Elias: Richtlinien = guidelines

Diskussion über die kanalisierten Texte der Wesenheit Elias über Mary Ennis

Moderator: Gilla

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Di 10. Mär 2020, 10:13

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

ELIAS: Stopp, stopp, stopp. Ich bat Dich, präziser zu sein, und Du bleibst ganz allgemein und bist ganz vertraut damit, und das ist eine für Dich typische Äußerung im Gespräch mit mir… Du sprichst in Allgemeinheiten und vagen Konzepten. Sei bitte spezifisch.

Was verwirrt Dich oder wo genau empfindest Du einen Konflikt? Wenn Du von Deiner Energie und von dem sprichst, was ich Dir sagte, was verwirrt Dich? Was ist für Dich spezifisch widersprüchlich oder verwirrend, denn wenn Du nicht detailliert bist, ist es schwierig, ein produktives Gespräch anzuheuern. Wenn Du ganz allgemein sprichst, werde ich auch in diese Richtung gehen. Aber ich erkenne, dass Du in spezifische Richtungen gehen willst, und manchmal tun wir das auch, was jedoch von Dir abhängig ist und davon, wie Du das Gespräch dirigierst. Deshalb bringt es Dir nichts, wenn Du sagst, dass Du ganz allgemein unzufrieden bist.

JOHN: Beispielsweise verwirrte mich Deine Aussage in der letzten Sitzung “Deine Energie ist dies, nicht auf Fremde zuzugehen, nicht wahr?“ Doch in mehreren anderen Sitzungen hast Du mich ermutigt, genau dies zu tun. Dann sagst Du, dass das nicht meine Energie ist, was mich verwirrt, denn ist es nicht immer meine Energie, oder ist es nie meine natürliche Energie, oder ist es einfach meine augenblickliche Energie?

ELIAS: Okay, das ist ein ausgezeichnetes Argument, und ich verstehe, wie das fehlgedeutet, falsch verstanden und als Paradoxon verstanden werden kann. Es gibt da zwei Faktoren: das was Du jetzt als Energie äußerst sowie das, was Deine natürliche Energie ist. Was Du jetzt äußerst und was Du geäußert hast, das ist, dass Du nicht dazu neigst, den ersten Schritt zu tun. Ist es Deine natürliche Energie? Nicht unbedingt. Wenn Du mehr echtes Vertrauen in Dich selbst äußern würdest, würdest Du ganz natürlich mehr dazu neigen, bei anderen Individuen den ersten Schritt zu tun, ohne unbedingt auf ein Zeichen von ihnen zu warten. Ich verstehe, was Dich verwirrt, denn da ich Deine natürliche Energie erkannte, habe ich Dich ermutigt zu versuchen, den ersten Schritt Anderen gegenüber zu tun.

JOHN: Es ist nicht so, dass ich ein ganz zurückgezogener mäusischer Typ wäre, der zuhause herumhängt.

ELIAS: Ich verstehe Dich, aber auch hier ging es darum, Dich dazu zu ermutigen, Deine gewohnten Richtlinien zu verlassen und andere Handlungen anzuheuern als das, was Du gewöhnlich tust.

JOHN: Aber das habe ich zu tun versucht.

ELIAS: Und Du sagtest mir, dass Du es nicht magst, was ich akzeptiert habe. Ich verstehe, dass Du es versucht hast, und dass es Dir nicht gefallen hat. Und damit sind wir wieder bei der ursprünglichen Situation, wo es etwas unbehaglich für Dich ist, Dich selbst echt zu äußern, aber Du hast auch sehr fest Richtlinien für Dich errichtet, worüber wir schon früher sprachen.

JOHN: Welche Richtlinien waren das? Kannst Du mein Gedächtnis auffrischen?

ELIAS: Du hast für Dich selbst Richtlinien aufgestellt, wonach Du zum Anheuern bestimmter Vorgänge bereit bist und zum Anheuern anderer Vorgänge nicht bereit bist. Vielleicht habe ich nicht das Wort “Richtlinien“ gebraucht, aber das ist es, was Du für Dich errichtet und mir gesagt hast, dass Du bereit bist, bestimmte Dinge anzuheuern und definitiv Richtlinien hast, wonach Du nicht bereit bist, Dich in anderer Beziehung zu engagieren.

JOHN: Du hast auch viel von der Sprache gesprochen, und dies mag auch eine Sache der Sprache sein, und es ist immer noch wie zum Teufel. Denn ich soll etwas anheuern, wo mir die entsprechende Sprache und die Erfahrungen völlig fehlen und ich die andere Person nicht verstehe. Der Andere spricht diese Sprache und hat die Erfahrungen, die ich nicht habe oder nicht verstehe. Ich habe dieses was auch immer noch nicht einmal, Freunde, was der Energie nutzt und weiß nicht, wie ich das projizieren soll, und es ist wie zum Teufel. (I don't even have that, whatever, friends with benefits energy, I don't know how to project this, and it's just like what the fuck.) Ich gehe aus, und hoppla, Du hast Recht. Wenn ich bezüglich solcher Interaktionen verwirrt bin, lese ich mir die Sitzungen durch und verstehe nicht, was zum Teufel ich tun soll.

ELIAS: Ich werde Dir Ähnliches wie bereits im früheren Gespräch sagen, und vielleicht kommen wir schneller hindurch als sonst. In unserem Gespräch heuerst Du eine sehr gewohnte und beständige Richtung an und projizierst zunächst eine beachtliche Oppositionsenergie, eine Energie des Dich-bedroht-Fühlens, was Du spiegelst, indem Du streitlustig bist und sagst, dass Du das, was ich Dir sage, nicht verstehst und dass unsere früheren Gespräche völlig ungültig sind. Und sobald wir über diese argumentative und opponierende Periode hinweg sind, verstehst Du das, was ich Dir sage. Aber Du initiierst jedes Gespräch auf die selbe Weise, bist streitlustig und erklärst alles, was bereits besprochen wurde, für ungültig und als für Dich selbst unsinnig, und sagst, dass Du es nicht verstehst, dass Du völlig verwirrt bist und…

JOHN: Ich denke, dass ich sagen könnte, dass es unangenehm ist...

ELIAS: Stopp und höre zu. Du heuerst einen Ton an, der über Opposition hinausgeht und gänzlich für ungültig erklärt. Mein Freund, was Du tust, das ist kein Herabsetzen meinerselbst. Das ist egal. Mich erklärst Du nicht für ungültig. Wenn Du Dich herablassend, sarkastisch und auf diese defensive Weise äußerst, projizierst Du ein energisches Herabsetzen Deinerselbst. Siehst Du, was Du tust? Du setzt mich nicht herab – das ist egal. Auf Deine Anfrage hin interagiere ich mit Dir. Wenn Du verlangst, dass ich mit Dir interagiere aber zugleich wählst, unsere Interaktionen für ungültig zu erkläre, was tust Du damit? Du setzt Dich selbst herab, weil Du Deine Fähigkeit zu verstehen kritisierst.

Du bist ein intelligentes, bewusstes/wissendes Individuum, aber Du kritisiert Dich selbst und Deine Fähigkeit, das zu verstehen, worüber wir sprechen, doch Du möchtest auch nicht haben, dass ich mit Dir wie mit einem weniger intelligenten Individuum spreche. Du willst, dass ich Deine Verständnis-Fähigkeit honoriere, was ich tue, aber Du wertes sie ab, indem Du Dich selbst dahingehen kritisierst, dass Du nicht verstehst. Nein, es ist nicht so, dass Du nicht verstehst. Du hast gewählt, gewisse für Dich delikate und unbehagliche Themen anzuschneiden und bist Du vielleicht ein bisschen bereit, sie anzusprechen, aber Du kämpfst auch damit.

JOHN: Die letzten paar Sitzungen mag ich nicht, und ich habe mich nicht über die Informationen gefreut.

ELIAS: Und denkst Du, dass Du Wunden gerne betrachten wirst, wenn Du sie aufdeckst? Es geht auch darum, zu einem Punkt zu gelangen, an dem Du mit dem Kämpfen aufhörst, doch dorthin bist Du noch nicht umgezogen. Du möchtest es tun, aber Du hast das noch nicht geäußert, denn Du hältst weiter am Kämpfen fest.

JOHN: Und was wäre der nächste nützliche Schritt? Wenn ich in einigen von Dir erwähnten Dingen buddele, gibt es an der Oberfläche Widersprüche, was Du mir erklärt hast. Ich neige dazu, mich bisweilen damit durcheinander zu bringen, dass ich auf die Sitzungen zurückblicke und sie mit diesem oder jenem Erlebnis verbinde, wo Du etwas gesagt hast, was zu diesem aber nicht zu jenem passt, und es tut das, und tut es auch wieder nicht.

ELIAS: All das ist der Kampf.

JOHN: Ich denke, dass es zwei Dinge gibt, worüber wir sprechen können, wenn Du willst. Was ist diese Wunde? Ist sie alles, was wir als Ganzes besprochen haben, und das ist alles? Terri formulierte es sehr gut als sie fragte: “Was liegt fundamental hinter dem allem? Was ist das tiefste Problem dabei, das Du noch nicht aufgedeckt hast?“ Kannst Du mir das sagen?

Und als nächste Frage: Warum hüpfe ich nicht behaglich auf und ab? Ich fühle mich in mancher Hinsicht wohl, aber Du sagst, dass ich Gruppen ausprobieren soll, und ich ging hin, und die Gruppen trafen sich, doch da ist kein… Du sagst, dass ich meinen Spielraum expandieren sollte, was ich verstehe. Ich bin nicht doof. Ich fühle mich nicht wohl, zuhause zu sein, weil es sogar noch beengender ist als das Spielfeld. Andererseits habe ich das Gefühl, dass ich keine Behaglichkeit von Tag zu Tag suche (?) sondern eine, die das nicht vermeidet, worüber wir sprechen und dies miteinschließt, so dass ich damit beginnen kann, es bereits beim Verlassen der Sitzung oder morgen miteinzubeziehen. Ist das einleuchtend?

ELIAS: Ja. Das ist es, was ich Dir sagte, und es ist genau das Problem. Du hast immer sehr präzise Richtlinien von dem etabliert, was Du bereit bist zu tun oder nicht zu tun, weshalb Du von mir im Rahmen der Richtlinien dessen, was Du anzuheuern bereit bist, Antworten haben willst, die Dein Leben in eine erfüllende, behagliche und für Dich zufriedenstellende Richtung verändern.

JOHN: Das ist komisch, denn bisweilen sagst Du in den Sitzungen “Du bist nicht bereit, es anzuheuern” und es läuft immer darauf hinaus, dass ich nicht wirklich sicher bin, was es ist, das ich nicht anzuheuern bereit bin.

ELIAS: Wenn ich Dich in früheren Gesprächen fragte, was Du tun möchtest und zu tun bereit bist, sagtest Du, dass Du nach der Arbeit zu müde bist, um irgendwelche anderen Aktivtäten anzuheuern außer in die Kneipe zu gehen und mit den Leuten dort zu sprechen, und dass Du bisweilen am Wochenende, wenn Du nicht arbeitest, bereit bist, in sehr begrenztem Ausmaß andere Aktivitäten anzuheuern. Du hast mir in diesen Gesprächen mehrmals gesagt, wieviel Zeit Du mit der Arbeit verbringst und wie müde Du nach der Arbeit bist, und dass Du weder motiviert, geneigt oder interessiert bist, noch vieles darüber hinaus zu tun.

JOHN: Ich gehe mit meinem Sohn essen, und wir spielen im Park.

ELIAS: Ich verstehe, dass Du Dich mit Deinem Sohn beschäftigst, und Du sagtest, dass Du bisweilen am Wochenende Zeit mit ihm verbringst. Du hast mich auch zu Deinem Wohnsitz befragt, ob das die für Dich nützlichste Gegend ist, worüber wir ebenfalls sprachen, und Du sagtest, dass Du wegen Deines Sohnes wählst, weiterhin dort zu bleiben.

Fängst Du nun an, die von Dir etablierten Richtlinien zu sehen? Du sprichst mit mir und willst, dass ich Dir einen klaren, leichten Weg offeriere, wie Du zufriedengestellt wirst, Dich wohlfühlst und Freude an Dir und Deinem Leben innerhalb dieser Richtlinien hast, die aber nur die Kneipe und Deinen Sohn miteinschließen.

JOHN: Ich fahre gerne Rad. Ich habe viele Interessen. Wenn ich an die Sitzungen zurückdenke, klingt es, als ob ich ein Typ wäre…, ich bin ein intelligenter Kerl.

ELIAS: Aber es geht darum, es zu tun. Und das ist es, was ich Dir zuvor sagte, doch immer, wenn ich Dich zu etwas, was Du gerne tust, magst oder bevorzugst ermutige, sagst Du „nein“. Du sagst…

JOHN: Darf ich Dich unterbrechen? Du sagtest beispielsweise „gehe aus und tue das“, wie ausgehen und mit Fremden zu interagieren, aber es sind die Leute, mit denen ich mich verabreden soll, was mich beim letzten Mal verwirrte. Und wenn ich das häufiger tue – ich erkenne, dass es vielleicht in meiner Energie einen Aspekt gibt, der mich noch verwirrt – und es für mich nicht nur unbehaglich sondern auch erfolglos ist und mich nirgendwo hinbringt und fast eine Gefühl von Entwertung zur Folge hat, warum sollte ich das weiterhin tun?

ELIAS: Mein Freund, jeder Mensch, mit dem Du eine Beziehung angeheuert hast, war irgendwann ein Fremder für Dich. Jeder, dem Du begegnest und mit dem Du vielleicht eine Beziehung anheuern wirst, ist anfangs für Dich ein Fremder. Wenn ich Dir rate, auszugehen und Fremden zu begegnen, ist das für Dich inakzeptabel und Du äußert Opposition, das ist es, was Du tust und getan hast. Jede Beziehung…

JOHN: Das weiß ich, aber es ist so… Im Großen und Ganzen würde ich meine diesbezüglichen Erlebnisse als negativ statt als positiv ansehen. Außerdem möchte ich Paula nicht begegnen, und das ist eine Wunde, über die Du vielleicht sprechen kannst. Ich fühle mich übermäßig herabgesetzt, und ein Teil davon hängt mit dem zusammen, worüber wir in der letzten Sitzung sprachen. Ich erkenne, dass Du mir Informationen gegeben hast. Aber ich fühle mich belogen. Wie ich ihr sagte, habe ich keine Idee, warum sie mich weiterhin auf Facebook kontaktiert, obwohl ich erkenne, dass sie eine nette Person ist. Vielleicht missverstehe ich einfach die Sprache. Inzwischen fühle ich mich überlistet oder fühle mich vieler Dinge nicht fähig, über die wir sprachen. … (??I feel so not with it)

ELIAS: Okay. Hast Du ihr gesagt, dass sie Dich nicht kontaktieren soll, da Du Dich bei Euren Begegnungen nicht wohlfühlst?

JOHN: Nein, das habe ich nicht getan. Ich will keine Brücken hinter mir abreißen. Wenn ich nicht kritisiert würde - vielleicht verstehe ich das falsch - aber für mich scheint es so zu sein, dass ich kritisiert werde. Ich sagte ihr, dass ich wahrnahm, belogen worden zu sein, was sie verärgerte. Die Interaktion verwirrt mich sehr. Ein Teil von mir denkt, dass sie ein netter Mensch ist, und ich treffe mich mit ihr zum Essen oder was auch immer, aber ich fühle mich sehr von ihr kritisiert. Vielleicht verstehe ich das einfach falsch. Ich möchte es aber nicht falsch verstehen, wenn ich beispielsweise wieder in einer Beziehung bin, und jemand redet pausenlos über seine andere Beziehung, dass ich dann denken kann: sie setzt mich nicht herab sondern informiert mich einfach. Ich sollte nicht… Ich weiß einfach nicht, und das ist es, was mich verwirrt.

ELIAS: Okay. Höre auf Dein Gefühl. Das ist einfach. Wenn Du Dich unbehaglich, kritisiert oder herabgesetzt fühlst, weil das andere Individuum nicht auf Dich und Eure Interaktion fokussiert ist und über eine nicht anwesende Person spricht, höre auf Dein Gefühl. Warum würdest Du in der Situation verweilen oder dies sozusagen auf Dich einladen?

JOHN: Wenn es eine nette Person ist und - wie Du mir bereits erklärt hast - keine Kritik im Gange ist, ist mein Gefühl einfach eine Funktion, weil ich nicht daran gewöhnt bin oder keine entsprechenden Erfahrungen habe und jemand lediglich versucht, mich zu instruieren.

ELIAS: Ich verstehe Dich. Wenn Du Dich kritisiert, gequält und unbehaglich fühlst, kannst Du das in diesem Augenblick nicht evaluieren, und es ist sehr schwierig, Dir selbst tatsächlich irgendeine nützliche Information zu geben. Der erste Schritt wäre, damit aufzuhören, Situationen einzuladen oder Dich in solche Situationen zu bringen, die dieses Gefühl und diese Äußerung in Dir hervorrufen.

JOHN: Und hier kommen meine Schranken oder Richtlinien mit ins Spiel. Warum sollte ich in einen Club in der Stadt gehen und versuchen, dort mit den Leuten zu sprechen, wenn man mir die kalte Schulter weist, weil ich diese Sprache nicht spreche oder dieses und jenes projiziere? Warum sollte ich mich in solche oder auch in neutrale Situationen bringen, um jemanden anzuheuern? Oder warum sollte ich mich in solche Situationen bringen, selbst wenn es eher eine romantische Sache in einer neutralen Umgebung oder an einem der Aufreißer-Orte wäre? Aber zugleich soll ich mich expandieren.

ELIAS: Okay, ich verstehe, dass Du verwirrt bist und stimme Dir zu. Warum solltest Du Dich in Situationen bringen, die auf irgendeine Weise für Dich unbehaglich sind, ganz egal, ob es dabei um Fremde oder ein Dir bereits bekanntes Individuum geht? Ich stimme Dir zu und würde sagen, wenn es gar so unbehaglich für Dich ist, Dich in Situationen zu bringen, wo Du mit Fremden interagierst, dann tue es nicht. Ich hatte Dir dies vorgeschlagen, um vielleicht in für Dich natürlichere Richtungen zu gehen, aber Du magst dazu noch nicht bereit sein. Es ist auch wichtig, Dich nicht hinsichtlich von Bekannten in Situationen zu bringen, die dasselbe Gefühl von Kritik oder Unsichtbarkeit generieren, wo Du Dich unbehaglich fühlst.

JOHN: Ich hasse es, Brücken hinter mir niederzureißen, aber vielleicht ist das die richtige Sache.

ELIAS: Du reißt nicht unbedingt Brücken hinter Dir ein. Du kannst Dir aufrichtig sagen, dass dies für Dich schwierig ist und dass Du das andere Individuum nicht unbedingt kritisierst oder sagst, dass Du es nicht magst, aber dass Du etwas Zeit brauchst, um zu genesen.

JOHN: Was ich gänzlich missverstehe ist dies: wurde oder werde ich irgendwie kritisiert, oder stimmt das nicht?

ELIAS: Beides. Ob es absichtlich geschieht? Nein. Individuen heuern viele kritische Äußerungen an, die sie nicht unbedingt beabsichtigen. Sie erkennen nicht, dass sie es tun. Damit ist keine absichtliche Kritik oder Verletzen verbunden, aber das heißt nicht, dass es das nicht tut.

JOHN: Stimmt, denn ich weiß noch nicht einmal, was ich äußere, denn zu einer Zeit fühlte ich mich zuversichtlich/selbstsicher mit ihr. Aber als sie mir sagte, dass sie zu Joe zurückgeht, war es wie „Du hast die ganze Zeit über gelogen“. Sie antwortete, dass wir jetzt keine Freunde sein können, und es war sehr verwirrend. Ich weiß nicht, was ich kommunizierte, denn ich hatte eine sehr aufrichtige Frage gestellt, aber sie war aufgebracht. Ich habe nicht verstanden, was da im Gange war und verstehe es immer noch nicht, und ich bin immer noch verwirrt, warum sie mich weiterhin kontaktiert.

ELIAS: Warum sie Dich immer noch kontaktiert? Weil Du das zulässt. Wenn Du es zulässt, ist es dasselbe wie es einzuladen.

JOHN: Was habe ich kommuniziert. Deshalb heure ich solche Erlebnisse nicht an. Ich meine, es ist…

ELIAS: In vielen Situationen setzen Individuen Interaktionen fort, selbst wenn sie negativ und widersprüchlich sind, denn sie sind daran gewöhnt, und sie fahren fort, sich so zu äußern. Wenn es erlaubt wird, werden sie fortfahren, das zu tun und es weiterhin anheuern.

JOHN: Ich bin mir nicht sicher, was Du damit meinst.

ELIAS: Einer der Gründe, weshalb Individuen fortfahren, miteinander im Konflikt zu sein, ist dass Einer oder Beide verzweifelt versuchen, Recht zu haben und dem Anderen dies zu sagen, bis der es auch aus ihrer Warte sieht.

JOHN: Das ist auch so eine Sache bei unseren Sitzungen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich zwischen den Zeilen lesen muss. Ich denke, dass es bei einigen unserer Interaktionen, so selten diese auch sein mögen, auch darum geht: „Du musst es aus meiner Sicht sehen“.

ELIAS: Bitte erkläre das.

JOHN: In den Kommunikationen mit ihr, wenn sie mich oder ich sie kontaktiere oder ich ihr antworte, gibt es ein zugrundeliegendes “Du musst es aus meiner Sicht sehen”.

ELIAS: Ja.

JOHN: Und manchmal habe ich in den Sitzungen das Gefühl, dass ich zwischen den Zeilen lesen muss. Wenn ich diese „Wunde“ betrachte, frage ich mich ob ich da nicht echt ein bisschen belogen wurde? Vielleicht hast Du diese Frage bereits beantwortet. Wenn ich intelligent bin, kann ich wohl zwei und zwei zusammenzählen, nicht wahr? Es scheint so zu sein, dass es bei dem anderen Kerl einen ähnlicheren Hintergrund gibt, dass er wahrscheinlich attraktiver und möglicherweise auch in einigen sexuellen Aktivitäten besser ist, und sie sagt, dass ich, was Freundschaften angelangt, weniger talentiert bin, und ich verstehe nicht warum, aber offensichtlich habe ich nicht die passende Energie während der Andere sie hat, und er spricht auch diese Sprache. Alles in allem war sie ehrlich, aber sie ließ die Tür offen im Wissen, dass sie - falls die Beziehung beendet wird - die Brücken nicht abgerissen hat. Stimmt meine Interpretation? Diese Wunde wurde zu allem, was ich gerade sagte. Ich habe dies und jenes nicht usw., und über diesen Fluch sprachen wir in den letzten Sitzungen, nicht wahr?

ELIAS: Und was ist genau Deine Frage?

JOHN: Meinen Eindruck von dem, was in den Interaktionen geschieht, zu bestätigen oder auch nicht.

ELIAS: Und hat sie Dich belogen?

JOHN: Es passierte genau das, was ich beschrieben habe.

ELIAS: Mein Freund, wie ich Dir schon früher sagte, ist es schwierig, dies zu besprechen, denn Du siehst es ganz in schwarz und weiß. Das Thema Lügen ist schwierig, und es erfordert eine Absicht.

JOHN: Ich war gerade bei meiner Beschreibung vorsichtig und benutzte nicht das Wort Lüge, aber ich tat es in meiner Email an sie. Ich richtete mich einfach nach dem üblichen Sprachgebrauch. Aber Dir gegenüber habe ich dieses Wort jetzt nicht gebraucht – vielleicht unbewusst, oder ohne spezifische Absicht. Aber dass sie die Tür für ihn offen ließ und ihn mir dann vorzog, das ist die Wunde, und das ist es was passiert ist.

ELIAS: Das ist teilweise die Wunde.

JOHN: Ah. Und das ist es, was geschah?

ELIAS: Ja.

JOHN: Aber sie erkannte nicht was sie tat?

ELIAS: Es gab keine Absicht. Ja, es gab ein miteinander Vergleichen, aber nicht die Absicht, Dich zu kritisieren.

JOHN: Es ist eine tiefe Wunde. Und dies ist einfach eine Interaktion, die Salz in die Wunde reibt, nicht wahr?

ELIAS: Ja.

JOHN: Und was ist die restliche Wunde?

ELIAS: Die Wunde hat mehr mit Deiner Wahrnehmung Deinerselbst als mit Benachteiligung zu tun, nämlich dass Du die Wahrnehmung generierst, benachteiligt zu sein, weil Du Dich in einen bestimmten Alter nicht auf eine bestimmte Weise geäußert hast.

