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 Betreff des Beitrags: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Fr 21. Jul 2017, 07:25 
Supraselbst
Supraselbst

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(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

ELIAS: Bei dieser Umschaltung gibt es bereits Trauma und wird es weiterhin geben, denn es gibt Aspekte dieser Umschaltung, die, wie Ihr Euch intellektuell versichern könnt, herrlich, ermächtigend und befreiend sind, aber Ihr habt das Endresultat noch nicht erreicht. Es gibt bei diesem Prozess unbekannte Faktoren, die mit jeder anderen Erfahrung in Eurem Leben verglichen werden können, die Euch unbekannt war, die Ihr noch nicht ausgeübt habt, wie beispielsweise Autofahren. Ihr hattet eine intellektuelle Vorstellung, wie es sein würde, ein Auto zu lenken. Das Auto existiert in Eurer Realität. Bevor Ihr das Auto fahrt, könnt Ihr es sehen und seine Form und seinen Mechanismus identifizieren, doch bevor Ihr es tatsächlich fahrt, erkennt Ihr nicht, wie herausfordernd es sein kann, diese sehr große Manifestation zu handhaben.

LYNDA: Wie ich schon zu Beginn dieser Sitzung sagte, kann ich Dinge schneller rekonfigurieren, weil ich dazu motiviert bin, am Arbeitsplatz und in meinen Beziehung und überall weniger Trauma zu erleben. Meine externen Umstände sind stabil. Alles passiert im Inneren. Ich sehe, wo die Furcht herrührt. Eine kollektive Furcht ist im Gange. Aber ich vertraue auf das, was wir besprochen haben, dass das, was bei vielen von uns im Gange ist, innere Dinge sind. (gekürzt)

ELIAS: Ja, aber Du bist ein Common-Individuum, und damit ist verbunden, dass das, was Du im Inneren generierst, externe Bilderwelt ist. Du sagtest, dass Furcht eine Äußerung ist, mit der Du Dich ständig oder fast ständig befasst. Bezüglich Deiner objektiven externen Bildersprache würdest Du mir sagen: „Sie passt nicht. Es gibt nichts, was dem entspricht. Es gibt kein objektives Bild/Gegenstück. Ich präsentiere mir eine Menge objektiver Bilderwelt. Ich sehe alle diese verschiedene Aspekte der Bildersprache und versuche, die Vase zu finden, die passt.“ Und da Du nicht die passende Vase findest, siehst Du alle fünfzehn Vasen und sagst: „Keine davon passt, keine ist eine Bestätigung. Es gibt keine Validierung, und deshalb gibt es auch keinen Grund/Motiv (reason).“

LYNDA: Richtig, und es muss einen geben. Also verliere ich den Verstand, und das ist der Grund.

ELIAS: Das Unvertraute und das, was nicht passt, sind der Schrecken. Der Schrecken ist die Kreatur, das Muster in Deinem Kopf. Der Schrecken im Kopf. Das ist es. Das ist das Monster in Deinem Kopf, das sich heftig bewegt und wächst und gefüttert und ermutigt wird.

Was kannst Du mit Deinem Denkmechanismus tun, wenn Du denkst und die Teile nicht zusammenfügen kannst? Was tust Du als Common-Individuum, wenn Du die objektive Bilderwellt nicht mit dem abgleichen kannst, was Du fühlst und was in Dir geschieht? Was tust Du mit Deinem Denken? Wie versuchst Du, es zu entziffern und es auszuknobeln? Wie tust Du das? Du tust das mit Deinem Denken. Und was tust Du?

LYNDA: Ich analysiere das, was ich fühle, sehe mich um, und in jüngster Zeit passt nichts mehr. Ich habe den Eindruck, dass ich wieder in den Verraten-Werden-Modus gehe, und es wird verschlimmert, weil mein Körperbewusstsein nicht über genug Informationen verfügt, und ich wiederhole, wiederhole und wiederhole.

