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 Betreff des Beitrags: Kris Chronicles Das authentische Selbst
BeitragVerfasst: Mi 12. Aug 2009, 12:45 
Supraselbst
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Registriert: Di 11. Aug 2009, 19:49
Beiträge: 10913
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Authentisches Selbst
Authentic Self

22. März 2009

Kris Chronicles
Channeled von Serge J. Grandbois und transkribiert von Ellen Gilbert (Kwaa’Ji)
Aufgenommen in Toronto, Kanada, am Sonntag, dem 22. März 2009

Teilnehmer: Serge (Joseph), Mark (Philip), Barbara, Marcos (Sophoron), Anya (Greensleeves), Alan (Regoronn), Ellen (Kwaa’Ji), Brian (El-Don), Tom (Desiré), Theresa (Ramanuja) und Chuck

(19:52 h

KRIS: Wir danken für Eure gemeinsame Betrachtung und vertrauen darauf, dass Ihr Euch alle wohlfühlt.

MARK: Gewiss.

KRIS: In einem früheren Gespräch erwähnte Theresa das Thema “authentisches Selbst”. Erinnert Ihr Euch daran? Eine solche Idee und ein solches Konzept haben zweifellos ihre Fundamente in vielen philosophischen Systemen. Manche dieser Systeme mögen sogar darauf bestehen, dass Euch ihre bestimmten Sichtweisen, Blickwinkel oder Interpretationen ein präzises und definitives Endergebnis geben können, wie man ein authentisches Selbst gemäß bestimmter Richtlinien und Gebote ist, aber was würdet Ihr darüber hinaus noch als ein authentisches Individuum und als ein authentisches Selbst definieren?

THERESA: Kris, fragst Du mich, oder richtest Du Deine Frage an alle?

KRIS: Ja!

(Gelächter)

CHUCK: Das ist vieldeutig!

THERESA: Nun, ich werde eine schnelle Antwort geben.

KRIS: Und Du bist dabei zweifellos nicht mehrdeutig!

THERESA: Das ist tatsächlich eine interessante Frage, weil es etwas ist, worüber ich in den letzten Jahren viel nachgedacht habe. Was IST das authentische Selbst, und ich denke, es ist das Streben nach Selbsterkenntnis und danach, eine Person zu sein, die nicht gemäß unbewusster Programmierung regiert, sondern eine Person, die vielmehr in bewusster Erkenntnis der eigenen Filter und Glaubenssätze auf eine Weise auf die Welt reagiert und sich darin voran bewegt, die in Übereinstimmung mit der eigenen wahren Natur ist.

KRIS: Gewiss. Ein solcher Ansatz bedarf es wahrlich, von den verschiedenen Glaubensbekenntnissen getrennt zu werden, die darauf bestehen würden, dass DIESES DA das Authentische sei, also im christlichen, jüdischen, islamischen oder irgendeinem anderen Format, und ein jedes Glaubensbekenntnis würde zweifellos an erster Stelle stehen wollen auf dem Gebiet, über den Eckstein zu verfügen, um ein authentisches Selbst zu sein. Und offensichtlich sind diese allesamt im Rahmen spezifischer, begrenzter und voreingenommener Wahrnehmungen zu diesem Thema, also über das hinaus, was ein Christ oder irgendein anderes Individuum in Einklang mit seinem Glauben zu interpretieren wünschen würde.

Es gibt natürlich viele Schichten bei dem, was ein Individuum ist. Und dies ist nicht so einfach wie ein paar New Age-Idiome zu gebrauchen und zu sagen „Ich bin Liebe“, „Ich bin Alles Was Ist“ oder „Wir sind alle eins“ usw. Das sind sehr große Verallgemeinerungen, die schließlich im Hinblick auf Verallgemeinerungen sehr verwässert werden, und es sind Mehrdeutigkeiten, die offen sind für solche Interpretationen, wie Ihr sie in Euer Welt und Gesellschaft mit all den vielfältigen Glaubenssystemen erlebt, durch die Ihr Euch bereits hindurch schneiden müsst wie durch einen dichten Dschungel, um den Weg zu Eurem Bestimmungsort zu bewältigen. Ist das soweit einleuchtend?

THERESA: Ja, zweifellos.

KRIS: Gewiss. Vieles von dem, was Individuen als ihr wahres Selbst erachten, ist bloß das Resultat ihrer verschiedenen Konditionierungen: auf familiärer Ebene, in der Gesellschaft, Gemeinde, Nation, Religion usw. Und es ist klar, dass ein sich hier Hindurchfinden/Hindurchsortieren natürlich schon eine ziemlich Aufgabe sein kann. Aber es gibt zweifellos bei Euch allen unter der Maske, die Ihr tragt, unter den Masken, die das Menschengeschlecht trägt, ein authentisches Selbst, und obwohl es oft als selbstverständlich angenommen wird, dass das Individuum das wäre, wer und was es ist, und dass es das tun würde, was er oder sie tut in Folge der verschieden Glaubenssysteme, die in Euren Gesellschaften wuchern, mag es sogar noch wichtiger sein zu erwägen, dass die verschiedenen Manifestationen dieser Systeme in Eurer Welt, in Euren Gesellschaften, in Euren Bräuchen und Traditionen usw. Äußerungen von dem sind, was das Individuum über sich selbst denken mag.

