Elias: Session 201807022 Psychose eines Sohns

Diskussion über die kanalisierten Texte der Wesenheit Elias über Mary Ennis

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Elias: Session 201807022 Psychose eines Sohns

Beitrag von Gilla » Di 14. Aug 2018, 16:41

Elias Channelings Deutsch
Mary Ennis
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Session 201807022
Psychose eines Sohns
Dich selbst echt an die erste Stelle setzen
Reale Realität: Die Gültigkeit individueller Wahrnehmung

Monday, July 2, 2018 (Private/Phone)

Participants: Mary (Michael) and Alicia (Tisara)


ALICIA: Ich möchte Dich unbedingt sprechen. Einige Forenmitglieder haben mich sehr unterstütz und ermöglicht, dass diese Sitzung mit Dir stattfindet. Es ist schon sehr lange her, dass ich physisch mit Dir sprach. Heute möchte ich über meinem Sohn, über mich und meine Reaktionen sprechen und lernen, wie ich mit dem umgehen kann, was ich derzeit mit ihm erlebe. Rose stellte Dir Fragen bezüglich meines Sohnes Daniel, und Du hast vorgeschlagen, dass ich eine Sitzung mit Dir habe, und ich komme auf Deine Einladung zurück.

Natürlich möchte ich über mich selbst sprechen, weil ich weiß, dass es nicht besser wird, so lange ich so sehr davon beeinträchtigt bin. Im Moment ist er sehr psychotisch und steckt in dem fest, was offiziell als Psychose bezeichnet wird, verbunden mit vielen Wahnvorstellungen. Anfangs war das sehr schwierig für mich und machte mir Angst, denn ich habe nicht viel Erfahrung im Umgang mit Menschen, die nicht in der offiziellen Realität sind. Und dann sah ich es so, dass er kämpft, als eine Art Metapher dafür, dass er sein ganzes Leben lang gemobbt worden ist.

Er ist 27 Jahre alt, hat keine Freude, keine Freundin und keinen Job. Er ist wirklich sehr traumatisiert, denn es war nicht nur ein Jahr Mobbings sondern 12 Mobbing-Jahre in öffentlichen Schulen. Und er machte einfach dicht und fror ein. Und nun sieht er, dass seine Brüder unabhängiger werden und möchte das auch haben, aber er verfügt nicht über die entsprechenden Fähigkeiten oder Erfahrungen, und es ist irgendwie überwältigend.

Ich dachte mir, dass der Stress vielleicht zu dieser Psychose führte, doch Du sagtest, dass das nur teilweise stimmt und hast Rose vorgeschlagen, mich zu einer Sitzung mit Dir einzuladen. Was erkenne ich hier nicht?

ELIAS: Diese Faktoren übten definit erheblichen Einfluss aus und verschärften die Situation, aber sie haben dies nicht verursacht, und er erlebt dies alles nicht aufgrund des Mobbings, das die Situation zwar intensivierte und verschärfte. Doch selbst wenn das Mobbing nie stattgefunden hätte, würde er ähnlich erleben wie er das jetzt tut, weil das die von ihm erschaffene Richtung ist, und diese Aussage bezieht sich nicht auf eine objektive (bewusste) Wahl.

Denn in solchen Fällen gibt es keine absichtliche objektive Wahl, sondern es ist die gewählte Richtung und Lebenserfahrung. Es ist keine momentane, objektive und absichtlich Wahl, Unbehagen, Verwirrung Furcht oder dergleichen zu erleben, sondern vielmehr ist das eine Wahl, die er als bestimmte Erfahrungsweise in seinem Wahrscheinlichkeiten-Pool generierte als er in diesen Fokus eintrat und wählte, die Realität aus diesem Blickwinkel anzuheuern.

ALICIA: Wow. Und inwiefern profitiert er davon?

ELIAS: Alle Erlebnisse/Erfahrungen nutzen Euch, weil sie erlebt werden und Euch Informationen offerieren. Das ist gewiss schwierig, aber es gilt, Dich daran zu erinnern, dass er ebenso wie Du Essenz ist. Er ist ein Essenz-Aufmerksamkeitsfokus, so wie auch Du das bist. Du bist Essenz und auch er ist Essenz.

