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 Betreff des Beitrags: Kris Chronicles: Die Macht Eurer eigenen Wahl/Entscheidung
BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 06:27 
Supraselbst
Supraselbst

Registriert: Di 11. Aug 2009, 19:49
Beiträge: 10618
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Uhrzeit und psychologische Zeit
Time for Time
12. Januar 2007

Channeled durch Serge J. Grandbois and transkribiert von Lisa Q. Pratt (Lauromar)
Aufgenommen in Toronto, Kanada, am 12. Jan. 2007

MARK: Hi! Wir sind auf Sendung, und dies ist Kris Chronicles, Kris Radio 2007. Wir sind wieder da. Ich heiße Mark Bukator, und ich bin hier zusammen mit …

JOHN: Und ich bin John Hawkins und freue mich ebenfalls sehr, hier zu sein.

SERGE: Und ich bin Serge. Willkommen zu unserer ersten Show im Jahr 2007.

MARK: Eine vielsagende Show. Während wir auf Kris warten, möchte ich erwähnen, dass wahrscheinlich angerufen werden kann, aber wir bitten Euch, so lange damit zu warten, bis Kris Euch darum bittet und die Telefonleitungen frei schalten lässt. Die Rufnummer ist 416-204-9723 . Wenn Ihr anruft, dreht den Ton an Eurem Computer herunter, weil es seine Verzögerung gibt. Das funktioniert noch nicht so richtig.

SERGE: Es gibt ein Feedback.

MARK: Kris bezieht sich oft auf die Werkzeuge, Meditationen und Praxisübungen, die er gebraucht, und all diese Information aus früheren Sitzungen stehen auf der Website von Kris Chronicles zur Verfügung.

JOHN: Natürlich freuen wir uns heute auf einen sehr interessanten Abend. Während der Weihnachtsfeiertage machten wir eine kleine Pause. Falls Kris ein bisschen über das Thema des Jahres spricht, so hat er gesagt, dass dies das Jahr der Sinnhaftigkeit ist, welches auf das Thema des letzten Jahres „Erleuchtung durch Mitgefühl“ folgt.

MARK: Er hat jetzt ein paar Jahre benannt.

JOHN: Hat er auch noch Jahre davor benannt?

MARK: Ja.

JOHN: Und wie war der Name?

MARK: Ich erinnere mich nicht mehr.

MARK: Wir würden uns auch freuen, wenn Ihr uns sagen würdet, wer Ihr dort draußen so seid. Wenn Ihr mögt, geht ins Forum und teilt uns mit, was Ihr von der Show haltet, und von wo aus Ihr anruft oder

SERGE: Dinge, die Euch interessieren würden, schlagt einige Themen vor und vergnügt Euch damit!

MARK: Ein bevorstehendes Ereignis ist, dass wir im März in Australien sind. Wir werden dort vier Seminare halten und …

SERGE: Eines in Sydney, eines in Melbourne, eines in Brisbane und das nächste in New Castle. Diese Information steht auch auf unserer Website, und wenn Ihr Leute in Australien kennt, lasst sie dies wissen, und höchst wahrscheinlich können sie uns besuchen, während wir dort sind.

JOHN: Ja, es ist schön festzustellen, dass wir jetzt etwas Sendezeit füllen müssen, zwischen jetzt und dem Kommen von Kris, und dass wir dies mit etwas Geschick tun…

(Kichern)

JOHN: Ich nehme an, dass jeder, der jetzt zuhört, im Internet ist, ich denke, dass wir davon ausgehen können? Das heißt, dass Ihr zu Kris Chronicles gehen und dies nachschlagen könnt und auch auf NewWorldView (Seth-Forum) und dort die Gespräche finden könnt, und das ist ein Bereich, den ich besonders hilfreich finde, und im Grunde genommen habe ich für jede Kris-Sitzung, an der ich persönlich teilgenommen habe, dort eine kurze Zusammenfassung eingestellt. Deshalb könnt Ihr dort morgen im Kris Chronicles-Bereich eine Zusammenfassung der heutigen Show finden, wenn Ihr eine Stelle braucht, um Kommentare abzugeben.

MARK: Dort gibt es alle möglichen Diskussionen über das Material, das Kris im Laufe der Jahre präsentiert hat, sowie Übungen und Übungsabenteuer und wie diese für die Leute funktionieren. Nun müssen wir einfach warten, bis der tote Typ hier ist.

(Pause)

Wie Ihr bestimmt schon gemerkt habt, vermissen wir Laurie, die sehr gut darin ist, leere Sendezeit für uns zu füllen (kichert).

JOHN: (flüsternd) Er ist da.

MARK: Los geht’s.





KRIS: Nun, wir vertrauen darauf, dass Ihr es Euch bequem gemacht habt und danken Euch nah und fern für Eure Rücksichtnahme. Wir möchten unsere vorherige Präsentation fortsetzten und immer neue Blickwinkel, Aspekte, Perspektiven und Gesichtspunkte zu diesem Thema der Sinnhaftigkeit hinzufügen.

Eure modere Gesellschaft ist allerdings eine ziemlich kreative Orchestrierung. So vieles findet statt und geschieht, insbesondere in industrialisierten Nationen, so dass es für die Einzelnen oft schwierig ist, nicht nur diese Gesellschaft, in der sie leben, zu verstehen, sondern letztendlich und vornehmlich auch sich selbst. In den letzten etwa 500 Jahren und insbesondere seit der industriellen Revolution scheint Eure moderne Welt schneller zu werden, die Dinge scheinen schneller und immer schneller zu geschehen. Viel mehr als je zuvor wird dem Individuum abverlangt, und diese Anforderungen kommen schneller als je zuvor.

Ihr lebt in einem Zeitalter sofortiger Information. Ihr lebt in einem Zeitalter, das fast schon über sofortige Belohnung hinaus geht. Für mache ist sogar die sofortige Belohnung/Gratifikation so von gestern, so „dot.com“, wie sie oft sagen, und diese Paradigmen scheinen sich immer schneller anzuhäufen. Viele Leute essen im Restaurant auf die Schnelle, manche bestellen bereits das Taxi, wenn sie mit dem Dessert anfangen im Wissen, dass sie nach ein paar Löffeln bereits zur Tür raus sein müssen, und die Anforderungen an ihre persönliche und berufliche Zeit und ihr Leben sind fast erstickend, und Burnouts am Arbeitsplatz werden immer häufiger.

Beispielsweise sterben tausende Individuen in Japan jährlich an Arbeits-Burnout. In anderen Nationen wird oft über Stress gesprochen und Stress erwähnt, aber das Ausmaß der Verbreitung ist noch nicht bekannt, doch seine Auswirkungen können in fast jeder Ecke Eurer Gesellschaft gesehen werden. Und obwohl der einzelne durch die Uhr und die Zeit angetrieben zu werden scheint, gibt es viele zugrunde liegende Effekte, die noch nicht erkannt werden, und die wir anzusprechen hoffen. Aber zunächst einmal möchten wir Euch, die Ihr hier seid sowie die Zuhörer fragen, was die erste Sache ist, die Ihr am Morgen tut?