Also werden Glaubenssysteme zu Spiegelungen sowohl verschiedener Paradoxien, Konflikte als auch Kongruenzen. Die Euch bekannte Welt repräsentiert einen Mechanismus, einen Mechanismus, durch den das Individuum eine Rückmeldung erhalten mag, so dass das Individuum tiefer über die Natur seiner Authentizität nachdenken und somit das erkennen mag, was erworben wurde, was - wenn Ihr so wollt - eine Indoktrination und Konditionierung gewesen ist, um in vielerlei Weise durch diesen Schleier hindurch in eine dauerhaftere Natur des Selbst zu blicken.

Und hier gibt es eine interessante Vermutung dahingehend, dass viele Individuen vom Blick durch das, was Ihr als „den Schleier“ bezeichnet, wahrlich beunruhigt, wenn nicht manchmal sogar ein bisschen besessen sind. Aus unserer Perspektive mag der Schleier, den Ihr jetzt habt, und den Ihr vielleicht nicht seht, ausschlaggebender sein, weil es sozusagen wichtiger ist, den Schleier der Konditionierung zu durchdringen, um schließlich das authentische Selbst zu erkennen. Ist das für Euch einleuchtend?

THERESA: Ja, und das ist wirklich schwierig, weil wir ihn noch nicht einmal sehen und uns noch nicht einmal dessen völlig bewusst sind, was unsere Konditionierung ist.

KRIS: Gewiss, und dies impliziert keinesfalls, dass Eure Konditionierung fehlerhaft wäre. Sie ist Teil Eurer Selbstdarstellung/Äußerung, und dies ist gewiss selbst eine Reise.

TOM: Kris, kann ich eine Frage stellen?

KRIS: Gewiss.

TOM: Hierüber habe ich in jüngster Zeit oft nachgedacht. Ich denke, dass Du uns einst sagtest, dass wir unsere eigenen Wahrheiten haben, und ich fragte mich, ob verschiedene Essenzen auf jener Ebene auch ihre eigenen Wahrheiten haben, und ob ihre eigenen Wahrheiten vielleicht eine Spiegelung der verschiedenen Bewusstseinsfamilien sind, oder ob das, was für eine Essenz eine Wahrheit ist, für eine andere Essenz nicht die gleiche Priorität als Wahrheit haben mag, oder ist dies insgesamt mehr homogen?

KRIS: Dies würde viel mehr auf Fokusebene zutreffend sein. Ihr habt Eure eigenen individuellen Wahrheiten, und sehr oft sind diese Wahrheiten größtenteils temporär. Ihr behaltet diese nur für eine oder für ein paar Lebenszeiten nach Euren Begriffen bei, während es auf der Essenz-Ebene Wahrheitsreihen gibt, die erlauben können, dass Eure eigenen individuellen Wahrheiten Teil der Lebensreise sind. Wahrheit ist auf Essenz-Ebene ausreichend entgegenkommend, um erworbene Wahrheiten und Konditionierungen zu berücksichtigen, aber diese sind nicht unbedingt die Sorte Wahrheiten, die die Essenz hegen würde, aber sie sind immer noch in die größere Erfahrung inkorporiert. Versteht Ihr?

TOM: Ja, das verstehe ich. Das ist einleuchtend.

KRIS: Auf diese Weise könnt Ihr, was auch immer Ihr wünscht, als Wahrheit haben, sogar hin bis zu einem Punkt, wo dies nachteilig oder sogar ungesund für Eure Erfahrung wäre, bis Ihr dann allerdings die flüchtige Natur dieser oder jener Wahrheiten, die Ihr hegt, erkennt und schließlich ausmacht, dass es hinter diesen flüchtigen Wahrheiten einen größeren, weiträumigeren und tieferen Ozean der Wahrheit gibt, der im Grunde genommen Eure bewusst gehegten Wahrheiten im Vergleich dazu verblassen und wesentlich flüchtiger erscheinen lässt, als Ihr dies sogar für möglich gehalten hättet, und Ihr trotzdem diese flüchtigen Wahrheiten anerkennen könnt. Deshalb könnt Ihr damit allerdings wie mit Bausteinen experimentieren. Wie viele von Euch erinnern sich daran, dass sie als Kinder mit Legos spielten, nicht mit Egos (ein Kelloggs Produkt), sondern mit Legos.

Mit roten, gelben oder andersfarbigen Legosteinen, und bei Eurem Spiel mit diesen Klötzchen habt Ihr Festungen und alle möglichen Konstruktionen erbaut, und in Eurem kindlichen Gemüt mögt Ihr leicht erwogen haben, dass DIESE kleine Lego-Festung, Burg oder sonstiges Gebäude die wirkliche Sache sei. Für ein Kind ist es das, was es ist. Und Ihr mögt sogar einen großen Stolz auf Eure Leistung in Euch aufsteigen verspürt haben, und in Eurer Vorstellung konnte überhaupt keine größere Festung als diese gebaut werden, nicht wahr?

Und doch habt Ihr dies beim Heranwachsen naturgemäß hinter Euch gelassen im Wissen, dass, obwohl dies wunderbare Festungen gewesen sein mögen, sie doch aus Legos gemacht waren, und dass es jetzt an der Zeit ist, weiterzuziehen und andere Konstruktionen zu erbauen, solche, die schließlich zu Ereignissen, Situationen und Umständen Eures Lebens werden, nicht wahr?