Und dies ist eine Aufmerksamkeitsrichtung unter Tausenden, sowie eine Serie von Erfahrungen und Äußerungen, die aus diesem Blickwinkel erforscht werden. Dies muss nicht unbedingt behaglich sein, was nicht heißt, dass es nicht wertvoll oder nützlich ist, denn das ist es.

ALICIA: Das ist der Teil, der mir schwerfällt.

ELIAS: Das, was in dieser Situation wichtig ist, bist Du und wie Dich das beeinträchtigt oder wie Du zulässt, dass es Dich beeinträchtigt, denn daran bist Du gewöhnt und es ist das, was Du kennst, und wenn Du mehr selbst-gewahr wirst kannst Du vermehrt erkennen, dass Du doch mehr Wahlmöglichkeiten hast als Du annimmst.

Und Du hast Einfluss. Weder erschaffst Du die Realität des Anderen noch seine Entscheidungen, aber Du übst tatsächlich einigen Einfluss aus. Durch Dein Tun kannst Du das beeinflussen, was Du in seiner Wahrnehmung bestärkst, so wie auch sein Tun Deine Wahrnehmung beeinflusst. Und warum? Weil Du darauf achtest, und auch er gibt auf Dich Acht.

Wenn Du vielleicht wahrnimmst, dass Du nicht genug tust, etwas falsch machst oder auch, dass er in bestimmten Richtungen nicht fähig ist, bestärkt das seine eigene Wahrnehmung und übt Einfluss dahingehend aus, dass er zornig wird oder Dich tadelt, weil Du bereits eine an Dir selbst zweifelnde Energie äußerst, dass Du etwas falsch machen oder nicht genug tun würdest oder etwas anderes tun solltest. Diese Selbstzweifel erschaffen einen energetischen Einfluss, den er sofort aufnimmt. Und wenn er sich ärgert, wird das zum Tadel. Die von Dir geäußerte Besorgnis und Ängste übersetzen sich für ihn so als ob er unfähig wäre.

Und er wird dies auf gleiche Weise erwidern und Handlungen generieren, die äußern, dass er es nicht tun kann oder unfähig ist. Er wird irgendetwas tun, wobei sein Verhalten inakzeptabel sein wird und entweder Du oder eine andere Autorität involviert werden, um die Situation zu beheben, weil er unfähig ist. Er wird schlimmere Verhaltensweisen an den Tag legen, weil Deine Energie ihn ebenfalls beeinflusst.

Und das erschafft einen endlosen Kreislauf zwischen Euch Beiden, wobei sich keiner wohlfühlt und Ihr nicht wisst, was Ihr tun könnt, so dass Ihr diesen unbehaglichen Kreislauf und Tanz weiterhin fortsetzt. Und dies alles bezeichnet Ihr als Liebe: Dies alles tust Du, weil Du ihn liebst. Und er tut all dies, weil er Dich liebt.

Nein, das ist kein Äußern von Liebe. Beunruhigung und Besorgnis sind kein Äußern von Liebe sondern ein Herabsetzen. Sie setzen sowohl den Anderen als auch Dich selbst herab. Die Kritik am Anderen ist offensichtlich.

ALICIA: Stimmt, aber inwiefern setzten sie mich herab?

ELIAS: Weil Du Dich in die Position bringst, dass Du diejenige wärst, die sich kümmern oder verantwortlich für ihn sein muss. Du bringst Dich in diese Position, weil Du bereits über Dich selbst urteilst und Dich dafür kritisierst, dass Du nicht genug tun würdest, etwas falsch gemacht hättest und deshalb verantwortlich wärst, weshalb es Deine Verantwortung wäre, Dich um ihn zu kümmern. Falsch. Seine Realität erschaffst nicht Du. Das tut er. Du erschaffst nicht seine Entscheidungen/Auswahlmöglichkeiten, sondern er tut das.

Damit sage ich nicht, dass Du noch nie von Dir für fragwürdig wahrgenommene Entscheidungen getroffen hast. Das hast Du wahrscheinlich schon oft getan, aber Du hast jeweils die beste oder einzige Wahl/Entscheidung generiert, die Du mit dem damaligen Gewahrseins erkannt hast.