MARK: Den Wecker ausschalten.

KRIS: Was tust Du davor?

MARK: Bevor der Wecker klingelt?

KRIS: Bevor Du ihn abschaltest.

MARK: Ich wache auf (kichert)

KRIS: (an John gewandt) Wie würdest Du diese Frage beantworten?

JOHN: Das Erste, was ich morgens tue, ich treibe aus jedem Traum, den ich habe, heraus in eine Art von verschwommenem Raum, drehe mich herum und strecke mich.

MARK: Ich finde, dass der Wecker mich direkt aus allen Träumen reißt, die ich habe, und oft vergesse ich dann den Traum.

KRIS: Die meisten Leute blicken auf die Uhr, und sofort beginnen Anforderungen und Euer Tagsfahrplan – bei denen, die einen solchen haben, und dies gilt für den Großteil der Gesellschaft – immer schneller hereinzuströmen, und innerhalb von Sekunden geht das Spiel los, und die Anforderungen des Tages verschlingen das Individuum

Die Zeit, so wie sie in Euer Gesellschaft angewandt wird, wird nicht länger als nur ein Bezugspunkt und eine Gemeinsamkeit erachtet, welche beispielsweise die verschiedenen Regionen eines Landes vereinen, sondern sie wird vielmehr dazu genutzt, um den Tag zu regieren. Wir glauben, dass es Benjamin Franklin war, der so schön sagte: “Zeit ist Geld”. Und da Eure gegenwärtige Kultur völlig von Geld regiert wird und davon abhängig ist, ist Zeit tatsächlich sehr kostbar. Wir würden sogar sagen, dass sie eine Eurer kostbarsten Rohstoffe ist. Folglich wird das Individuum oft von der Uhr regiert, und während eines Tages gibt es nie genug Zeit, um alles zu tun, was von der Person gefordert wird, und deshalb fühlen sich die Leute mehr und mehr angetrieben, immer mehr mit immer weniger Zeit zu tun.

Ihr lebt in einer Gesellschaft, wo man von Euch Multi-Tasking erwartet und vielleicht sogar, dass Ihr in Konkurrenz mit Euren schnellen Rechnern tretet. Es gibt sogar Organisationen, die so denken, dass ihre Mitarbeiter nicht genug tun, wenn sie nicht für zehn arbeiten, ohne jegliche Rücksicht auf das Individuum selbst. Zeit ist Geld, und mehr Geld wird gebraucht, und deshalb müsst Ihr mehr mit der Zeit anfangen, die Ihr habt. Ist das einleuchtend?

MARK: Oh, sogar sehr.

JOHN: Ja, das ist interessant. Ich habe einen kurzen Kommentar. Das Interessante an der Zeit ist, dass wir nicht mehr als 24 Stunden davon in den Tag packen können, aber hinsichtlich der psychologischen Zeit, die wir uns mit diesem Herumrennen verweigern, kann man tatsächlich eine Stunde in eine paar Augenblicke der Kontemplation pressen (you actually can squeeze in an hour into a few moments’ contemplation.)

KRIS: Gewiss. Und dafür gibt es gute Gründe und eine gute Erklärung. Da die meisten Individuen auf Eurer Welt nur sehr wenig Ahnung von innerer oder psychologischer Zeit haben, wird alles von der Uhr beherrscht. Die Uhr ist überall vorhanden. Sie ist aufdringlich, und sie ist gewissermaßen ein tickender Tyrann. Nur wenige, die in der modernen Welt leben, mögen tatsächlich verstehen, was ihnen geschieht, aber versteht bitte, dass Burnout bedeutet, dass bei ihnen sozusagen eine Sicherung durchgebrannt ist, weil menschliche Wesen nicht nach der Uhrzeit funktionieren.

Der menschliche Körper verfügt über seine eigene innere Uhr, die auf biologischer und psychologischer Zeit beruht. Eure Biologie ist allerdings eine Spiegelung psychologischer innerer Zeit. Und wenn ein Individuum beginnt, psychologisch und psychisch das Tempo zu drosseln und mit dem Prozess des Verlangsamens beginnt und sich die Zeit nimmt, die Rosen oder irgendwelche anderen hübschen Blumen zu riechen, geschieht etwas anderes. Der verrückte Drang, zu produzieren, zu produzieren und zu produzieren, ist Euch nicht länger auf den Fersen. Und viele Eurer modernen Krankheiten könnten tatsächlich neutralisiert und sogar aus der menschlichen Kondition eliminiert werden, und dies bedeutet nicht, dass Ihr in ein Zeitalter der Pferdewagen zurückkehren würdet, aber Ihr hättet zweifellos eine andere Gesellschaft.

Diese Art Gesellschaft, die Ihr organisiert habt, bringt gewiss herrliche Annehmlichkeiten und sekundäre Gewinne. Alle möglichen hübschen Apparaturen, Maschinen und Unterhaltungen, die Eure Spezies wahrscheinlich schon seit Hunderttausenden von Jahren und sogar Zyklen nicht gesehen hat. Ihr könnt sogar Produkte kaufen, die Euer Weiß noch weißer, Eure Zähne leuchtender, Euer Haar glänzender und Euer Sex-Leben interessanter machen, aber Ihr zahlt einen drückenden Preis dafür. Habt Ihr eine Vorstellung, was das ist?

MARK: Gesundheit, Glückseligkeit, Vergnügen.

KRIS: Gewiss.

MARK: In jüngster Zeit wurden einige Studien gemacht, wo entdeckt wurde, dass eine größere Auswahl zu haben, tatsächlich bei immer mehr Leuten Depression verursacht. In alten Tagen wählte man im Laden zwischen zwei Paar Jeans, und man nahm die Hose, die am besten passte und hat sich damit wohlgefühlt. Heute gibt es Hunderte davon, und man denkt, dass man die finden sollte, die perfekt passt. Man probiert sie alle an und zahlt ein Vermögen dafür und findet immer noch nicht die Jeans, die machen, dass man sich wohlfühlt.

KRIS: Und dafür gibt es einen Grund. Je größer die Auswahl ist, die Euch präsentiert wird, desto mehr Zeit benötigt Ihr dafür.

MARK: Ein gutes Argument.