JOHN: Ich bin immer noch verwirrt, weil Du dieses Wort gebraucht hast, denn so hatte ich es zuvor nicht gesehen. Ich wusste noch nicht einmal, dass diese Sprache existiert.

ELIAS: Es spielt keine Rolle, dass Du die Spezifika nicht kanntest sondern dass sie Dir nicht bekannt waren und Du seit vielen Jahren in die Richtung gehst, dass Du die Spezifika nicht kennst, deren Einflüsse jedoch generierst und nicht siehst, was Dich beeinflusst.

JOHN: Was diese Sprache und die dazugehörigen Anhängsel anbelangt, worüber wir sprachen, das war irgendwie bahnbrechend – wow, Sprache und die Geschlechts-Energie. Gibt es noch andere jener Sprache ähnliche Faktoren, deren ich mir nicht gewahr bin?

ELIAS: Es geht darum, Dir bei Deinen weiteren Schritten mehr der subtilen Nuancen gewahr zu werden, die Dich aufgrund der wahrgenommenen Benachteiligung beeinflussen. Nicht dass Du die Details gekannt hättest, aber Du kannst im Rückblick auf Dein Leben als Erwachsener ganz offensichtlich sehen, dass es vielleicht einige nicht definierte Unterschiede zwischen Dir und Anderen gibt, was Du über die Interaktionen mit Deinen Partnerinnen und dem, was diese sagen, erkennen kannst. Du fängst an zu erfassen, dass es zwischen Dir und anderen Individuen Unterschiede gibt, und dieses Bemerken brachte Dich dazu, das Gespräch mit mir aufzunehmen.

Erinnere Dich daran, dass Du reflektierst. Du reflektierst immer in unterschiedlichen Kapazitäten und gibst Dir damit Hinweise, und so hast Du im Verlauf der Zeit angefangen, immer mehr zu evaluieren, ohne unbedingt gänzlich zu definieren, aber Du evaluierst, dass es vielleicht zwischen Dir und anderen Männern Unterschiede gibt.

JOHN: Welche weiteren Unterschiede gibt es außer denen, über die wir bereits sprachen?

ELIAS: Teil des Problems ist, dass Du mehr Unterschieden suchst als Unterschiede vorhanden sind. Du versuchest, irgendwelche dramatischen Unterschiede zwischen Dir und anderen Männern zu finden, die Dir erklären, warum Deine Beziehungen mit den verschiedenen Frauen nicht erfolgreich waren. Denn Du vergleichst Dich mit anderen Männern und versucht, einen größeren Unterschied zu finden.

JOHN: Und den gibt es nicht?

ELIAS: Mein Freund, über das bereits Gesagte hinaus gibt es keinen enormen Unterschied zwischen Dir und anderen Männern.
Session 20140607-1
Saturday, June 7, 2014 (Private/Phone)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Di 10. Mär 2020, 10:53

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

JASON: Es geht mir darum, die Kluft zwischen Annehmen und Wertschätzen sowie der Kritik/Herabsetzung zu überbrücken. Was tue ich mit meiner Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, wenn ich kritisiere, und was, wenn ich annehme oder wertschätze. (gekürzt)

ELIAS: Kannst Du mir ein Beispiel für beide Richtungen nennen?

JASON: Wenn man unvoreingenommen und gleichermaßen aufmerksam für alle Wahrnehmungen ist, ohne vor etwas zurückzuweichen und ohne eine Wahrnehmung zu bevorzugen, ist das in Einklang mit Annehmen?

ELIAS: Ein bisschen. Das kann verzwickt sein, denn z.Zt. wird erheblich viel Energie geäußert in metaphysischen Richtungen und Philosophien, die die Leute in Richtung von Utopien führen, wie dies: wenn Ihr Eure Wahrnehmung auf eine bestimmte Weise handhabt, wird Euch das zum Erwachen führen, und dann werdet Ihr ganz und gar Euer vollständiges Vernetztsein mit Allem erkennen und wahrnehmen und kein Urteilen mehr miteinbeziehen, was ziemlich falsch ist.

Ihr existiert in einer physischen Realität, die eine Blaupause oder einem Plan mit bestimmten Strukturen aufweist, und diese Strukturen werden für Euch vorhanden sein so lange Ihr im physischen Fokus weilt. Annehmen bedeutet nicht, dass Ihr keinerlei Werturteile mehr miteinbezieht, und es eliminiert nicht Euer Urteilen, sondern entspannt dieses erheblich. Die Duplizität ist eines Eurer Glaubenssatzsysteme und bleibt deshalb weiterhin Teil Eures physischen Fokus, solange Ihr auf Erden weilt.

Annehmen ist ein Entspannen von Werturteilen, denn Du behält weiterhin Deine eigenen Richtungen, Meinungen und Richtlinien bei, und Deine Richtlinien generieren eigenständig automatische Werturteile von gut oder böse, aber Du kannst über diese Werturteile hinaus schauen und erkennen, dass sie zu Deinem eigenen Wohle und nicht unbedingt auf andere Situation oder Individuen anwendbar sind.

Annehmen wird in dieser Richtung geäußert, wobei Ihr Eure Werturteile und Richtung bezüglich dessen behaltet, was Ihr gemäß Eurer das Verhalten lenkenden Richtlinien für gut oder schlecht haltet und auch in Bezug auf Eure Vorlieben, die ebenfalls Werturteile über das sind , was Ihr bevorzugt, aber Ihr wendet sie nicht mehr auf externe Quellen an.

Ihr erkennt, dass Ihr externe Äußerungen akzeptieren könnt, weshalb sie Euch nicht stören, selbst wenn Ihr nicht damit übereinstimmt und dass Ihr dabei in Bezug auf Eure eigene Richtlinien eine Wahl treffen und diese so anwenden könnt, dass Ihr sozusagen außen um diese externen Quellen herum fließt/strömt und ihr Vorhandensein somit aufrichtig akzeptieren könnt, ohne Euch gestört zu fühlen.

Nenne mir nun ein Beispiel einer herabsetzenden Wahrnehmung, die Du gerne verändern würdest.

JASON: Das ist ein bisschen schwierig, denn gewöhnlich bin ich mir zumindest objektiv nicht gewahr, wenn ich mich selbst herabsetzte.

ELIAS: Aber hinterher bist Du Dir dessen vielleicht gewahr. Erinnere Dich an ein Erlebnis, bei dem Du hinterer erkannt hast, dass Du Dich und vielleicht auch eine andere Person kritisiert hast, irgendeine herabsetzende Äußerung, die Du ändern möchtest.

JASON: Da fällt mir meine Gereiztheit (temper) ein, wenn ich beispielweise auf meine Frau böse bin, es hinterher bereue und mit den Folgen zu ringen habe.

ELIAS: Ein gutes Beispiel. Was wäre eine typische Situation, in der Deine Gereiztheit auflodert?

JASON: Das ist leicht. Es gibt da einige Beispiele aus jüngster Zeitl. Es fängt gewöhnlich mit einem Gespräch über ein bestimmtes Thema an, mit dem ich mich nicht befassen will, aber sie will mich involvieren, und ich wehre mich dagegen, bis ich schließlich explodiere.

ELIAS: Okay, und hinterher fühlst Du Dich unbehaglich, und Du…

JASON: Ich bereue, dass ich in Anwesenheit der Kinder laut wurde, und vor ein paar Monaten brach ich mir sogar die Hand, als ich gegen eine Wand schlug.

ELIAS: Es ist verständlich, dass Du diese Situation bereust oder ändern willst (beide kichern), denn das war doch sehr unbehaglich. Lass uns nun Deine vorhin geschilderte Methode anwenden, wo Du Dir des Raums gewahr bist, in dem ein bestimmter Gegenstand existiert und Du sozusagen Deine Wahrnehmung dieses Gegenstands innerhalb dieses Raums sowie das beobachtest, was diese Wahrnehmung beeinflusst.

Du kannst die andere Person ähnlich wie jenen Gegenstand beobachten. Von sich aus ist eine andere Person Dir gegenüber neutral, unabhängig vom dem. was sie wie äußert. (In themselves, another individual in relation to you is neutral, regardless of what they express or how they do it.) Die einzige Art und Weise, wie es dazu kommt, dass sie nicht länger neutral ist, ist das, wie Du sie wahrnimmst. Das ist also sehr ähnlich wie bei einem Gegenstand.

Nehmen wir an, dass Du eine Lampe fokussierst und evaluierst, wie Du sie wahrnimmst, das, worauf Du bezüglich dieser Lampe achtest, wie sie ausgestaltet ist und das, was beeinflusst, dass Du Dir dessen mehr gewahr wirst, und dabei bemerkst Du das, was Deine Aufmerksamkeit am meisten fesselt. Ist es die Farbe, die Größe, die Form oder die Helligkeit der Lampe? Du bewertest alles, worauf Du bei der Lampe achtest. Ihre Form, Größe, Helligkeit, Farbe und Gedämpftheit gefallen Dir oder auch nicht. Alle diese Eigenschaften verarbeitest Du mittels Deiner Aufmerksamkeit und evaluierst und schätzt ein, ob Du sie magst oder nicht, und ob sie für Dich wichtig sind oder nicht. Und alle diese Einschätzungen werden hindurch filtriert, um eine Wahrnehmung zu erschaffen, die Deine Meinung über den Gegenstand generiert. Dies alles läuft sehr schnell ab, und alle Informationen werden im Sekundenbruchteil verarbeitet.

Wenn Deine Partnerin über etwas sprechen will, woran Du nicht partizipieren willst oder nicht daran interessiert bist, achtest Du zu allererst auf sie und auf das, was sie tut und äußert. Noch bevor sie das Thema anschneidet, mit dem Du Dich nicht befassen willst, schätzt Du bereits ein, dass Du nicht daran partizipieren willst. Um es klarer zu beschreiben: Ähnlich wie Tiere dies tun, generieren auch Menschen Körperhaltungen in Bezug auf ihr Tun. Diese Körperhaltungen sind größtenteils sehr subtil, aber bestimmte Bewegungen praktiziert Ihr konstant in Bezug auf bestimmte Themen oder Begegnungen.

Ebenso wie Tiere sehr subtile Körperhaltungen einnehmen, die Ihr wahrscheinlich nicht bemerkt, tun auch Menschen das. Objektiv achtet Ihr nicht darauf, doch Ihr erkennt es energetisch. Die Energie und die Körperhaltung ändern sich, und Ihr wisst bereits, was Euch bevorsteht und seid somit vorbereitet. Du bist zwar auf die Situation vorbereitet, jedoch auf die gewohnte Weise, nämlich dies unter allen Umständen vermeiden zu wollen, bis Du schließlich so aufgewühlt bist, dass Du es nicht länger verhindern kannst und sozusagen explodierst. Hierbei geschehen viele Handlungen, aber worauf achtest Du?

JASON: Auf das Gefühl.

ELIAS: Ja, zu allererst achtest Du auf das Gefühl.

JASON: Vielleicht eine Irritation.

ELIAS: Ja, und was tust Du noch?

JASON: Ich blockiere dies?

ELIAS: Nicht unbedingt. Du gibst Acht auf...

JASON: Ich bin angespannt?

ELIAS: Ja, weil Du auf das Gefühl reagierst. Und was tust Du sonst noch? Du machst die andere Person verantwortlich für Dein Gefühl, denn es ist ihr Fehler, dass Du dieses Gefühl empfindest. Und gibst Du dabei auf Dich selbst Acht?

JASON: Gewöhnlich nicht, denn sonst würde ich mich nicht dermaßen aufregen.

ELIAS: Ganz genau. Du gibst nicht Acht auf Dich selbst, sondern achtest auf ein Gefühl, reagierst darauf, und das führt Dich in die gewohnte Richtung: Dass Gefühle nicht kontrolliert werden können und einfach geschehen und Du sie überhaupt nicht steuerst – was gar nicht stimmt. Da Du nur auf das Gefühl achtgibst, gibst Du nicht Acht auf Dich selbst. Das Gefühl ist bloß ein Signal, aber Du gibst nicht Acht, worauf es sich bezieht. Dieses Signal ist sozusagen eine Warnung: Du bist aufgewühlt, irritiert oder bange, und warum? Was geschieht in Deinem Inneren? Warum ist dieses Thema für Dich so wichtig?

JASON: Warum? Ich bin verwirrt.

ELIAS: Bedeutung wird nicht nur bezüglich von dem geäußert, was Euch gefällt oder missfällt. Sehr oft macht Ihr das, was Ihr nicht haben wollt und was Euch missfällt, zur wichtigen Angelegenheit. Deshalb ist es so wichtig, womit das Erschaffen Deiner Beklemmung beginnt. Es ist das, worauf Du nicht achtest und stattdessen das Gefühl beachtest, auf das Du reagierst. Das, wie Du reagierst, ähnelt sehr anderen Leuten, die ein unbehagliches Gefühl empfinden. Wenn Du Dich unbehaglich fühlst, besteht die erste Reaktion darin zu versuchen, es wegzuschieben und zu ignorieren. Und deshalb versuchst Du auch das zu ignorieren, was Du als Quelle oder Ursache dieses Gefühls wahrnimmst. Statt Dich zu fragen, warum Du dies fühlst und was daran wichtig ist, reagierst Du und willst dieses Gefühl ändern. Und wenn Du denkst, dass Du es nicht ändern kannst, reagierst Du automatisch mit dem Versuch, es zu ignorieren oder auszuweichen. Und wenn das Gefühl Deiner Wahrnehmung nach durch eine externe Quelle verursacht wird, versuchst Du auch, diese zu ignorieren oder es zu verdrängen.

Aufmerksamkeit ist der wichtigste Faktor der Wahrnehmung. Frage Dich deshalb, worauf Du achtgibst, und was dies zu einer wichtigen Sache für Dich macht. Wenn Du nichts damit zu tun haben willst, dann frage Dich, warum? Was ist so wichtig daran, dass Du dies nicht anheuern willst? Assoziierst Du vielleicht, dass das Ganze vergebens ist, dass Du nicht vernommen wirst und sich es sich deshalb ständig im Kreis bewegt und sinnlos ist. Diese Einschätzung mag zutreffend sein, aber was ist mit dem Warum? Was tust Du, dass Du nicht angehört wirst, oder was heuerst Du an, damit Dir dies immer wieder präsentiert wird?

Vielleicht stimmt es, dass die andere Person Dich nicht anhört und ihre Wahrnehmung felsenfest unveränderlich ist, so dass ein Gespräch sinnlos wäre. Doch Du kämpfst dagegen an und versucht, dies wegzuschieben und zu ignorieren, womit Du Widerstand leistest und die Situation eskalierst, denn Du generierst eine Energie, die die andere Person ermutigt, ihre Richtung fortzusetzen, was Du zwar nicht haben willst, doch es ist die von Dir projizierte Energie. Diese Energie projizierst Du, weil diese Interaktion und das Thema für Dich wichtig wurden. Du hast sie nicht unbedingt auf positive Weise wichtig gemacht, aber Wichtigkeit betrifft nicht nur Positives. Du hast es wichtig gemacht…

JASON: Weil ich darauf geachtet habe?

ELIAS: … ja, und weil Du auf negative Weise reagierst, ohne zu verstehen, was Deine Reaktion erschaffen hat. Nehmen wir einmal an, dass die Einschätzung zutrifft und Du nicht angehört wirst und das Gespräch sinnlos ist, weil der Gesprächspartner seine Wahrnehmung nicht ändern wird. Du setzt Dich selbst herab, weil Du zulässt, dass Du unwichtig bist, nicht vernommen wirst und die andere Person wichtiger und somit stärker ist als Du.

JASON: Und dies alles beruht darauf, dass ich nicht auf mich selbst achtgebe?

ELIAS: Ja.

JASON: Weil ich mich selbst nicht an erster Stelle positioniere?

ELIAS: Ja. Und – unabhängig vom jeweiligen Thema, mit dem Du nicht einverstanden bist oder das Du anderes assoziierst bzw. wahrnimmst - erlaubst Du Dir nicht, dies einfach zu bestätigen, sondern projizierst zur anderen Person, dass sie eine Bedrohung äußert. Ihr stimmt nicht überein, was eine Bedrohung erschafft. Das ist die nächste Selbstkritik, dass Du Dich dieser Bedrohung nicht stellen kannst, weshalb Du darauf reagierst und versuchst, sie wegzustoßen.

Ein weiterer Selbstkritikpunkt ist, dass Du Dir nicht bestätigst, verdienstvoll zu sein. Bei diesem Geschehen wird das wichtig, wie sehr die Situation Dir missfällt und wie wenig Du dem, was geäußert wird, entgegensetzen kannst. Außerdem wird wichtig, wie sehr Du wahrnimmst, dass die andere Person nicht Deine Bedeutung äußert. Das ist die Grundlinie, dass Du wahrnimmst, dass die andere Person Dich als weniger wichtig sieht. Du würdigst Dich selbst nicht bzw. bekundest Deine Bedeutung nicht, und das ist hier die Bedrohung/Gefahr.

JASON: Und wie würde ich die Wahrnehmung erschaffen, dass die andere Person mich wertschätzt/würdigt? Ist das einleuchtend?

ELIAS: Ja, sehr sogar. Du kannst – ohne überhaupt darüber nachzudenken, denn Denken ist dabei nicht involviert – sehr leicht in die Richtung gehen, dass Du es pauschal so siehst, dass die andere Person Dich nicht würdigt bzw. nicht Deine Bedeutung anerkennt, was sich in viele Richtungen ergießt und zu Deiner Wahrnehmung der anderen Person werden kann.

Kommen wir wieder auf die hypothetische Lampe zu sprechen. Einer der von Dir beachteten Faktoren ist, dass sie blau ist. Nehmen wir an, dass Jemand hereinkommt, die Lampe sieht und sagt: „Welch ungewöhnliche grüne Lampe.“ Selbst wenn Du es nicht mit Worten aussprichst, wirst Du dem sofort entgegenhalten: „Die Lampe ist blau und nicht grün.“ Deine Wahrnehmung ist festgelegt, weshalb Du in einer bestimmten Richtung festgelegt und nicht bereit bist, irgendetwas daran zu ändern.

Dies erfolgt in Deiner Wahrnehmung auch bezüglich Deiner Erfahrungen mit anderen Personen, insbesondere, wenn Du nicht auf Dich achtgibst sondern sehr auf die externe Quelle oder die andere Person und ihr Tun achtest und wahrnimmst, dass sie Dich nicht wertschätzt und Deine Bedeutung nicht anerkennt, und dann fixiert Deine Wahrnehmung sich.

JASON: Das zu korrigieren bzw. nicht zu korrigieren, sondern es vielmehr zu ändern (To correct that, or not to correct it, but to change it?)

ELIAS: Zunächst einmal gilt es, jene inneren Bereiche zu erkenne, wo Du Dich machtlos fühlst, oder die Du nicht als wichtig bekundest. Auf welche Deiner Äußerungen achtest Du nicht unbedingt, sondern baust automatisch auf externe Quellen?

Ein theoretisches Beispiel: Deine Partnerin fährt manchmal mit Deinem Auto, und beim Verlassen schließt sie die Autotür nie ab, doch für Dich ist es wichtig, dass sie immer abgeschlossen ist. Du beobachtest eine andere Person, ihr Tun und Verhalten, und urteilst darüber. Deine Wahrnehmung ist auf diese Person fixiert, und Du bist verärgert und wiederholst diesen Vorgang immer wieder. Immer wenn sie die Autotür nicht abschließt, wirst Du wütend und äußerst dies. Du sagst Dir und ihr: „Wie oft muss ich das noch wiederholen? Verschließe die Autotür!“ doch sie macht so weiter. Und warum ist das für Dich wichtig? Was tut die andere Person?

JASON: Sie folgt nicht meine Richtlinien.

ELIAS: Ganz genau. Und wenn die andere Person Deine Richtlinien nicht befolgt, nimmst Du automatisch wahr, dass Du unwichtig oder nicht wertvoll für sie bist, ansonsten würde sie Deinen Richtlinien folgen, was gänzlich falsch ist. Weil Deine Aufmerksamkeit nicht auf Dir ruht, sondern extern fixiert ist, machst Du dies zu einem für Dich wichtigen Thema, weshalb Du diese Validierung und Bestärkung Deines Wertes und Deiner Wichtigkeit durch die externe Quelle suchst, was bewirkt, dass Du enttäuscht wirst.

Doch es kann sich auch so abspielen: Du beharrst darauf, dass es wichtig ist, dass Deine Autotür verschlossen ist. Deines Tuns bist Du Dir gewahr und mit dem, was für Dich wichtig ist, validierst Du Dich und strebst nicht nach externer Validierung, sondern fühlst Dich wohl und zufrieden.

Erinnere Dich daran, dass die Wahrnehmung Deine Realität erschafft. Deshalb achtest Du nicht darauf, was Deine Partnerin mit dem Auto macht. Das, was sie tut, ist nicht länger wichtig für Dich. Du akzeptierst Verschiedenheit und anerkennst, dass sie andere Richtlinien miteinbezieht, anerkennst jedoch weiterhin Deine eigenen Richtlinien mit dem, was für Dein Tun und Verhalten wichtig ist.

Da dies für Dich nicht länger wichtig, bist Du auch nicht länger auf die andere Person fokussiert, und es ist somit für Dich nicht wichtig, sie zu Deinem Klon umzuformen. Jetzt ist es nicht wichtig, dass die andere Person ein Spiegel-Abbild von Dir ist, sondern sie kann ihr eigenes Bildnis sein. Und da Du der anderen Person erlaubst, sie selbst zu sein, nicht reagierst und diese Richtung nicht mehr wichtig für Dich machst, wird sie wahrscheinlich anfangen, ohne darüber nachzudenken, die Wagentür automatisch abzuschließen, denn dies wird nicht länger etwas sein, wobei sie daran denkt, dass es für Dich wichtig ist, sondern sie wird dies ganz automatisch tun, ohne darüber nachzudenken.

Session 201501161
Friday, January 16, 2015 (Private/Phone)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Di 10. Mär 2020, 11:00

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

ANN: … Ich bin mir nicht sicher, worüber ich sprechen möchte. Vielleicht über meinen Sohn, der die Diagnose Lyme Borreliose bekam. Ich denke, dass ich schon früher ein bisschen mit Dir darüber sprach. Nun tauchen die Symptome wieder auf. Zunächst einmal möchte ich wissen, ob diese Krankheit immer noch in seinem Körper vorhanden ist?

ELIAS: Sonderbarerweise hast Du das Gespräch damit begonnen, dass Du sagtest, wie beeinflussbar Du bist.

ANN: Das bin ich. Du hast das angedeutet!

ELIAS: Die meisten Leute sind sehr beeinflussbar. Was die physische Manifestation anbelangt, ist es Teil der Suggestion, dass dieses Nicht-Wohlbefinden nie mehr verschwindet, wenn Ihr es einmal bekommen habt, weshalb wiederkehrende, über Jahre fortwährende Symptome möglich sind. Was nun die Frage anbelangt, ob dieses Nicht-Wohlbefinden noch in seinem Körper vorhanden ist? Ja, denn so erschafft er das. Ob das ein Absolutum ist? Nein, denn es ist eine Suggestion.

Jedes Nicht-Wohlbefinden/Krankheit ist eine Suggestion. Und wenn Ihr die Suggestion annehmt, manifestiert Ihr die Symptome, die Veränderungen und die Fehlfunktionen des Körperbewusstseins im Hinblick auf diese bestimmte physische Beeinträchtig oder dieses Nicht-Wohlbefinden. Es ist nicht erforderlich, alle Symptome oder Suggestionen objektiv zu kennen, denn das ist eine Massenäußerung innerhalb des Bewusstseins, und es geht nur darum, dass das Individuum weiß, dass es Nicht-Wohlbefinden/Krankheiten oder Fehlfunktionen gibt, und dass diese möglich sind. Es muss noch nicht einmal eine davon spezifisch identifizieren.

ANN: Wenn ich das tun kann, möchte ihm helfen, dies komplett aus seinem Körper zu entfernen. Das würde ich gerne tun können. Vielleicht will er gar nicht, dass es geschieht, aber ich möchte mit Dir darüber sprechen. (gekürzt)

Das Zweite ist dies, und ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich genug darüber nachgedacht habe, um es erklären zu können, aber seit der Mittelstufe in der Schule möchte er sich der Marine anschließen. Und damit habe ich einen Konflikt. Ich habe das Gefühl, weinen zu müssen. Ich möchte nicht, dass er dies tut, und dann gibt es diesen Konflikt, ihn bei dem, was er tun möchte, zu unterstützen, aber der Gedanken, dass er einen Anderen töten könnte, ist für mich furchtbar (bewegt), und ich will nicht…

Ich fühle mich hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, ihn bei allem, was er tun möchte, zu unterstützen, und dass alles okay ist, und dass es weder gut noch böse gibt. Und dann kommt mir dieser Gedanke, und ich weiß nicht, ob das Wunschdenken ist, aber mit Lyme Borreliose kann man nicht zur Marine. Die Lyme Borreliose will er ihnen nicht verraten und will versuchen, doch reinzukommen, aber ich frage mich, ob er diese Sache deshalb manifestiert, weil er auf irgendeiner Ebene doch nicht zur Marine will?