Was auch immer Du als Mutter getan haben magst, woran Du jetzt vielleicht zweifelst, dafür offeriere ich Dir keine Ausrede sondern sage Dir, dass es nicht darum geht, über Dich selbst zu urteilen, denn alles, was Du in der Vergangenheit getan hast, hast Du gemäß Deinem damaligen Gewahrseins getan. Es ist sinn- und zwecklos daran zu zweifeln und darüber zu grübeln, was Du in der Vergangenheit anders getan haben solltest oder könntest. Das, was Du getan hast, hast Du mit dem damaligen Gewahrsein getan. Es bringt nichts, diesbezüglich an Dir zu zweifeln.

Und sich um einen Anderen zu sorgen, das ist eine heimtückische Äußerung der Selbstzweifel und des Urteilens über Dich selbst für das, was in der Vergangenheit nicht gut genug war, weshalb Du Dir jetzt Sorgen machst, weil Du verantwortlich wärst, was Du aber nicht bist.

Du bist verantwortlich für Dich selbst sowie dafür, auf Dich selbst abzugeben, was natürlich nicht heißt, ausschließlich auf Dich und auf nichts anderes mehr achtzugeben. Das wäre unmöglich. Es geht darum, zu üben, Dich selbst allmählich echt in die erste Position zu bringen.

Du kannst anfangen, das, womit Du bereits vertraut bist, auf andere Weise zu tun, denn Du gibst bereits auf andere Personen Acht. Du verzehrst Dich bereits mit dem Achtgeben auf das, was Dein Sohn tut, fühlt oder wahrnimmt, und es geht darum, das, was Du bereits tust, anders zu verwenden, damit es Dir nutzt. Und wie fängst Du das an?

Wenn Du wegen ihm besorgt bist, stoppe und frage Dich, was Dich spezifisch besorgt macht. Wahrscheinlich wird die Antwort lauten, das Du Dir Sorgen machst, dass er sich verletzen könnte, wenn er mit einer bestimmten Richtung und Handlung fortfährt. Oder dass ihm etwas Schlimmes passiert. Und wenn Du Dir dies beantwortet hast, frage Dich, inwiefern es Dich beeinträchtigt. Wie wirkt es sich unmittelbar auf Dich aus? Wovor fürchtest Du Dich, falls ihm etwas passiert, und was heißt das für Dich?

ALICIA: Er könnte verletzt sein.

ELIAS: Und was heißt das für DICH? Wie beeinträchtigt es DICH?

ALICIA: Ich werde am Boden zerstört sein, abhängig vom Ausmaß…

ELIAS: Nein, nein, nein! Stopp! Nehmen wir an, er tut etwas, was Dich besorgt macht, und Du befürchtest, dass er sich verletzten könnte, wenn er damit fortfährt.

ALICIA: Ich habe das Gefühl, dass es mein Fehler ist?

ELIAS: Ah! Inwiefern ist es Dein Fehler?

ALICIA: Weil ich nicht genug getan habe, um ihn zu schützen oder weil ich ihm nicht zu einer besseren Einsicht verholfen habe…

ELIAS: Und was hättest Du anders tun können, um ihn zu schützen?

ALICIA: Ich könnte ihm meine bessere Einsicht mitgeteilt haben.

ELIAS: Und er hätte dies akzeptiert?

ALICIA: Vielleicht.

ELIAS: Eher nicht. Was könntest Du also tun, um zu verhindern, dass es geschieht? Nehmen wir an, dass er verzweifelt ist, und dann fährt er Auto, und zwar sehr schnell und leichtsinnig. Du bist aufgeregt und besorgt und befürchtest, dass er einen Unfall baut, bei dem er verletzt wird. Das ist logisch und Du hältst Dein Denken für vernünftig. Wenn er ins Auto steigt und wegfährt, was hättest Du dann anders tun können? Wie hättest Du ihn stoppen können?

ALICIA: Ich hätte ihm die Schlüssel abnehmen können?

ELIAS: Das wird ihn nicht stoppen.

ALICIA: Er bekommt das Auto nicht.

ELIAS: Das meinst Du.

ALICIA: Ja, das würde ich wohl denken.

ELIAS: Das Einzige, was Du tun könntest, ist die Schlüssel wegzunehmen, aber vielleicht hat er einen separaten Schlüssel, oder er wählt das Auto einer anderen Person, oder mietet ein Auto. Es gibt da viele Optionen, und wenn er entschlossen ist…

ALICIA: Wird er einen Weg finden.