KRIS: Und heutzutage wollen die Leute keine Zeit mehr damit verbringen, Entscheidungen zu treffen. Sie wollen ihre Gratifikation JETZT, und jetzt, das ist nicht schnell genug. Die Leute wollen das, was sie begehren, sofort, wenn sie es begehren, und dies stellt einen riesige Stress für die Psychologie des Individuums dar, insbesondere wenn ein solches Individuum sich weigert, die einfache Biologie seines Körpers zu verstehen. Wenn man in einem hohen Stresszustand lebt, erzeugt dies eine neurologische und bio-chemische Verwirrung. Das ganze System, insbesondere das Immunsystem wird erschöpft, denn wenn man mit einem solch beschleunigten Tempo lebt, ist das nicht anders, wie wenn man in einem Kriegsgebiet lebt und jederzeit angegriffen werden kann, und deshalb wird Euer Stressniveau gewöhnlich durchgängig auf der höchst möglichen Stufe gehalten.

In den letzten Jahrzehnten haben die Leute viel Schlafenszeit verloren, und das bisschen Schlafenszeit, das sie noch haben, wird auf einer flacheren Ebene des Schlafs zugebracht. Da gibt es immer ein Gefühl der Eile, sogar zu den Zeiten, die man dazu gebrauchen sollte, um sich zu erholen und Geist und Körper zu reparieren. Die Leute sind so sehr damit beschäftigt, soviel Zeit wie menschenmöglich mit so vielem, was sie tun müssen, zu füllen, dass ihnen keine Zeit übrig bleibt, um zu verstehen, wer und was sie sind.

Diese Art von Zivilisationsdenkansatz erschafft eine Gesellschaft von Individuen, die sich tatsächlich entrechtet, vernachlässigt und unwichtig fühlen, und es so empfinden, als dass ihre Leben bedeutungslos wären, weil sie Diener der Ökonomie geworden sind. Sie sind zu Dienern der Uhr geworden und nicht anders herum. Wenn alles bei einer Aktiengesellschaft letzten Endes zu Lasten des Individuums geht, habt Ihr eine Gesellschaft von Automaten mit sehr kurzer Haltbarkeitsdauer und einer tatsächlich sehr kurzen Verfallszeit.

Es gibt sehr viele Gegenmaßnahmen, die effektiv bewirkt werden können, um eine andere Atmosphäre zu erschaffen, und wie wir vorhin sagten, heißt das nicht, dass Ihr ins Zeitalter der Pferdewagen zurückkehren müsstet, aber dies bedeutet, dass das Individuum einen sicheren Bereich schaffen kann, ein völlig anderes inneres Paradigma, mittels dessen es immer noch die Ströme der modernen Gesellschaft wirkungsvoll navigieren kann, ohne von deren Einflüssen beeinträchtigt zu werden.

Dies schließt vor allem eine Rückkehr zum Verständnis ein, dass das eigene Leben des Individuums bedeutungsvoll ist, unabhängig von der verrückten Jagt der modernen Gesellschaft, und es besteht gewiss keine Notwendigkeit so zu empfinden, dass dies eine Entfremdung erzeugen würde, sondern dies wird vielmehr ein produktiveres, stärkeres und gesünderes Individuum erschaffen, sowohl physisch, psychologisch als auch mental, weil dieses bedeutsame Individuum erkennen würde, dass es kein Sklave seiner Uhr ist, sondern seinem Leben Bedeutung verschafft, weil es die Bedeutung/Sinnhaftigkeit seines Lebens ist. Ist das soweit einleuchtend?

MARK: Ja, gewiss.

KRIS: Man kann also leicht sagen, dass Individuen in einem solch verrückten Tempo leben, weil sie dies so haben wollen. Mit einer solchen Erklärung sind wir nicht sehr glücklich.

MARK: Es ist interessant, wie sehr dies in uns verwurzelt ist. Sogar wenn wir Ferien machen, eilen wir gewöhnlich durch sie hindurch.

JOHN: Ich denke, dass man fairerweise nicht von Vorliebe sprechen kann. Ich denke, dass der Großteil der Leute, die in dieser Tretmühle (Rattenrennen), wie wir es nennen, involviert sind, dies nicht bewusst gewählt hat, sondern sie wurden durch die Schule und durch Jobs dort hinein befördert und …

KRIS: Gewiss. Euer ganzes System ist o ausgerichtet, dass es Individuen produziert, die pünktlich und immer pünktlich produzieren und produzieren und produzieren.

MARK: Großgesellschaften…

KRIS: Ähnlich dem weißen Kaninchen dort unten im Loch. „Ich bin zu spät, zu spät, ich bin schrecklich zu spät? Keiner weiß es, aber ich bin zu spät.“

MARK: Aktiengesellschaften haben sich sogar einen neuen Zeitdiebstahls einfallen lassen, wo sie solche Mitarbeiter entlassen, die beim Verlassen des Unternehmens an der Stechuhr bereits den Mantel anhaben.

KRIS: Gewiss. Dies würde auf eine Zeitpolizei hinweisen.

MARK: Ja.

KRIS: Dies ist ein hervorstechendes Phänomen Eures modernen Atomzeitalters. Aber manche von dessen Problemen führen auch zu individuellen Atomexplosionen.

(Kichern)

JOHN: Zu einer Kernschmelze.

KRIS: Das stimmt, zu individuellen und gesellschaftlichen Kernschmelzen, die sich interessanterweise durch alle möglichen Phänomene zum Ausdruck bringen wie Burnouts, verschiedene Psychosen, Neurosen, Individuen, die asozial werden, und zu etwas, was in der westlichen Welt besonders hervorstechend ist, zur Wut.

JOHN: Amok laufen.

KRIS: Gewiss.

MARK: Amokfahrer.

KRIS: Jede Art von Wut. Wut über das Schlangestehen, auf die Person vor Euch an der Kasse, die ihre Einkäufe zu langsam einpackt. Und was tut Ihr? Ihr schlagt sie zusammen. Das ist schon häufig geschehen.

MARK: Alles, was man tun muss, ist, bloß das Fernsehgerät einzuschalten, oder die Zeitung aufzuschlagen, und da gibt es alle möglichen Beispiele.

KRIS: Und dies mag gewiss Teil des Problems sein.

(Kichern)

MARK: Stimmt.

KRIS: Worauf konzentriert sich Eure Gesellschaft. Seht Euch an, was in der Zeitung, in den Nachrichtensendungen überall präsentiert wird.

MARK: Das ist wahr.

KRIS: Noch mehr Druck, um Druck auf das Individuum auszuüben, damit dieses den Anforderungen der Ökonomie und der Zeit entspricht, verzeiht das Wortspiel.

MARK: Es wäre also empfehlenswert, gleich zu den Comics überzugehen.

KRIS: Gewiss. Es wird problematisch, wenn Ihr einem Freund sagen müsst, dass Ihr diesen und jenen und noch einen Termin verschiebt, und wenn er diesen und jenen und noch einen anderen Termin verschiebt, dann werdet Ihr vielleicht in zwei Wochen Zeit haben, Euch zwischen 14.15 und 14.30 h auf einen Kaffee zu treffen.

