, also nicht zu wissen, was ich essen kann, wenn ich dies alles aufgebe, und Joseph springt da ganz hinein, aber dadurch, dass ich die Zehen eingetaucht habe, bin ich nun befähigt zu wissen, wie sich das Wasser anfühlt. Ich werde diese anderen Nahrungsmittel kennenlernen.

KRIS: Gewiss, und Joseph neigt dazu, dies zu tun.

MARK: Dies ist also aufschlussreich, und sobald ich eine große Menge von Dingen kenne, die mir wahrhaftig Freude machen, bin ich auch bereit, den nächsten Schritt zu tun.

KRIS: Gewiss, alles in Maßen. Dies ist wiederum eine Sache des Bewusstseins, sogar wenn es um den Geschmack geht. Manche Nahrungsmittel prädisponieren auf natürliche Weise das Individuum zu einem höheren Bewusstseinszustand, trotz allem, was manche sagen mögen, dass dies alles nur eine Frage von Glaubenssätzen sei. Sie gebrauchen dies, weil sie befürchten, dass sie trotzdem weiter das tun würden, was sie bislang tun, und dies ist bloß ein Versuch, überlegen zu klingen.

MARK: Es ist immer noch ein sich übermäßig auf diese Realität Verlassen oder Identifizieren.

KRIS: Gewiss. Vieles von der Philosophie selbst beruht auf einer körperlichen Identifikation, und doch ist es möglich, die Philosophie der Glaubenssätze in einen transzendenten Zustand zu bringen, denn diese Plattform ist eine völlig andere. Wie Du selbst zu erfahren begonnen hast, nicht wahr?

MARK: Ja. Ich verstehe die ursprüngliche Absicht dahinter, zu machen, dass die Leute sich ihrer Glaubenssätze gewahr sind.

KRIS: Ja, weil dies Teil des Aussaatprozesses ist.

MARK: Ja, es ist ein notwendiger Teil des Prozesses. Man muss anerkennen, ansprechen und akzeptieren.

KRIS: Bis Ihr dann anerkennen, ansprechen und akzeptieren könnt, dass Ihr Sat Chit Ananda seid, ewig voller Wissen und Entzücken, und dies kann mit nichts auf der körperlichen Plattform identifiziert werden.

Der Körper ist nicht voller Wissen, er ist nicht ewiglich, er ist nicht voller Entzücken, aber das Selbst ist dies, und das Selbst ist nicht der Körper. Die Tatsache, dass Ihr bereits mehrere sehr unterschiedliche Arten von Körper in dieser einen Lebenszeit hattet und immer noch Ihr seid, sollte Euch innehalten und alles anzweifeln lassen, was Ihr dachtet, dass Ihr dies über Euch selbst bis zu diesem Zeitpunkt zu verstehen dachtet. Und das ist es dann, im Augenblick zu sein. Das ist es, im Jetzt zu sein. Das ist es, einen Fuß auf der Schwelle zum transzendenten Zustand zu haben. Ist das nicht einleuchtend?

Damit können wir Dir Joseph zurückgeben und danken für Eure gemeinsame Betrachtung

Gina
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Re: Chanten, das fehlende Puzzle-Teilchen

Beitrag von Gina » Fr 4. Sep 2009, 12:09

Hallo Gilla,
in der Sitzung wird eine Sitzung erwähnt, "Suche nach dem Selbst" die wohl noch nicht übersetzt ist oder?
Die Sitzung " Welt des Selbst" so nehme ich mal an, kann damit nicht gemeint sein, da sie aus dem Jahre 2005 ist, gehe ich richtig in der Annahme?

Möchte jetzt auch die Gelgenheit wahrnehmen, um mich herzlichst für deine Übersetzungen zu bedanken. Habe es immer wieder "im Kopf" ,aber "nie" getan....ausgesprochen :)

Also ,...lieben Dank!

Liebe Grüße
Gina

Gilla
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Re: Chanten, das fehlende Puzzle-Teilchen

Beitrag von Gilla » Fr 4. Sep 2009, 12:20

Hallo Gina,

Selbst: das authentische Selbst; viewtopic.php?f=6&t=72
Selbst: das inoffizielle Selbst; viewtopic.php?f=6&t=380
Selbst: das Selbst gegenüber der Gesellschaft; viewtopic.php?f=6&t=343
Selbst: das zielgerichtete Selbst; viewtopic.php?f=6&t=124
Selbst: Gemeinschaft der Selbst; viewtopic.php?f=6&t=118
Selbst: Redlichkeit dem Selbst gegenüber; viewtopic.php?f=6&t=24
Selbst: Schattenselbst; viewtopic.php?f=6&t=376
Selbst: Spiegel des Selbst; viewtopic.php?f=6&t=280
Selbst: Welt des Selbst; viewtopic.php?f=6&t=461

Das sind mal die Sitzungen zum Thema Selbst, die ich auf die Schnelle gefunden habe. Nicht alle Sitzungen werden veröffentlicht, z.B. wenn sie im Rahmen eine Seminars stattfinden, für das die Teilnehmer bezahlen.

Danke für Deine lieben Worte. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Liebe Grüße
Gilla

Gina
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Re: Chanten, das fehlende Puzzle-Teilchen

Beitrag von Gina » Fr 4. Sep 2009, 15:40

Hallo Gilla,

dito!!! :)

und liebe Grüße
Gina

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