ELIAS: — kannst Du ihn nicht stoppen. Er ist kein Kleinkind, das Du physisch bändigen kannst. Du kannst eine Handlung nicht verhindern, wenn er sie anzuheuern wählt. Und Dein Fehler ist es nicht, wenn er eine bestimmte Handlung wählt, denn es ist seine Wahl. Du kannst das nicht stoppen und bist auch nicht dafür verantwortlich, was nicht heißt, dass es Dir egal wäre/dass Du Dich nicht kümmerst/nicht Anteil nimmst (Now; that doesn’t mean you don’t care.

Natürlich kümmerst Du Dich um ihn, liebst ihn und willst nicht, dass er verletzt wird, aber hier geht es um diese Sorgen. Wenn Du Dir Sorgen machst, verhindert das kein Geschehen. Du kannst Dir immer n och mehr Sorgen machen, bis Du aus Sorgen krank wirst, was keine der sich abspielenden physischen Handlungen ändert, und es ändert nicht die Realität der Situation.

ALICIA: Das habe ich bereits getan und aus lauter Sorgen Diabetes erschaffen.

ELIAS: Und hat das irgendetwas geändert?

ALICIA: Nein, daran dachte ich gerade.

ELIAS: Genau, Sorgen ändern nichts.

ALICIA: Nein, ich habe immer noch Diabetes, und mein Sohn ist immer noch so, wie er ist.

ELIAS: Und das, was dies wirklich bewirkt, das ist Dir zu schaden, aber Sorgen ändern nichts von dem, was er tut.

Session 201807022 (Fortsetzung folgt)
Monday, July 2, 2018 (Private/Phone)

Gilla
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Re: Elias: Session 201807022 Psychose eines Sohns

Beitrag von Gilla » Mi 15. Aug 2018, 12:57

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ALICIA: Das, was Du sagst, ist sehr hilfreich. und ich muss mich daran erinnern, denn ich mache mir wirklich Sorgen. Ich habe bemerkt, dass ich in jüngster Zeit ziemlich deprimiert bin und frage mich, wo das herrührt. Teilweise ist es eine überwältigende Traurigkeit, weil mein Sohn weint und seinen eigenen Kummer äußert. Aber…

ELIAS: Du kannst Sympathie und Mitgefühl äußern, aber verstärkst dies alles nicht noch dadurch, dass Du Dich sorgst oder ihn wiederholst.

ALICIA: Wie kann ich mit dieser Depression umgehen? Manchmal habe ich das Gefühl…

ELIAS: Es ist sehr verständlich, dass Du diese Depression fühlst und äußerst. In Verbindung mit all Deinen Sorgen und Deinem Urteil über Dich selbst hast Du bereist eine physische Manifestation erschaffen, was noch nicht ausreichte, um Deine Aufmerksamkeit zu bekommen und Dir zu sagen, stopp, weshalb Du dann noch diese Depressionen erschaffst.

ALICIA: Um meine Aufmerksamkeit zu erlangen.

ELIAS: Vielleicht wird das ausreichen, damit Du anfängst innezuhalten und tatsächlich Deine Partizipation betrachtest und erkennst, dass Du Wahlmöglichkeiten hast. Du kannst das wählen, was Du selbst tust, aber nicht das, was ein Anderer tut. Bei Deinem Tun hast Du echt Wahlmöglichkeiten und kannst das ändern, was Du tust und wie Du es äußert, was jedoch nicht an einem einzigen Tag geschieht. Übung ist erforderlich, denn Du bist an Dein Dir vertrautes Tun gewöhnt, das so automatisch wurde, dass Du meist noch nicht einmal das erkennst, was Du tust.

ALICIA: In den letzten Tagen fragte ich mich, ob diese Depression auch dann auftritt, wenn meine Aufmerksamkeit so sehr auf ihm ruht, dass ich mich selbst verschwinden lasse, eine Art Besorgnis meines Geistes, meiner Seele oder Essenz, denn es ist so als ob ich aufhören würde, am Leben teilzuhaben.

ELIAS: Ja, das stimmt. Doch es ist ermutigend, dass Du das ändern kannst. Du bist nicht dazu verdammt, diese Erfahrung und diese Richtung für den Rest Deines Lebens fortzusetzen. Du kannst das ändern, und es kann anders werden. Du kannst Dich ändern, kannst zufrieden sein und Dich behaglich fühlen, und ich weiß, dass Du definitiv nicht an solche Äußerung gewohnt bist.

ALICIA: Bloß eine Nanosekunde lang.