MARK: Das ist so wahr.

KRIS: Das ist nicht so weit hergeholt. Wenn Ehepartner sich bereits verabreden müssen, um Zeit miteinander zu verbringen, dann ist etwas faul im Lande Dänemark (Hamlet). Und wie viel Uhr ist es?

MARK: 19.35 h

KRIS: Vielleicht dürfen wir eine kleine Pause vorschlagen, und dann kommen wir zurück, um weiterzumachen und anschließend die Leitungen zu öffnen.

JOHN: Okay.

(Musikalisches Interludium)




MARK: Da sind wir wieder. Und John hier sprach gerade über …

SERGE: Just in time (gerade noch rechtzeitig), nicht wahr?

(Gelächter)

MARK: John sprach gerade über die Silvester-Sitzung, wo Kris über “noch mehr” sprach. Um noch mehr von beispielsweise Geld zu haben, klammern wir uns oft daran und horten es, so als ob es kein Mehr davon gäbe, aber oft muss man es wissentlich weggeben und dann darauf vertrauen, dass noch mehr davon vorhanden ist, und von diesem Standort aus…

JOHN: Wir sprachen darüber, dass Kris in der Neujahrssitzung, die im Netz ist, ein interessantes Argument brachte. Er sagte, dass die Art und Weise, um sicherzustellen, dass Ihr immer noch mehr von etwas habt, mehr Geld, Liebe, Kontakte, Weisheit, Friede, Ruhe, mehr von was auch immer Ihr begehrt, es wäre, dies freigebig auszugeben. Wenn Ihr dies tut, lautet Eure Botschaft ans Unterbewusstsein: „Ich kann dies großzügig ausgeben, weil es noch viel mehr davon gibt und viel mehr davon zu mir kommt.“

Wenn wir dies andererseits fest umklammern und daran festkleben und es nicht ausgeben oder verschenken und nicht frei damit sind, dann lautet die Botschaft an das Unterbewusstsein: „Hallo, es gibt nicht genug davon“ und natürlich sagt das Unterbewusstsein „Okay, es gibt nicht genug davon“, und das ist die Realität, die wir erschaffen werden. Und ich dachte, dies auf die Zeit anzuwenden, die Idee über die Zeit, die Kris diskutiert hat, und ich denke, dass eines der Probleme mit der Uhrzeit es ist, dass sie die Zeit auf buchstäblich Tausende von Sekunden reduziert bis hin zu dem Punkt, wo man versucht, jeden nur denkbaren Augenblick einzufangen …

MARK: Und es gibt nie genug davon im Laufe eines Tages.

JOHN: Genau, aber wenn wir sie vielmehr freigiebig ausgeben und sagen würden, ich habe alle Zeit in der Welt, dann hätten wir auch alle Zeit in der Welt.







KRIS: Eure Beobachtungen und Argumente sind gut gewählt, aber dieser Tyrann fordert an der Basis eines Individuums oder bei dessen individuellem Krieg mit der Zeit immer mehr Produktion, und das Individuum vergrößert so seinen Groll gegen diese Forderungen. Ohne geeignete psychologische Ventile, um die Luft der Frustration und des Grolls abzulassen, steigt die Hochspannung, und der Blutdruck kocht. Das Individuum befasst sich oft mit Aktionen außerhalb seines normalen Handlungsbereichs, und dies wird klinisch als Psychose oder Neurose bezeichnet, was ein großes Maß zusätzlicher Anspannungen und Anforderungen an das Individuum bewirkt, weil es oft nicht weiß, was sich an der Basis seiner Schwierigkeiten befindet.

Psychologisch versteht das Individuum, dass es bedeutungsvoll ist. Es existiert allerdings eine angeborene Wahrnehmung, bedeutungsvoll zu sein, aber wenn diese daran gehindert wird, sich zu äußern und die gesamte soziale Struktur wie in Eurer Welt darauf aus ist, dem Individuum nicht nur seine Individualität, sondern auch seine Sinnhaftigkeit zu verweigern und versucht, eine künstliche Ordnung zu errichten, wo das Individuum wenig anderen Zielen dient als nur zu produzieren, setzen sich gewöhnlich kriegführende Fraktionen im Individuum durch. Ist das für Euch einleuchtend?

MARK: Nur zu sehr.

JOHN: Absolut, aber Du brauchst ein bisschen lange, um das zu sagen.

(Gelächter)

KRIS: Das Individuum, die Person kann ihren Halt wiedererlangen und das psychologische Territorium wieder einfordern und diese bestimmten Lebensführern von „Immer schneller, immer mehr“ umstürzen, natürlich nur sozusagen, denn wir plädieren für nichts anderes, und einen inneren Sicherheitsbereich errichten. Und dies kann auf vielerlei Art und Weise getan werden, was keinesfalls bedeutet, dass das Individuum jetzt auf Zeitlupe umschaltet.

Aber mittels all diese verschiedenen Dinge, ob nun Meditation, Yoga oder vieler anderer Herangehensweisen, die dem Individuum helfen, das Gefühl der Eigentümerschaft von sich selbst wieder einzufordern, kann das Individuum tatsächlich produktiver werden, weil es aus einer gesunden Warte produktiv ist, mit sicherem Halt und im Wissen, dass die Wurzel seines Daseins unter seiner Herrschaft ist. Es ist der eigene Boss, und dies ist nichts, was gestern getan werden müsste. Es ist ein Experimentieren mit einer völlig anderen Ordnung von Zeit, einem Zeitrahmen, der auf biologischen und psychologischen Funktionen beruht, die dem einzelnen menschlichen Wesen angeboren sind.

Solche Individuen können allerdings produktiver sein, weil sie einen tieferen Schlaf haben können und deshalb mehr verjüngt, erfrischt und munter sind und klar und gewissenhaft denken können, und sie nehmen ihre Position innerhalb ihrer Gesellschaft aus einer Warte wahr, die einfach besagt: „Ich bin mein Boss, und die Dinge verlaufen nach meiner Uhr“, und ob das Individuum nun wählt, eine Uhr zu tragen oder auch nicht, das ist belanglos. Wenn das Individuum gesünder ist, spiegeln seine Aktivitäten diese Gemütsverfassung. Und dies hindert keinen daran, irgendwelche Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu nutzen. Dies erfordert bloß eine völlig andere Wahrnehmung. Ihr könnt immer noch schnell laufen, aber nun wird es aus Eurem Herrschaftsbereich heraus getan. Ist das für Euch einleuchtend?