ELIAS: Das ist ein hervorragendes Beispiel, denn das, was Du tust, ist Denken anzuheuern, nicht bloß im Wiederholungsmodus sondern auch hinsichtlich der Vergangenheit.

LYNDA: Und dann projiziere ich in dieses “was wäre wenn“, was ebenso schlecht ist.

ELIAS: Richtig, aber dieses “was wäre wenn” beruht auf der Vergangenheit. In unserem Gespräch sagtest Du auch, dass Du sehr viel Glauben hast (you are a great individual of faith). Glaube ist ein anderer Begriff für Vertrauen. Vertrauen wird nur in der Gegenwart geäußert. Vertrauen ist ein Vorgang und eine Äußerung, die nicht in Vergangenheit oder Zukunft geschehen. Vertrauen ereignet sich nur in der Gegenwart und ist sehr eng mit dem verbunden, woran Du im Augenblick glaubst. Es geht hier nicht um das Identifizieren von Glaubenssätzen, sondern um das, woran Du im Augenblick glaubst. Wenn Du in einem Augenblick glaubst, dass Lebensmittel verdorben und nicht mehr gut sind, vertraust Du diesem Glauben, und deshalb ist es so, denn Du vertraut darauf, und zwar intensiv.

Zu glauben, das etwas gut oder schlecht ist, das ist ein ausgezeichnetes Beispiel für Euch alle, wie leicht es ist, auf etwas zu vertrauen und auch dafür, wie stark Ihr das tut. Wenn Ihr glaubt, dass Ihr etwas nicht zustande bringt, wenn Ihr glaubt, dass eine furchtbare Gefahr lauert und Euch verschlingen wird, dann vertraut Ihr darauf, und Ihr vertraut in der Gegenwart darauf. Deshalb wird das Gefühl verstärkt und setzt sich in der Gegenwart fort. Du fühlst nicht das, was Du in der Vergangenheit fühlst. Du fühlst nicht das, was Du in Zukunft fühlen magst.

LYNDA: So viel zu meinem Glauben in der Gegenwart. Das ist nicht esoterisch, da hast Du Recht. Was tue ich also?

ELIAS: Nein, es ist nicht esoterisch. Es ist sehr real.

LYNDA: Die Idee, im Gegenwartsaugenblick zu sein, ist kein kosmisches Märchenland.

ELIAS: Nein. Sehr oft bist Du im Gegenwartsaugenblick, ohne Dir dessen gewahr zu sein. Du erlebst ihn definitiv. Doch bist Du Dir selbst gewahr, was Du tust? Nein. Das Erste wäre zu erkennen, dass dieses Monster in Deinem Kopf und in Deinem Denken lebt. Ich verstehe durchaus, dass das, was ich Dir sage, einfach, zugleich aber auch schwierig ist, denn dieses Monster hat seine Tentakel sehr effektiv und stark an Deine Gefühle geheftet. Was also am schwierigsten ist, das ist es, jene Tentakel von Deinen Gefühlen zu lösen und zu erkennen, dass das ein Monster ist, das in Deinem Kopf erschaffen wurde, nicht das es nicht real wäre, denn das ist es. Es ist ein sehr reales Monster. Es hat sich auf sehr realistische Weise mit Deinen Gefühlen verknüpft, aber es ist nicht gültig und auch nicht echt. Nehmen wir den Begriff „gültig“ weg. Es ist nicht authentisch. DU bist authentisch. Das, wer Du bist, ist authentisch/echt.

In jüngster Zeit habe ich Euch oft gesagt, dass diese Strömung des Entdeckens Eurer Identität, ihrer Reinheit (purity) und ihrer Authentizität/Wahrhaftigkeit ohne alle Anhängsel eine sehr schwierige Bewegung ist, und das ist ein Aspekt davon. Das Monster, das in Deinem Kopf herangewachsen ist, ist sehr mit jenen Anhängseln assoziiert. Wenn Du ein Bild dieses Monsters malen würdest, wäre es nötig, die Formen aller Anhängsel, von dem, was Du dachtest, dass dies Deine Identität als wer und was Du bist wäre, mit aufzunehmen.