ELIAS: Und Du kannst Dich an diese Äußerungen so gewöhnen, dass sie zu Deiner Norm und ganz natürlich für Dich werden, statt krank und deprimiert zu sein, statt Dich zu fürchten und Dich nicht wohlzufühlen.

ALICIA: Gut zu wissen. Der erste Schritt wäre also dieses tiefe Gewahrsein, dass egal, was auch immer ich tue, das ihn nicht stoppen wird, weil es sein Erschaffen ist. Ich verstehe es so, dass das vorrangig ist.

ELIAS: Stimmt.

ALICIA: Und was ist sonst noch zu beachten?

ELIAS: Darüber hinaus gilt es, Dich selbst dabei zu erwischen, wenn Du besorgt bist oder wenn Du – sogar erbetene – Ratschläge erteilst, denn dann bist Du automatisch in Deinem Element, dass Du es besser weißt, dass Du mehr weißt und bessere Antworten hast, und darum hat er gebeten, weshalb Du damit definitiv in Deinem Element bist.

Immer wenn Du besorgt bist oder ihm einen Rat geben willst, auch wenn Du gar nicht darüber sprichst sondern nur über das nachdenkst, was er äußert oder tut, wie er es besser oder anders machen könnten oder grübelst, was wohl bewirken könnte, dass er sich besser fühlt, gilt es, Dich selbst zu erwischen und daran zu erinnern, dass alle diese Äußerungen ihn herabsetzen.

ALICIA: Und deshalb wird er wütend, selbst dann, wenn er mich darum gebeten hat.

ELIAS: Ja, denn das alles ist Kritik an ihm, dass er nicht gut, stark und fähig genug sondern unzureichend wäre, und das sagst Du ihm damit immer wieder. Und ist es denn das, was Du ihm sagen willst?

ALICIA: Nein. Genau das Gegenteil davon will ich ihm sagen.

ELIAS: Er ist Dein Sohn, den Du liebst. Du möchtest ihm sagen, dass er gut genug ist, doch Du sagst ihm, dass er es nicht ist. Immer wenn Du Dich bei diesen Äußerungen, Szenarien, Denkprozessen und Gefühlen erwischst, stoppe, halte inne und erinnere Dich: „Damit sage ich ihm, dass er nicht gut genug ist.“ Und weil das Dir nicht gefallen wird, wird es Dich stoppen und definitiv Deine Aufmerksamkeit haben, und zwar noch mehr als Dich selbst krank oder deprimiert zu machen, wofür Du Vertrautes verwendest: auf ihn achtzugeben, was Du als Äußern von Liebe wahrnimmst, was es jedoch nicht ist, was Du aber noch nicht weißt, denn Du hast fast Dein ganzes Leben lang wahrgenommen, dass Liebe so geäußert würde.

Mit dieser neuen Richtung wirst Du lernen, wie Liebe tatsächlich geäußert wird, und zwar nicht durch sich sorgen und sich für den Anderen verantwortlich fühlen. Echte Liebe wird geäußert, indem Du den Anderen wahrlich anerkennst und wertschätzt. Wenn Du Dir Sorgen um ihn machst, wertschätzt Du ihn nicht. Und wenn Du versuchst, ihm zu raten, was er anders oder besser machen könnte, wertschätze Du ihn auch nicht. Du wertschätzt ihn nicht, wenn er Dich anbrüllt und tadelt, aber Du kannst ihn echt wertschätzen, wenn Du Dich von diesem Standort entfernst, wo Du ihn andauernd als unzureichend wahrnimmst.

Wenn Du Deinen Sohn in solchen Situationen als unzulänglich wahrnimmst, ist das kein wirklicher Tadel, denn Du tadelst ihn nicht. Du siehst es nicht als Fehler/Schuld sondern als Schwäche/Defekt, doch er ist nicht defekt. Und dieses Teilstück ist sehr stark und wird immer wieder bestärkt, dass Du verantwortlich und er nicht gut genug wäre, nicht aufgrund von Fehlern, sondern weil er defekt und behindert ist, was noch mehr Mitgefühl in Dir hervorruft und diese Äußerungen noch bestärkt, die tatsächlich das Gegenteil von dem generieren, was Du äußern willst. Er ist nicht defekt oder behindert sondern begabt, fähig und effizient.