Auf ähnliche Weise sind, obwohl wir nicht sagen, dass Ihr Kinder seid, die Konstruktionen, mit denen Ihr Euch in Euren Leben derzeit befasst, für Euer Größeres Selbst jenen Lego-Konstruktionen ähnlich, die Ihr als Kinder erschaffen habt. Sie sind wichtig, und tatsächlich sind sie gültig und vital für den Kontext Eurer Leben in diesen Augenblicken, und sie beruhen alle auf eine Reihe größerer Wahrheiten, weil nur die größere Wahrheit des Selbst diese anderen Konstruktionen zur Folge haben kann. Ist das ebenfalls einleuchtend?

THERESA: Es ist so, wie wenn wir wie ein Kind durch die Entwicklungsphasen gehen und in jedem Entwicklungsstadium verschiedene Schichten der Wahrheit willkommen heißen, die dann, wenn wir in andere Entwicklungsstadien gehen, ersetzt werden.

KRIS: Und ganz gleich, ob Ihr nun zurück schaut auf Eure eigene Kindheit oder Eure Kinder beobachtet, wie diese aus modernen Legosteinen ähnliche Konstruktionen erbauen, würdet Ihr dies doch nicht als bloße Albernheit oder Zeitvergeudung abtun. Ihr versteht, dass dies ein sehr wichtiges Stadium war und Euch erlaubte, damit zu beginnen, sowohl Euren Intellekt als auch Eure Imagination auf eine spezifische Art und Weise zu gebrauchen. Dies mag sogar die Grundlage dafür geworden sein, dass jemand ein Architekt, Designer, ein Bauarbeiter oder ein Bauunternehmer wurde oder vielleicht sogar ein Automobil-Produzent. Was auch immer das Endergebnis sein mag, so waren die preliminären Ereignisse von früh an äußerst wichtig, um zu definieren, wie das Selbst sich auf einer anderen Schicht zum Ausdruck bringt, weil es auf Essenzebene alle diese Bewilligungen gibt. Ist das für Euch einleuchtend?

TOM: Ja, die Essenz erlaubt uns das Lernen dadurch, dass sie uns in den Glaubensstrukturen Freiraum einräumt, bei der Art von Glaubenssatzstrukturen, die wir benötigen, während wir wachsen.

KRIS: Gewiss. Ihr genehmigt Euch tatsächlich solch herrliche Chancen, weil Ihr aus jeder Warte ein angeborenes Verständnis dessen habt, dass Ihr diesen Fokus, dieser Persönlichkeit so viele Gegebenheiten bieten müsst, die dieser Individualität das Erblühen erlauben. Das ist zumindest die lenkende Absicht. Was das Individuum dann mit diesen Chancen anfängt, das ist absolut die Sache jener Individualität.

THERESA: Dies kann uns also auch einen Bezugsrahmen geben, um andere Leute zu verstehen, die sich vielleicht in anderen Entwicklungsstadien befinden, und vielleicht durch eine Phase von schwarz und weiß gehen, wo die mentalen Vorstellungen von schwarz und weiß ziemlich rigide zu sein scheinen, welche also eine Phase durchlaufen, wo wir uns vielleicht sogar daran erinnern, wie wir dies selbst durchmachten.

KRIS: Gewiss. Ihr gebt Euch also selbst ein reiches Fundament, um darauf das zu erbauen, was für Eure eigene Entwicklung wichtig ist. Und im Hinblick auf das authentische Selbst mögen Euch diese kleinen Ereignisse Eures Lebens gewiss Einblicke und ein gewisses Maß an Neugier bezüglich der grundlegenden Aspekte geben. Und wir möchten klarstellen, dass, obwohl Ihr das Gewand verschiedener sozialer, kultureller, religiöser, nationaler und anderer Definitionen des Selbst angelegt haben mögt, diese ebenfalls in großem Maße wichtig sind, weil sie Euch helfen, bestimmte starke Wesenszüge und Charakteristika zu entwickeln, die die Entwicklung Eurer im Gange befindlichen Persönlichkeitsstruktur gießen, formen und gestalten. Dieses mag nicht das ganze Spektrum Eurer Persönlichkeitsstruktur definieren, aber es mag Euch Einblicke geben in die Fundamente, die Ihr errichtet und erschafft, einschließlich anderer Aspekte oder Fokusse, und obwohl Ihr Euch nicht unbedingt dieser anderen Individualitäten gewahr sein mögt, sind auch diese anderen sich entwickelnden Wesenszüge und Charakteristika Teil des Fundaments. Verstehst Ihr? Habt Ihr dazu Fragen?

MARCOS: Ja, Kris, ich möchte etwas fragen.

KRIS: Gewiss.

MARCOS: Könnte man es aus einer anderen Warte auch so sehen, dass die Arbeit, die wir in den letzten Jahren getan haben, ein Versuch ist, einige der Fundamente niederzureißen, um uns dazu zu bringen, eine andere Wahrheit aufzubauen oder auf anderen Wahrheiten aufzubauen? Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass genau dies geschieht, dass ich mich von einigen alten Glaubenssätzen und Dingen wegbewege, natürlich nicht von allen, und Du hast absolut Recht, wenn Du sagst, dass die Kombinationen von diesem allem für unsere Struktur/Verfassung (make up) sehr wichtig war. Doch zugleich gibt es da das Gefühl, dass ein Niederreißen im Gange ist, was manchmal ein bisschen erschreckend ist, und doch gibt es da etwas Tieferes, was dorthin führt und mir sagt, dass ich sozusagen auf dem richtigen Weg bin.