MARK: Ja, das ist es. Etwas, was ich kürzlich am Arbeitsplatz entdeckt habe, ist, wenn ich mich selbst als bedeutungsvoll und leistungsstark wahrnehme und meinem Gesamtselbst erlaube, an meinem Tag teilzuhaben, dass sich mein Tag automatisch verlangsamt. Das Thema verändert sich, und das ist mehr als bloß meine Perspektive, aber der physische Tag verändert sich, und meine Arbeitsbelastung wird weniger.

KRIS: Das stimmt, weil Du Dich nicht über Deine eigenen Fähigkeiten hinaus hochkurbelst, und so wird Deine Arbeit sowie die eines jeden anderen innerhalb dieses Bereichs diese zusätzliche Qualität spiegeln, statt dass eine Person drei, vier oder mehr Aufgaben erledigt und schließlich keine davon gut und alle mittelmäßig oder schlecht erledigt, was schließlich immer einen anderen erfordert, der Zeit damit verbringt, dies wieder in Ordnung zu bringen. Verstehst Du?

MARK: Oh ja.

KRIS: Wenn also eine Person einen Job sehr gut macht, dann ist er getan, und zum Schluss gibt es ein Gefühl persönlicher Zufriedenheit und Vollendung. Aber wo bleibt das Gefühl persönlicher Zufriedenheit und Vollendung, wenn Du versuchst, zehn Jobs zugleich zu tun, einen jeden schlechter als den anderen? Dies vergrößert nur das Problem, nicht wahr? Weil es dann ein Gefühl von Versagen gibt und die Empfindung, dass Du nichts richtig machen kannst, und die persönliche Werterfüllung wird schwächer. Es ist also möglich, all diese Dinge wieder zu erlangen.

JOHN: Kris, kann ich eine Frage stellen.

KRIS: Gewiss.

JOHN: Ich denke, dass Du brillant die Probleme aufgezeigt hast, die wir mit der Uhrzeit und der Zeitpolizei haben, und Du hast angedeutet, dass es für uns eine Methode gibt, eine innere Sicherheitszone zu erschaffen, wo wir in Einklang mit unserer biologischen und psychologischen Zeit sind. Was mir noch fehlt, ist eine tatsächliche Methode oder Technik …

KRIS: Zu gegebener Zeit.

(Gelächter)

JOHN: Okay.

MARK: (scherzend) Aber wir möchten das jetzt haben!

KRIS: Wenn Ihr anfangt zu beobachten, dass Euer Funktionieren innerhalb der Gesellschaft Euch entrechtet und entpersonalisiert und das Gefühl erzeugt, unsichtbar zu sein, dass Ihr nicht zählt, und dass die einzige Sache, die zählt, es ist, wie schnell und gut Ihr etwas noch schneller und besser tun könnt, dann sind dies die Auswirkungen, nicht die Ursache. Versteht Ihr?

MARK: Ja.

KRIS: Es sind also nicht die Anforderungen der Gesellschaft und deren Maschinerie, die dies alles sowie die Symptome von Neurosen und Psychosen verursachen, obwohl es diesen Anschein haben mag, sondern es ist so, dass das Individuum bereits sein persönliches Gefühl der Sinnhaftigkeit verloren hat, und deshalb spiegelt es dies in seiner Umgebung, und dann scheint es so, als ob es selbst wenig mehr sei als ein winziges Rädchen in einer riesigen Maschinerie, die fortfährt, das Individuum aufzufressen. Versteht Ihr?

JOHN: Ja.

KRIS: Dies ist allerdings die Bestätigung innerer Glaubenssätze über einen Mangel an Selbstwert, an Sinnhaftigkeit usw. Statt nun Anstoß zu nehmen und das System und die Gesellschaft anzugreifen, kann das Individuum seine Erfahrungen mit dieser Gesellschaft transformieren, indem es die Eigentümerschaft seines Gefühls der Gültigkeit, der Sinnhaftigkeit und des persönlichen Wertes usw. wieder einfordert. Dies erfordert aber eine gewisse Übung, und es wird nicht von selbst passieren, solange das Individuum nicht seine Gedanken und inneren Aktionen in diese Richtung lenkt und die erforderliche Schwungkraft in Bewegung setzt, um dies wieder einzufordern. Und dann wird die äußere Umgebung, das was Ihr als die materielle Natur, die physische Welt und Realität bezeichnet, dies bestätigen und Testament der Veränderungen in der Glaubenssatzstruktur des Individuums sein. Ist das einleuchtend?

JOHN: Absolut.

MARK: Ja.

KRIS: Im Kern befindet sich also eine bereits existierende Beschaffenheit, und die Gesellschaft bestätigt dies bloß und verursacht dies nicht. Wir mögen unseren Vortrag heute Abend anfänglich so präsentiert haben, als ob die Gesellschaft und die soziale Struktur verantwortlich wären, aber das ist nicht der Fall. Wir haben das Argument auf die Spitze getrieben. Versteht Ihr?

MARK: Oh ja.

JOHN: Ja.

KRIS: Wie heilt Ihr also die Gesellschaft?

MARK: Um die Welt zu verändern, müssen wir bei uns selbst beginnen.

KRIS: Denn was seht Ihr um Euch herum?

MARK: Es ist meine Welt…

KRIS: Die Welt ist eine Spiegelung Eures Wahrnehmungszustands. Wenn Ihr also das Paradigma von dem, wer Ihr seid und was Ihr für Euch selbst bedeutet, verändert, könnt Ihr sofort eine Transformation beanspruchen, die bestätigt werden wird. Aber dies ist nichts, was in zwei Minuten getan wird. Dies wird sicher nie in Mikrowellenzeit getan werden. Wir haben gehört, dass es Leute gibt, die ihre Mikrowelle einschalten und sie dann anschreien, dass sie sich beeilen solle. So wird das nicht gemacht. Das Individuum muss also ein Gefühl der Wertschätzung kultivieren und zu allererst erkennen, dass es für sich selbst bedeutsam und die Bedeutung seines Lebens ist. Dies haben wir schon früher gesagt, und wir werden dies auch noch oft wiederholen. Ihr seid die Bedeutung Eures Lebens. Ihr seid die Bedeutung des Lebens. Ist das für Euch einleuchtend?

MARK: Ja.

JOHN: Absolut, wir kommen nun zum guten Zeug.

KRIS: Gewiss, man sagt, dass Ihr Mist braucht, um schöne Blumen wachsen zu lassen.

(Kichern)

MARK: Es ist interessant, dass du die Mikrowellenzeit erwähnt hast. Ich finde, dass Kochen oder beispielweise ein schönes sonntägliches Abendessen zu haben und dieses zuzubereiten und sich die Zeit dafür zu nehmen, so etwas zu erschaffen, eine wunderbare Weise sind, dies zu erreichen.

KRIS: Aber wer hat die Zeit dafür?

MARK: Wir müssen diese Zeit schaffen.