Wie kann ich mit seinem Wunsch leben, dass er zur Marine will, denn ich erinnere mich, dass Du einst sagtest, wenn ein Mensch einen anderen Menschen tötet, das tatsächlich das verändert, wer er ist, und dass wir nicht so eingerichtet sind. Und das will ich nicht für ihn haben. (bewegt) Ich denke, dass es das ist, worüber ich mit Dir sprechen möchte.

ELIAS: Atme.

ANN: Ich kann spüren, dass es eine Befreiung ist. Ich habe das Gefühl, das es für mich okay ist, aber da ich es noch nie laut bei Dir ausgesprochen habe, scheint es wohl jetzt aufzutauchen. Okay.

ELIAS: Was akzeptabel ist. Und Du darfst auch weinen. Und erlaube Dir, dabei zu atmen.

ANN: Ich weiß. Atmen. Das sage ich meinen Kindern immer.

ELIAS: Und lehne Dein Weinen nicht ab. Es ist annehmbar. Das ist ein etwa komplexes Thema. Ob er die Situationen erschuf, um doch nicht zum Militär zu gehen? Nein. Hat er das teilweise in Verbindung mit Deiner Energie erschaffen? Ja.

ANN: Ich weiß. In der High School war er in diesem Ringer-Team, und es fiel mir schwer, mir die Ringkämpfe anzusehen. Er war in einem Match und wollte so sehr gewinnen. Ich wollte nicht, dass er gewinnt, und er gewann nicht und war wie am Boden zerstört. Und ich habe das Gefühl, dass ich eine Rolle dabei spielte, dass er nicht gewann.

ELIAS: Indirekt, aber nicht direkt. Das ist so wie auch bei dieser Situation. Ja, indirekt, weil Du einen Einfluss ausübst. Wie schon früher gesagt, übt Ihr insbesondere in Familien oder bei Euch Nahestehenden einen Einfluss aus. Ihr beeinflusst Euch alle gegenseitig, dies umso mehr in der Familie oder in engen Freundschaften. Ja, da übt Ihr Einfluss aus. Aber Ihr generiert nicht die Wahl des Anderen. Nein, das tut Ihr nicht.

Das ist dem sehr ähnlich, was ich schon bezüglich von Tieren sagte. Die Leute fühlen sich verantwortlich, wenn ihr Tier zu sterben oder Nicht-Wohlbefinden oder Unbehagen zu erschaffen wählt. Ist das eine Reflektion? Ja. Seid Ihr dafür verantwortlich? Nein. Die Entscheidungen Deines Sohnes bleiben die Seinen. Es gibt bei seiner Entscheidung jedoch Faktoren, die mit Dir zu tun haben, denn Du übst einen von ihm erlaubten Einfluss aus.

Das ist ein wichtiger Faktor, den es zu verstehen oder– falls Ihr ihn nicht versteht – zu erkennen gilt, nämlich dass das Individuum bei seinen Manifestationen bestimmte Einflüsse hinsichtlich seiner wahrgenommenen Beziehung mit einem anderen Individuum zulassen wird. Was diesen indirekten Einfluss anbelangt, wählt Dein Sohn bisweilen, eine bestimmte Äußerung zu ändern, nicht die gesamt Richtung – aber er wählt, gewisse Facetten seiner Richtung in Bezug auf die Beziehung mit Dir zu ändern, da er Deine Energie kennt und weiß, wie sehr Dich bestimmte Äußerungen beeinträchtigen.

Signifikant ist es, dass er seine Richtung nicht völlig ändert. Er ändert sie, aber er bleibt bei seiner eigenen Regie/Richtung. Hinsichtlich des Militärs hat sich seine Richtung nicht geändert. Doch selbst wenn er wählt, sein Nicht-Wohlbefinden zu verbergen, wird er damit nicht erfolgreich sein, denn die Untersuchungen sind zu strikt, und dies wird entdeckt werden. Das ist ein sehr offensichtliches und kein verstecktes Nicht-Wohlbefinden, weshalb es leicht erkannt werden wird. Deshalb bringt Geheimhaltung nichts.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, in anderen nicht kämpfenden Branchen der Marine erfolgreich zu sein. Bei jedem Militär-Zweig gibt es verschiedene Richtungen. Es ist also möglich, dass er trotz dieses Nicht-Wohlbefindens erfolgreich zum Militär gehen kann. Er mag wählen, diese Richtung einzuschlagen. Seiner Wahrnehmung nach – nicht dass er darüber nachdenken würde - wäre das ein bisschen ein Kompromiss, der ihm erlauben würde, diese Richtung fortzusetzen, was aber für Dich nicht völlig verstörend und deshalb in beiden Richtungen erfolgreich wäre. Es gibt die Möglichkeit, dass er nicht angenommen wird. Ich würde vorschlagen, wenn er die Militär-Karriere echt einschlagen will, diesbezüglich nicht verschwiegen zu sein, denn wenn er das tut und es herauskommt …

ANN: Ja, das ist viel schlimmer.

ELIAS: Ja, was leicht dazu führen kann, dass sie ihn überhaupt nicht annehmen. Was Dich und Deine Partizipation anbelangt, ist es wichtig zu erkennen, dass Deine Richtlinien ebenfalls gültig sind. Du bist für seine Entscheidungen oder seine Richtungen nicht verantwortlich. Obwohl Du einen Einfluss ausübst, wählt er, sich in Einklang damit zu bewegen, diesen Einfluss zuzulassen oder ihn abzulehnen, was er tun kann. Diese Wahlmöglichkeit hat er immer, ganz egal, wie intensiv Du Dich äußerst.

Das führt nun zu der anderen Frage oder Situation, wie Du es erwiderst, wenn Du ihn unterstützen willst aber mit bestimmten Gepflogenheiten nicht übereinstimmst. Wie alles in Eurer Realität, ist das wieder eine Sache der Wahrnehmung. Jedes Individuum hat seine eigene, einzigartige individuelle Wahrnehmung. Es gibt nicht eine offizielle Realität mit einer offiziell richtigen Wahrnehmung. Jedes Individuum hat seine eigene Wahrnehmung, weshalb die persönlichen Richtlinien sehr großen Einfluss bei dem ausüben, was Du bezüglich Deiner Wahrnehmung generierst.

Diese Differenzen und die damit verbundene Leidenschaft, und wie stark Ihr zu diesen Ja- oder Nein-Richtungen bezüglich dessen tendiert, was Ihr für richtig oder falsch haltet, verstehe ich gut. Wenn Ihr Euch enorme Verschiedenheiten in Bezug auf Andere offeriert, ist das schwierig und herausfordernd. Ich kann Dir nicht tröstlich sagen, dass seine Entscheidungen falsch wären. Das sind sie nicht. Es ist eine andere Wahrnehmung.

ANN: Es ist für mich okay, wenn andere Leute andere Entscheidungen treffen. Was mir jedoch schwerfällt, das ist dieses Töten anderer Menschen. Ich weiß, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Ich denke, dass ich das sogar eher als Andere verstehe, was ich für keine arrogante Aussage halte, denn ich habe das Gefühl, dass ich das tue. Aber das mit dem Töten ist für mich schwierig, so wie auch Kindesmissbrauch schwierig wäre. Die meisten Dinge sind nichtig schwierig für mich, aber das ist schwierig. Ich meine mich zu erinnern, dass Du einst sagtest, dass uns das Töten eines menschlichen Wesens wirklich versaut. Mit diesen Worten hast Du es nicht gesagt, aber das ist meine Interpretation.

ELIAS: Ja, und ich würde Dir zustimmen.

ANN: Ich möchte nicht, dass mein Sohn versaut wird. Abe wenn er das zu tun wählt, werde ich damit umgehen, aber…

ELIAS: Und wie wirst Du das tun?

ANN: Ich würde ihn immer noch lieben und ihn so weit wie möglich unterstützen. Meine Kinder würde ich nie ausschließen, denn ich denke, dass das nicht hilfreich wäre. Was meine Vernunft/Verstand anbelangt, würde ich versuchen, das einfach als eine von ihm getroffene Entscheidung zu sehen. Und ich würde mir sagen, um dies wirklich zu absorbieren, dass diese Realität nicht permanent ist, und dass Beide noch viele Leben haben – falls er einen Anderen töten würde - und sie irgendwo noch am Leben sind. Das wäre der Weg, den ich einschlagen würde um mir selbst zu helfen.

ELIAS: Es ist wichtig, Deine eigenen Richtlinien anzuerkennen und sie zu honorieren und echt zu erkennen, dass Du nicht mit den Entscheidungen oder der Richtung eines Anderen einiggehen musst. Was von ultimativer Wichtigkeit ist, das ist, nichts zu tun, womit Du nicht einverstanden bist. Anerkenne für Dich selbst, dass es völlig akzeptabel ist, Deine eigene Meinung zu haben und nicht einverstanden zu sein und hinsichtlich Deiner eigenen Richtlinien zu äußern, dass Du bestimmte Handlungen tatsächlich als richtig oder falsch wahrnimmst.

ANN: Dies auch meinem Sohn sagen?

ELIAS: Ja, das kannst Du tun.

ANN: Ich habe das irgendwie getan, aber das war wohl nicht unterstützend?

ELIAS: Nein, ist es nicht.

ANN: Das ist es, was mich verwirrt, dass ich ihn bei etwas unterstützen will, was ich für nicht gut halte.

ELIAS: Aber genau darum geht es, dass Unterstützung eines Anderen nicht unbedingt heißt, mit ihm übereinzustimmen. Wenn beispielweise ein Nahestehender sich in Richtung Selbstmord äußert – wir sprachen bereits darüber – stimmst Du nicht unbedingt damit überein. Unterstützend Sein heißt nicht, Dich selbst dahingehend zu ändern, dass Du zu den Entscheidungen des Anderen passt. Beim unterstützend Sein geht es nicht darum, ein Werturteil in der einen oder anderen Richtung zu fällen. Unterstützend Sein ist dem Anderen zu erlauben, sich auf jede von ihm gewählte Weise zu äußern, und das ist alles. Du musst nicht damit einiggehen, und Du musst das auch nicht mögen.

ANN: Wenn Du davon sprichst, ihnen sich zu äußern zu erlauben, heißt das im Grunde genommen sie anzuhören?

ELIAS: Ja, ihr Zeuge (witness) und unterstützend zu sein…

ANN: Ohne Werturteil? Das ist schwierig, wenn man nicht damit übereinstimmt.

ELIAS: Nein, nicht unbedingt, denn Du widersprichst nicht (to disagree). Deshalb generierst Du ein Werturteil. Und da ist ein wichtiger Punkt, denn wie ich Euch immer wieder sage, eliminiert Ihr Eure Glaubenssatzsysteme nicht, und dazu gehört auch die Duplizität, diese Äußerung von richtig und falsch, von Gut und Böse. Und darum geht es nicht. Ihr urteilt, habt Eure Meinung und Richtlinien über das, was für Euch richtig und falsch, was gut oder böse ist.

Manche dieser Werturteile erstrecken sich auf Vorgänge in Eurer Welt, mit denen Ihr nicht einverstanden und womit Ihr nicht in Resonanz seid. Und tatsächlich ist es so einfach wie dies: In dieser bestimmten Lebenszeit seid Ihr nicht damit in Resonanz.

Aber darum geht es nicht, noch nicht einmal beim Thema unterstützend Sein. Es geht nicht darum, irgendwelche Werturteile zu eliminieren. Es geht darum, dieses echte Bezeugen/Beglaubigen (witnessing) des Anderen zu äußern. Und was ist das? Zu würdigen, dass der Andere wichtig, wertvoll und verdienstvoll ist. Du bestätigst seine Bedeutung in seiner Existenz, unabhängig von dem, was er wählt oder tut, welche Richtung er einschlägt, und dass Du, unabhängig von den Differenzen und Meinungen über die Äußerung und Entscheidung hinaus das Individuum siehst, das siehst, wer es ist und dies wertschätzt. Darum geht es: dass das Individuum wichtig ist. Es geht nicht darum, was auch immer die Werturteile wären, weil sie nicht Teil des Unterstützungs-Themas sind.

Und das ist es, was vielen schwer fällt. Ihr verwechselt Unterstützung mit Übereinstimmung, und ich habe Euch immer wieder gesagt: Übereinstimmung ist nicht erforderlich, um unterstützend zu sein.

Session 3272
Thursday, April 30, 2015 (Private)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Di 10. Mär 2020, 11:08

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

MAGDA: Ich werde jetzt das Thema etwas wechseln. Ich habe Fragen zum Mittleren Osten und zu dem, was dort in den letzten Jahren geschah, diesen Revolutionen und Proteste, und dass es dann zum Alptraum wurde und nicht den erwünschten Effekt brachte, so dass es jetzt noch mehr Diktatur und Morde gibt. Was hältst Du davon? Was kannst Du mir dazu sagen, und was ist hier die Wahrscheinlichkeit?

ELIAS: Auch das ist ein signifikantes Thema, das mit dem verbunden ist, worüber wir zuvor sprachen. Ein weiterer Aspekt oder eine andere Schicht dessen, wie es vernetzt ist, ist dass dies das Wahrnehmungs-Thema anspricht.

Lass ich mich Euch nochmals sagen, dass es in Eurer Realität nicht nur eine einzige offizielle Wahrnehmung und Realität gibt. Sie ist ganz persönlich. Jeder von Euch erschafft seine eigene, individuelle und einzigartige Wahrnehmung, die wiederum Eure Realität erschafft. Das ist der Mechanismus, der alles, jeden Augenblick, jede Bewegung, jeden Gedanken, jedes Gefühl und alles erschafft. Jeder Stein in Eurer Realität wir durch Eure Wahrnehmung erschaffen. Und obwohl Ihr mit anderen Individuen Wahrnehmungs-Gemeinsamkeiten teilt, gibt es auch signifikante Unterschiede.

Was nun den Unfrieden, die Unruhe und das, was in jener Region der Welt geäußert wird sowie Deine Annahme anbelangt, dass die Bewegung in eine unerwünschte Richtung geht, so war das nicht gänzlich unerwünscht, sonst wäre es nicht geschehen.

Das ist ein wichtiges Thema, denn es gibt signifikante Wahrnehmungsunterschiede, was nicht heißt, dass eine Wahrnehmung richtig und die andere falsch wäre. Sie sind verschieden, und Individuen sind sich über diese Unterschiede sehr uneins, und jede andere Wahrnehmungsäußerung kann das hundertfach rechtfertigen. Jedes Individuum kann seine Wahrnehmung von dem, was es selbst für richtig hält, rechtfertigen. Ein Individuum, das Ihr als menschenfreundlich definiert oder wahrnehmt, kann seine Handlungen, Philosophie, Glaubenssätze, Meinung und Wahrnehmung rechtfertigen, aber ein Diktator kann die Seine ebenfalls rechtfertigen und glaubt, dass er ebenfalls im Recht ist. Ihr alle glaubt, dass Eure individuelle Wahrnehmung und Philosophie und - das ist sehr wichtig - Eure Richtlinien richtig sind, und damit projiziert Ihr diese automatisch in Bezug auf Eure Welt.

Hierbei gibt es zwei Facetten. Es ist nicht falsch, Eure Richtlinien zu projizieren. Es ist nicht richtig zu erwarten, dass Andere sich nach Euren Richtlinien richten oder diese praktizieren. Es ist nicht falsch, Eure eigene Philosophie und Meinung zu haben. Für Euch selbst ist das richtig. Aber ein anderes Individuum, das etwa ganz Anderes glaubt – und erinnert Euch daran, dass glauben lediglich ein anderes Wort für vertrauen ist – und eine Handlung, wie das Töten vieler anderer Individuen einschließlich des eigenen Selbstmordes generiert, glaubt im Recht zu sein und wird davon motiviert. Es vertraut seiner Philosophie. Hat es weniger Recht als ein Individuum, das glaubt, dass es falsch ist, Andere oder sich selbst zu töten? Das ist nicht weniger richtig. Sie unterscheiden sich/differieren.

Gefährlich wird es, wenn die persönlichen Richtlinien, Meinungen und Rechtfertigungen fanatisch werden und extrem geäußert werden. Wenn Individuen Fanatismus äußern, klemmen sie sich in gewissem Maße ab – jedoch nicht völlig - aber das kann sie dazu bringen, sich gänzlich abzuklemmen, weil es zur Aggression führen kann. Wie gesagt, ist Aggression der eine Vorgang im physischen Fokus, der Euch völlig abklemmt. Sie ist die einzige Äußerung, die das tun wird, denn Aggression ist für Euch unnatürlich. Ihr seid von Natur aus miteinander vernetzt und energetisch vermischt. Das ist es, was Ihr als Bewusstsein und Essenz seid. Ihr könnt das jedoch ändern, und Aggression ist die einzige Äußerung, die dies ändern und diese Verbindung trennen wird, nicht permanent, aber für die Zeit, in der Ihr Aggression äußerst. Sie klemmt nicht nur Euch selbst ab, sondern jeden, auf den sie gerichtet ist. (It not only disconnects you, but it disconnects whoever it is directed to.) Deshalb ist Fanatismus so gefährlich, doch wenn Individuen Fanatismus äußern, nehmen sie wahr, dass sie im Recht sind.

Aus Deiner Perspektive und so, wie es die meisten, mit denen Du interagierst, wahrnehmen, beispielsweise alle Anwesenden, honoriert und wertschätzt Ihr gemeinsam das Leben sowie die Freiheit in Euer Existenz im physischen Fokus. Andere, die Ihr derzeit als Terroristen anseht, wertschätzen ebenfalls die Freiheit. Freiheit ist lediglich für sie im physischen Fokus weniger wichtig, weil sie glauben, dass sie die nicht-physisch Freiheit erlangen werden, die für sie noch wichtiger ist. Dies ist eine Sache der Wahrnehmung und der Wichtigkeit.

Angesichts Eurer Macht geht es darum, Andere nicht zu beeinflussen, außer in der Wertschätzung Ihrerselbst in der Gegenwart. Der Faktor, der viele fanatische Äußerungen anfeuert, ist dies: Sie projizieren in die Zukunft und werten sich selbst im Jetzt und in der Gegenwart ab, weshalb sie bereit sind, das Jetzt für die Zukunft zu opfern. Eine wichtige Komponente ist, dass man sie lehrte und dass sie gelernt haben - ähnlich, wie auch die meisten, wenn nicht sogar alle von Euch im unterschiedlich Maße - dass sie selbst nicht wertvoll und als Individuum unwichtig und ungenügend wären.

Ich würde sagen, dass Ihr alle unterschiedlich intensiv gelehrt wurdet, dass Ihr letztendlich nicht wichtig seid, dass Ihr nicht das wichtigste Individuum in der Welt seid, doch das seid Ihr, dass Ihr nicht der Mittelpunkt des Universums seid, aber Ihr seid es, dass Ihr letztendlich nicht wertvoll seid, doch das seid Ihr, und dass Ihr definitiv nicht verdienstvoll seid, es sei denn, Ihr verdient es Euch, doch Ihr seid verdienstvoll, einfach weil Ihr existiert und atmet. Anforderungen darüber hinaus gibt es nicht. Solange Ihr fortfahrt zu atmen, seid Ihr verdienstvoll. Doch das ist nicht das, was Ihr lernt oder was man Euch lehrte. Und dies lernen Individuen in unterschiedlicher Intensität.

Die Leute lernen, dass sie wichtig sind, wenn sie Macht haben, doch diese Macht ist extern. Sie verstehen noch nicht einmal die Idee oder das Konzept individueller, persönlicher inneren Machte und wie machtvoll das ist. Sie gebrauchen Furcht und verstärken sie durch Aggression und Vorschriften. Und weil man Euch alle von Geburt an und Euer ganzes Leben lang lehrte, dass Ihr letztendlich nicht wichtig und nicht der Mittelpunkt des Universums, dass Ihr nicht der Primus seid sondern an zweiter Stelle kommt, fügt Ihr Euch solchen Individuen, die über die Furcht externe Macht äußern, denn Ihr habt bereits Angst, und das ist es, was man Euch von Geburt an lehrte, Angst zu haben und nicht entsprechend Eurer Bedeutung, die Ihr rechtmäßig verdient, wertgeschätzt zu werden.

Wie viele Säuglinge lehrt man, dass sie für ihre Eltern, die zulassen, dass sie schreien, und schreien und schreien, nicht von primärer Bedeutung sind? Ein Säugling schreit. Das ist seine Kommunikation, seine erste mündliche Sprache, Geräusche zu machen, und das ist es, was es tut. Es schreit, wenn es etwas haben will, und wenn man ihn ignoriert – was Eltern damit rechtfertigen, dass sie den Säugling lehren, sich selbst zu beruhigen oder ihn nicht verwöhnen wollen – lernt der Säugling, keine Ansprüche zu stellen. Und Ihr alle habt das in unterschiedlichem Ausmaß als Säugling und dann im Verlauf Eures Lebens erlebt.

Ihr hier habt Euch Informationen offeriert. Ihr seid Suchende und strebt nach Informationen. Doch diesen Funken eigener Wichtigkeit habt Ihr beibehalten. Ganz egal, wie tief er auch vergraben war, bleibt ein winziger Funke, den Ihr Euer ganzes Leben lang gehegt habt. Ihr mögt ihn unter einem Krug aufbewahrt haben, aber er ist nie erloschen, sonst würdet Ihr jetzt nicht mit mir interagieren. Nun entdeckt Ihr Eure Wichtigkeit wieder.

Ihr entdeckt auch die Macht Eurer Wahrnehmung und wie absolut sie sein kann, und ich würde sagen, dass jeder von Euch in Anbetracht dieser Absoluta sagen würde, dass Ihr dahingehend im Recht seid, das Krieg und Morden falsch sind, dass das Verstümmeln kleiner Kinder falsch ist, dass das Quälen von Tieren falsch ist, und Ihr verwendet Worte, die das unterstützen: Folter, Verstümmelung, Terrorismus. Ihr glaubt aus ganzen Herzen, dass Ihr Recht habt. Ihr rechtfertigt Euch selbst und urteilt sehr heftig über Andere - die nicht mit Euch übereinstimmen und sich anders äußern - und sagt, dass sie im Unrecht wären. Doch Ihr tut dasselbe. Ihr verurteilt sie ebenso sehr wie sie Euch verurteilen. Darum geht es, und so verbindet sich das mit unserem ursprünglichen Thema des Vernetztseins.

Ihr müsst nicht übereinstimmen oder dieselbe Meinung haben. Es ist nicht falsch, wenn Ihr Eure eigene Lebensphilosophie hegt und urteilt, dass Ihr im Recht und andere im Unrecht wären, was an sich nicht falsch ist. Es ist gefährlich und aufdringlich, wenn Ihr anfangt, diese Richtlinien und Meinungen extrem zu äußern und beginnt, andere Individuen gänzlich herabzusetzen. Ihr mögt nicht mit ihnen übereinstimmen und sogar glauben, dass sie nicht Recht haben, aber sie sind – so wie Ihr selbst – Individuen und verdienen dasselbe wie Ihr. Sie sind ebenso wichtig und wertvoll wie Ihr. Sogar ein Diktator oder ein militärischer Anführer sind Individuen, und sie sind ebenfalls wichtig und wertvoll. Ihr stimmt lediglich nicht mit dem überein, was sie tun.

Was das Geschehen in jener Weltregion anbelangt, so ist diese nun an der Reihe, als Beispiel zu dienen. Über die Zeitalter übernahmen Kulturen die Rolle, an der Vorderfront von Unmut und Aufruhr als Flagge zu wehen und zu äußern, „wir sind unzufrieden, wir sind nicht zufrieden, wir sind nicht glücklich“ statt das Individuum wertzugeschätzten. Und wenn das Individuum als wertvoll aufersteht, gibt es viele, die sich erheben, um es zu zerquetschen, da es eine Gefahr für sie präsentiert. Ihr alle erwidert Bedrohung und Gefahr, und wenn Individuen Andere als Gefahr für sich selbst wahrnehmen, neigen sie zum Zuschlagen. Mit dem Rechtfertigen ihrer Richtigkeit bestärken sie lediglich ihre Rechtfertigung des Zuschlagens.