KRIS: Gewiss. Wir würden zu sagen wagen, obwohl anscheinend ein Niederreißen im Gange ist, dass vielleicht mehr die Neigung besteht, unter der Fassade zu graben und zu verstehen, was die operativen Prinzipien bei Eurer Erschaffung der Realität sind. Es ist gut und schön zu sagen, ja, Ihr erschafft Eure eigene Realität, aber wie MACHT Ihr das? Nehmen wir an, Du hättest also in der Art, wie auch ein Kind mit seinen Legoklötzchen spielt, eine tolle Lego-Burg erbaut, und Dein Freund oder auch das Kind aus der Nachbarschaft kommt, betrachtet Deine tolle Lego-Burg oder Festung und möchte gerne wissen, wie Du das gemacht hast. Du magst sogar vielleicht beginnen, ein paar Klötzchen zu entfernen, um zu demonstrieren, wie diese ineinander passen und wie Du dies machen, einen Turm, eine Mauer oder jedweden anderen Teil des Bauwerks errichten kannst.

Du nimmst also auch einige Dinge auseinander, aber nur um zu entdecken, wie Du dies großartig zusammengestellt hast, und wenn Du eine Sackgasse oder Blockade verspürst, dann nur, weil Du einen Versuch gemacht hast, in eine bestimmte Richtung zu gehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, und wenn Du dies nicht getan hättest, hättest Du auch nicht gefolgert, dass es aufgrund einer bestimmten Konstruktion zwischen dem, was Du als Dein erwünschtes Ziel verspürst, und Deiner gegenwärtigen Realität eine Sackgasse geben mag. Ist das ebenfalls soweit einleuchtend?

Dies sind also im Grunde genommen verschiedene Methoden, die Du nutzt, um zu untersuchen, wie Du Deine Persönlichkeitsstruktur durch Gebrauch dieser psychologischen Lego-Steine zusammenstellst, und Du magst auf ein oder zwei Lego-Steine gestoßen sein, die irgendwann einmal ihren Zweck erfüllten und Dich jetzt tatsächlich daran hindern mögen, Dein Ziel zu erreichen, weshalb Du die Konfiguration verändern magst. Würdest Du sagen, dass das eine interessante Sichtweise ist?

MARCOS: Ja, sogar sehr. Danach hielt ich Ausschau. Vielen Dank.

KRIS: Gewiss, auf dass sich alle Deine Legos als wohltuend für Dich erweisen mögen. Wenn wir sozusagen eine gewisse Katze aus dem Sack lassen wollen, so philosophiertest Du in einer Deiner eigenen Darbietungen als Sophoron, also vor vielen verschiedenen Lego-Konstruktionen, über den metaphysischen Aspekt der alten Pyramidenkonstruktionen, also darüber, wie diese eine Methode präsentierten, um in einer mächtigen religiösen Äußerung und Erfahrung die Welt, die Himmel und die Unterwelt zusammenzusetzen. Dies ist also nicht unbedingt neu für Dich. Ist das einleuchtend für Dich?

MARCOS: Ich habe ein sehr tiefes Verständnis und Gefühl dazu Ja, vielen Dank.

KRIS: Gewiss, und das ist es, was UNSERE Aufmerksamkeit hatte und uns befähigte, uns in diesem Kontext kurz auf Deine Persönlichkeit in jeder Zeit zu fokussieren und damit zu interagieren.

MARCOS: Das ist ein wunderschöner Gedanke!

KRIS: Gewiss.

CHUCK: Kris, ich habe eine Frage. Inwieweit führen Deine augenblicklichen Interaktionen mit Markos zu anderen Interaktionen, die Du mit anderen Fokussen hast, die er vielleicht auch erforscht?

KRIS: Wir würden sagen, dass es an uns ist, dies zu wissen und an Euch, Euch dies zu fragen! (Gelächter).

Wie vieler Interaktionen werdet Ihr Euch selbst gewahr? Wie viele Aspekte Eurer eigenen Persönlichkeit oder Energie interagieren auch mit anderen auf eine Art und Weise, deren Ihr Euch nicht bewusst gewahr seid? Manchmal auf eine Weise, deren Ihr Euch teilweise in tiefen Traumzuständen auf die Weise gewahr werdet, dass Ihr aus Eurem bewussten Gesichtswinkel aus keine Bezug vornehmen könnt, sondern bloß flüchtige Bilder oder sogar verzerrte Impressionen bekommt? Wie viele von Euch erinnern sich an merkwürdige Traumereignisse, wo Ihr zusammen seid mit Individuen, die auf der Traumebene wahrlich gute Freunde sind, Individualitäten, die Ihr seit Anbeginn der Zeiten kennt, aber weil Ihr diese Individualitäten sozusagen nicht im Fleische kennt, mögt Ihr dies schnell in einen interessanten Traum verbannen, der offensichtlich kein Interesse für Euch hat.

Es gibt also jede Menge Austausch und Interaktionen, die ständig im Gange sind, und deren Ihr Euch überhaupt nicht bewusst gewahr seid. Viele Leute denken vielleicht gerne, dass sie sich selbst kennen, dass sie vollständige Kenntnis davon haben, wer und was sie sind, weil sie behaupten können, dass sie ewigliche Geistseelen sind, ohne wahrlich ein Iota Verständnis von der Natur dieser Aussage zu haben. Sie mögen sich in keiner Weise gewahr sein, dass sie noch mehr sind, als ihre bewussten Selbst dies zu irgendeinem Punkt in Raum und Zeit sind. Ist das ebenfalls einleuchtend für Euch?