ALICIA: Das, was Du sagst, leuchtet mir sehr ein. Wenn jemand visuelle oder auditive Halluzinationen oder starke Wahnvorstellungen erlebt und beispielsweise sagt: „Ich befreie Nord-Korea“, „Ich schrieb dies Parodie über Saturday Night Live“ „Ich schrieb diesen Film“, „Die Porno-Industrie adoptiert mich“ wird das nicht nur von uns im Bereich physischer Gesundheit sondern auch von unserer Gesellschaft für verrückt erachtet, doch für die Betroffenen ist wohl einen Nutzen gegeben. (gekürzt)

ELIAS: Ja.

ALICIA: Es würde mir vielleicht weniger schwerfallen oder aufregen, wenn meine Wahrnehmung sich dahingehend ändern würde, dass das keine verrückten Gedanken sind, die sie nicht haben sollten oder dass sie mehr in der offiziellen Realität der für uns Alle existierenden Welt sein sollten.

ELIAS: Ah. Lass mich Dich stoppen. Höre Dir als vernünftigem, intelligentem, bewusstem Individuum Deine Aussage an, dass diese Leute zusammen mit dem Rest von Euch in gleicher Kapazität an der Weltrealität partizipieren sollten.

ALICIA: Ja, das denke ich, weil ich es nicht verstehe.

ELIAS: Weil Du so begeistert, fasziniert, voller Ehrfurcht und Erstaunen für Deine Realität bist, dass Du definitiv willst, dass der Andere in gleicher Weise an Deiner Realität partizipiert und ebenfalls Diabetes und eine Depression für sich erschafft.

ALICIA: Hallo, komm und mach mit. Es ist lustig hier.

ELIAS: Ja. Höre auf, Deine Realität auf die Weise anzuheuern, wie Du es tust und erschaffe eine Realität, die genau so ist wie meine, denn sie ist viel besser.

ALICIA: Stimmt, weil sie “offiziell” ist. Wir denken alle auf gleiche Weise.

ELIAS: Ja, weil dies mehr in Einklang mit den Meisten von Euch ist, obwohl das derzeit in Eurer Realitäts-Zeitachse fraglich/problematisch/bedenklich (questionable) ist. Aber ich würde sagen, dass es fraglich ist, ob die Meisten tatsächlich irgendeine andere Realitätsversion erschaffen, die sich von dem unterscheidet, was Ihr als die offizielle Realität anerkennt. Erinnere Dich auch, dass es keine tatsächliche offizielle Realität gibt. Es gibt nur die eigene Realität. Jeder erschafft seine persönliche eigene Realität. Es gibt keine offizielle Realität. Aber ich stimme mit Dir überein, dass die Meisten oder die Mehrheit Ähnlichkeiten darin erschaffen, wie sie Eure Realität wahrnehmen und Eure Imagination nicht als Teil Eurer offiziellen Realität miteinbeziehen. Denn die Imagination nehmt Ihr als nicht reale Fantasie wahr.

ALICIA: Stimmt. Du sagst also, dass eines der Dinge, die ich lerne, das ist, wie ich meine Wahrnehmung in Bezug auf die Duplizität ändern kann?

ELIAS: Ja, und wie interpretierst Du das? Wie siehst Du, dass Du in allem, worüber wir sprachen, mehr über die Duplizität lernst?

ALICIA: Es gibt eine richtige und eine falsche Weise Dinge zu tun, auf diesem Zug bin ich derzeit, aber ich kann abspringen und kein Richtig- oder Falsch-Urteil mehr fällen.

ELIAS: Stimmt.

ALICIA: Und es einfach so sehen, wie es ist.

ELIAS: Stimmt. Seine Realität ist nicht falsch sondern anders.

ALICIA: Ja, sehr viel anders.

ELIAS: Sie ist nicht irreal.

ALICIA: Stimmt.

ELIAS: Sie ist real. Sie ist anders aber ebenso real wie Deine Realität.

ALICIA: Das ist ein wichtiges neues Konzept.

ELIAS: Sie ist Deiner Wahrnehmung nach nicht imaginiert. (It isn’t imagined, in your perception.) Dass sie sich erheblich von Deiner Realität unterscheidet, heißt nicht, dass sie nicht real ist, denn das ist sie.

ALICIA: Ich denke, dass ich ihn frustriert habe, denn er sagte mir: “Du glaubst mir nicht und sagst, dass ich lüge.”

ELIAS: Ganz genau.