KRIS: Gewiss, und darum geht es. Fangt an, Zeit zu schaffen, um vielleicht anfänglich die kleinen Dinge zu genießen, ein Kinderlachen, den Vogelgesang dort im Hintergrund, die Regentropfen, die auf die Fensterscheibe oder das Dachfenster fallen, die Brise, die die Blätter und die Bäume oder vielleicht sogar Euer Haar und Gesicht liebkost, die Sonne, die auf die Oberfläche des Bachs, des Flusses, des Sees oder Ozeans scheint, die Wolken, die langsam in ihrer herrlichen Fülle vorüberziehen, die Bienen, die von einer Blume zur anderen summen und Pollen verbreiten, und die Tatsache, dass Ihr atmet, dies sollte gewiss höchst bedeutsam sein. Die Tatsache, dass Ihr seid, dies sollte außerordentlich bedeutungsvoll sein.

Sogar die kreativen Wunder Eures modernen Zeitalters können zweifellos wertgeschätzt werden, wenn Ihr zu allererst einmal die Sinnhaftigkeit Eures Seins wertschätzt. Man benötigt oft nur ein paar Augenblicke, um tatsächlich damit aufzuhören, wie ein Huhn mit abgehauenem Kopf herumzuflattern, um zu atmen und die Schönheit der Welt zu sehen, wofür Ihr Euch normalerweise nicht die Zeit nehmen würdet und um zu verstehen, dass es nur einen Grund für Schönheit in der Welt gibt, und zwar weil Ihr dieser diese Interpretation gebt. Würden die Rose, der Regenbogen, der Schmetterling, der rubinkehlige …

JOHN: Kolibri.

KRIS: Gewiss. Hätte irgendeine Schönheit in der Welt ihre herrliche Bedeutung, wenn Ihr dieser diese nicht geben würdet? Nein.

MARK: Dies erinnert mich an eine kurze Geschichte. Zwei Tage vor Weihnachten beschlossen Serge und ich, dass wir am Samstag vor Weihnachten in das gefürchtete Einkaufszentrum gehen, und schon der Gedanke daran bereitete Stress. Aber wir gingen ins Einkaufzentrum, und der erste Laden, den wir erblickten, war einer jener Rückenmassage-Läden. Wir schauten hinein, und keiner war dort, und dort waren diese Masseusen, und die erste Sache, die wir taten, war, uns eine 15-minütige Rückenmassage geben zu lassen, was die ganze Einkaufserfahrung dieses Tages veränderte.

KRIS: Gewiss, denn dann konntet Ihr mit schmerzendem Rücken einkaufen!

(Gelächter)

KRIS: Aber ja. Kleine köstliche Dinge, die Ihr Euch selbst genehmigen könnt, sind keine Zeitvergeudung, sondern allerdings ein Mittel, um mehr von Eurer Zeit zu kultivieren. Seht die Zeit nicht als etwas, wogegen Ihr kämpfen müsstet. Nehmt Euch die Zeit, um über Eure eigene herrliche und liebenswerte Natur und Kreativität nachzudenken und bemerkt, wie Ihr wahrlich für Euch selbst bedeutsam seid.

MARK: Um aus einem der Star Trek Filme zu zitieren: „Die Zeit ist kein Tier, das uns belauert, sondern sie ist vielmehr da, um uns auf der Reise zu begleiten.“

KRIS: Gewiss. Leider sehen viele Leute sie als eine finstere Bestie, die sie mit Haut und Haar verschlingen wird. Und wenn sie bloß schnell genug rennen, können sie ihr vielleicht entkommen. Nun, wie viel Uhr ist es?

MARK: 20.02 h.

KRIS: Gewiss. Vielleicht wären noch ein paar Minuten Interludium passend. Und vielleicht können dann einige anrufen, weil wir glauben, dass die Show jetzt 1 ½ Stunden gedauert hat.

MARK: Gewiss.

(Musikalisches Interludium)

MARK: Da sind wir wieder! Nochmals, dies ist eine Anruf-Show, und wenn Kris zurückkommt, wird er nicht vielleicht oder sofort, sondern er wird sagen, dass angerufen werden kann. Die Nummer ist 416-204-9723 . Wenn Ihr anruft, dreht die Lautstärke Eures Computers herunter und hört wegen der Verzögerung auf dem Computer über das Telefon zu, und bittet bringt diesmal Fragen und Kommentare, die zum Thema passen, und da kommt Kris zurück.

KRIS: Gewiss. Wir sind offen für Anrufe, also wählt bitte diese Nummer, und wir werden unser Bestes tun, um Eure Fragen zu beantworten. Und berücksichtigt bitte inzwischen, dass es zu Eurem Vorteil ist, darüber nachzudenken, wo Ihr ursprünglich in Eure soziale Struktur aus der Perspektive eines bedeutsamen Individuums hinein passt und nicht aus der eines Individuums, das so unter Druck steht, dass es kurz vor der Explosion steht.

Zuunterst und zu allererst werdet Ihr finden, dass Euer Gefühl der Individualität, insbesondere Eure bedeutsame Position innerhalb des Universums, Euch zweifellos auf eine andere Weise durch den Tag transportieren wird, eine Position, die erfreulich ist, die die herrlichen Äußerungen Eures inneres Wesens in Euer Welt und der Gesellschaft, in der Ihr lebt, reflektiert. Dies ist die Art und Weise, wie Ihr zu allererst die Welt von innen nach außen verändert. Andernfalls verlangt Ihr bloß, dass sich die Welt verändert, um schneller Euren Wünschen zu entsprechen.

JOHN: Okay, Kris ich habe eine kurze Frage, weil ich an die Leute dachte, die vielleicht jetzt zuhören. Nehmen wir an, ich gehe so durch meinen Tag, und verschiedene Ereignisse treffen zusammen, und irgendwann schaue ich auf die Uhr und sage: „Mein Gott, ich habe nicht genug Zeit.“ Ich denke, dass dies eine sehr übliche Erfahrung ist.

KRIS: Das ist es gewiss.

JOHN: Was mir nun zuerst als mögliche andere Perspektive in den Kopf kommt wäre es, sich zurückzulehnen und einen Augenblick lang zu überdenken, dass ich ein ewiges Wesen bin, und ewig bedeutet gewiss, dass man genug Zeit hat.

(Kichern)

KRIS: Gewiss, als ewiges unsterbliches Wesen müsst Ihr nicht mit einem Verfalldatum abgestempelt werden.

MARK: Etwas, was Kris gerade erwähnte - wenn ich einmal etwas von Thema Zeit abweiche -, ist die Art und Weise, wie wir uns selbst beurteilen, da so viele unserer gesundheitlichen und psychologischen Probleme darauf beruhen, wie wir uns selbst beurteilen und auf diesem Mangel an Sinnhaftigkeit. Ich erinnere mich daran, wie ich heranwuchs und keine Werterfüllung empfand und mich nicht effektiv oder als Teil davon und irgendwie als Ausgestoßener fühlte, und damit habe ich tatsächlich einige Probleme in meinem Leben geschaffen, die ich immer noch auszuarbeiten bemüht bin.