Was wird also aus der Natur/Beschaffenheit des authentischen Selbst? Ist das authentische Selbst jenes Selbst, dessen Ihr Euch in diesem bestimmten Augenblick bewusst gewahr werdet, oder gibt es andere Arten des Selbst, die Ihr auch seid, und die Ihr in anderen Augenblicken von Raum und Zeit sein könnt, und was genau bestimmt einen Augenblick in Raum und Zeit außer dem Selbst als ein Ereignishorizont, der seine eigene Zeit und Raum erschafft, um seine Abenteuer und Reisen zum Ausdruck zu bringen, was nun zu einer sehr fundamentalen Frage führt? Was IST die Realität? Ist sie bloß das, was Eure sensorischen Wahrnehmungen anbelangt, oder ist sie noch mehr? Das ist die 54.000 Dollar-Frage, nicht wahr? Und damit geben wir Euch eine kleine Pause, damit Ihr sozusagen über dieses Geheimnis nachdenken könnt.




[Pausenbeginn 20.31 h]

SERGE: Es ist komisch. Kris fühlt sich heute Abend sehr wie ein alter Philosoph an (allgemeines Gelächter). Wisst Ihr, ziemlich wie ein alter Zen-Mönch, aber zugleich, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, als ob eine Pisse- und Essig (Zappelphilipp)-Sache bei ihm im Gange wäre. Fast so, als ob er jemanden mit einem Stöckchen anstochern würde ….

CHUCK: Es ist fast so, als ob er im Hintergrund herumstochern würde. „Wisst Ihr, wovon ich spreche?“

THERESA: Er hat uns ein Rätsel da gelassen. Wir sollen überdenken, was die Realität ist, ob sie bloß das ist, was unsere physischen Sinne wahrnehmen oder auch noch mehr?

MARK: Ich wette auf noch mehr!

THERESA: Ich auch.

MARK: Wir sprachen sogar über Bücher, dass Belletristik, Theaterstücke und Filme Wahrscheinlichkeiten sind, die auf andere Art und Weise abgespielt werden, als wir das selbst erleben. Man sitzt da, sieht sich einen Film an und empfindet, wisst Ihr, der Film spielt mit all Euren Sinnen, so wie es das wirkliche Leben machen würde. Es gibt Filme, die uns zum Weinen bringen, und es gibt Träume, die uns zum Weinen bringen. An der Realität gibt es noch so vieles mehr.

CHUCK: Ich denke, dass dieses Konzept des authentischen Selbst und auch der authentischen Erfahrungen das Gleiche ist, über das Kris vor einer Weile im Zusammenhang mit Werterfüllung sprach. Wenn man darüber spricht, was eine authentische Erfahrung ist, so befindet sich meiner Ansicht nach im Kern der Dinge die innerste Energie, Bewusstsein, Essenz, was auch immer – wären sie dann allesamt authentische Äußerungen? Alle Arten des Erschaffens wären Erschaffen. Gewiss wäre das Gewahrsein dann anders.





[Hier kommt Kris zurück]

KRIS: Ihr habt mit all Euren Kommentaren soweit Recht. Insbesondere wird das Selbst oft als ein fertiges Produkt gesehen, so wie etwas, was auf einem Regal steht, was Ihr ergreifen und bekommen könnt. Mit dieser Definition weiterzumachen, darüber, was das Selbst ist, so als ob das Selbst ein fertiges Produkt wäre, das Ihr bekommen und so als ob Ihr in dieses Produkt hinein aufsteigen könntet, das wäre nicht nur eine Entstellung sondern „die“ Entstellung schlechthin. Um die Wahrheit zu sagen, das Selbst ist ein sich immerdar entfaltender Prozess und auch eine Reihe von Prozessen. Es ist nicht wie ein Auto oder ein Buch, das vom Fließband kommt, hübsch ordentlich mit einer netten kleinen Schleife und einem Preisschild versehen. Das Selbst ist ein dynamischer, sich immerdar verändernder Prozess, und es ist nichts, was Ihr gewinnen würdet, sondern etwas, was Ihr immer seid, aber wenn Ihr immer nur in den Bereich der Erfahrung eintaucht, der der Oberfläche am nächsten ist und beispielsweise absichtlich jedwede anderen Aktivitäten unterhalb der Oberfläche der sensorischen Wahrnehmung verleugnet, dann bleibt Ihr wirklich unbefriedigt.

Und ganz gleich, wie viel Ihr esst und trinkt und lebt, mag da immer ein nagendes Gefühl vorhanden sein, dass es da noch mehr gibt, und Ihr würdet danach suchen. Was ist dieses „Mehr“, das Euch voran ruft?

Sobald Ihr jedoch beginnt, einige der Legosteinchen zu entfernen und unter die Oberfläche zu schauen, entdeckt Ihr einen unglaublichen Mechanismus. Ihr entdeckt, dass noch so viel mehr dahinter steckt, und dass Ihr selbst Leben haben mögt, von denen Ihr überhaupt nichts wusstet. Wie viele von Euch können sagen, dass Euch vor zehn oder zwanzig Jahren all dieses Zeugs bekannt war? Damals wusstet Ihr, was Ihr wusstet, und Ihr mögt sogar davon überzeugt gewesen sein, dass Ihr Euch in diesem Augenblick auf dem Gipfel Eurer Erfahrung befandet.