ALICIA: Und dass wahrscheinlich—

ELIAS: Nochmals, es gibt dieses Urteilen.

ALICIA: Stimmt. Wenn ich das weniger täte, würde ich ihm wahrscheinlich mehr helfen können?

ELIAS: Definitiv. Stelle Dir eine Person vor, die Du für normal und gesund hältst, die eine ähnliche oder gleiche Art von Realität generiert wie Du es tust. Wenn Du Dich ihr mit der Wahrnehmung und Haltung näherst, dass sie völlig falsch liegt und Du ihr nicht glaubst, was wird sie wahrscheinlich tun?

ALICIA: Sie wird dichtmachen.

ELIAS: Nein, sie würde versuchen zu beweisen, dass sie sich nicht irrt.

ALICIA: Natürlich. Das ist das Erste, was sie tun wird.

ELIAS: Sie rechtfertigt sich und versucht zu beweisen, dass sie sich nicht irrt.

ALICIA: Ja. Sie sagt: “Alicia, Du irrst Dich.”

ELIAS: Und genau das tut Dein Sohn. Je mehr er hört, dass Du ihm nicht glaubst oder dass etwas falsch an ihm oder er unzulänglich ist, umso mehr will er Dir beweisen, dass das, was er weiß, real ist, was sich in Deine Realität dahingehend übersetzt, dass er sich noch mehr ausagiert und äußert und noch mehr Verhaltensweisen an den Tag legt, die Dir beweisen, dass er Wahnvorstellungen hat.

Wenn er Dir nicht beweisen muss, das seine Realität real und wahr ist, muss er nicht diese Verhaltensweisen an den Tag legen und sich ausagieren, Situationen, Szenarien und Handlungen erschaffen, die Dir wahnhaft und verrückt vorkommen. Das muss er nicht tun, wenn er Dir nicht beweisen muss, dass seine Realität real ist.

ALICIA: Verstanden. Das leuchtet mir sehr ein.

ELIAS: Und das ist ein sehr offensichtlicher Beweise dafür, wie Deine Interaktion sein Verhalten beeinflusst.

ALICIA: Ich verstehe. Oder es hält etwas weiterhin im Gange.

ELIAS: Und der Vorteil dessen, dass Du im Bereich psychischer Erkrankungen tätig bist, ist dass dies ein Dir vertrauter Zugangsweg ist, den Du nutzen kannst. Denke einmal an andere Situation, wenn beispielweise ein Kind missbraucht wurde. An wen wendet es sich insbesondere? An den Missetäter.

ALICIA: Ja, an ihn.

ELIAS: Und warum.

ALICIA: Weil es daran gewöhnt ist.

ELIAS: — es versucht, sich dem Täter gegenüber zu beweisen und ihn nachzuahmen (to emulate). Wenn es sich beweisen und nachahmen kann, wird es vom diesem akzeptiert werden, weshalb es sich vom Missetäter angezogen fühlt (to gravitate). Nutze Dein Wissen so, dass Du davon profitierst, womit ich nicht sage, dass Du ein Missetäter wärst.

ALICIA: Verstanden.

ELIAS: Aber wenn Du etwas nicht glaubst, wird er automatisch davon angezogen, um das Gegenteil zu beweisen, weil er Deinen Beifall sucht.

ALICIA: Ja, das habe ich nun verstanden. Im Rückblick kann ich das gut sehen.

ELIAS: Er weiß, dass Du ihn liebst. Du bist wichtig für ihn, und er weiß dass er für Dich wichtig ist. Aber er möchte auf eine von ihm für gut und real wahrgenommen Weise für Dich wichtig sein, und nicht weil etwas an ihm nicht in Ordnung ist.

ALICIA: Nicht weil er krank und behindert wäre.

ELIAS: Stimmt. Und derzeit nimmt er wahr, dass er aus den falschen Gründen für Dich wichtig ist, und er möchte es aus den richtigen Gründen sein.

ALICIA: Elias, Ich höre dass Marys Wecker klingelt und muss auflegen. Ich könnte noch lange so mit Dir sprechen. Ich danke Dir für die miteinander verbrachte Zeit. Das war sehr, sehr hilfreich, und ich werde in den nächsten Tagen darüber nachdenken.

ELIAS: Meine Freundin, ich werde ständig bei Dir sein und Dich unterstützen und ermutigen.

ALICIA: Vielen Dank.


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