KRIS: Was passiert, wenn Ihr Euch auf diese Weise beurteilt?

JOHN: Dann beurteilt uns die Welt auf gleiche Weise.

KRIS: Das stimmt, weil dies die Art von Rückmeldung ist, die Ihr bestellt. Das ist es, was Ihr der Realität einträufelt, dass ihr entsprechend der Weise beurteilt werdet, wie Ihr Euch selbst beurteilt und kritisiert, und folglich spiegelt und bestätigt die Welt diese Glaubenssätze.

MARK: Und das machen wir so hervorragend, nicht wahr?

KRIS: Absolut. In dieser Beziehung kann man Euch nicht beanstanden, und Eure Kreativität verdient eine Eins plus. Gleichzeitig könnt Ihr auch eine kleine Übung erwägen. In Eurem linken Handgelenk habt Ihr diesen Knochen da.

MARK: Hmm. Wie nennen wir den? Unterhalb des Daumens im Handgelenk.

KRIS: Drückt ihn mit Eurem rechten Daumen und anerkennt zugleich Eure gegenwärtige Gemütsverfassung, sprecht die Situation an, gebraucht also das dreifache A, anerkennt Euren Gemütszustand, sprecht die Situation an durch den physischen Druck auf den Handgelenksknochen unterhalb der Handfläche und akzeptiert, dass, obwohl dies Euer derzeitiger Gemütszustand ist, es auch einen anderen Gewahrseinszustand gibt unterhalb des hektischen und wilden Tempos des modernen Lebens. Dies ist eine Gangart, die schon mit der Menschheit war, sogar schon bevor die Menschheit war und bevor die Sterne geboren wurden, und bevor die Sonne ihre Wärme reflektierte, eine Gemütsverfassung, die allerdings ewiglich ist, und in diesem Gemütszustand arbeitet eine andere Zeit.

Es ist ein ewiges Jetzt, und in diesem ewigen Jetzt gibt es eine große Menge Frieden, persönliche Erfüllung und Wert im Erkennen der individuellen Sinnhaftigkeit Eures Seins/Wesens. Tut ein paar tiefe Atemzüge, während Ihr Euch darauf fokussiert, und wenn es Euch gefällt, seht vor Eurem geistigen Augen, ob Ihr nun so tut als ob oder ob Ihr dies imaginiert, seht einfach und erinnert Euch an jene Zeiten, als Ihr den Regen sanft auf die Dächer oder auf die Fensterscheibe fallen hörtet, an jene Zeiten, als Ihr die Sonne aufgehen und Nebel und Dunst verjagen saht, an jene Zeiten, als vielleicht ein Neugeborenes Euch anlächelte und kicherte oder als Ihr Freude verspürtet, die sich in Euch auszudrücken schien, einfach weil es eine wundervolle Erfahrung war, dies zu tun, und auch an alle anderen herrlichen positiven Erinnerungen, Gefühlsklänge und visuellen und klanglichen Töne.

Vielleicht gab es sogar Zeiten, als Ihr Euch die Zeit genommen und innegehalten habt, um die Rosen, den Lavendel oder die Luft eines Sommerregens zu riechen, oder als Ihr einen herrlichen Sonnenuntergang in den Tropen bewundert und gerochen habt, wie die tropischen Pflanzen ihr köstlich berauschendes und süßes Aroma freigaben, oder vielleicht sogar als Ihr eine Schokoladenfabrik besucht habt, einfach jegliche Erinnerung in dieser Richtung und bemerkt, was mit Eurem Blutdruck und mit Eurem Herzschlag geschieht. Eure eigene Gemütsverfassung wird sich automatisch verändern. Dafür braucht Ihr nur ein paar Augenblicke, und dann lasst den Punkt am Handgelenk los und geht Euren Alltagsdingen nach und bemerkt, wie die materielle Natur plötzlich etwa anderes spiegelt. Sie bestätigt Eure neue Gemütsverfassung. Dies ist eine äußerst einfache Übung, aber eine, die sehr viele Auswirkungen auf Euch haben kann.

MARK: Dies kann auch als Anker genutzt werden, nicht wahr?

KRIS: Gewiss. Je mehr Ihr dies mit diesem bestimmten Gelenk tut, desto besser habt Ihr Zugang zu all diesen Problemen.

MARK: Ich wollte gerade sagen, dass es umso schneller geschieht, je öfters wir dies tun (kichert).

KRIS: Du erkennst, dass wir diese Worte nicht gebraucht haben.

MARK: Nein, nochmals, die Nummer lautet 416-204-9723 wir haben noch 10 bis 15 Minuten Sendezeit.

(Pause)

MARK: Und inzwischen… (kichert)

KRIS: Mach bitte weiter.

MARK: Gibt es sonst noch Meditationen, Verankerungen, kleine Übungen, die Du uns geben kannst?

KRIS: Ihr könnt es Euch angewöhnen, immer wenn Ihr am Tag oder zur irgendeiner Tageszeit von etwas Ähnlichen wie von uns beschrieben angezogen seid, vielleicht bemerkt Ihr einen Schmetterling, der sich sanft auf einer Blume niederlässt, um den Nektar zu verkosten oder hübsche Wolken, die am Himmel treiben oder die Spiegelung des Sonnenlichts beim Sonnenuntergang, ein Gebäude, einen Berg, Gewässer, alle solchen Erfahrungen können an diesem Punkt verankert werden, so dass Ihr, wenn Ihr Zugriff darauf nehmt, diesen gespeicherten Anker habt, der alle diese Dinge nach vorne in Euer Gedächtnis bringen würde, Eure persönliche Datenbank bedeutsamer Erfahrungen.

JOHN: Hmm. Sehr schön.

MARK: Eine andere Übung, die mir in den Kopf kommt, ist die Übung mit den Perspektiven. Und wenn wir entdecken, dass wir wirklich aufgebracht oder frustriert sind oder uns als bedeutungslos empfinden, ist da meist etwas direkt vor unseren Augen. Es könnte unser Computerbildschirm, Dokumente, Papiere oder etwas anderes sein, und dann ist es sehr nützlich, die Perspektive zu verändern, also das zu verändern, was man physisch betrachtet. Und je weiter das Objekt ist, das man dann betrachtet, desto beruhigender scheint es zu sein. Wenn man sich den Sternenhimmel oder die Berge in der Ferne oder einen Baum weit unten an der Straße ansieht, dann ist das zweifellos beruhigend und entspannend und verändert die Stimmung.