Ihr wart auch offen genug, um immer noch jene innere Stimme zu vernehmen, diesen sanften und leisen Sirenengesang, der aus den tiefen Ozeanen des Selbst nach Euch rief und Euch drängte, Euch noch tiefer umzuschauen, die Welt mittels Eurer Sinne zu sehen, aber auch die Welt durch noch etwas anders zu sehen. Das andere ist das, was Ihr jetzt tut. Und man kann sagen, dass Eure Erfahrung des Gegenwartsaugenblicks, also dass Ihr gegenwärtig hier seid und zuhört und mit uns teilt, dass diese Dinge MEHR sind als das Geflüster, welches Euer früheres Selbst im Wind vernahm, und nicht unbedingt auf diese Weise hätte interpretieren können. Ihr seid also in vielerlei Hinsicht die Zukunft jener Selbst, die Ihr gewesen seid, und Eure gegenwärtigen Erfahrungen sind wie die entfernten Echos oder sogar wie Brotkrumen, die jene Selbst drängen, tiefer zu schauen und ihre Definitionen von sich selbst zu expandieren. Ist das ebenfalls für Euch einleuchtend?

Auf Euren gegenwärtigen Reisen durch Raum und Zeit mögt Ihr hier und jetzt erwägen, Euch einen Augenblick zu nehmen und ein Paket, ein Geschenk an jene Selbst, als die Ihr Euch selbst gekannt habt, durch die Zeit zurückzuschicken. Eine Energie, eine Stimmung, was auch immer es ist, was Ihr zurücksendet, und schließt eine tiefe Wertschätzung mit ein für deren Neugier und Bereitschaft, sozusagen trotz vieler verschiedener Kämpfe durchzuhalten, Fortschritte zu machen und neue Wege zu beschreiten. Versteht Ihr?

Und so wie dies ein jeder von Euch in einem ruhigen Augenblick tun kann, könnt Ihr Euch auch ausstrecken hin zu einem Selbst, einem unbekannten Selbst, einer unbekannten Realität. Streckt Euch aus hin zu jenem zukünftigen Selbst in fünf Jahren, in einem Jahrzehnt oder zweien und öffnet Euch einfach für die Geschenke, die das unbekannte Selbst zu geben hat. (Pause) Und jetzt könnt Ihr vielleicht alle eine kurze Pause genießen, während Ihr darüber nachdenkt.





[Pause 20.44 h]

TOM: Das war fantastisch. Ich musste gar keine Fragen stellen, denn er beantwortete sie schon davor!

CHUCK: Ziemlich cool. (kichert) Und wer wird ihn diesmal hervorlocken?

MARCOS: Das ist ziemlich mächtiges Zeugs.

TOM: Ja. Ich denke an Rollenmodelle und daran, wie wir voneinander lernen, und wie es wäre, jemandem zu begegnen, der schon ein paar Jahre in dieser Richtung weitergegangen ist als wir, einfach um die Person zu beobachten und zu hören, was sie sagt. Ich hatte erst kürzlich einen solchen Traum: Ich begegnete Leuten, und sie waren mir gegenüber so achtungsvoll, und es schien so viele Jahre in der Zukunft zu sein, und es war einfach inspirierend, ihnen zu begegnen und sie zu beobachten. Ich denke, dies ist eine andere Weise, um zu lernen. Genau das, was Kris bezüglich unserer zukünftigen Selbst sagte.

THERESA: Ja. Vielleicht war es ein Geschenk von einem zukünftigen Selbst an Dich. Sehr toll.

BRIAN: Denkt einmal an Eure heutigen Reaktionen anderen Leuten gegenüber, und wie es 2006 für Euch war. Bei allem, was wir erlebt haben, gibt es zweifellos eine Art und Weise, wie wir auf andere Leute reagieren, viel ruhiger, weniger Trauma, viel mehr Immanenz des Wissens, wer diese sind, weil wir wissen, wer wir sind. Ich sehe die Reaktionen anderer mir gegenüber, und sie sind ganz anders als noch vor einem Jahr, und das ist so, weil ich gewachsen bin und anders wurde. Beobachtet die Leute um Euch herum und wie sie auf Euch reagieren.

CHUCK: Schließlich sind sie Spiegelungen von uns oder ein Spiegel für uns über das, was im Augenblick im Gange ist. Das ist ein großer Hinweis. Eure Äußerung/Selbstdarstellung (expression) wird ständig um Euch herum abgespielt.

THERESA: Ja, Brian, es macht Spaß, zurückzudenken an das, wie es vor einem oder vor drei Jahren war, und den Unterschied zu bemerken. Es gibt wirklich Veränderungen, und es macht Spaß, darüber nachzudenken. Es macht, dass man sich gut fühlt.

BRIAN: Manche können subtil und andere weniger subtil sein.

MARK: Im ersten Jahr, als ich Serge und Kris begegnete, da hatte ich meine Süchte und Depressionen. Eine Sache, die Kris mit mir machte, das war NLP zu gebrauchen. Er ließ mich im Zimmer stehen und Schritte nach vorne tun, und jeder Schritt, den ich machte, stellte ein Jahr in meiner Zukunft dar, bis ich dann ein Selbst fand, welches nicht länger die Depressionen und Süchte hatte. Man steht da in jenem Augenblick, absorbiert die Energie und die Information, die von dem zukünftigen Selbst weitergereicht wird, dankt dem zukünftigen Selbst und geht die Schritte wieder zurück in die Gegenwart, was ich erstaunlich fand, aber was mich wirklich beeindruckte war, dass ich fünf Jahre später jenes Ich wurde, das die Energie zurück in die Zeit schickte. Ich dachte, dass dies eine NLP-Sache sei, und ich dachte niemals, dass ich tatsächlich diese Person wäre, die die Energie zurück schickte und eine physische Erinnerung an dieses Versenden hätte und von dem früheren Selbst in einem Traum oder im Unterbewusstsein begrüßt würde.