So sieht Dein Monster aus, und es ist dort sesshaft. Und was tust Du nun? Zu allererst einmal erkennst Du, dass es da ein Monster gibt, das es sehr real ist, und je mehr Du es fütterst, desto größer wird es und umso größer werden seine Tentakel, und umso mehr verknüpfen sie sich mit Deinen Gefühlen.

LYNDA: Und welche Handlung unternimmt man, damit es nicht dort wohnen bleibt? Sprechen wir von Einzelheiten.

ELIAS: Es geht nicht nur darum, dass es nicht dort haust, denn es wurde sehr invasiv, und es geht auch nicht ums Vermeiden, was tröstlich ist, dessen bin ich mir gewahr. Denn wenn Du bis hin zum Punkt signifikanter Ablenkung vermeiden kannst, erlaubt Dir das, auf die Tentakel nicht achtzugeben. Deshalb fühlst Du sie momentan weniger oder gar nicht.

(17 Sekunden Pause)

Das, was ich Dir jetzt sagen werde, wirst Du höchst wahrscheinlich noch nicht objektiv verstehen. Aber glaube und vertraue darauf, dass es nicht darum geht, dass Du das irgendwann tun wirst, sondern dass es lediglich nötig ist zu assimilieren, was Du tust, ohne zu denken. Insofern wirst Du verstehen. Nicht Du wirst verstehen …..

(Band zu Ende)

LYNDA: .. In unserer letzten Sitzung war das Band zu Ende und etwa 10 Minuten des Gesprächs wurden nicht aufgenommen. Du erwähntest, dass ein Assimilieren auf subjektiver Ebene ohne Nachdenken geschieht und dass es darum geht, darauf zu vertrauen. Ich möchte das Thema fortsetzen und noch mehr von Dir erfahren, wie Leute mit der Common-Orientierung diese Tentakel der Assoziationen und Anhängseln lockern können. Ich möchte gerne dort weitermachen, wo Du letztes Mal aufgehört hast, d.h. das hören was in den verpassten 10 Minuten gesagt wurde.

ELIAS: Die Schwierigkeit liegt im Loslösen von Gefühlen und auch darin, nicht in Richtung von Analysieren und exzessivem Denken zu gehen. Ich sprach schon früher darüber, wie stark Gefühle mit Gedanken assoziiert sein können. In sehr vielen Situationen sind diese sehr miteinander verknüpft.

Wenn ein Individuum in den Gedankenwiederholungsmodus geht, werden dem Gedankenmechanismus oft keine neuen Informationen zum Übersetzen offeriert, weshalb er aus alten Informationen schöpft. Er arrangiert alte Informationen neu im Versuch, eine neue Übersetzung zu produzieren, denn das ist seine Funktion. Wenn ihm keine neuen Informationen offeriert werden, schöpft er aus alten.

Obwohl – anders als Ihr dies annehmt - Euer Denkmechanismus kein gänzlich physischer Vorgang ist, ist er doch sehr mit Eurem physischen Gehirn verbunden. Wenngleich die Gedanken aus einem nicht-physischen Aspekt von Euch generiert werden, lösen sie auch Aktivitäten in Eurem physischen Gehirn aus. Das ist wichtig. Denn Euer Gehirn ist Teil Eures physischen Körperbewusstseins, und es inkorporiert die Fähigkeit, alle Bereiche Eures physischen Körpers anzuzapfen.