Aber es gibt keine Zufälle. Obwohl Ihr erkennen mögt, dass Tausende mit Euch übereinstimmen, entspricht im Gegenwartsaugenblick die Kombination derer, die nicht mit Euch übereinstimmen und derer, die zwar mit Euch übereinstimmen, sich aber fürchten, dem Zugewinn der anderen Fraktion, und diese äußern die externe Macht. Ist das eine akkurate Einschätzung der Mehrzahl von Individuen und ihrer Philosophie? Überhaupt nicht. Aber es ist eine akkurate Einschätzung der Individuen, die noch nicht bereit sind, sich selbst zu äußern und mehr Furcht als Zuversicht äußern. Und so rückt die stärkere Fraktion vor an die Macht, in die externe Macht, nicht unbedingt in die individuelle Macht.

(But I would also express that there are no accidents. Although you may be aware of thousands of other individuals that agree with you, in the present moment the combination of individuals that disagree with you coupled with the individuals that do agree with you but are afraid, equals the other faction wins, and they express the outward power. Is that an accurate assessment of the majority of the individuals and what their philosophy is? No, not at all. But it is an accurate assessment of individuals not yet being ready to express themselves and expressing more fear than confidence. In that, the stronger faction moves into power – into outer power, not necessarily individual power.)

Wie ich Euch bereits bezüglich Eurer Geschichte sagte, seid Ihr eine dominierende Spezies. Das ist Eure Natur. Es wurde auf eine Weise geäußert, um dies zu unterdrücken und Euch zu informieren, dass jener Aspekt Eurerselbst nicht gut und definitiv nicht förderlich ist, denn er lässt den Zustrom von Furcht zu. Aber Furcht wird durch Eure Natur bestärkt, die es ist, dominant zu sein – nicht aggressiv aber dominant – und insofern gebrauchen Individuen diese Dominanz und Furcht, um sich über andere Individuen hinwegzusetzen.

(In that, as I have expressed in relation to history, your species is a dominating species. It is in your nature. It has been expressed in a manner to squelch that, to repress it, to inform you that that aspect of yourselves is not good and definitely not to nurture that, which allows for the influx of fear. But fear is reinforced by your nature, which is to be dominant – not aggressive, but dominant – and in that, individuals use that dominance and fear to override other individuals.)

Meine Freunde, dies ist eine uralte Geschichte, die Ihr im ganzen Verlauf Eurer Geschichte geäußert habt. Ihr geht (nun) in eine andere Richtung. Aber ich werde Euch nicht tröstend sagen, dass Ihr Utopia erschaffen und zukünftig nie mehr Dominanz oder Aggression individuell gegen Andere äußern werdet, und auch nicht, dass niemand mehr Aggression gegen ein Kind oder gegen ein Tier äußern wird. Ihr erschafft nicht Utopia. Doch wenn so etwas geschieht, werden sowohl der Täter als auch der andere Beteiligte wissen, dass sie dies wählen. Das wird der Unterschied sein.

Es wird also keine Täter-Opfer- Wahrnehmung sein, und keine Unterdrückung eines Volkes durch Wenige, denn die Leute werden ermächtigt sein und sich eigenständig selbst steuern, weshalb sie einen solchen Vorgang nicht länger akzeptieren werden. Das ist wiederum eine weitere Facette dieser Umschaltung und des enormen Wandels. Es war das, was Ihr in Eurer ganzen Geschichte gekannt habt. Seit den menschlichen Anfängen habt Ihr Dominanz gekannt und genutzt, um zu unterdrücken und aggressiv zu sein, und wenn Ihr diese Äußerung in ein Erkennen von Dominanz wandelt, ergibt das eine völlig andere Definition. Und was habe ich seit Anbeginn dieser Sitzungen gesagt? Ihr definiert Eure Sprache und Euer Realität neu.

Das ist also eine enorme Veränderung. Individuen, die sich selbst als mächtig, stark und dominierend sehen und dies glauben, werden nicht so bereitwillig akzeptieren, dass sie das nicht sind, dass sie nicht wichtiger als Ihr sind, denn sie werden diese Kontrolle nicht so bereitwillig aufgeben. Und wo rührt das Kontrollbedürfnis her?

GROUP: Von der Furcht.

ELIAS: Von der Furcht. Der Grund, weshalb irgendjemand in irgendeiner Weise Kontrolle äußert, ist Furcht. Was Eure Wahrnehmung und Gefühle bezüglich Eures Landes und seiner Bewohnern und dem anbelangt, was Ihr als unfair und als Ungeheuerlichkeiten erachtet, kann ich Euch hinsichtlich von Ländern keinen realistischen Trost offerieren, aber was Euch individuell und das, was Ihr wählt, anbelangt, bestärken ich Euch dahingehend, dass wenn Ihr gewahr seid, wenn Ihr selbst expandiert und achtgebt, dann werdet Ihr nicht erschaffen, dass Euch persönlich solche Dinge passieren. Je mehr Ihr Euch mit Anderen verbindet und mit ihnen teilt, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr auf eine Weise Einfluss ausübt, so dass solche Dinge den Individuen um Euch herum oder denen, die Ihr liebt, nicht passieren. Das ist keine Garantie, denn auch diese erschaffen ihre Realität, aber es ist wahrscheinlicher.

Je mehr Ihr Euch miteinander verbindet, desto mehr Einfluss übt Ihr aus. Selbst wenn Ihr nicht erkennt, wie Ihr es tut, tut Ihr es doch. Eure Energie kennt keine Grenzen, was ich nicht genug betonen kann. Das ist so sehr real. Eure Energie kennt weder räumliche noch zeitliche Begrenzungen, und sie bewegt sich durch Eure gesamt Welt. Obwohl Ihr nicht immer objektiv sehen werdet, wie sie sich auswirkt, übt sie Einfluss aus. Deshalb ist es so wichtig zu erkennen, was Ihr tut und welche Art von Energie Ihr projiziert.

Session 3278
Saturday, May 2, 2015 (Group/Rome, Italy)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Di 10. Mär 2020, 11:15

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

PAUL: Ich habe eine Frage zur Kontrolle und werde ein aktuelles Beispiel nehmen. Gestern Abend ließ der Verlobte meiner Tochter ihr neugeborenes Baby fallen, und meine Tochter will ihn nicht mehr sehen. Übt sie Kontrolle aus, wenn sie seinen Zugang zum Kind einschränkt, oder wie würdest Du dies sehen?

ELIAS: Das ist eine hervorragende Frage. Vielen Dank, denn das lädt zur Frage ein, was der Unterschied zwischen Schranken und Kontrolle ist. Ja, das ist das Äußern von Kontrolle, denn das ist es, was sie kennt.

Dies ist eine ausgezeichnete Frage, die auch die derzeit Amok laufenden Werturteile miteinschließt. Sie urteilt, dass seine Fähigkeit, sich um das Kind zu kümmern, unzulänglich ist, und dass er selbst deshalb unzulänglich ist, was sie damit rechtfertig, dass sie eine Wahl trifft, die für das Kind gut wäre, was ziemlich häufig vorkommt. Aber geht es um Kontrolle? Ja, denn dies ist ein Werturteil. Sie äußert: „Ich habe Recht. Du liegst falsch, und ich werde sagen, was richtig ist, und wie es gemacht wird.“

Diese Handlung beinhaltet Zwang. Ich sage nicht, dass Ihr Euch Eurer Interaktionen und persönlichen Richtlinien nicht gewahr sein und sie nicht äußern sollt. Aber erinnert Euch daran: Eure Richtlinien gelten für Euch und nicht für Andere.

Das ist weniger schwierig als es zu sein scheint. Sie mag sich mit ihm nicht wohlfühlen und kann sagen, dass das so ist. Sie kann auch sagen, dass sie andere Richtlinien hat, und dass sie sich deshalb bei seiner Interaktion mit dem Kind nicht wohlfühlt.

Was hier so wichtig ist, das ist die Kommunikation, keine Reaktion, kein Werturteil oder Rechtfertigen, was allesamt negativ ist. Und was wäre hier ermutigend? Und sagt nicht, dass sie das Kind beschützt, denn das tut sie nicht wirklich. Dies ist eine Kontroll- und Werturteils-Handlung, was sie damit rechtfertigt, dass sie sagt, dass sie Recht hat. Und das bringt uns wie zurück zu diesen „ja“ und „nein“, was richtig und was nicht richtig wäre.

Das Thema „richtig“, wer und was hat Recht, ist derzeit in dieser Bewusstseinswoge ein enormer Faktor. Und wenn es ein Richtig gibt, gibt es ein Nicht-Richtig/Falsch. Was wichtiger ist als das, wer oder was im Recht ist, ist sich gegenseitig tatsächlich zu erleben und miteinander zu kommunizieren. Und was ist dieses Bezeugen/Beglaubigen/Miterleben/Mitbekommen(witnessing)? Ich sehe Dich. Ich höre Dich. Du bist ein wichtiges, kostbares menschliches Wesen. Möglicherweise stimme ich nicht mit Dir überein, aber ich sehe Dich und kann Dich akzeptierten, ganz egal, ob ich Dich nachvollziehen kann oder mit Dir einig gehe.

Und nun könnt Ihr eine Auswahl generieren. Ihr neigt sehr zur Aussage: „Wenn ich dieses Werturteil äußere, treffe ich eine Auswahl“, Ja, das tut Ihr. Aber seid Ihr Euch dessen gewahr? Nein, denn Ihr reagiert. Und wenn Ihr reagiert, erkennt Ihr Eure Auswahlmöglichkeiten nicht. Ihr erkennt nicht, dass Ihr eine Auswahl habt. Generell fangt Ihr an, die Situation in schwarz-weiß und Entweder-oder zu sehen. Es gibt keinen Mittelweg und keine Grautöne und keine anderen Auswahlmöglichkeiten als schwarz oder weiß, als entweder oder.

Und das führt zu Richtig oder Falsch, und je mehr Ihr diese Richtung fortsetzt, desto mehr tadelt Ihr. Und je mehr Tadel geäußert wird, desto mehr Konflikt wird geäußert, und das geht immer so weiter und wird in der Urwelt reflektiert. Und Bomben fallen, Waffen schießen und Menschen sterben. Und Eure Erde bewegt und ändert sich, die Wasser steigen und Leute sterben.

Und dies alles rührt von diesem Richtig oder Falsch her, von dem, was als richtig gerechtfertigt oder als falsch getadelt wird. Es geht nicht um richtig oder falsch sondern darum zu entdeckend, dass das nicht wichtig ist. Was wichtig ist, das seid Ihr alle, Euer Vernetztsein und Euer miteinander Teilen. Ihr teilt miteinander und seid miteinander vernetzt, ob Ihr dies nun anerkennt oder nicht. Aber auf welche Weise werdet Ihr dies tun? Tut Ihr es auf eine negative Weise, die Werturteile, Rechtfertigung und ein „das ist richtig und jenes falsch“ unterstützt? Oder tut Ihr es auf eine Weise, die das Selbst ermächtigt.

Wie ermutigt man ein Individuum zum Achtgeben? Nehmen wir einmal dieses Beispiel: wie ermutigt man ein Individuum dazu, auf das Kind achtzugeben, das Kind zu laben, ihm Liebe und Fürsorge zuteil werden zu lassen, statt das Individuum zu verurteilen und zu verbannen? Wie kann das Individuum wachsen und erkennen, wenn es keine Informationen hat? Wie werden dem heranwachsenden Kind Werkzeuge offeriert, die labend und liebevoll sind und zu seinem Wohle beitragen, wenn es Werturteile und Ablehnung lernt? Wie lernt das Kind zu valutieren, wenn man ihm Werkzeuge gibt, alles als vorübergehend und wegwerfbar anzusehen, dass Informationen unwichtig aber Werturteile und Recht zu haben wichtig sind?

Dies ist ein hervorragendes Beispiel Für Euer Tun in realen alltäglichen Situationen. Ich verstehe, dass jemand sein Kind wertschätzt, aber inwiefern wertschätzt Ihr das Kind, wenn Ihr es lehrt, von Geburt an ein enormes Werturteil zu fällen? Es gibt viele Äußerungen, die Ihr alle von Geburt an gelernt habt. Und nun habt Ihr das Beispiel von jemand, der sein Kind von Geburt an genau diese Äußerungen lehrt und ihm die Werkzeuge anhand gibt, die ihm nicht wohltuen sondern zu Fehlfunktionen beitragen werden.

Was wäre nun eine andere Äußerung oder ein andern Zugangsweg, den man in einer solchen Situation anheuern kann? Der Vorgang ist offensichtlich verstörend. Und Ihr seid emotionale Wesen, weshalb es emotional verstörend ist, wenn Ihr mitbekommt, dass ein Kind emotional oder physisch verletzt wird.

Es geht darum zu erkennen, dass das Individuum, das dies tut, nicht gewahr ist und keine Werkzeuge hat. Wenn Ihr jemand bittet, einen Schrank zu bauen und ihm einen Malerpinsel gebt, kann er den Schrank nicht bauen. Wenn Ihr ihm dagegen einen Hammer gebt und ihm zeigt, wie er diesen gebrauchen kann, wird er lernen, den Schrank zu bauen.

Wenn Ihr über keine Werkzeuge verfügt, um auf labende, ermutigende Weise mit Eurem Kind umzugehen, damit es gedeiht und sich zu seinem größten Wohle entwickelt, geht es darum zu entdecken, was Ihr braucht, um diese Struktur zu errichten und nicht darum, Euch gegenseitig zu verurteilen und noch zu bestärken, dass Ihr keine Werkzeuge habt sondern Euch zu sagen: “Ja, nach meinen eigenen Richtlinien mag dies inakzeptabel sein, und ich mag das nicht“, und das andere Individuum nicht unmittelbar zu verwerfen sondern ihm auf eine für alle, das Kind, Euch selbst und den Anderen nützlichen Weise Ratschläge zu offerieren.

Es geht darum, Euch Eurerselbst und dessen gewahr zu sein, was Ihr haben wollt und was Ihr Euch in Eurem Leben präsentiert. Individuen mögen nicht immer gewahr sein und über eigene Werkzeuge verfügen und ziehen vielleicht auch Andere auf sich an, die sie nicht wirklich mögen, die sie nicht ergänzen, und mit denn sie sich nicht wohlfühlen. Und sie mögen Entscheidungen/Auswahlmöglichkeiten generieren, bei denen auch ein kleines Kind involviert ist.

Heißt das, dass beide Erwachsenen nun zum Wohle des Kindes zusammenbleiben sollten? Definitiv nicht. Es geht darum zu erkennen, welche Auswahlmöglichkeiten Ihr warum generiert und Euch Eurerselbst gewahr zu sein. Gehören Werturteile und Rechtfertigung auch dazu? Nein. Ihr erkennt, dass Ihr unwissentlich ein Individuum auf Euch angezogen habt, mit dem Ihr Euch nicht wohlfühlt, und diese Wahl missfällt Euch vielleicht, und Ihr könnt sie ändern.

Es geht nicht darum, den Anderen als unwichtig, unbedeutend oder austauschbar anzusehen, sondern zu erkennen, welche Entscheidungen Ihr selbst trefft, und was zu Eurem größten Wohle ist, und nicht das Kind als Ausrede zu verwenden, um Eure eigenen Entscheidungen zu generieren und das Tadeln zu rechtfertigen. Diese beiden Personen haben sich gegenseitig angezogen. Es geht nun darum, Euch Eurerselbst und Eurer Verantwortung Euch selbst gegenüber bezüglich Eurer Wahl gewahr zu sein statt den Anderen zu tadeln.

DOMINIQUE: Ich bin mit einem Typ verbunden und möchte, dass die Beziehung enger wird, aber es ist für mich ein bisschen kompliziert. Er sagt, dass wir uns einfach spontan treffen sollten, weil er nicht vorab sagen kann, wir treffen uns, in drei Stunden, und dann in drei Stunden ist ihm nicht danach. Ich schlug vor, einen Kompromiss einzugehen, weil ich ihn nicht immer spontan treffen kann, wenn er sich das wünscht. Also läuft da jetzt gar nichts. Ich weiß, dass wir über Kompromisse sprachen, und ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn jemand sagt, ich handle einfach so, und ich schlage vor, dass wir uns in der Mitte treffen. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

ELIAS: Okay. Ich spreche nicht von Kompromissen und habe nie dazu angeregt, weil dies alle Beteiligten schmälert. Ich plädiere für Kooperation aber nie für Kompromisse. Dies ist wieder ein ausgezeichnetes Beispiel. Ihr erschafft Eure ganze Realität, aber Ihr interagiert auch mit Anderen und erschafft nicht deren Entscheidungen oder Äußerungen.

Es geht darum, das, was für Dich wichtig ist, aufrichtig zu evaluieren und nicht zu kritisieren, denn viele tendieren dazu, dass sie sich sagen: „Ich habe diese Individuum auf mich angezogen und mag damit einen Fehler begangen haben“ oder „oder was tue ich nur, um eine solche unbehagliche Situation zu erschaffen?“ Nein! In Eurem Leben begegnet Ihr vielen Individuen, und zieht viele auf Euch an. Heißt das, dass Ihr unbedingt eine Beziehung mit ihnen eingeht? Nicht unbedingt. Dass Ihr Euch von einem anderen Individuum angezogen fühlt, das ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass Ihr als nächsten Schritt automatisch eine Beziehung mit ihm eingeht.

Es geht deshalb darum, das, was für Dich wichtig ist, erneut zu evaluieren, Deine Richtlinien anzuerkennen und zu erkennen, dass es für Dich unbehaglich ist. Wenn er gerne spontan ist und sich auf diese Weise äußert und das für ihn erfolgreich ist, so ist das okay. Wenn diese Richtung für Dich unbehaglich oder nicht erfolgreich ist, geht es vielleicht darum, Dir zu bestätigen, dass er für Dich zwar attraktiv ist, Deine Verbindung mit ihm vielleicht sogar zu bestätigen und erneut zu evaluieren, was für Dich selbst wichtig ist.

Wenn Struktur für Dich eher unwichtig ist, magst Du in dieser Richtung und mit mehr Spontanität experimentieren. Wenn es für Dich unbehaglich ist, geht es vielleicht darum, neu zu evaluieren, diese Anziehung und Verbindung mit ihm anzuerkennen, Dir aber auch zu bestätigen, dass sie Dich vielleicht nicht ergänzt und nicht zu Deinem natürlichen Fluss passt, und dass Du Dich mit einem anderen Individuum, dass etwas mehr Struktur in seinem Leben äußerst, mehr wohlfühlen wirst.

Erinnere Dich, dass nicht alles ein Entweder-oder bzw. schwarz-weiß ist. Es geht nicht darum, ob Du entweder mit ihm weitermachst und Dich verbiegst, oder ob Du ihn los wirst und einen Anderen findest. Das kannst Du tun. Aber vielleicht entsorgst Du ihn nicht und erkennst, dass es eine Anziehung oder Verbindung gibt, der vielleicht in einer anderen Kapazität, nicht unbedingt in einer Liebesbeziehung, mehr gedient ist.

Session 201512201
Sunday, December 20, 2015 (Group/Webinar)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Di 10. Mär 2020, 11:21

ELIAS: … Was nun Religionen anbelangt, so herrschen sie definitiv unter Miteinbeziehen von Furcht – denn das ist der Kontroll-Faktor – aber sie lassen Euch sozusagen auch eine Karotte vor der Nase baumeln, indem sie jedem Individuum himmlischen Lohn versprechen.

Deshalb gibt es immer für Euch einen Weg, um Euch zu erlösen. Bei der Religion gibt es im Verlauf Eurer Geschichte immer eine Hintertür und einen Weg, um Euch zu erlösen. Aber noch mehr werden Furcht und Kontrolle betont. Deshalb gibt es den Bestrafungs-Aspekt und das Herabsetzen des Individuums – dass es zwar in den Augen Gottes wertvoll ist und die Chance hat, sich selbst zu erlösen und schließlich in den Himmel zu kommen - aber es ist von Geburt an mit Makel behaftet, weshalb es Eure lebenslange Mission ist, den Ansprüchen zu genügen/nach Gefallen zu streben. Und wie tut Ihr das? Es ist tatsächlich sehr bedacht und schlau seitens religiöser Fraktionen, das sie erkennen und dies in ihre Philosophie miteinbeziehen, dass es unwahrscheinlich ist, dass Ihr ihnen als Spezies folgt, falls Ihr nicht eine Art fast sofortiger Belohnung bekommt.

Deshalb wird vorgesorgt, dass Individuen über Arbeit, gute Taten oder Buße etwas generieren können, was sie vorübergehend erlöst und sie in kontinuierlich in die Richtung ihres himmlisches Ziels führt.

Die Entwicklung der Religion hat Eure Entwicklungen und Persönlichkeits-Typen als Spezies akkurater und erfolgreicher berücksichtigt als jede andere Philosophie, Regierung, Kriegsherren, gesellschaftliche Äußerung oder was auch immer. Die Religion überdauerte so lange, obwohl Kontrolle, die durch Furcht und die Konsequenzen geäußert wird, ihr hauptsächliches Ziel ist, aber sie bietet auch die Chance der Wiedergutmachung und Vergebung, weshalb sie enorm erfolgreich war. Darüber hinaus bietet sie auch diesen Zugangsweg, etwas Wiedererinnern anzuzapfen, was sie jedoch, um die Kontrolle zu wahren, als externe Quelle statt als das Individuums übersetzt.

Deshalb ermutigt sie zum Glauben, der nicht gleich Hoffnung ist. Glaube bedeutet, etwas, was Ihr nicht sehen könnt, zu glauben und darauf zu vertrauen, also mit Eurem Vertrauen auf etwas zu bauen, was Ihr nicht sehen könnt. Das sind die Grundlage und der Haken, der Euch verführt. Ihr weist von Geburt an etwas Wiedererinnern Euer eigenen Erstaunlichkeit und Majestät auf, und über dieses Erlernen wird es dahingehend umerzogen, dass Ihr an die Majestät einer externen Quelle glaubt, und Eure eigene Majestät und Selbst-Ermächtigung abschafft.

Es war jedoch erforderlich, einen Faktor und eine Richtung miteinzubeziehen, die das äußert, weil Euch Allen dieses Wiedererinnern-Teilchen angeboren ist. Ihr alle habt es, auch im physischen Fokus. Es ging also darum, dieses Wiedererinnern vom Individuum und vom Selbst auf eine externe Quelle, auf einen Gott umzulenken und Andere hierbei zu nutzen, um diesen Glauben zu propagieren und durch menschliche Erfahrungen zu bestärken und dies so zu äußern, dass es als Beispiel genutzt werden kann, um Andere hinsichtlich dieser religiösen Philosophie des Verlagerns der Majestät auf einen Gott anzuspornen und an diesen zu glauben.

Märtyrer, Heilige und Propheten, alle diese unterschiedlichen menschlichen Erfahrungen werden genutzt, um diese Philosophie zu bestärken und zu betonen und zum Glauben an eine externe Quelle zu ermutigen und Konsequenzen sowie Lohn zu äußern. Wenn Du selbstlose Arbeit erbringst, generierst Du für Dich einen Lohn, selbst wenn dieser nicht physisch dargestellt wird, obwohl er es in vielerlei Hinsicht tun wird. Und auch wenn das nicht der Fall ist, wird es bemerkt und von Gott erfasst werden, der Dich deshalb belohnen und Dir beim Tod Deinen Lohn auszahlen wird.

VIVIENNE: Oh, prima. (lacht) Ich bin also groß darin.

ELIAS: Und dies alles wurde einer Richtung von Kontrolle durch Angst vor Konsequenzen halber geplant (designed), aber es war auch ein Zugangsweg, um dieses angeborene Wiedererinnern Eurer eigenen Majestät zu äußern, das lediglich dorthin verschoben wurde, dass zum Fördern dieser Bewegung Anführer-Persönlichkeiten miteinbezogen wurden.

VIVIENNE: Und nun geht es nach hinten los, nicht wahr?

ELIAS: Nein, mit dieser Einschätzung stimmte ich nicht unbedingt überein, aber es gibt eine gewaltige Energiebewegung und einen weiteren Schritt in der Entwicklung dieser Umschaltung. Insofern führt es zurück zur Wichtigkeit und Bedeutung des Einzelnen und des Erkennens aller Äußerungen Euer Realität, einschließlich der Persönlichkeit-Typen und es geht auch darum, dies auf eine mehr ermächtigende Weise in Eurem expandierten Gewahrsein zu nutzen und erfolgreich in eine Richtung zu gehen, die nicht unbedingt Dominanz miteinschließt.

VIVIENNE: Und auch keine Furcht?