THERESA: Das ist wirklich aufregend.

ALAN: Ja, und das ist sehr ähnlich wie das Beispiel von Punkt A und Punkt B in einer Unendlichkeitsübung, wisst Ihr, wo man diese kleinen Zettel auf den Boden legt und darum herum geht. Das ist wirklich eine weitere gute Art und Weise, so etwas durchzuführen.

THERESA: Ich denke, dass, wenn man es physisch verankert und diese Schritte macht und es auf Zettel schreibt und seinen Körper dorthin bewegt, das ist es, was es dann bewirkt, weil man es so von der mentalen Ebene auf die physische Ebene bringt.

ALAN: Ich habe auch eine Anzahl Leute gefunden, die sehr leicht von Punkt A nach Punkt B gehen können, aber wenn sie denken, darüber hinaus zu gehen, dann haben sie keine Anhaltspunkte, und dort hängt sich ihre Energie auf. Man könnte also sagen, dass viele von uns den nächsten Schritt kennen, der zu tun ist, aber wir kennen nicht den Schritt danach, und vielleicht ist das der Schritt, der uns im Weg steht. Die ist also eine nützliche kleine physische Übung.







KRIS: Habt Ihr bislang irgendwelche Fragen?

THERESA: Ich habe viel über das authentische Selbst und das Erkennen mancher Schichten kultureller Konditionierung innerhalb von mir selbst nachgedacht, und wie ich mir mehr gewahr werden kann, dass ich manche Angewohnheiten haben, die mich von meinem authentischen Selbst entfernen. Deshalb versuche ich, mehr darüber zu lernen, was das authentische Selbst ist. Mit anderen Worten, was ist unsere natürlich Seinsweise? Eine der Dinge, die ich mir angesehen habe, ist die Natur, und wenn ich die Blaupausen der Natur sehen und die Art und Weise, wie Tiere sich verhalten, und wie wir uns denken, wie sich vielleicht ein natürliches menschliches Wesen verhalten würde, würde uns das einige Hinweise geben, zumindest bezüglich unserer authentischen biologischen Natur und jener Schicht von uns selbst.

KRIS: Gewiss. Hier liegst Du genau richtig, wie man so sagt. Es gibt viele Individuen, die beispielsweise erwägen würden, dass sie als authentische Selbst nur süß und liebevoll sein können, wie sagt Ihr, nur Liebe, Freude, Eierkuchen. Und in der Folge werden sie absichtlich alle andere Emotionen von sich verleugnen und unterdrücken, von denen sie glauben, dass sie wahrlich diesem idealisierten authentischen Selbst widersprächen.

Und in der Folge erfahren sie schließlich sich vertiefende Schichten an Konflikten und Inkongruenzen, da sie sich selbst den Stempel einer spezifischen, idealisierten, authentischen Selbst-Definition auferlegt haben, währen das authentische Selbst sich durchaus wohlfühlen mag, wenn es Ärger oder Aggression zum Ausdruck bringt, ohne unbedingt jene, die es liebt, zu zerstören, sondern einfach als Aussage, um sicherzustellen, dass nicht auf seinen eigenen Gefühlen herumgetrampelt wird. Ist das für Dich einleuchtend?

THERESA: Das ist genau das, worüber ich viel nachgedacht habe, und ich habe bemerkt, dass es sogar in der Natur bestimmte Spezies gibt. Kürzlich las ich etwas über den Fregatt-Vogel, der am Meer lebt und nicht schwimmen kann, weshalb Fischen für ihn sehr gefährlich ist. Er stiehlt also anderen Vögeln deren Fisch und bestreitet so seinen Nahrung. Ich war wirklich erstaunt und dachte, toll, es gibt da eine tatsächliche Blaupause, ein Design für diesen Vogel, dass er seine Nahrung von anderen stielt. Das war wie ein Schock für mich, aber es ist wiederum völlig natürlich, und ich denke, dass dies sehr viel über unsere Natur aussagt, dass wir eine sehr komplexe und nicht so idealisierte menschliche Natur haben.

KRIS: Gewiss, und es ist wichtig, dies zu berücksichtigen. Viele östliche Philosophien lehren beispielsweise, dass ein idealisiertes authentisches Selbst ständig lächeln, segnen und liebevoll sprechen würde und buchstäblich ein Fußabtreter für alle anderen wäre, und es gibt hunderte ähnlicher Philosophien, östliche oder auch andere, die nicht erkennen, dass das Selbst Zugang zu einem kompletten Spektrum emotionaler Zustände hat, von denen ein jeder authentisch ist. Das, wie sie genutzt werden, ist wiederum ein anderes Thema, aber die ganze Kreation ist da, ist gegenwärtig und steht zur Verfügung. Und es geschieht nicht unbedingt durch die Verleugnung des Selbst, dass man eine höhere Existenzebene erreicht, und es gibt auch noch viele andere ähnliche Philosophien. Sie alle figurieren unter Selbstverleugnungsphilosophien. Wenn Du Deine eigenen natürlichen Instinkte und Antriebe verleugnest, wirst Du dafür eine höhere Belohnung bekomme, ähnlich wie ein Hundeknochen.