KRIS: Gewiss. Jede Übung, die Dich zu Deinem Gefühl des Selbst zurückbringt und die Dein Gefühl des Selbst zu der Wurzel Deines Wesens zurückbringt, ist hilfreich und wohltuend. Es geht darum, dies auch zu tun.

JOHN: Kris, mir ist da gerade etwas eingefallen. Ich gebrauche dies jetzt seit Monaten. Bei einer Analog-Uhr funktioniert es nicht, aber mit einer Digital-Uhr, da wurde ich dafür sensibilisiert wenn alle Zahlen gleich sind. Also beispielsweise 11.11 h morgens oder 4.44 nachmittags, oder was auch immer, das ist für mich ein Signal, dass mein inneres Selbst mir auf die Schulter klopft und „Hallo“ sagt.

MARK: Das ist besonders gut, wenn wir ständig auf die Uhr schauen …

JOHN: Genau!

MARK: Es bringt uns dazu, uns davon zu entfernen und darüber zu lachen und …

JOHN: Ja, das ist ein Auslöser, um von der Uhrzeit zur psychologischen Zeit zu wechseln.

KRIS: Gewiss.

JOHN: Und ich habe bemerkt, dass je mehr ich dies studiere und zulasse, dass diese meine Bewusstheit aktiviert, desto subtiler kann die digitale Botschaft sein. Beispielsweise bemerkte ich neulich, dass es 12.34 h war.

(Kichern)

MARK: Eins, zwei, drei, vier.

JOHN: Was eins, zwei, drei, vier war und so fing ich an, immer mehr subtile Versionen davon auf dieser Digitaluhr zu sehen, und ich denke, dass ich nun, ganz gleich welche Zeit auf der Digitaluhr gezeigt wird, zu sehen beginne, dass es eine numerische Botschaft ist.

(Gelächter und das Telefon klingelt)

MARK: wir haben einen Anrufer!

KRIS: Gewiss, es ist an der Zeit!

(Pause)

MARK: Hallo, Hallo.

ANRUFER: Hi. Ich habe eine Frage bezüglich der Zen-Version des Jetzt, oder dazu, was Zen über das Jetzt sagt. Ich ging zur Schule und zur Arbeit und all das, und es wird darüber gesprochen, sich mit Problemen im hier und jetzt zu befassen, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Befassen wir uns mit dem Augenblick hier und mit der inneren Unmittelbarkeit von allem. Und ich finde es so schwierig, sich auf das zu konzentrieren, wovon diese Leute sprechen und fühle noch mehr Druck. Ich finde, wenn ich dann gehe und unfähig bin, in das größere Jetzt zu gelangen bezüglich des Loslassens von allem, dann fange ich mehr auf, und es ist nicht … die Leute scheinen weniger über das direkte Jetzt zu sprechen als über das, was vor dem direkten Jetzt war, und ich frage mich, ob Du etwas dazu sagen kannst, das würde mir helfen. Danke.

KRIS: Hier sind zwei Perspektiven im Spiel. Abhängig von der Umgebung mag die Person die Idee vermitteln, dass Du Dich, wie Du sagtest, auf die Unmittelbarkeit der Situation und auf die an Dich gestellten Anforderungen fokussieren musst. Verbringe nicht Deine Zeit in Träumereien von Vergangenheit oder Zukunft, und achte auf das, was geschieht, damit Du den an Dich gestellten Ansprüchen entsprechen kannst. Dies ist einfach eine weitere Variante von dem, was wir zuvor angesprochen haben, aber es gibt auch eine andere Art von Zeit, eine andere Art des Jetzt, dieses Jetzt, welches „im Jetzt sein“ bedeutet, „sich im weiträumigen/dehnbaren (spacious) Augenblick zu befinden“.

Schon der Vorgang, Deine Aufmerksamkeit direkt auf Deinen Atem zu lenken, auf das Einströmen von Luft in Dein Lungen, während Du diese langsam ausdehnst, auf den Luftstrom aus Deinen Lungen heraus, während Du diese zusammenziehst, lässt zu, dass dieses friedliche Gefühl Dich überströmt und den Stress aller anderen Augenblicke hinweg wäscht, und die Erfahrung Deines Atmens kann Dich zweifellos in diesen weiträumigen/dehnbaren (spacious) Augenblick bringen, der der inneren oder psychologischen Zeit entspricht. Schon ein paar derartige Atemzüge können die Wahrnehmung drastisch verändern, die Herzfrequenz und den Blutdruck senken und ein Gefühl des Friedens bringen.

Dies Art “Jetzt” wird nicht ausreichend verstanden oder gepflegt und oft als Zeitvergeudung erachtet, weil Ihr so viele dringende Dinge zu erledigen habt, aber diese spezielle Art der Selbstbeobachtung/Introspektion kann Euch gewiss die Atempause verschaffen, die es Euch dann erlauben kann, auf gesunde Weise besser fokussiert und produktiver zu sein. Es ist auf Dauer leichter und gesünder, eine Sache (Übung) zehnmal zu tun, als zehn Dinge zugleich zu tun und keines davon in irgendeiner Weise gut zu machen. Ist das für Euch einleuchtend?

MARK: Ja.

JOHN: Ja.

KRIS: Wir vertrauen darauf, dass dies Deine Frage auf einfache Weise beantwortet.

MARK: Und ich möchte auch dem Anrufer danken.

KRIS: Gewiss. Es wäre auch höchst interessant, wenn zukünftige Anrufer zumindest sagen würden, von wo sie anrufen und vielleicht sogar den Vor- oder Zunamen sagen würden, sogar wenn dieser erfunden ist!

(Gelächter)

KRIS: Wieviel Uhr ist es bitte?

MARK: Zeit zu gehen. Es ist 20.30 h.

KRIS: Gewiss. Wir danken Euch, dass Ihr Euch Zeit genommen habt, um unserer bescheidene Stimme zu lauschen, einer Stimme, die versucht, diese Energie, dieses Wohlbefinden und die Erfüllung auf Euch zurück zu spiegeln, die Ihr im Leben sucht, auf dass Eure Tage und Nächte mit so vielen Wundern erfüllt sein mögen, wie Ihr zulasst, und wir danken für Eure Rücksichtnahme.

JOHN: Danke, Kris.

MARK: Danke, Kris. John, meinst Du, dass Du eine Zeichnung von diesem Punkt am Handgelenk anfertigen kannst?

JOHN: Kein Problem! Ich weiß, das lässt sich etwas schwierig am Radio erklären, aber für jene, die es wissen möchten, der Punkt von dem Kris sprach ist am linken Handgelenk rechts, der Knochen direkt unter Eurer Handfläche. Ich werde eine Zeichnung davon anfertigen und sie auf der Website veröffentlichen.

MARK: Und das war’s. Vielen Dank für’s Zuhören. Wir sind in zwei Wochen wieder da!


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