Euer Gehirn kontrolliert nicht unbedingt alle Aspekte Eures Körperbewusstseins, aber es verfügt über die Fähigkeit, alle Aspekte Eures Körperbewusstseins anzuzapfen. Dies ist ein wichtiger Faktor, denn in Eurem Körperbewusstsein sind Erinnerungen und somit auch Assoziationen gespeichert. Wenn Ihr also Wiederholungsgedanken generiert, verbindet sich jeder Gedanke mit dem physischen Gehirn und erschafft eine physische Stimulation, die das Gehirn anweist, auf verschiedene Aspekte des Körperbewusstseins einschließlich des Erinnerungsspeichers zuzugreifen.

Neben den Assoziationen sind auch Gefühle mit dem Erinnerungsvermögen verbunden. Wenn der Gedankenmechanismus nicht auf neue Informationen zugreifen kann, um sie zu verarbeiten und zu übersetzen, sucht er automatisch alte Informationen heraus. Und wenn er dies tut, versucht er, diese neu zu arrangieren, um sie auf anscheinend neue Weise oder als anscheinend neue Informationen zu präsentieren, was sie nicht sind. Er verbindet sich mit dem physischen Gehirn, das sich mit Eurem Nervensystem und Eurem neurologischen System verbindet und Erinnerungen heraussucht, die zu alten Informationen passen, auf die der Gedankenmechanismus zugreift. Wenn er dies tut, zapft er das Erinnerungsvermögen, die Assoziation und die Gefühle an. Und nun inkorporiert Ihr jene Gedanken, die das Gefühl und die alten Assoziationen ausgelöst haben.

Die Schwierigkeit hierbei besteht darin, dass Ihr in alten Assoziationen und Gefühlen etwas feststeckt, die wiederum Wiederholungsgedanken intensivieren. Diese Gedanken sind nicht neu. Die Kombination dieser Äußerungen präsentiert Euch Informationen, die nicht relevant, nicht gültig und nicht zutreffend sind. Dies erschafft entweder einen fortwährenden Denk- und Gefühlskreis, der zur Falle wird oder Frustration und vielleicht sogar Zorn, denn die Informationen passen nicht und es scheint keine Methode zu geben, sie zu umgehen.

LYNDA: Du hast das Problem sehr gut beschrieben. Du hast noch die Verzweiflung und die Depression vergessen, aber wir werden sie mit einbeziehen, denn so übersetze ich das. Wie auch immer dies übersetzt wird, dass ist genau die Erklärung dafür. Wow.

ELIAS: Und hier fangt Ihr an zu bemerken, dass Ihr auf eine Weise wahrnehmt, die Euch nicht vertraut zu sein scheint. Ihr fühlt, aber bei diesem Fühlen grapscht ein Aspekt des Gedankenmechanismus nach jeder vorhandenen Information, die nicht zur alten Information passt. Deshalb gibt es Verwirrung und Frust aber immer noch keine neue Information außer der Bestätigung, dass die gegenwärtige Information nicht zu den alten Informationen und Gefühlen passt.

Hier kommen zwei unterschiedliche Faktoren ins Spiel. Das Individuum äußert zwei wesentliche Faktoren. Der eine Faktor lautet: „Das bin ich nicht. Das tue ich nicht. Ich verstehe nicht, denn das bin nicht ich.“ Und der andere Faktor sagt: „Ich bin völlig unmotiviert.“

Die erste Aussage ist etwas richtig, die zweite nicht. „Ich bin nicht motiviert“ ist nicht zutreffend. Es stimmt, dass Du nicht in allen alten Assoziationen und Vorgängen motiviert bist, denn sie passen nicht. Deshalb bist Du bezüglich der alten Vorgänge durchaus unmotiviert. Aber bist Du wirklich unmotiviert? Nein. Du bist motiviert, aber dies in Richtungen hin, die Du nicht bestätigst, und auf die Du, was Deine Motivation anbelangt, nicht Acht gibst.