Und dies führt oft bloß zu einem Leben, wo schließlich, um jene in Schach zu halten, das eigene natürliche Selbst eine Serie von Frustrationen und fortwährender Kämpfe ist. Es mag dann so sein, dass das Individuum sich so an diesen bestimmten Zustand gewöhnt, dass es sich schon bedrohlich anfühlen kann, ein anderes gültiges Ausdrucksmittel zuzulassen. Und den inneren Konflikten mag niemals das Loslösen gestattet werden, zumindest nicht in einer Lebenszeit. Also würde diese Individualität dessen bedürfen, mehr oder weniger eine andere Persönlichkeit zu erfinden und zu erschaffen, die in der Lage wäre, vielleicht auf eine in den Augen anderer schädlichen Art und Weise derart Dampf abzulassen, dass dies ein Sicherheitsventil schafft, und viele von Euch haben solche Leben gehabt, wo Ihr Eure Äußerungen verleugnet und begrenzt und zugleich immer noch ein Druckventil schaffen müsst, selbst wenn dies sogar ein anderer Fokus wäre, der die Verantwortung übernimmt, ein Sicherheitsventil für das Selbst bereitzustellen. Ist das einleuchtend für Dich?

THERESA: Ja, und dies passt wirklich zu der gesamten Aspekt-Therapie und Psychologie …

KRIS: Gewiss. Das Kennenlernen des authentischen Selbst ist nichts, was man tut, indem man ein Buch liest oder etwas oder jemandem ein paar Augenblicke lang zuhört, sondern dies ist ebenfalls Teil der menschlichen Reise, und dies kann verwickelt sein, wie Ihr entdeckt. Ist das für Dich einleuchtend?

THERESA: Ja, das ist wirklich faszinierend und hilft mir sehr viel. Vielen Dank.

TOM: Kris, Kann ich eine Frage bezüglich der Aspekte stellen? Wenn wir in unserem Leben ein solches Sich-zum-Ausdruckbringen unterdrücken und somit einen anderen Aspekt erschaffen, um eine Emotion übermäßig zum Ausdruck zu bringen, die wir vielleicht nicht …. oder Äußerungen, die wir in unserem Leben nicht vornehmen, ist es dann so, dass, wenn wir uns verändern und Ausgewogenheit in unserem Leben finden und dieses Sicherheitsventil nicht länger erforderlich oder notwendig ist, erzeugt dies dann in jenem anderen Leben ein Temperieren und mäßigt dies alles ein bisschen?

KRIS: Und es mag sein, dass das andere Selbst erkennen mag, dass es nicht mehr für diese spezifische Funktion benötigt wird und sich einfach zurückzieht. Denke daran, wie Du Dich gefühlt hast, als Du an Deinen ersten Improvisationskursen teilgenommen hast. Du magst Dich sogar unbehaglich gefühlt haben, wie ein schwerfälliger Klotz, unfähig, Dich zu bewegen aus Angst, über Deine eigenen Füße zu stolpern, und vielleicht hattest Du Angst, das Gesicht zu verlieren, sobald Du bloß den Mund aufmachst. Und wir glauben, dass jeder jetzt bestätigen kann, dass es in Deiner Stimme nun eine Tonalität gibt, die viel mehr Autorität hat, was mehr Authentizität bedeutet, weil Du in der Lage bist, Schranken zu überqueren, die ansonsten als tabu erschienen wären. Sie waren nur tabu im Hinblick auf die Begrenzungen, die Du Deinem herrlichen Selbst auferlegt hattest. Ist das einleuchtend?

TOM: Ja, Sicherheit, Angst vor Unbekanntem.

KRIS: Gewiss.

TOM: Festhalten.

KRIS: Bitte versteht, dass, wenn wir von der Angst vor Unbekanntem sprechen, dass das Unbekannte nichts dort draußen ist. Das Unbekannte ist das unbekannte Selbst, Eure ANGST, wer Ihr sonst noch SEIN mögt. Aufgrund von Konditionierung mögt Ihr befürchten, dass es im Inneren eines jeden von Euch einen Charles Manson gäbe, der darauf wartet, auf die ahnungslosen Massen losgelassen zu werden.

Ihr haltet also Eure eigene Energie im Schach und klemmt sie ein. Das ist die Angst vor dem unbekannten Selbst, und doch mag sein, dass das unbekannte Selbst wahrlich viel liebevoller, sanfter, energetisierter, dynamischer und produktiver ist, als Ihr Euch dies je vorgestellt hättet. Ist das ebenfalls einleuchtend?

TOM: Ja, das ist es.

KRIS: Gewiss. Hat sonst noch jemand eine Frage?

CHUCK: Als Du gerade von einem Aspekt sprachst, den wir in die Existenz bringen würden und dann, nehmen wir an, wie in Toms Fall, ein Verständnis und ein Ausgleich erreicht würde, und dieser Aspekt sich dann zurückziehen würde…. Sprechen wir einmal von mir als einem Aspekt, wäre dieses Zurückziehen dann so, dass, wenn ich vielleicht diesen bestimmten Punkt des Gewahrseins erreichte, dann wählen würde, zu diesem Zeitpunkt auf die andere Seite zu gehen, weil ich mich nun erfüllt fühle, oder wie würdest Du dies sonst noch beschreiben?

KRIS: Das ist durchaus richtig. Oder Du magst einfach Deine Energien so ausrichten, dass Du andere von Deinen Zielen erfüllen kannst.

CHUCK: Okay.

KRIS: Gewiss. Dürfen wir dann vorschlagen, Euch und Euren liebenswerten unbekannten Selbst nun Joseph zurückzugeben, und wir wünschen Euch, dass die Authentizität von Euch selbst zu Eurem eigenen heiligen Gral werde.

ALLE: Vielen Dank, Kris.


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