ELIAS: Stimmt. Aber woran seid Ihr hinsichtlich neuer Richtungen enorm gewöhnt? An die Frucht vor Konsequenzen. Ihr beobachtet Individuen, die mehr zu einer religiösen Richtung tendieren, die von Angst vor Konsequenzen geprägt ist, die Bedeutung des Individuums jedoch auch anerkennt, nicht in derselben Kapazität wie zuvor, die aber dieses Anerkennen der Bedeutung und Wichtigkeit des Individuums miteinschließt, sowie das Entwickeln der Furcht vor Konsequenzen bei denen, die NICHT zur Religion tendieren und sich davor fürchten, die aber auch der Bedeutung des Individuums vermehrt gewahr werden.

Das der Grund, warum es derzeit eine solch enorme Woge hin zum Islam gibt und immer mehr Individuen dorthin tendieren und diese Philosophie annehmen, und das tun sie tatsächlich. Und der Grund ist, dass diese Philosophie die Bedeutung des Individuums fördert, dies entgegen der Annahme vieler, dass sie den Wert des Einzelnen nicht erkennen würden, weil es, wenn sie es täten, keine Selbstmord-Attentäter bei ihnen gäbe.

Das sehe ich anders. Sie sind deshalb erfolgreich, weil sie das Individuum wertschätzen, das sich selbst wertschätzt und seine persönliche Bedeutung und Wichtigkeit aus der Erkenntnis äußert, dass Massen nicht nötig sind, um das zustande zu bringen, was es zustande bringt. Alles was sie brauchen, ist ein Individuum, denn jedes Individuum ist von ultimativer Bedeutung. Sie behalten die Philosophie bei, dass sie ihren Lohn im Himmel bekommen, aber sie äußern die Wichtigkeit und Bedeutung des Individuums, nämlich dass ein Individuum zählt und einen Unterschied bewirkt.

Hinsichtlich der Umschaltung erlebt Ihr eine interessante Zeit, und die Äußerungen dieser Umschaltungen werden sehr offensichtlich generiert und fordern auch Eure Glaubenssätze heraus, Eure religiösen Glaubenssätze und Eure persönlichen Richtungen, sogar Eure persönlichen Richtlinien, die Ihr so lange geäußert habt, dass sie entstellt wurden. Statt sie in der ihnen zugedachten Funktionsweise als Eure eigenen Richtlinien miteinzubeziehen, die Euer eigenes Verhalten und Eure Entscheidungen lenken, wurden sie dahingehend verzerrt, dass Ihr sie automatisch nach draußen projiziert und allen Anderen sagt, dass sie sich persönlich und en masse danach richten sollen.

Dies ändert sich, was aber auch Konflikt, Aufruhr und Trauma erschafft, womit zu rechnen war. Aber sogar bei jenen Äußerungen, die Euch in Eurer Welt missfallen und mit denen Ihr nicht einverstanden seid, wird die Macht des Individuums immer offensichtlicher. Ihr mögt nicht damit einverstanden sein, wie einige diese Macht äußern, aber dies schaltet definitiv die Aufmerksamkeit um auf die Macht des Individuums anstelle der alleinigen Stärke der Anzahl.

VIVIENNE: Ja, das kann ich sehen.

ELIAS: Ich anerkenne Dich sehr. Du hast Dir erlaubt, real zu erkennen und zu erleben, dass dies, wie tatsächlich im Leben der Meisten, großen Einfluss auf Dein Leben ausübte. Ja, Du hast eine Richtung erschaffen, in der man Dich lehrte, Dich selbst zu kritisieren und Dich als bedeutungslos, unwichtig und unwert zu sehen und immer Andere in die vorrangige Position zu bringen, weil das gut und selbstlos ist, und die Selbstlosigkeit ist gut.

VIVIENNE: Ja, außer dass sie nie etwas Gutes brachte, aber… (lacht)

ELIAS: Aber in der religiösen Philosophie spielt das keine Rolle, denn Gott sieht alles, was Du tust und wird Dich letztendlich belohnen.

VIVIENNE: Ja, ich denke, dass ich mit einer großen Belohnung rechnen kann. (Beide lachen). Du liebe Zeit, ich selbst, wie auch noch viele Andere, da bin ich mir sicher ….

ELIAS: Mit einer Blaskapelle und Feuerwerk! Eine gewaltige Belohnung mit enormen Fanfaren. (kichert)

VIVIENNE: Unbedingt.

Hier kommt auch noch die Idee der Selbst-Ermächtigung der Eltern-Generation mit ins Spiel. Ich habe immer wahrgenommen, dass meine Eltern sich als Autoritäts-Figuren sahen, was die Art und Weise rechtfertigte, wie sie uns behandelten, denn nach heutigen Standards würde dies als lieblos oder sogar als missbräuchlich angesehen werden. Das hat auch damit zu tun, nicht wahr?

ELIAS: Ja, denn das, wovon Du sprichst, sind Kontrolle und Konsequenzen, die hierarchisch übersetzt werden, und in Familien repräsentieren Eltern die Hierarchie. Alles ist ein Besitztum. Als Regierung besitzet Ihr die Gesellschaft, was Ihr noch damit bestärkt, wenn Ihr, wie man Euch zu denken lehrte, sagt: „Ich gehöre den Britischen Inseln an“ „Ich gehöre Frankreich an“ Ich gehöre deren Vereinigten Staaten von Amerika an“, denn man lehrte Euch, dass die Hierarchie das unter ihr stehende besitzt, so wie auch heute Deine Katze Dir gehört (Vivienne lacht). Sie ist Dein Besitz. Dies lief so von Generation zu Generation in Eurer ganze Geschichte ab. Es ist immer eine Sache des Besitzes, dessen, was Ihr besitzt.

Kinder wurden immer als Besitz gesehen. Sie sind Eigentum und sind so lange keine Individuen, bis sie Erwachsene sind. Und dann werden sie plötzlich Individuen. Und Eure Gesellschaft hat sich im Verlauf Eurer ganzen Geschichte gefragt, warum Individuen, die zu Erwachsen werden, so lange verwirrt sind, denn sie wurden in die Position des Person-Seins geworfen, sind nicht mehr Besitz oder Eigentum und wissen nicht, wie sie ein Person sein können.

VIVIENNE: Nein, definitiv nicht.

ELIAS: Aber letztendlich begibt sich diese Person in die Position, dass sie den erlernten Zyklus wiederholt und generiert ebenfalls Besitztümer, entweder Kinder, Haustiere, ihre Familie, was auch immer. Sie wird diesen Zyklus wiederholen und wird wahrnehmen, dass sie umzog in die Hierarchie-Position und wird lebendige Dinge besitzen.

Dies ist ein weiterer Teil dieser Umschaltung, dieses Ausdünnens des Trennungsschleiers und des ganz real erlebten Erkennens des Vernetztseins mit allem, auch dieser Schritt hin zu mehr Präsentsein, der Euch in eine ganz andere Position bringt und das ändert, was für Euch wichtig und wesentlich ist.

Ein weiterer Bestandteil dieses Präsentseins ist, dass es die Struktur und das Konstrukt religiöser Glaubenssätze in dem, wie sie geäußert werden, aufbricht und Ihr nicht reagiert, denn Furcht und Konsequenzen sind nur deshalb erfolgreich, weil sie auf der Jagd nach Reaktionen sind. Wenn Ihr nicht reagiert, haben Furcht und Konsequenzen bloß ganz wenig Macht, wenn überhaupt.

Session 20160106-2
Mittwoch, der 6. Januar 2016

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Mi 11. Mär 2020, 08:24

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

GILLIAN: Ich habe ein paar Probleme. Sonderbare Dinge sind geschehen. Ich denke, dass drei oder viermal ins Haus eingebrochen wurde. Einmal wurde die Tür zerstört, und einmal wurde ich angegriffen, und ich versuche herauszufinden, ob es mit Sicherheits-Glaubenssätzen zu tun hat. Kannst Du mir mehr dazu sagen? (gekürzt)

ELIAS: Okay, das ist ein gutes Beispiel, denn die Situation ist doch weniger schwarz-weiß, und die Meisten von Euch denken in Schwarz-Weiß-Begriffen. Die Situation präsentiert Sicherheits-Aspekte und ist für Dich teilweise hierfür ein Beispiel, doch das war nicht die ganze Grundlage des Geschehens. Das was Du Dir präsentiert hast, war extrem, und es ist eine Sache des Gleichgewichts/der Ausgewogenheit/Balance.

Wenn Eure (Lebens)Absicht nicht das Erforschen von Extremen ist - was sie meist nicht ist - geht es um Ausgewogenheit, denn sogar Handlungen oder Richtungen, die Ihr für gut oder für richtig haltet, können extrem geäußert werden und Euch letztendlich in eine unbehagliche Richtung bringen, und bisweilen kann das sogar schädlich für Euch sein.

Zu allererst einmal anerkenne ich die von Dir eingeschlagene Richtung, aber Du hast es übertrieben. Lass mich das erklären. Könnt Ihr extrem vertrauen? Nein. Aber könnt Ihr in eine Richtung gehen, dass Ihr aus dem Gleichgewicht und für Extreme offen seid? Ja, das könnt Ihr. Heißt das, dass Du ein Schutzelement für Dich miteinbeziehen musst? Nein, nicht unbedingt, aber es geht um Ausgewogenheit. Du kannst auch extremes Offensein generieren, und was ist Offensein? Verletzlichkeit/Preisgabe. Offensein und Verletzlichkeit sind zwei Begriffe für dieselbe Äußerung.

Könnt Ihr extreme Verletzlichkeit/Preisgabe äußern? Ja, das könnt Ihr. Und wenn Ihr das tut, präsentiert Ihr Euch selbst auf eine Weise, die Euch bloßlegt und ALLES einlädt, ganz egal, ob es für Euch nützlich ist oder nicht. Weshalb es nicht nützlich ist, und warum Ausgewogenheit wichtig ist, ist dass Ihr alle Eure individuellen persönlichen Richtlinien habt. Wenn Ihr eine derartige Verletzlichkeit/Preisgabe generiert, ist Euer Offensein extrem, womit Du Deine eigenen Richtlinien und Kernwahrheiten leugnest.

Das ist insbesondere zu dieser Zeit ein sehr wichtiger Punkt, weil in Eurer Welt so viele Informationen vorhanden sind, die zur Erweckung, Erleuchtung und Offensein tendieren. Und es wird gesagt, wenn Ihr offen, erweckt, erleuchtet oder gewahr seid, dass Ihr dann für alles unempfindlich seid, dass nichts Euch bekümmern wird und Ihr niemals zornig, irritiert, frustriert oder behelligt sein werdet und das Leben im Grunde genommen Glückseligkeit sein wird. Das ist falsch und lächerlich.

Ihr lebt in einer physischen Realität, die eine sehr spezifische Blaupause hat, und Teil davon ist, dass Ihr emotionale Wesen seid. Und emotionale Äußerungen schließen Irritation, Traurigkeit, Frust, Zorn und Angst mit ein. Sie alle gehören zum emotionalen Spektrum Eures Wesens im physischen Fokus, weshalb die Idee von Utopia und immerwährendem Entzücken lächerlich ist. Aber dies beherrscht viele Eurer derzeitigen Philosophien.

Die Leute werden enorm dazu ermutigt, andauernd positiv, glückselig und offen zu sein. Ich plädiere sehr für Richtungen, die es Euch ermöglichen, Euch immer häufiger konstant behaglich und zufrieden zu fühlen, aber auch dafür, Eure persönlichen Richtlinien zu honorieren, und dazu gehört auch, kein extremes Offensein oder Verletzlichkeit zu äußern, wo Eure Vorlieben und Richtlinien nicht existent sind und Ihr somit sozusagen zur Zielscheibe werdet. Es ist nicht so, dass Ihr zur Zielscheibe für Schlechtes würdet. Nein. Ihr werdet zur Zielscheibe für andere Energien, damit diese äußern können, was auch immer sie zu äußern wählen.

GILLIAN: Elias? Ich möchte Dich unterbrechen. Denn ich habe mit dem geübt, was ich für Intuition halte und habe … (unhörbar) praktiziert, aber nun mache ich es nicht in glückseliger Stimmung. Wenn ich zuhause bin (unhörbar), ist die Tür nicht verschlossen. Und wenn ich dann … unhörbar, frage ich mich: „Hast Du die Tür verschlossen. Sieh nach.“ Aber wenn ich nicht diese Einflüsterung im Kopf habe, denke ich überhaupt nicht daran, ob sie verschlossen ist oder nicht und gehe einfach ins Bett.

So habe ich das mein ganzes Leben lang gehandhabt. Und nun habe ich angefangen, die Tür zu verschließen und (unhörbar) tue das, sobald ich von draußen hereinkommen. Das tue ich jetzt. Aber ich will nicht in einem Fort mit Sirenen leben. Aber aufgrund dieser bitteren Lektionen, habe ich keine Lust darauf, wieder so unsanft aufzuwachen. Und das ist meine Frage. Ich habe die Intermediate-Orientierung, und es gibt vieles, was ich verstehen und akzeptieren kann. Aber diese Botschaft habe ich nicht kapiert. Und Du sprichst von extremem … Ich habe geübt, mich wundervoll zu fühlen, aber nicht ständig glückselig zu sein.

ELIAS: (lacht) Dessen bin ich mir gewahr. Ich anerkenne, dass Du praktizierst, auf Deine Intuition zu hören, und ich habe Euch auch noch für andere Individuen Informationen darüber offeriert, was solche Situationen erschafft, in denen man Dir Gewalt angetan hat.

Wenn sie solche Berichte hören, tendieren die Meisten automatisch dazu, sich zu sagen, dass Du dies aus enormer Furcht oder Schutzverhalten heraus auf Dich angezogen haben musst, aber es war ganz das Gegenteil. Manchmal könnt Ihr, auch ohne enorme Furcht zu äußern, sehr unbehaglich Situationen erschaffen, einfach weil Ihr sehr offen seid.

Ich anerkenne, wie Du Deine Intuition jetzt nutzt und auf sie hörst. Und hilft Dir das nun bei Deinen Erlebnissen?

GILLIAN: Ja, denn jetzt verschließe ich die Tür, aber darüber hinaus bin ich immer noch so, wie ich war. Ich weigere mich ganz klar, Furchtgefühle zu haben. Ich vertraue mir selbst vollständig und weiß, dass (unhörbar).

ELIAS: Aber Du hast Dich geändert und bist nicht präzise und vollständig so wie Du zuvor warst. Du erlaubst Dir das, aber Du hörst auch auf Deine Intuition.

GILLIAN: Ja, das tue ich. Noch eine andere Sache. Mein physisches Wesen/Dasein, wie soll ich es sagen, bricht auseinander. Die Energie ist niedrig, und der Kreislauf ist schwach. Ich fühle mich nicht fähig (unhörbar). Die Energie birgt Süße und Schwäche. So bin ich jetzt.

Als ich Rodneys Frage zum Prozess der Loslösung las, hatte ich das starke Gefühl, dass ich mich nicht sofort loslösen werde, aber dass ich schon lange in der Transition bin. Aber nun hat sich das beschleunigt, so dass ich es erkenne und verstehe, und ich akzeptiere das. Ich tue alle diese Dinge und erlebe auch die neuen Herausforderungen. Ich bin ihrer gewahr und vertraue mir selbst, dass ich angemessen damit umgehen kann. (gekürzt)

Was mich jedoch außer der physischen Einschränkung noch beunruhigt, das ist, dass ich vergesslich werde. Im Gespräch mit Anderen erinnere ich mich nicht an Worte oder Sätze. Das beunruhigt mich sehr. Woran arbeite ich da?

ELIAS: Meine Freundin, höre auf, mit Dir selbst zu ringen.

GILLIAN: Oh. Das habe ich nicht erkannt. (lacht)

ELIAS: Höre auf, gegen das weniger gute Erinnern als früher, gegen diesen beunruhigenden Aspekt zu kämpfen. Bestätige es Dir lediglich im Augenblick und erlaube Dir das Sein, und die Transition wird sehr viel sanfter und müheloser verlaufen. Es ist nicht immer wichtig für Dich, Dich im Gespräch im Moment zu erinnern.

Session 201603271
Sunday, March 27, 2016 (Group/Webinar)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Mi 11. Mär 2020, 08:28

MODERATOR: Ich werde Phils frage vorlesen: “Sind wir auf dem Weg zu einer Katastrophe, die alle beeinträchtigen wird? Zwischen der nuklearen Kernschmelze und den kürzlichen Erdbeben scheint Japan n ernsthaften Schwierigkeiten zu sein. Ist das hinsichtlich des Kollektivs signifikant? Und kannst Du etwas mehr über die gegenwärtigen Katastrophen sagen, wozu auch die Erdbeben in andere Weltregionen gehören.“

ELIAS: Ja, das kann ich. Ob Ihr auf dem Weg zu einer Katastrophe seid oder ob mit einer globalen Katastrophe zu rechnen ist? Nicht unbedingt. In Verbindung mit dem, worüber wir hinsichtlich globaler Veränderungen und dieser Entwicklung sprachen, würde ich sagen, dass es erwartet werden könnte. Doch geht Ihr unbedingt in Richtung einer Katastrophe? Nein, nicht unbedingt.

Bezüglich all dieser Ereignisse und Vorgänge, die Ihr als Naturkatastrophen bezeichnet sowie anderer Ereignisse, die nicht unbedingt Naturkatastrophen aber verheerende Situationen sind, die Ihr unter Euch erschafft, sage ich Dir, dass zugleich mit all diesem nach Euren Begriffen anscheinend sehr schlimmen Geschehen auch das Gewahrsein im Allgemeine in Eurer Welt sehr stark anwächst, was noch durch eine enormes Ansprechen der Situationen selbst erwidert wird. Die Leute erkennen immer mehr, wie sehr Eure Entscheidungen/Auswahlmöglichkeiten das, was Ihr bezüglich dieser globalen Veränderungen tut, welchen Einfluss Ihr auf Euren Planeten ausübt und was das bewirkt, im gegenseitigen Wechselspiel sind.

Möglicherweise habt Ihr die Idee und nehmt wahr, dass die von Euch über lange Zeitspannen erschaffenen Handlungen bedauerlich sind, und dass Ihr jetzt darauf reagiert und dies erwidert. Aber ich sage Euch, dass es auch die Zurückhaltung beeinflusst, diese Euren Planeten beeinträchtigende Richtung, insbesondere mit Vorgängen wie Extrahieren/Entnahme, weiterhin fortzusetzen

Dies vergrößert also das Gewahrsein, und ich sage Euch auch, dass das lediglich Beispiele für das sind, was Ihr in Eurem Leben, Euren persönlichen Entscheidungen und Interaktionen tut. Ihr seht es nur im größeren Ausmaße und offensichtlicher. Ihr könnt also beobachten, was in Eurer Welt geschieht, und dies ist eine Chance für Euch, das in Eure eigene persönliche Welt und in Euer Leben hinein zu übersetzen und zu untersuchen, welches Tun dieser Richtung noch Energie verleiht, oder welches Tun einer anderen Richtung Energie verleiht und das Geschehen verändert.

Und in Eurer Welt gibt es eine enorme Entwicklungs-Bewegung. Wie schon zuvor gesagt, werdet Ihr das bereits Getane nicht wieder umkehren, aber wenn Ihr weiter in Richtung des Erforschens neuer Methoden, des Engagierens von Euch selbst und Eurem Planeten geht und das schnell tut, was der Fall ist, steuert Ihr Euch selbst sozusagen fort von der Katastrophe.

Ja, wenn Ihr nichts tun würdet, würdet in Richtung Katastrophe gehen. Aber es ist nicht so, dass Ihr nichts tun würdet. Ihr seid auf dem Weg dazu, mehr gewahr zu werden. Und Ihr erforscht vermehrt, was Ihr bezüglich Eures Planeten anders machen und wie Ihr Euch selbst auf eine solche Weise erhalten könnt, die es Euch erlaubt, die Ressourcen Eures Planeten aufrecht zu erhalten.

Es gibt noch viel mehr, was zu tun ist, aber ich ermutige Euch, weil Ihr so schnell vorankommt. Und Eure Technologie ist ein enormes Teilstück davon, und sie ist Euer objektives Symbol, das Euch zeigt, wie schnell ihr Euch bewegt, dass Ihr die Situation global ansprecht und von der Katastrophe wegsteuert. Deshalb sage ich Euch, dass Ihr derzeit nicht auf eine Katastrophe zugeht.

Das ist allerdings davon abhängig, was Ihr als Katastrophe bezeichnet, denn jedes dieser Unglücke könntet Ihr als Katastrophe bezeichnen, und Ihr würdet Euch nicht unbedingt irren. Aber ich würde sagen, dass Ihr nicht auf eine globale Katastrophe zugeht. Derzeit geht Ihr nicht in diese Richtung. Ihr versucht tatsächlich ernsthaft und intensiv, Euch davon wegzusteuern.

MODERATOR: Philip sagt, dass anscheinend Viele denken, dass dies alles sie nicht beeinträchtigen wird, wenn sie wegschauen.

ELIAS: (lacht herzlich) Damit stimme ich überhaupt nicht überein. Seht Euch Eure Welt an und malt Euch aus, dort zu sein, wo sich ein Unglück oder eine Katastrophe ereignet und sagt mir dann, dass Euer Wegschauen oder Nicht Achtgeben das Erdbeben stoppen wird oder macht, dass ein Hurrikan Euch nicht wegweht. Er wird es tun. Wegschauen verhindert oder stoppt keine solchen Vorgänge sondern verleiht nur deren Fortsetzung noch Energie. Verleugnen ist nicht Euer Freund. Ignorieren und Ignoranz fördern genau das, was Ihr nicht haben wollt und bringen Euch in die Richtung, dass Ihr Euch sehr unbehaglich fühlt.

Seht Euch Euer persönliches Leben an und beantworte die Frage selbst. Wenn Ihr mit einem Freund, einem Partner oder Familienmitglied Probleme habt und sie ignoriert oder wegschaut, hören sie dann damit auf? Nein. Und was tut es? Im Allgemeinen wird es das Geschehen noch verstärken, denn Ihr ignoriert den Konflikt oder das Problem. Und wenn Ihr das tut, verstärkt sich das Problem und wird wichtiger, und auch ohne Beteiligung Andere ereignet sich Ähnliches. Was passiert, wenn Ihr Eure eigenen Kommunikationen an Euch selbst ignoriert oder wegstoßt, Eure Gefühle ignoriert und nicht auf Eure Kommunikationen hört? Sie werden lauter. Und wenn Ihr sie weiterhin ignoriert, was passiert dann? Ihr erschafft physische Manifestationen/Beschwerden.

Euer Planet ist nicht anders. Er ist eine sehr offensichtliche Reflektion dessen, was Ihr in Euren individuellen Leben tut. Wie ich Euch schon früher sagte, ist in der heutigen Zeit Eure Manifestation von Krankheit (Nicht-Wohlbefinden) größer als je in Eurer Geschichte. Ihr habt eine lange Geschichte, und beständig erschafft Ihr erheblich mehr Nicht-Wohlbefinden als je zuvor. Und warum? Weil Ihr ignoriert, Euch abwendet, den Kopf wegwendet und nicht zuhört. Und wenn Ihr das tut, rechtfertigt Ihr Euch, aber Ihr beeinträchtigt Eure Körper und erschafft ein Nicht-Wohlbefinden.

Über Generation hat man Euch gelehrt und habt Ihr gelernt, nicht achtzugeben. Und wird es sich ändern, wenn Ihr den Kopf abwendet? Ja. Es wird sich auf unerwünschte Weise ändern und noch unbehaglicher werden. Wird es sich zu Eurem größten Wohle verändern? Definitiv nicht.

Es besteht ein enormer Unterschied zwischen Ignorieren und dem Erschaffen einer anderen Realität für Euch selbst. Es besteht ein Unterschied zwischen Achtgeben auf Euch selbst, verbunden mit dem Erschaffen eines behaglichen, vernetzten Lebens und Erlebens für Euch selbst, mit so wenigen Konflikten wie möglich, durch Annehmen und Gewahrsein, ein Erschaffen in Kenntnis dessen, was in Euer Welt geschieht - vielleicht die Medien nicht andauernd anzuheuern und Euch mit negativen Äußerungen, Energie und Furcht zu überschwemmen - Euch jedoch des Zustandes Eures Planeten und der Massen-Äußerungen in Euer Welt gewahr zu sein und Eure Aufmerksamkeit auf das zu richten, was Ihr selbst tut und in Eurem Leben einen echten Fluss, Zufriedenheit und Behaglichkeit mit so wenig Werturteilen wie möglich zu erschaffen. Das ist etwas ganz anderes als den Kopf abzuwenden oder zu ignorieren.

Ich ermutige Euch alle zu dieser Richtung, doch es ist wichtig, den Unterschied zu verstehen, dass Abwenden nicht dasselbe wie Annehmen ist. Annahme ist nicht dies: „Alle könne das tun, was sie tun wollen. Es ist mir egal oder beeinflusst mich nicht.“ Es wirkt sich auf Euch aus, weil Ihr Euch alle gegenseitig auswirkt, denn Ihr seid alle miteinander und mit Allem vernetzt. Deshalb beeinflusst es Euch, so wie auch Ihr alles Andere beeinflusst.

Es geht darum, Euch aller Informationen über Euch selbst, die ich mit Euch geteilt habe, sowie Eurer Richtlinien gewahr zu sein und zu wissen, dass Eure Richtlinien nicht für Andere gelten. Sie dienen Euch dazu, Euch bei Euren Entscheidungen und Verhalten zu leiten, aber nicht als Standard für alle Anderen in Eurer Realität, und Euch der Informationen über das Annehmen gewahr zu sein, das nicht dies ist: „Ein Jeder kann sich so äußern wie er dies zu tun wählt, und das spielt keine Rolle.“

Nein, Annehmen ist ein echte Anerkennen Eurerselbst und Euer Verschiedenheit und das Billigen Anderer, ohne von deren Entscheidungen betroffen zu sein und somit kein Werturteil zu fällen, dass deren Wahl falsch ist, sondern Euch nach Euren eigenen Richtlinien‚ Vorlieben und Meinungen zu richten im Wissen, dass es die Euren sowie die Richtung ist, der IHR folgt und auch zu wissen, dass Ihr nicht mit anderen Entscheidungen/Wahlmöglichkeiten und Äußerungen einig gehen aber auch nicht darüber urteilen müsst.

Ihr alle werdet ganz natürlich etwas urteilen. Wenn es nicht so wäre, hättet Ihr keine Meinung oder Richtlinien, aber Ihr habt sie. Es ist deshalb wichtig, Eure eigenen Richtlinien und Eure Richtung zu honorieren, dies jedoch weniger absolut.

Und nun zum Präsentsein. Wenn Ihr präsent seid, reagiert Ihr nicht, und wenn Ihr nicht reagiert, entfällt ein großer Werturteil-Aspekt. Wenn Ihr nicht auf externe Quellen reagiert, könnt Ihr Euch tatsächlich weiterhin äußern, ganz egal, ob Ihr damit einig geht oder nicht, und ob Ihr glaubt oder wahrnehmt, dass eine Äußerung richtig oder falsch wäre, dies aber nur im Hinblick auf Euch selbst und nickt unbedingt in Bezug auf jede externe Quelle, und hier wieder echtes Anerkennen und Annehmen als Billigung von allem in Eure Realität zu äußern in der Erkenntnis, dass alles in Eurer Realität eine Erfahrung ist.

Dies auch in Bezug auf Euren Planeten und die sich ereignenden Veränderungen. Ich habe Euch bereits gesagt, dass es nicht nötig ist, den Planeten zu heilen. Er wird weitermachen und sich rekonfigurieren. Er ist nicht krank und bedarf nicht der Heilung. Er wird sich automatisch rekonfigurieren, um weiterzumachen, und er wird weiterhin existieren.

Das ist nicht der Grund dafür, dass ich Euch diese Informationen offeriere. Ich offeriere sie Euch, damit Ihr gewahr seid und nicht in Richtung von Katastrophen bezüglich Eures Planeten geht. Er wird sich rekonfigurieren und weitermachen, und neue Spezies werden sich entwickeln, doch Ihr mögt das nicht tun????? (Gilla: YOU MIGHT NOT: Habe hierzu Übersetzungshilfe im bluefresh Forum angefordert, weil ich die Aussage nicht verstehe. Aber auch dort ist man sich nicht völlig im Klaren. Es könnte tatsächlich eine Aussage sein, dass die Menschheit möglicherweise nicht weiter existieren würde.)

(That is not the reason that I offer you the information that I do. I offer you the information that I do that you will be aware to not move in directions of catastrophe, not in relation to your planet. Your planet will reconfigure and it will continue, and new species will evolve. And you might not!)

Diese Informationen sind dazu gedacht, Euch einen Zugangsweg zu mehr Gewahrsein zu offerieren, um weiter voranzuschreiten und Euch als Eure Spezies zu äußern, um weiterzumachen und weiterzubestehen und keine Katastrophe zu generieren, die solche Äußerungen wie die Zombies in Eurer Fiktion erschafft, die Ihr derzeit so sehr mögt, sondern vielmehr auf die von Euch wertschätzte Weise, die Ihr äußern wollt, weiterzubestehen.

Wenn Ihr irgendetwas in Eurer Welt, Eurem Leben oder der Umgebung bemerkt, das Euch missfällt, Angst macht oder unbehaglich ist, beobachte es und wendet Euch dann nach innen und fragt Euch, welche Energie Ihr projiziert? Tragt Ihr dazu bei? Oder geht Ihr in eine andere Richtung und tragt - nicht zum Heilen des Planeten bei, der nicht der Heilung bedarf, aber Ihr selbst bedürft der Heilung - zum Heilen Eurerselbst und dazu bei, objektiv mehr vernetzt zu sein und Euer Vernetztsein zu erkennen.

Sitzung 20160417-1
Sunday, April 17, 2016 (Group/Webinar)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Mi 11. Mär 2020, 08:32

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

JASON: In unserem letzten Gespräch sprachen wir über leuchtende Energie/Energieleuchten (glowing energy), und diesbezüglich habe ich einige Fragen. Ich vermute, dass es nicht dabei hilft, den Augenkontakt zu vergrößern oder bemerkt zu werden, aber dass die leuchtende Energie/Energieleuchten beweist, dass meine Energie in die richtige Richtung geht oder mir dorthin zu gehen erlaubt.

ELIAS: Stimmt.

JASON: Und was wäre die effizienteste Weise, um das Energieleuchten zu steigern?

ELIAS: Das tust Du bereits, und je mehr Du Dich öffnest, umso mehr äußerst Du diese Energie, doch je mehr Du urteilst, umso mehr dämpfst Du sie. Meine Aussage über das Urteilen verstehe bitte dahingehend, dass Duplizität ein Glaubenssatzsystem und somit Teil der Blaupause Eurer Realität ist. Ihr eliminiert das Urteilen nicht, aber wie Ihr Werturteile äußert und Euch damit verbindet, das kann sich sehr unterscheiden. Wir sprachen bereits darüber, und es betrifft nicht nur das, worauf Du achtgibst, sondern auch wie Du achtgibst.

Nehmen wir an, dass sich irgendein Vorgang ereignet, den Du automatisch als negativ oder als Hindernis betrachtest. Wenn Du präsent bist, Dein Urteilen entspannst und nicht reagierst, kannst Du das Erlebnis durchaus weiterhin für unbehaglich oder unerwünscht halten, aber sagst nicht automatisch, dass es schlecht ist. Damit anerkennst Du, dass auch unbehaglichen Erlebnisse, die Du nicht magst, oder die anscheinend ein Hindernis darstellen, noch andere Eigenschaften und Schichten aufweisen, weshalb Du bestätigen kannst, dass Du das Erlebnis zwar nicht magst, aber dass es nicht absolut schlecht ist.

JASON: Das Meiste im Alltag wird sowieso Kleinzeugs sein.

ELIAS: Ja.

JASON: Wie beispielsweise ein Telefongespräch, das mich ablenkt.

ELIAS: Diese kleinen oder belanglosen Äußerungen stellen tatsächlich die Mehrheit Deiner Erlebnisse dar, weshalb sie sehr wichtig sind. Etwas, was Du vorübergehend als schlecht, lästig und zugleich für belanglos hältst - wie wenn Du Deinen Kaffee verschüttest - scheint zwar ein sehr kleines, unwichtiges Erlebnis zu sein, aber solche Geschehnisse ereignen sich sehr, sehr oft in Deinem Alltag, und wesentlich ist, wie Du damit umgehest, weil es Dich beeinflusst, auf ähnliche Weise mit großen oder wesentlichen Ereignissen umzugehen.

Wenn Du dazu neigst, Dich über eine Computer-Panne, verschütteten Kaffee, einen Verkehrsstau oder darüber aufzuregen, dass Du nicht den Parkplatz gefunden hast, den haben willst– einfach irgendetwas Banales und Unwesentliches – und zornig und ungeduldig auf solche Dinge reagierst, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du ebenso reagierst, wenn eine andere Person in einem wichtigen Gespräch nicht mit Dir übereinstimmt oder dass Du, wenn Du einen Anderen ermutigt und er nicht auf Dich hört und Dich nicht auf die erwünschte Weise erwidert, mit ihm ungeduldig wirst, weil Du genau das andauernd in Dir bestärkst.

Das bedeutet diese Aussage, dass alles, was Ihr tut, miteinander verbunden ist. Unabhängig von der jeweiligen Bilderwelt – ob es der Kauf eines neuen Autos oder die Zubereitung eines Sandwich ist – was scheinbar nichts miteinander zu tun hat, ist es doch nicht so. Dies alles ist energetisch miteinander verbunden, und das war die Frage, mit der Du begonnen hast: Welche Energieart willst Du projizieren, was sich auf die Art der Realität auswirkt, die Du selbst und alles um Dich herum erschafft? Willst Du Expansion und dieses Leuchten in Deinem Energiefeld generieren, und willst Du es dämpfen und einengen?

JASON: Es ist also dieses Urteilen/Werten, das zum Herunterfahren des Offenseins führt?

ELIAS: Abhängig davon, wie Du das tust. Wenn Du es absolut tust, und das gilt sowohl für positive als auch negative Werturteile und sagst: „dies ist absolut gut“ oder „absolut richtig…“

JASON: Urteile ich meist absolut?

ELIAS: Nein, aber in Beantwortung Deiner Frage sage ich Dir, dass es abhängig davon ist, wie Du urteilst. Ein absolutes Werturteil, egal ob gut oder schlecht, positiv oder negativ, dämpft das Energiefeld und dessen Leuchten. Wenn Du in Bezug auf das urteilst, was Du schätzt, was Du für behaglich, unbehaglich, gut oder schlecht hältst, was Dir gefällt oder missfällt, tust Du das in Verbindung mit Deinen Vorlieben und Richtlinien. Und wenn Du weißt und erkennst, dass Dein Werturteil persönlich ist und auch anders geäußert werden kann, egal welche Erfahrung oder Äußerung es wäre, und dass das Geschehen Teil Deiner Richtung und Deines Begehrens sein mag, selbst dann, wenn es unbehaglich ist, urteilst Du nicht absolut und dämpft oder verengt Dein Energiefeld nicht, aber zweifellos ist das davonabhängig, wie Du dieses Werturteilen äußerst.

Du wirst immer urteilen, solange Du in diesem physischen Fokus bist, weil das Teil der Blaupause ist, die Dir die Fähigkeit gibt zu entscheiden, was Du bevorzugst, magst oder nicht magst, womit Du einverstanden oder nicht einverstanden bist, alles Bestandteile Deiner Meinungsbildung. Ihr habt zu allem Eure eigene Meinung. Eure Meinung äußert Eure Vorlieben und Richtlinien, das, was Euch gefällt oder missfällt, und sogar das, was Ihr für richtig oder für falsch haltet. Aber wie ich bereits sagte, erkennt Ihr auch bei Richtig oder Falsch, dass es kein Absolutum und nicht universell sondern Euer persönliches Richtig oder Falsch ist. Die Worte ja bzw. nein sind global bekannt. Sie werden in jeder Sprache und Kultur ausgesprochen, aber bedeutet ja ein absolutes Ja und nein ein absolutes Nein? Nicht unbedingt.

JASON: Stimmt, es hat mir Vorlieben und Richtlinien zu tun.

ELIAS: Genau. Es geht darum, wie Ihr ein Thema wahrnehmt. Und wenn Du dies weißt, tatsächlich gewahr bist und nicht nur daran denkst, ändert das bei Duplizitätsäußerung Deine Assoziationen, und ja und nein, richtig oder falsch sind nicht länger Absoluta oder universell. Sie gelten nicht für Alles und Jeden sondern sind ganz persönlich die Deinen, Dein Besitz.

JASON: Dieser Faktor Offensein erklärt mir, warum ich es auf Reisen - anders als im Büro, wo ich den ganzen Tag über am Computer bin - leichter fand, dieses Energieleuchten zu intensivieren.

ELIAS: Und was sind dies wesentlichsten Unterschiede auf Reisen gegenüber dem Büro-Alltag?

JASON: Auf Reisen ist es ähnlich wie jetzt in unserem Gespräch, wo ich mir sehr dessen gewahr bin, was ich am Tun bin und was um mich herum im Gange ist, ohne mich speziell aufs Zustandebringen von etwas zu konzentrieren. Das Gespräch ist einfach im Gange, und ähnlich ist es oft auf Reise, wo ich beobachte und vielleicht die Absicht habe, im Jetzt zu bleiben, doch darüber hinaus konzentriere ich mich nicht auf Vieles.

ELIAS: Okay, und was äußerst Du im Büro?

JASON: Das können viele verschiedene Dinge sein. Das ist schwer zu beschreiben. Aber ich bin stärker abgelenkt und erheblich weniger selbstgewahr.

ELIAS: Beschreibe mir, was Du unter abgelenkt verstehst.

JASON: Wahrscheinlich verwende ich das Wort nicht sehr präzise. Abgelenkt bedeutet, dass es Dinge gibt, die meine Aufmerksamkeit haben, ob Nachrichten-Artikel oder auch ein Blick auf die Elias-Website auf der Suche nach Niederschriften. Informationen kann ich sehr fokussiert suchen, ohne unbedingt meinerselbst gewahr zu sein.

ELIAS: Du könntest also sagen, dass Dein Blick auf Dich selbst verloren geht, sobald Du Dich auf eine externe Quelle konzentrierst.

JASON: Ja, ich denke, dass es so ist.

ELIAS: Und auf Reisen bist Du an Orten und in Situationen, in denen Du nicht unbedingt irgendeine bestimmte Äußerung fokussierst oder Dich darauf konzentrierst. Das ist der Unterschied.

JASON: Ja, so ist es. Das kann auch Zuhause geschehen, ob beim Computer-Spiel oder etwas Anderem. Es gibt immer irgendetwas, was mich völlig einnimmt.

ELIAS: Ja. Was Du hierbei bemerkst, das ist, dass Du von Dir erwartest, mehr auf irgendetwas Anderes fokussiert zu sein, wenn Du beispielsweise in der Büroumgebung bist, und Du gibst dabei Deine Aufmerksamkeit für Dich selbst auf.

Das ist ein hervorragendes Beispiel für die Vermutung, dass es schwierig wäre, Euch Eurerselbst gewahr zu sein, während Ihr etwas Anderes fokussiert, und dass es herausfordernd wäre, Beides gleichzeitig zu tun. Ähnlich wie bei unserem Gespräch übers Zulassens des Im-Fluss-Seins ist es jedoch eine mühelose, sehr natürlich Äußerung, wenn Ihr Euch das zugesteht und dies in der richtigen Funktion tut –denn was tust Du, wenn Du echt auf eine externe Quelle fokussiert bist? Du hörst zu und beobachtest. So fokussierst Du eine externe Quelle, was keine enorme Konzentration erfordert. Und wie stellst Du das an? Indem Du aufhörst mit dem Denken und dem Zugriff auf Deine eigenen Informationen.

Eure Aufmerksamkeit wird so sehr von der externen Quelle gefesselt, weil Ihr - während Ihr diese Quellen fokussiert und Euch darauf konzentriert und auf sie achtgebt - Eure Aufmerksamkeit zugleich automatisch aufsplittert und mühelos, unmittelbar und ständig auf Eure eigenen Informationen zugreift.

Aber das ist kein Achtgeben auf Dich selbst sondern lediglich ein Zugreifen auf Information. Denn Du versuchst, diese externe Quelle nachzuvollziehen und bist deshalb so sehr mit dem Zugreifen auf eigene Informationen beschäftigt. Was denkst Du darüber? Was fühlst Du? Was ist Deine Meinung? Was hast Du diesbezüglich erlebt? Neigst Du dazu, damit übereinzustimmen oder nicht? Ist es gut oder schlecht? Dies alles läuft gleichzeitig ab, während Du angeblich zuhörst. Du hörst also noch nicht einmal halbwegs zu.

Du beobachtest keineswegs gut. Erheblich mehr als die Hälft jeder von Dir angeheuerten Interaktion wird nicht über gesprochen Worte geäußert, was Du jedoch alles verpasst, da Du nicht tatsächlich beobachtest. Vielleicht beobachtest Du zu 10 % und hörst zu 50 % zu, und der Rest ist Zugreifen, Zugreifen, Zugreifen.

Das erfordert viel mehr Energie als wenn Du tatsächlich echt beobachten und zuhören würdest. Und Du würdest Dir viel mehr Informationen und Verständnis über das offerieren, was Du gerade anheuerst und wärst Dir auch automatisch viel mehr klar in Deiner Präsenz bei dem, dem Du hörst und beobachtest, denn statt auf Deine eigenen Informationen zuzugreifen bist Du durch Deine beobachtende Teilhabe gewahr.

Durch das Beobachten der Interaktion könntest Du fast Gedanken lesen. Die Gedanken liest Du nicht wirklich, aber wenn Du das Tun Deines Gegenübers echt beobachtest, kannst Du das, was er denkt, sehr akkurat das einschätzen. Es ist ein Zuhören und Beobachten der gesamten Person, und dieser Faktor Beobachten ist äußerst stark, denn der Andere äußert das, was er denkt, über sein Tun.

Dies würde ich auch hinsichtlich Eures Computers, eines sogenannten unbelebten Objektes sagen. Erinnere Dich, dass Computer derzeit die hervorragendste Reflektion Eurerselbst als Prozessoren sind. Wenn Du am Computer bist, greifst Du auch zu. Du versuchst, Dich partiell mit dem Computer zu verbinden, weil er eine solch hervorragende Reflektion von Euch als Prozessoren und Informationsquelle ist, doch in Eurem Inneren verfügt Ihr über noch viel mehr Informationen als je die Programmierung irgendeines Super-Computer bieten könnte.

Was tut Ihr automatisch am Computer? Ihr interagiert und greift auf Informationen zu. Ihr lest und übersetzt entweder das Gelesene in Eure Vorstellungskraft oder evaluiert. Ihr greift darauf zu.

JASON: Ja, evaluieren. Ich kann erkennen, dass ich immer, wenn ich auf traditionelle Weise auf Informationen zugreife, einen Teil meines Gewahrseins herunterfahre. Ich bin mir sicher, dass es eine Methode gibt, das anders zu tun, aber meine automatische Reaktion und Denkweise ist es im Allgemeinen …

ELIAS: Ja, wenn Du den Computer zum Einkaufen nutzt und Schuhe kaufst, ist das ein Zugreifen.

JASON: Wenn ich mein Gewahrsein beobachte und solche Reaktionen erkenne, wäre das eine Methode, um zu bemerken und zu wählen, ob ich das tun will.

ELIAS: Ja. Genau, und dabei zu erkennen, dass Du wahrscheinlich viel mehr Energie verbrauchst als nötig.

JASON: Wenn die Dinge leichter werden, bemerke ich, dass …

ELIAS: Ja, Du bringst viel mehr Zeit dafür auf als nötig, weil Du viel mehr Energie al nötig einsetzt.

JASON: Im Moment fühle ich mich beispielsweise ziemlich präsent und offen. Stimmt das?

ELIAS: Ja.

JASON: Okay, das kann ich als Grundlage verwenden.

ELIAS: Stimmt.

JASON: Es ist also dieses Urteilen/Werten, das zum Herunterfahren des Offenseins führt?

ELIAS: Abhängig davon, wie Du das tust. Wenn Du es absolut tust, und das gilt sowohl für positive als auch negative Werturteile und sagst: „dies ist absolut gut“ oder „absolut richtig…“

JASON: Urteile ich meist absolut?

ELIAS: Nein, aber in Beantwortung Deiner Frage sage ich Dir, dass es abhängig davon ist, wie Du urteilst. Ein absolutes Werturteil, egal ob gut oder schlecht, positiv oder negativ, dämpft das Energiefeld und dessen Leuchten. Wenn Du in Bezug auf das urteilst, was Du schätzt, was Du für behaglich, unbehaglich, gut oder schlecht hältst, was Dir gefällt oder missfällt, tust Du das in Verbindung mit Deinen Vorlieben und Richtlinien. Und wenn Du weißt und erkennst, dass Dein Werturteil persönlich ist und auch anders geäußert werden kann, egal welche Erfahrung oder Äußerung es wäre, und dass das Geschehen Teil Deiner Richtung und Deines Begehrens sein mag, selbst dann, wenn es unbehaglich ist, urteilst Du nicht absolut und dämpft oder verengt Dein Energiefeld nicht, aber zweifellos ist das davonabhängig, wie Du dieses Werturteilen äußerst.

Du wirst immer urteilen, solange Du in diesem physischen Fokus bist, weil das Teil der Blaupause ist, die Dir die Fähigkeit gibt zu entscheiden, was Du bevorzugst, magst oder nicht magst, womit Du einverstanden oder nicht einverstanden bist, alles Bestandteile Deiner Meinungsbildung. Ihr habt zu allem Eure eigene Meinung. Eure Meinung äußert Eure Vorlieben und Richtlinien, das, was Euch gefällt oder missfällt, und sogar das, was Ihr für richtig oder für falsch haltet. Aber wie ich bereits sagte, erkennt Ihr auch bei Richtig oder Falsch, dass es kein Absolutum und nicht universell sondern Euer persönliches Richtig oder Falsch ist. Die Worte ja bzw. nein sind global bekannt. Sie werden in jeder Sprache und Kultur ausgesprochen, aber bedeutet ja ein absolutes Ja und nein ein absolutes Nein? Nicht unbedingt.

JASON: Stimmt, es hat mir Vorlieben und Richtlinien zu tun.

ELIAS: Genau. Es geht darum, wie Ihr ein Thema wahrnehmt. Und wenn Du dies weißt, tatsächlich gewahr bist und nicht nur daran denkst, ändert das bei Duplizitätsäußerung Deine Assoziationen, und ja und nein, richtig oder falsch sind nicht länger Absoluta oder universell. Sie gelten nicht für Alles und Jeden sondern sind ganz persönlich die Deinen, Dein Besitz.


Session 201604291
Friday, April 29, 2016 (Private/Phone)

Gilla
Supraselbst
Supraselbst
Beiträge: 13003
Registriert: Di 11. Aug 2009, 20:49

Re: Elias: Richtlinien = guidelines

Beitrag von Gilla » Mi 11. Mär 2020, 08:40

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

ELIAS: Heute werden wir über verschiedene Themen sprechen, und wir fangen mit einem an, das Viele von Euch in Verbindung mit Euer Kommunikation und Interaktion mit Anderen plagt: wie Ihr das tun könnt, ohne Euch an Anderen und ihren oder Euren Verschiedenheiten zu stören und wie Ihr dazu zu passt. Viele plagen sich mit diesem Thema, wie sie dazu passen oder wie sie sich nicht dafür kritisieren, wenn sie nicht dazu passen. Und wie Ihr ähnliche Leute auf Euch anzieht, und somit nicht versucht, Euch an eine Situation mit Leuten anzupassen, zu denen Ihr nicht passt oder wie Ihr mit Personen interagiert, die sehr viel anders sind als Ihr selbst.

Ganz natürlich tendiert Ihr zu Personen, die Euch ähnlich sind. Das ist ein validierender Vorgang. Ihr fühlt Euch automatisch von Leuten angezogen, die ähnlich Interessen und Richtlinien haben und sich ähnlich wie Ihr äußern. Aber da Eure Welt von so Vielen bewohnt wird, könnt Ihr Euch leicht in Gesellschaft von Leuten befinden, die sich sehr von Euch unterscheiden. Es mag einige aber vielleicht nicht genug Gemeinsamkeiten geben, um das Fundament für eine Beziehung, eine Freundschaft oder irgendeine andere Beziehung zu generieren.

Und dann seid Ihr verwirrt und sagt Euch: „Aber es gibt dieses gemeinsame Thema, und das sollte doch reichen.“ Aber oft reicht es nicht, denn Ihr sucht automatisch nach Personen, die Ähnlichkeiten mit Euch äußern, weil Euch das bestätigt. Immer, wenn Ihr Selbstzweifel hegt, validiert es Euch, wenn Andere sich auf ähnliche Weise wie Ihr äußern. Dies hilft Euch, weniger an Euch selbst zu zweifeln und Euch nicht herabzusetzen. Es gibt in Eurer Welt genug Personen, die Euch kritisieren würden, weshalb Beziehung mit denen, die Euch ähnlich sind, sicher und behaglich sind, ganz egal, um welche Art von Beziehung es sich handelt.

Das heißt nicht, dass alles beim Anderen so wäre wie bei Euch, sondern dass es bei jedem von Euch gewisse Faktoren und Richtlinien gibt, die sozusagen für Eure Persönlichkeit und dafür, wie Ihr Euch selbst äußert und was für Euch wichtig ist, grundlegend sind. Diese Faktoren helfen Euch, ein Fundament zu errichten, auf dem Ihr eine Beziehung aufbauen könnt.

Die Schwierigkeit liegt darin, dass es so viele Individuen gibt, die sich objektiv begegnen und eine Gemeinsamkeiten sehen oder sich vom Anderen angezogen fühlen und automatisch annehmen, dass sie eine Beziehung - beruhend auf dieser einen Gemeinsamkeit oder Anziehung - aufbauen können, aber generell reicht das nicht, um tatsächlich eine Beziehung mit einem Anderen zu generieren.

Und dann fangt Ihr an, Konflikte zu generieren und störende Verschiedenheiten zu bemerken, und viele von Euch wenden das dann gegen sich selbst und sagen sich, dass etwas an ihnen falsch ist, weil sie diese Beziehung nicht erschaffen und dass sie etwas falsch machen oder nicht annehmend genug sind.

Lasst mich das wiederholen: Annehmen bedingt keine Übereinstimmung oder etwas zu mögen. Um etwas anzunehmen, ist es nicht erforderlich, dies zu mögen oder damit einig zu gehen. Ein Anderer kann sich deshalb sehr verschieden von Euch äußern, was nicht erfordert, dass Ihr das mögt oder damit einiggeht, aber Ihr könnt es akzeptieren.

Heißt das, weil Ihr es akzeptieren könnt, dass Ihr fähig sein solltet, eine Freundschaft mit dieser Person zu entwickeln? Natürlich nicht. Denn worauf könnt Ihr aufbauen? Ihr braucht ein Fundament, um eine Beziehung aufzubauen. Ohne Fundament könnt Ihr nicht bauen.

Wichtig ist es, Gemeinsamkeiten und die Bedeutung Eurerselbst und des Anderen anzuerkennen. Das ist signifikant. Wenn Ihr jemand nicht mögt, assoziiert Ihr automatisch, egal ob Ihr darüber nachdenkt oder nicht, dass diese Person unwichtig ist. Sie ist für Euch nicht länger wichtig. Philosophisch mögt Ihr allgemein äußern, dass Jeder wichtig ist, doch wenn Ihr jemand begegnet, mit dem Ihr in erheblichem Maße nicht übereinstimmt, den Ihr nicht mögt oder der Euch stört, nehmt Ihr persönlich automatisch wahr, dass diese Person für Euch unwichtig wurde. Beim Aufbau einer Beziehung mit Anderen ist Wichtigkeit deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Fundaments.

Wie befindet Ihr darüber, wozu Ihr selbst oder auch was zu Euch passt? Es geht nicht um Kriterien. Es geht nicht darum, was Ihr von einem Anderen haben wollt sondern um Euren natürlichen Fluss und was damit in Einklang ist/was damit strömt.

Was tut und generiert Ihr ganz natürlich? Liebt Ihr Aufregung, seid laut und sehr aktiv? Eine sehr ruhige, reservierte und achtsame Person passt wahrscheinlich nicht gut zu Euch, denn die Verschiedenheiten sind signifikant genug, um zu assoziieren, dass diese Person unwichtig ist, oder Ihr zweifelt an Eurer eigenen Wichtigkeit, weil Ihr nicht zu ihr passt, dies aber tun SOLLTET.

Über die allgemeine Bedeutung hinaus ist das für Euch wichtig, da Ihr alle generell den von mir offerierten Informationen folgt. Ihr lernt, gebt Acht, entwickelt Euch und expandiert. Die Falle für Euch ist, dass Ihr dazu neigt, Euch selbst gegenüber barscher und voreingenommener zu sein, weil Ihr erwartet, erleuchteter zu sein, da Ihr über so viele Informationen verfügt und mehr wissen solltet. Bei all Eurem Tun solltet Ihr noch besser sein. Ein hartes Urteil und barsche Erwartungen Euch selbst gegenüber!

Wichtig ist, Euch selbst JETZT akzeptieren zu können. Wir haben Euch sehr viele Informationen geliefert und schon oft über das Thema des Präsent-Seins gesprochen. Präsent-Sein heißt, Euch selbst in diesem Augenblick und Tag, das, wer und was Ihr seid und wie Ihr Euch äußert, alles an Euch JETZT zu akzeptieren, was nicht heißt, dass Ihr nicht einige Aspekte äußert, die Ihr expandieren oder verbessern wollt. Das ist ganz natürlich. Erinnert Euch: Das ist die Natur der Realität. Ihr erschafft immerzu noch mehr, weshalb Ihr immerdar expandiert.

Es wird immer Aspekte von Euch geben, die Ihr expandieren und wo Ihr Euch verbessern und Euch noch besser äußern wollt. Das ist ganz natürlich. Es ist nicht natürlich, das automatisch damit zu verbinden, dass Ihr das kritisiert, was und wer Ihr jetzt seid und automatisch zu sagen, dass Ihr jetzt nicht genügend, mangelhaft, nicht genug expandiert oder umgeschaltet wärt, denn das seid Ihr. Es geht darum, das, wer Ihr jetzt seid und äußert, und wie Ihr Euch äußert, zu akzeptieren, und es mag Eure Wahrnehmung nach nicht perfekt und nicht alles sein, was Ihr sein wollt, aber es ist jetzt gut genug und nicht mangelhaft, und das ist sehr wichtig.

Und das ist ein wichtiger Faktor dabei, wie Ihr Andere anheuert und Beziehungen entwickelt. Wie gesagt, geht es nicht um eine Auflistung von Kriterien/Voraussetzungen: “Ich will, dass die Person groß ist, einen bestimmten Tein hat, dass sie Humor hat und freundlich ist und an den Elias Informationen interessiert ist, dass sie unabhängig ist, einen guten Job hat und sexuell aktiv ist und mich ergänz, Schmeichelhaftes ist immer gut, und dass sie blaue Augen hat. Das ist Eure Liste der Kriterien, doch um Kriterien geht es nicht.

GAST: Es ist eine Kriterien/Wunsch-Liste.

ELIAS: Ah! Es geht nicht darum, eine Liste von Kriterien zu haben, wie der Andere sein, aussehen oder sich äußern sollte. Eine solche Voraussetzungs-Liste wäre die Eurer Klon-Variante.

Statt um eine solche Liste geht es darum, Euch selbst zu kennen, präsent zu sein und das zu akzeptieren, wer Ihr am heutigen Tag seid, und Euch nicht darum zu kümmern, wer Ihr gestern oder vor vier Stunden wart, oder wer Ihr morgen oder nächste Wochen sein werdet, sondern wer Ihr heute seid und auch das, was für Euch wichtig ist, und das, was für Euch IMMER wichtig ist.

Wenn Ihr Tiere echt liebt und mit ihnen interagiert, ist das Teil Eurer täglichen Äußerung und davon, wie Ihr Euch selbst äußert. Das ist ein sehr wichtiges Argument und der Maßstab Eures Im-Fluss-Seins und Eurer natürliche Äußerung, wovon Ihr Euch angezogen fühlt oder wonach Ihr Richtlinien für Andere erstellt, die Euch ähnlich aber nicht identisch, nicht völlig gleich mit Euch sind, doch sie weisen Ähnlichkeiten mit Euch auf, Gemeinsamkeiten, auf denen Ihr aufbauen könnt.

Wenn Ihr Tiere echt liebt, ist das Teil dessen, wie Ihr Euch äußert. Nicht dass Ihr dieses Thema ständig anheuert, aber wenn Ihr auf alles achtgebt, was Teil dessen ist, wie Ihr Euch äußert, werdet Ihr bemerken, dass Teile hindurchschimmern.

Wenn jemand Tiere sehr gerne hat, selbst wenn er nicht darüber spricht und auch kein Thema anheuert, das objektiv mit ihnen zu tun hat, wird seine Bewegung und Sprechweise anders sein. Seine Bewegungen werden fließender sein, um nicht zu erschrecken, und die Stimme wird ebenmäßig sein, weder laut noch leise und nicht abrupt – denn so interagiert er auch mit Tieren: besänftigend, einnehmend und nicht bedrohlich.

Euch gegenüber sprechen und bewegen sich die Leute so, wie sie sich selbst äußern und gemäß dem, was für sie selbst wichtig ist. Wenn Ihr Euch sehr analytisch, vielleicht mathematisch äußert, sind das Eure Äußerungen. Es gibt ein kontinuierliches, fortwährendes Interesse, ob Ihr dieses Thema nun anheuert oder nicht, denn manchmal heuert Ihr es nicht an, aber Ihr weicht nicht ab vom zugrundeliegenden Interesse.

Leute mit mathematischem und analytischem Interesse werden dieses wahrscheinlich auch über ihre Körpersprache und über bestimmte Körperhaltungen äußern. Sie hängen wahrscheinlich nicht total schlapp ab, sondern sind akkurater. Das heißt nicht, dass sie rigide wären, aber ihre Bewegungen sind präziser. Ihre Sprache ist präzise. In der Interaktion mit Euch werden sie nach jenen Aspekte suchen, mit dem sie sich auf analytische Weise verbinden können.

Eine Person, die sich selbst künstlerisch äußert, mag beim Sprechen und Beschreiben Erklärungen bringen, die mit Bewegung/Entwicklung, Farbe oder sogar mit Tönen zu tun haben. Sie benutzt vielleicht nicht die Worte für die Farben, wird aber solche wie warm, kühl, weich, hart und fließend miteinbeziehen, welche ihre ganz natürliche Selbstäußerung reflektieren. So äußert sie sich.

Wenn Ihr Euer echtes Interesse und Eure natürliche Äußerung kennt, wisst Ihr auch, mit welchen Leuten Ihr im Fluss und mit welchen Ihr das nicht unbedingt seid. Ihr könnt sie akzeptieren, was aber nicht heißt, dass Ihr eine Beziehung mit ihnen eingehen müsst.

Es ist weder besser, erleuchteter, erweckter oder annehmender, wenn Ihr Euch zwingt, freundlich und höflich zu sein und Leute anheuert, die für Euch wie gegenpolige Magnete (opposite magnets) sind. Ganz egal, wie auch immer Ihr Euch äußert, werdet Ihr nie zusammenbleiben wenn Ihr Leute anheuert, die sozusagen gegenpolige Magnete sind. Was tun sie? Sie stoßen sich ab und werden das immer tun. Ihr seid nicht so konzipiert, dass Ihr Beziehung mit jedem anderen Individuum auf Eurem Planeten entwickelt.

Dies ist so wichtig, weil Ihr vieles über Euch selbst an dem ermesst was Ihr Euch über Andere reflektiert und dies dazu verwendet, um Euch selbst zu kritisieren und zu hinterfragen. Wenn ein Anderer sich ungünstig äußert, fragt Ihr Euch automatisch: „Was tue ich, was diese Situation erschuf? Was mache ich falsch? Wie lange muss ich das tun, bis ich es bekomme? Wie viel muss ich an mir arbeiten, bis ich glücklich bin? Wie viel muss ich noch aufdecken, bis ich mich selbst äußern und Spaß haben kann? Warum läuft es immer auf Arbeit hinaus? Warum kann ich nicht einfach Spaß haben?“ Das könnt Ihr.

Jeder Einzelne in Euer Welt hat irgendwelche Probleme und inkorporiert irgendeinen Aspekt, den er an sich selbst nicht mag oder wo er wünscht, dass er darin besser wäre, oder wo er etwas verbessern will.

Ihr müsst Euch nicht bis zum Erbrechen zerreißen, sezieren und analysieren. Das ist nicht hilfreich und verschafft Euch nicht noch mehr Informationen über Euch selbst sondern frustriert Euch bloß und vermehrt Eure Selbstkritik.

Bei all diesen Informationen geht es darum, Euch dorthin zu bringen, dass Ihr Euch erlaubt, der zu sein, wer Ihr jetzt seid. Ihr mögt bestimmte Äußerungen, Eigenschaften oder Assoziationen bemerken, die Euch missfallen und Euch immer wieder schwerfallen, und es ist wichtig, diese anzusprechen. Aber es ist nicht jeder Aspekt Eures Lebens und Eurerselbst. Jeder von Euch hat manchmal irgendwelche Schwierigkeiten, die er nicht versteht, oder es gibt bei Eurem Tun einen Aspekt, mit dem Ihr unzufrieden seid, der Euch missfällt oder mit dem Ihr nicht glücklich seid. Das erlebt Ihr alle. Ihr lebt nicht im Märchenland.

Wenn Ihr etwas bemerkt, was Euch missfällt oder was eine Situation erschafft, mit der Ihr unzufrieden seid, kann es hilfreich sein, sich dieses Thema anzusehen und es anzusprechen, um Euch somit zu erlauben, mehr gewahr zu werden und in die Richtung vermehrter Selbstannahme zu gehen. Doch nicht alles in Euren Leben muss generell analysiert werden. Wenn Ihr wählt, ein Schinkenbrötchen zu essen und ein Tasse Kaffee zu trinken, müsst Ihr nicht jeden Grund für dieses Tun analysieren und analysieren, ob Kaffee gut oder schlecht für Euch ist oder Euch töten könnte. Wenn Ihr einen Aspekt in Eurem Leben oder eine externe Quelle wie Kaffee miteinbezieht und genießt, dann tut das.

Wenn Ihr beispielwese täglich Kaffee trinkt und bemerkt, dass Euer Körper ungünstig darauf reagiert und Ihr Euch unbehaglich fühlt, heißt das, dass Kaffee für Euch oder für Euch alle in jeder Situation giftig wäre? Nein. Heißt das, dass Ihr vielleicht dieses eine Element in Eurem Leben beobachten und ändern könnt, um Euch behaglicher zu fühlen? Wahrscheinlich. Aber es muss nicht unbedingt ein tief verwurzeltes Problem sein, das Ihr äußert.

Das Wissen, dass jeder seine eigen persönliche Balance/Gleichgewicht/Ausgewogenheit hat, kann Euch helfen, Eure natürliche Äußerung zu akzeptieren. Das Gleichgewicht des Einen unterscheidet sich von dem des Anderen. Was Euch bei einer Person extrem vorkommen mag, muss dies nicht sein, sondern es kann Ausgewogenheit für sie sein.

Manche sind intensiver als Andere. Manche sind emotionaler als Andere. Manche sind analytischer. Es geht darum zu erkennen, was IHR seid. Manche sind laut, andere ruhig. Heißt dass, dass es schlecht ist, laut oder andererseits ruhig zu sein? Nein. Es mag die natürliche Äußerung der Person sein.

Statt Euch zu analysieren geht es darum, Euch selbst zu sehen und herauszufinden, was Ihr seid und was Ihr an Euch mögt, statt die Aspekte zu betrachten, die Euch missfallen. Ihr wisst bereits, was Euch an Euch missfällt. Deshalb schlage ich vor, dass Ihr sie zur Ruhe bettet, denn jeder von Euch ist sich akut dessen gewahr, was er an sich selbst nicht mag.

Aber Ihr wisst vielleicht nicht, was Ihr an Euch mögt. Das kann deshalb eine offizielle Erkundungsreise sein. Was mag ich an mir? Was ist gut an mir? Und was kann ich äußern, wovon alle um mich herum profitieren? Nicht „was ist meine Mission“ sondern womit trage ich zu allem um mich herum bei? Denn das tut jeder von Euch, schon alleine durchs Atmen. Nicht unbedingt durch das, was Ihr verdient, sondern durch Eure Existenz tragt Ihr zu allem um Euch herum bei. Und wie macht Ihr das? Ihr tut es andauernd, egal für wie nutzlos Ihr Euch haltet. Ihr seid nicht unnütz, und Ihr tragt zu allem um Euch herum bei. Schreibt es Euch also zugute. Ihr verdient dies und verdient auch noch mehr.

ELIAS: Und nun könnt Ihr Fragen stellen.

GAST: Was wäre die beste Methode, um eine Person in einer Situation anzusprechen, in der es erforderlich oder nützlich ist, mit ihr zu sprechen, um miteinander zu interagieren und das zu erreichen, was man haben will, wenn man jedoch weiß, dass es nicht viele Gemeinsamkeiten gibt, da man weiß oder wahrnimmt, dass der Andere uns irgendeiner Weise kritisiert?

ELIAS: Okay. Wenn Du mit einem Anderen sprichst oder mit ihm interagiert, geht es zu allererste einmal darum, nicht anzunehmen, dass er Dich kritisiert, denn wenn Du in diese Richtung tendierst wirst Du Dir dies wahrscheinlich reflektieren.

Wenn Du aus einem bestimmten Grund mit jemand interagieren willst, weil Du etwas Bestimmtes erreichen willst - außer wenn er Dir offensichtlich unverhohlen sagt „Ich kann Dich nicht leiden“ – beispielsweise möchte ein Student vom seinem Professor Informationen bekommen, der dieser Bitte nicht nachkommt, heißt das nicht unbedingt, dass dieser wahrnimmt, den Studenten zu kritisieren oder sogar abzulehnen, doch der Student mag es so wahrnehmen. Das kann als Beispiel für eine solche Situation dienen.

Wenn Ihr die Interaktion mit einem Anderen anstrebt und nicht das generiert, was Ihr zu dieser Zeit haben wollt, wie im Beispiel des Studenten, geht es darum, Euch eine Pause zu erlauben und Euch zu fragen: „Wo bin ich?“ und Euch dann umzusehen und Eure Umgebung aufzunehmen. Erkennt das, was um Euch herum geschieht. Wenn Andere nicht auf die Weise auf Euch eingehen, wie Ihr das haben wollt, können viele Faktoren involviert sein, wie im Beispiel des Professors und des Studenten.

Der Student hält inne und fragt sich: „Wo bin ich?“ was bedeutet: „Was tue ich? Welche Energie äußere ich? Was heure ich an? Bin ich fordernd oder drängend? Bin ich umgänglich (inviting) oder hege ich Erwartungen?” Und wenn der Student sich dann sagt: “Nein, ich glaube nicht, dass ich dränge oder Erwartungen hege” und sämtliche Fragen mit einem nein beantworten kann, geht es darum, sich umzublicken. Was geschieht in der Umgebung? Der Professor mag abgelenkt sein, nicht von Dir, oder vielleicht doch von Dir, denn Du könntest vielleicht einige Fragen wie folgt beantworten: „Tatsächlich ja, ich habe bei diesem Wunsch eine Erwartung, und vielleicht dränge ich doch.“

Und wenn der Student alle diese Fragen mit “nein” beantwortet, mag es eine Situation sein, in der er keine Schwierigkeiten erschafft, sondern der Professor durch externe Situationen und Trubel abgelenkt wird, und der Student kann evaluieren, welche Zeit günstiger wäre, um den Professor anzusprechen und das zu erreichen, was er persönlich zustande bringen will und einen andere Zeitpunkt dafür wählen.

Denn Du evaluierst das, was Du haben willst und das Timing dafür. Ist das Timing günstig oder ungünstig? Ist es ungeeignet für das, was Du haben willst? Bei alle dem geht es um das, was DU am Erschaffen bist. Aber es ist auch wichtig zu erkennen, dass Du diese Realität nicht alleine bewohnst, weshalb sich auch Andere in ihrer eigenen Kapazität äußern.

Differenziere deshalb, welcher Teil dessen, was Du Dir reflektierst, Dein Tun ist, möglicherweise ein Drängen oder Erwartungen, und was nicht Dein Tun ist, wo Du aber möglicherweise etwas wählst, was Deinem Wunsch nicht unbedingt förderlich ist, und das könnten Timing, Umgebung, oder auch die Weise sein, wie Du Dich äußerst.

Dies bietet Dir Informationen, denn Du erschaffst zwar jeden Aspekt Deiner Realität aber nicht das, was der Andere tut. Aber Du erschaffst, dass Du mit ihm zusammen dort bist und beziehst ihn in Deine Realität mit ein, weshalb er Dich in mancher Kapazität reflektiert.

Es mag Dir deshalb nicht das, was Du am Tun bist, reflektieren. Diesen Aspekt der Reflektion bringen so viele durcheinander. Sie sehen die Reflektion wie einen Spiegel: „Wenn der Andere sich so äußert, muss ich das wohl tun.“ Nicht unbedingt. Du tust es vielleicht nicht. Es kann eine Chance sein, andere Faktoren zu sichten, nicht unbedingt das, was Du am Tun bist, das diese Reflektion erschaffen würde, sondern Du ziehst sie auf Dich an, um Dir anderer Faktoren und Deiner Auswahlmöglichkeiten gewahr zu werden und zu sehen, was Du Anderes wählen kannst, das Dir ermöglichen wird, das, was Du zustande bringen willst, leichter und auf eine Weise hinzukriegen, die mehr im Fluss ist.

Es ist jedoch zunächst sehr wichtig, nicht zu vermuten, dass der Andere sich in irgendeinem Augenblick auf eine bestimmte Weise äußern wird, denn Deine Vermutung beruht auf Deinen, jedoch nicht auf seinen Richtlinien.

Deshalb kann Deine Vermutung richtig oder falsch sein. Die Chance, dass Deine Vermutung richtig ist, ist niedriger als 50 %, den Du projizierst auf ihn das, was DU fühlst, denkst und wahrnimmst, das, was Du in derselben Situation tun oder lassen würdest. Und wenn er sich anders äußert als Du es tun würdest, vermutest Du automatisch, dass er Dich kritisiert, Dich nicht mag oder gegen Dich opponiert. Du personalisierst es sozusagen automatisch.

Und das ist es, was Vermutungen soufflieren, nämlich Personalisieren, und es geht nicht ums Personalisieren sondern darum zu wissen, was Du am Tun bist und was Du haben willst, und wie Du es effizienter und effektiver erschaffen kannst. Es ist nicht so, dass Du nicht vermuten kannst, aber erkenne das, was Du äußerst. Sobald Du anfängst zu vermuten, veränderst Du bereits Deine Energie und projizierst eine Energie des Wegstoßens, ganz egal, welche Vermutung Du auch generierst.

Sogar dann, wenn Ihr vermutet, dass ein Anderer liebenswert und freundlich ist, selbst bei dem, was Ihr für ein positive Vermutung erachtet, projiziert Ihr Euch mit dieser Vermutung automatisch auf den Anderen, und wenn Ihr das tut, ganz egal, wie Ihr es tut, projiziert Ihr automatisch eine Energie, gegen die er opponieren wird.

Keiner von Euch mag es, wenn man ihm sagt, was er tun soll. Doch das ist es, was Ihr wortlos tut, wenn Ihr Vermutungen über einen Anderen anstellt. Energetisch sagt Ihr ihm, was er ist. Er mag kein einziges Wort hören, aber er wird es spüren und es automatisch fortstoßen. Keiner von Euch mag es, dass man ihm sagt, wer er ist oder was er tut. Das sind Vermutungen.

GAST: Vielen Dank.

ELIAS: Gerne geschehen.

JOHN: Ich werde das Mikrofon ergreifen. Das ist effizient. (Elias lacht), Das war ein Scherz.

Ich habe eine Frage, weil Du zunächst über ein Abwerten/Kritik sprachst. Könnte es Kritik sein, oder auch eine Art intellektueller Falle? Ich denke, dass es hinsichtlich der Interaktion mit Anderen ein Konzept oder eine Philosophie gibt, die man übermäßig begeistert praktizieren mag, nämlich dass einfach jedes (erwünschte) Resultat möglichst ist, wenn man in jedweder Situation oder Szenario mit irgendeinem Individuum die „richtige Wahrnehmung“ hat.

ELIAS: Und was ist die richtig Wahrnehmung. Das ist es, was ich hinsichtlich von erleuchtet, erweckt oder für die Umschaltung aufgeschlossen bezeichnet habe. Das wäre die richtige Wahrnehmung, nicht wahr?

JOHN: Ich weiß nicht. Es ist dieses Konzept, das vielleicht falsch ist, dass jeder fähig ist, eine Situation mit einem anderen Individuum so zu manipulieren, dass er selbst das erwünschte Resultat erhält.

LYNDA: Wirklich? Das ist nicht wahr.

ELIAS: Das ist falsch. Ich würde sagen…

JOHN: Ich denke, dass es eine Anleitung ist, um die Wahrnehmung zu verändern.

ELIAS: Ich stimme mit Dir überein, dass es Viele gibt, die diese Wahrnehmung und Idee haben. Sie sind zahlreich, und deshalb habe ich zuvor mit Euch über erleuchtet und erweckt gesprochen.

Viele haben die Vorstellung, dass Ihr, wenn Ihr die richtige Wahrnehmung habt und hinreichend expandiert oder annehmend seid, nicht nur alles manipulieren und erschaffen könnt, was Ihr in Bezug auf Andere haben wollt sondern das auch tun werdet. Und dass Ihr alles auf Euch anziehen werdet, was Ihr haben wollt, dass Ihr nie behelligt werdet und Euch nie etwas präsentieren werdet, was Euch irritiert oder bekümmert oder was Ihr nicht mögt. Das ist völlig falsch.

Das würde zu allererst einmal die Auswahl negieren und die Hälfte Eurer Auswahlmöglichkeiten eliminieren. Ihr wärt somit auch nicht in dieser Realität, doch Ihr seid es. Physisch partizipiert Ihr an dieser Realität. Wenn es tatsächlich so wäre, würdet Ihr verschwinden und nicht in dieser Realität sein, den so funktioniert und arbeitet sie nicht.

Ihr erschafft kein Wunderland (Utopia). Ihr könnt nicht das Bewusstsein Anderer kontrollieren und Andere nicht hinsichtlich des Erschaffens ihrer Realität manipulieren. Das sage ich Euch schon seit Anbeginn dieses Forum. Das ist ein Aspekt, den Ihr nicht tun könnt. Ihr könnt nicht die Entscheidungen/Wahl/Auswahl Anderer oder deren Realität erschaffen. Das tut Ihr nicht.

Ja, Ihr alle übt Einfluss aus, das tut Ihr. Ja, Ihr könnt Energie manipulieren. Aber Ihr seid NICHT fähig, die Realität oder Entscheidung eines Anderen zu erschaffen, ganz egal, wie sehr Ihr manipuliert.

Was Ihr tun könnt – aber das ist ein völlig anderes Thema – Ihr könnt Euer eigenes Bildnis des Anderen erschaffen, das lediglich eine Projektion Eurer eigenen Energie in die Form eines anderen Individuums ist. Das könnt Ihr tun, und Ihr könnt jeden Aspekt davon manipulieren, weil es Eure Energie und Euer Bild ist. Ihr interagiert somit nicht unmittelbar mit irgendeinem anderen Individuum. Ihr interagiert somit nicht mit einer anderen Energie sondern nur mit Eurer eigenen Energie. Ja, deshalb könnt Ihr ein Bildnis in jeder von Euch gewählten Form erschaffen.

JOHN: Ich muss das nicht weiter ausdehnen, aber ich denke, dass das sehr oft bei der Idee des Kollektivs gegenüber dem Individuum auftaucht.

ELIAS: Okay. Hinsichtlich des Kollektivs würde ich sagen, dass die Energie, die Ihr in gegenseitiger Kooperation äußert, immer dann, wenn Ihr zwei oder noch mehr Leute miteinbezieht, stärker und machtvoller ist. Ihr könnt schneller, effektiver und bisweilen effizienter manipulieren. Sobald sich mehr als eine Person in einer Richtung zusammentun, ist das eine Kooperation. Es ist aber nicht so, dass ein Individuum viele manipulieren würde, etwas zu tun. Jedes Individuum wählt, ob es partizipiert oder nicht partizipiert.

Ja, es gibt in Euer Geschichte Zeiten, in denen Individuen anscheinend kontrolliert werden, aber sie wählen und erlauben, dass dies geschieht. Und die uralte Frage lautet, warum jemand wählen würde, manipuliert oder kontrolliert zu werden? Aber tatsächlich tut Ihr alle dies bisweilen. Es gibt keinen unter Euch, der noch nie erlaubt hat, manipuliert, geführt oder einfacher gesagt, kontrolliert zu werden.

Ihr alle tut das und habt es erlebt, aber auch das wird gewählt. Ihr wählt, Euch zu erlauben, in diese Richtung zu gehen, und generell geschieht das, wenn Ihr weniger selbst-gewahr seid. Aber heißt das, dass ein Individuum echt und tatsächlich ein anderes Individuum manipuliert und kontrolliert? Nein. Das zu tun ist Euch nicht möglich.

ANN: Ich denke, dass mein Bruder und ich in philosophischen Dingen kompatibel sind, das wir es jedoch als Kinder in mancher Hinsicht nicht waren, oder dass die Beziehungen zu ihm aufgrund seines geringen Selbstvertrauens schwierig war. Beispielsweise schenkte er mir einen 1- oder 5-Dollar-Schein mit den Worten: „Du kannst ihn haben“, und ich war begeistert, aber dann sagte er, dass der Schein gefälscht wäre. Ich wusste, dass er nicht gefälscht war, aber obwohl ich seine jüngere Schwester war, dachte ich mir, dass sein Selbstvertrauen verletzt war, und ich wollte das nicht noch bestärken und gab ihm das Geld zurück.

Ich denke, dass unsere Beziehung anders wäre, wenn er sich sicherer fühlen würde. Aber als ich Dir zuhörte, kam mir der Gedanke, dass es damals schwierig für mich war, weil ich mich nicht aufrichtig geäußert hatte und wegen seiner Gefühle besorgt war. Das war eine kleine Erleuchtung für mich, dass es vielleicht mein Fehler war oder die Schwierigkeit auf meiner Seite lag.

Ich denke, dass es leichter ist, mit Leuten zurechtzukommen, von denen ich denke, dass sie mit mir kompatibel sind, aber bei denen, die sich selbst nicht leiden können, ist es schwieriger. Wenn meine Tochter sich selbst nicht mag, ist es schwierig, mit ihr zusammen zu sein, aber man kann trotzdem miteinander kompatible sein.

ELIAS: Das ist ein ausgezeichnetes Argument, und zwar weil die Antwort nicht ganz schwarz-weiß ist.

Du hast Recht, dass Ihr als Kinder anscheinend teilweise inkompatibel gewesen seid, und dass die Reflektion damals mehr wie ein Spiegel war und Du in ihm und seiner Äußerungsweise etwas sehen konntest, was Dir sehr ähnlich war und Dir nicht gefiel. Das war eher eine Spiegel-Situation.

Mit der Zeit hast Du zu erkennen begonnen, dass der Kontakt nicht nur mit ihm sondern mit Allen, die nicht selbst-vertrauend/selbstbewusst sind, die ihren Wert nicht sehen oder sich selbst herabsetzen, für Dich schwieriger ist, und dabei gibt es zwei Aspekte.

Erinnere Dich daran, dass wir vom Spiegelvorgang ausgingen, weshalb es mit einer anderen Person eine völlig andere Situation sein kann. Die Situation und Antwort wäre ganz anders für jemand, der nie einen solchen Spiegel-Vorgang erlebt und sich immer von Leuten, die nicht selbstbewusst sind und sich nicht wertschätzen, abgestoßen fühlte, der selbst niemals fehlendes Selbstvertrauen äußerte oder an seiner eigenen Äußerung zweifelte.

Da Du die Ausgangssituation des Spiegelvorgangs kennst, vorangeschritten und selbstbewusster geworden bist, Dich expandiert, entwickelt und entfaltest hast und ausdrucksstärker wurdest und Dich behaglicher fühlst und Dich vermehrt annimmst, ist es nicht länger ein Spiegel-Vorgang. Wenn Andere sich weniger zuversichtlich äußern, ist es nicht, weil Du … (unhörbar) aber es bleibt eine Reflektion. Es ist eine Äußerung, die Du selbst nicht mochtest, ein Aspekt, der Dir schon immer missfiel, und nun dient es als Erinnerung an das, was Du nicht magst.

Es ist eine Chance, annehmend zu sein und zu erkennen, dass es eine Reflektion ist. Heißt das, dass wenn Du hinreichend erleuchtet bist oder die richtige Wahrnehmung hast, eine Beziehung mit einer solchen Personen eingehen könnte und Dich das nicht stören würde? Sehr wahrscheinlich nicht.

Denn es ist keine Gemeinsamkeit, und es würde Dich ständig an das erinnern, was Du nicht magst. Die Beziehung wäre deshalb schwierig, denn Du würdest andauernd versuchen, den Anderen zu ermutigen oder ihn aufzubauen, und wo ist dann Deine Aufmerksamkeit? Bist Du bei diesem Tun präsent? Nein, das bist Du nicht. Es wäre als für Dich sehr ablenkend. Das ist kein Fundament für eine echte Beziehung sondern ein Fundament für ein “Ich will Dich reparieren”.

ANN: Stimmt. Wenn ich mich ändere und diesen Wunsch, den Anderen zu reparieren bleiben lasse und einfach mit ihm zusammen bin, könnte ich es also schaffen, aber würde es mich immer noch stören, wenn ich diesen Reparier-Wunsch fallen lasse?

ELIAS: Nein, es mag für Dich nicht lästig sein und Dich nicht stören, und das wäre ein großer Schritt und eine Leistung. Aber wenn er über lange Zeit fortfahren würde, sich auf dies Weise zu äußern, selbst wenn Du annehmend bist und dorthin umziehst, dass Du Dich nicht gestört fühlst und nicht reparierst, gäbe es zwischen Euch keine Gemeinsamkeit, um dieses Fundament zu errichten.

Heißt das, dass Du diese Person nicht annehmen und lieben und nicht mit ihr interagieren kannst? Nein. Du kannst es. Wirst Du wahrscheinlich eine intime/innige Beziehung mit ihr entwickeln? Das ist unwahrscheinlich.

ANN: Noch eine kurze Frage, und wir werden mehr darüber in meiner privaten Sitzung sprechen aber hinsichtlich meiner Tochter, der Vergangenheit und all diesem Zeugs, empfinde ich jetzt ein bisschen anders. Ich habe das Gefühl, das wir wachsen und dann eine bessere Chance erhaben können, eine innige Beziehung zu entwickeln als mit…

ELIAS: Ja, sehr.

VERONICA: Du sprachst von der Kontrolle, dem Erschaffen unserer eigenen Umgebung und darüber, dass wir nicht die Realität Anderer erschaffen. Kannst Du bitte erklären, wie es geschieht, dass die Handlung einer Person nicht mit der Realität, nicht damit, wie wir ihre Handlung wahrnehmen, übereinstimmt.

ELIAS: Definiere bitte dieses „nicht mit der Realität übereinstimmen“.

VERONICA: Wenn es nicht mit dem übereinstimmt, was tatsächlich geschieht.

ELIAS: Und wie würdest DU das definieren, was nicht tatsächlich zwischen Euch geschieht?

VERONICA: Wenn ich eine Person frage, ob sie etwas Bestimmtes tun wird, dann weggehe und überzeugt bin dass sie mit ja antwortete, sie jedoch nein sagte. Ich habe also eine positive Antwort, aber es ist nicht das, was sich wirklich ereignete. War das eine Fantasie?

ELIAS: Nein. Es ist eine Sache der Wahrnehmung. Ich habe Euch schon oft gesagt, dass jeder von Euch seine Realität erschafft, und diese stimmen nicht immer überein. Eure Wahrnehmung erschafft das, was real ist. Und das, was für Dich wahr ist, muss nicht dasselbe sein, was für einen Anderen real ist. Es ist auch nicht immer ein Missverständnis.

Missverständnisse gibt es, weil Ihr nicht adäquat miteinander kommuniziert. Über dieses Thema können wir auch noch sprechen. Aber in dieser Situation ist es nicht unbedingt so, dass Du es missverstehst oder Dir ein Szenario einbildest, sondern dass Du ein Endresultat erschaffst und der Andere ein anderes Endresultat erschafft.

Vieles kann diese Unterschiede in der Realität der betroffenen Personen erschaffen, so dass sie nicht überreinstimmen. Es kann auch daran liegen, wie Du mit dem Anderen interagierst. Was in einem solchen Fall verwirrend ist, das ist, dass jeder Betroffene wahrnimmt, dass die von ihm geäußerte Realität die reale Realität ist, und dass der Andere es falsch verstanden, geäußert oder verändert hat.

In vielen ähnlichen Fällen äußert Ihr nicht tatsächlich zwei unterschiedliche Realitäten, die sich nicht völlig kreuzen, obwohl Ihr miteinander sprecht oder zur selben Zeit am selben Ort und im selben Szenario seid, doch Deine Wahrnehmung geht in die eine und die Wahrnehmung des Anderen in eine andere Richtung.

Wenn es jedoch passiert, kann es viele Gründe dafür geben. Erinnere Dich daran, dass alles in Deiner Realität für Dich eine Reflektion ist. Kein Spiegeln, aber eine Reflektion für Dich, weshalb es viele Gründe für etwas Abgeklemmtsein zwischen Dir und dem Anderen geben mag.

Du musst nicht unbedingt falsch verstanden oder auf eine von Dir unbeabsichtigte Weise projiziert haben. Möglicherweise interagierte der Andere in diesem Augenblick mit Dir und veränderte seine Erwiderung, oder tendierte zu einer Interaktion mit Dir, und zu irgendeinem Zeitpunkt veränderte er die Energie und somit seine Erwiderung, und Du hast die ursprüngliche Erwiderung empfangen, doch er selbst hat sie geändert.

Es gibt also veränderliche Größen. Dies geschieht jedoch relativ selten. In der Interaktion mit Anderen erschafft Ihr größtenteils, dass die gegenseitigen Realitäten sich entsprechen. Missverständnisse sind jedoch aufgrund Eurer Ausdrucksweise, des Anhörens des Anderen oder der momentan mit ins Spiel kommenden Einflüsse möglich.

Es ist relativ selten, dass beide Individuen offensichtlich unterschiedliche Realitäten erschaffen und Beide absolut darauf bestehen, dass das, was sie sagten, das ist, was sie sagten, hörten oder erlebten und was geschah, und es in Deiner Realität anders war. In der Realität des einen Individuums ist es tatsächlich nicht geschehen, und das gilt auch umgekehrt, und eine Person wird sagen „Aber Du hast das getan“ und die andere wird absolut dabei bleiben „Nein, ich tat das nicht.“

Dies sind Schnittpunkte, wo im Allgemeinen Folgendes geschieht - abhängig von der Situation können natürlich auch andere Elemente mit ins Spiel kommen - das Beide Individuen sich nicht wirklich auf die Interaktion konzentrieren. Beide sind etwa abgelenkt, weshalb Einer die Eine und er der Andere eine andere Realität erschafft, die sich nicht entsprechen.

Aber wenn es ganz klar das Gegenteil und erheblich anders ist, ist es im Allgemeinen kein Missverständnis, sondern Ihr erschafft in diesem Augenblick zwei unterschiedliche Realitäten. Missverständnisse sind weniger schwarz-weiß und weniger offensichtlich. Es werden oder wurden zuvor Interpretationen geäußert, eine Vermutung mag projiziert werden und einen Unterschied wird erschaffen. Doch auch in diesem Fall erschaffen Individuen einige Ähnlichkeiten ihrer Realitäten. Es gibt Verbindungspunkte, während in Beide in jener anderen Situation sehr unterschiedliche Äußerungen erschaffen.

DENISE: Kannst Du uns mehr zu dem sagen, worüber wir in meiner Sitzung am Freitag sprachen, über unterschiedliche Intensitäten und wie sich das auf Beziehungen auswirken kann sowie über Beobachter und das, was auch immer das Gegenteil davon wäre.

ELIAS: Ihr erkennt, dass jeder von Euch in seiner Äußerungsweise seine einzigartige Energie und Persönlichkeit bekundet. Das heißt nicht, dass Ihr angesichts von Verschiedenheiten keine Beziehung mit einem Anderen generieren könnt, wenn es genug Gemeinsamkeiten gibt, um ein Fundament zu errichten.

Doch einige Situationen und Verschiedenheiten können sich sehr offensichtlich äußern, was bisweilen für jeden Betroffenen frustrierend sein oder auch Fehlkommunikationen oder Missverständnisse erschaffen kann. Manchmal kann es auch dazu führen, dass das Individuum sehr an sich zweifelt und sich fragt, was es falsch macht oder ob es sich inadäquat oder falsch äußert und was es tun kann, um seine eigene Äußerung zu verändern, und wie es sich ganz natürlich äußert, weshalb es versucht, sein Selbst zu verändern, um zu der Vorstellung, wie es sein sollte, zu passen.

Wir hatten über Persönlichkeits-Unterschiede gesprochen, dass manche in der Beobachter-Position sich subtiler äußern. Sie tragen weniger zu Konversationen bei und sind in ihren Äußerungen weniger unverhohlen. Viele von ihnen äußern sich in ihrer natürlichen Richtung des Beobachtens auf eine Weise, wie es die Meisten von Euch nicht tun. Sie denken und sprechen zur gleichen Zeit. Während sie kommunizieren denken sie. Sie denken über das nach, was sie kommunizieren, wie sie kommunizieren, welche Worte sie verwenden, weshalb sie im Gespräch mehr Pausen einlegen. Generell hören sie mehr zu als einen Beitrag zum Gespräch zu leisten, und wenn sie es denn tun, sprechen sie leiser. Manchmal scheinen sie zu murmeln, was sie nicht unbedingt tun, aber während sie sprechen, denken sie über ihre Worte nach.

Die meisten Leute tun das nicht und denken nicht, während sie sprechen. Während Ihr es aussprecht, denkt Ihr das Wort nicht, und Ihr denkt es auch nicht davor. lhr verarbeitet sehr schnell und nicht unbedingt in Worten. Die Worte werden als natürlicher Vorgang hinsichtlich aller von Euch verarbeiteten Informationen gebildet. Deshalb erwidert Ihr sehr schnell den Anderen im Gespräch, und während Ihr über ein Thema sprecht, seid Ihr in im Fluss und sprecht wahrscheinlich schneller, weshalb Ihr Euch wahrscheinlich klarer ausdrückt, da Ihr die Worte nicht denkt.

Manche verarbeiten anders, nicht unbedingt langsamer, vielleicht ebenso schnell wie Ihr, aber sie tun es anders und generieren mehr Pausen und mögen leiser sprechen. Sie mögen bisweilen auch langsamer sprechen, was kein Anzeichen dafür ist, dass sie langsamer verarbeiten. Sie verarbeiten so wie Ihr. Lediglich die Ausgabe ist anders.

Und wieder Andere äußern sich intensiver. Es geht nicht nur darum, wie Individuen sich verbal äußern, aber wenn Ihr achtgebt, werdet Ihr bemerken, dass nicht nur das Interesse sondern auch die Verarbeitungsweise der Individuen ein Faktor ist.

Beobachter-Individuen werden sich wahrscheinlich leiser äußern, und solche, die in ihrem Gleichgewicht mehr Intensität generieren, mögen zu lautstärkerem Sprechen tendieren. Und sie mögen auch übertriebene offensichtlichere Gesten miteinbeziehen. Das was sie sagen, unterstreichen sie durch die Körperbewegungen. Ihr Körper unterstreicht die Intensität.

Solch unterschiedliche Verhaltensweisen sind nicht unbedingt ein Hindernis beim Generieren einer Beziehung, wenn es genug andere Gemeinsamkeiten gibt, aber sie können herausfordernd sein. Wenn Ihr eine Beziehung mit einem anderen Individuum anheuert und es wesentliche Unterschiede gibt, kann das für Beide in Bezug auf Verständnis, Geduld und Annehmen statt Urteilens oder Voraushüpfens und vorauseilenden Tuns herausfordernd sein, nicht nur mündlich sondern auch in Gedanken, wo der Andere sich äußert, Ihr jedoch vorauseilt und Euch an seiner Stelle mit Euren eigenen Gedanken äußert und ihm nicht länger zuhört.

Das kann in beiden Richtungen geäußert werden. Obwohl das intensivere Individuum zu schnellerem Sprechen - ohne simultanes Denken - neigen mag und deshalb scheinbar schneller verarbeitet, stimmt das nicht unbedingt. Auch das Beobachter-Individuum könnte, weil es während der Worte des Anderen seinen Denkprozess anheuert, vorauseilen und antizipieren, was dieser sagen wird, noch bevor er es tut.

Manchmal könnt Ihr die Worte des anderen Individuums antizipieren, weil es sie bereits geäußert hat und das Gesagte bloß wiederholt. Doch oft mögt Ihr Euch irren, und dann hört Ihr nicht zu sondern hört das, was Ihr antizipiert. Deshalb kommen Eure Worte metaphorisch gesehen aus dem Mund des Anderen, was nicht wirklich geschieht. Anders als bei dem, was wir hinsichtlich von zwei verschiedener Realitäten sagten, wäre dies nun ein Beispiel für ein Missverständnis. Ihr werdet ungeduldig, hüpft voraus und äußert Euch anstelle des Anderen: „Du wirst jetzt das sagen. Das weiß ich bereits.“ Aber Ihr wisst es nicht, weil der Andere es noch nicht gesagt hat.

Wenn er Eure Antizipation ausspricht, dann deshalb, weil er dies zuvor bereits gesagt hat und sich lediglich wiederholt. Er hat Euch dies also bereits kommunizierte, und Ihr wisst, dass er sich wiederholt, was aber auch Missverständnisse und Schwierigkeiten bringen kann, da Ihr Euch ablenkt. Ihr seid nicht wirklich präsent und hört nicht zu.

Verarbeiten erfordert kein Denken. Wenn Ihr jedoch jemand seid, der beim Sprechen denkt, ist das ein solch natürlicher und vertrauter Vorgang, dass Ihr auch beim Zuhören denkt, was Euch ablenken kann. Und wenn Ihr jemand seid, der während des Zuhörens nicht denkt, doch der Andere das tut, kann Euch dies so beeinflussen, dass Ihr dasselbe tut. Damit wird nicht die Wahl/Entscheidung für den Anderen erschaffen, und er wird auch nicht manipuliert. Aber in der Interaktion beeinflusst Ihr Euch gegenseitig, sogar dann, wenn Ihr nicht miteinander interagiert.

Wenn Ihr anscheinend stillschweigend jemand zuhört, aber während seiner Rede denkt, hört Ihr nicht echt zu und projiziert eine Energie des Nicht-Zuhörens, die er empfängt, und höchst wahrscheinlich wird er automatisch dasselbe tun.

Warum bewegen sich Leute in Gruppen und äußern sich auf anscheinend kontrollierte Weise, auch scheinbar ein bisschen wie Schafe? Ein Grund dafür ist es, dass sie sich sehr ähnlich äußern und nicht zuhören. Und wenn Ihr nicht zuhört, verarbeitet Ihr nur Euch selbst: Eure Wahrnehmung, Eure Richtlinien und Gefühle, die allesamt wichtig sind, aber in der Interaktion mit Anderen und beim sich mit ihnen Verbinden können sie Euch ablenken.

Warum ist es so wichtig, sich zu verbinden?

ANN: Um unser Gewahrsein zu erweitern. Weil wir auf diese Weise mehr lernen, als wenn wir alleine bleiben. Statt eines Teils bekommen wir das Gesamtbild.

ELIAS: Genau. Deshalb ist es wichtig, sich zu verbinden, denn es verändert Eure Wahrnehmung, verschafft Euch mehr Informationen und Ihr expandiert. Deshalb ist es von ultimativer Bedeutung, dass Ihr Euch verbindet. Ganz alleine könnt Ihr Euch nur bis zu einem gewissen Grad entfalten und expandieren, und nur in gewissem Maße jeden Aspekt von Euch erkunden, da Ihr nur Euch selbst als einzige Informationsquelle habt. Selbst wenn Ihr jedes andere Individuum vom Angesicht Eures Planeten entfernt, gibt es immer noch andere Essenzen und Energien, und es gibt immer etwas, um Euch damit zu verbinden.

Wenn Ihr jeden anderen Menschen von Eurem Planeten entfernen würdet und Ihr der einzige Mensch darauf wärt, gäbe es immer noch zahlreiche andere lebende und nicht lebendige Manifestationen, wie Ihr so sagt. Es spielt keine Rolle. Dies alles verschafft Euch Input und eine Verbindung. Ja, das ist der Grund, denn es erlaubt Euch zu expandieren.

Ihr habt gewählt, an einer physischen Realität zu partizipieren, und eines ihrer Grundelemente ist dieses Getrenntsein. Jeder von Euch hat einen separaten Körper, ist sein eigener, individueller, separater Behälter. In dieser physischen Realität erschafft Ihr gemäß deren Natur ein Getrenntsein. Deshalb ist es sehr wichtig, sich zu verbinden und den Trennungsschleier zwar nicht zu eliminieren sondern ihn zu durchdringen, denn Ihr seid freilich einzigartige Individuen, aber es geht darum, den Schleier bis dorthin auszudünnen, dass Ihr versteht, das Ihr mehr als das seid, was Eure Sinne Euch sagen, und dass Ihr vernetzt und trotz Eurer individuellen Manifestation noch größer und großartiger als diese seid. Und es ist erforderlich, dies objektiv und nicht nur subjektiv zu erleben.
Sitzung 20160528-1
Saturday, May 28, 2016 (Group/Hinsdale, New Hampshire)

Antworten