Du magst ein bisschen auf das, was Du tust, Acht geben und bemerken, dass Du verschiedene Vorgänge generierst, was die erste Aussage „das bin ich nicht“ noch verstärkt. Du erkennst nicht, dass es bei dem, was auch immer Du jetzt tust, tatsächlich eine Motivation gibt. Aber Du tust nicht das, was Du (seinerzeit) getan hast, weshalb Du den Motivationsaspekt gänzlich abwertest. Du verbindest mit dem, was auch immer Du tust, nicht den Motivationsfaktor und erkennst nicht, dass es bei dem, was Du tust, eine Motivation gibt, denn es ist nicht das, was Du (damals) getan hast. Und solange Du nicht das selbst tust, verbindest Du es nicht mit der Motivation, die in dem verloren ist, was war.

LYNDA: So ist dies letztendlich vielleicht doch eine gute Sache. Aber wie Du weißt, sind derzeit einige extreme Beispiele im Gange.

ELIAS: Ja, in unterschiedlichem Ausmaß und aus verschiedenen Gründen. Bei einigen derzeit von Individuen angeheuerten Vorgängen, und ob sie dies nun erkennen oder auch nicht, so ist doch eine Motivation vorhanden, verstehen die Individuen objektiv noch nicht genug, um die Fähigkeit der Erkenntnis zu generieren, dass das, was sie jetzt motiviert und das, was sie jetzt tun, aufrichtiger/wirklicher sie selbst ist, aber nicht in auf eine Weise von ausschließlich schwarz-weiß, denn dies ist nicht alles, was sie sind.

Ich habe Euch schon oft geraten, das Kind nicht mit dem Badewasser auszuschütten. Angesichts der Verwirrung, die sich in dieser Transition/diesem Übergang ereignet, neigen die Leute dazu, in Richtung einer schwarz-weiß-Sicht zu gehen. Wenn sie sich erlauben, auf das, was sie tun, Acht zu geben, und wenn sie es sich selbst gestatten, irgendeine Art der Motivation zu erkennen – ich heure diesen oder jenen Vorgang an, und ich bin entsprechend motiviert, doch das ist nicht produktiv – ist es Eure automatische schwarz-weiße Reaktion, das Kind mit dem Badewasser auszuschütten: „Okay, das ist die neue Richtung. Sie ist völlig anders. Ich kann keine mir vertraute Äußerung anheuern.“ Und das ist es, was die Verwirrung, die Niederlagen und die Depressionen erschafft, weil das Individuum nicht sieht, wie es das, was es tut, inkorporieren und auf die ihm bekannte Weise produktiv sein kann. Die erste Aussage „das bin ich nicht“ ist sowohl richtig als auch unrichtig. Sie ist richtig, weil dies nicht die ganzen Anhängsel sind. (It is correct, for it is not all of the attachments.)

LYNDA: Es ist also sozusagen eine weiße/leere Leinwand.

ELIAS: Bildlich gesprochen. Was die Aussage anbelangt “Das was ich tue, das tue nicht ich, das bin ich nicht” hast Du Recht, denn das, was Du als Dich selbst kennst, das sind alle diese Anhängsel. Und dieses Sein, zu dem Du umziehst, das ist ohne Anhängsel. Diese Aussage ist insofern nicht zutreffend, da dies Dein Ich ist, und zwar viel mehr das echte Ich als alle jene Anhängsel.

LYNDA:… Ich kann das, was Du sagst, klar bei Anderen erkennen, aber bei mir selber fällt es mir schwer, da meine Beispiele und meine Symbolik so ganz anders sind. Dieses Grauen in meinem Inneren wird nicht im Draußen gespiegelt. Du sagst doch nicht, dass dieses Grauen mein wirkliches Ich ist.

ELIAS: Nein. Lass mich dies ansprechen. Ob es Grauen, Verwirrung, Traurigkeit oder irgendein anderer Gefühlsaspekt ist, erinnere Dich daran, dass es einen Unterschied gibt zwischen Gefühlen und emotionalen Bedenken/Schuldgefühlen (emotional compunctions). Bei diesem Vorgang werden die Gefühle sehr stark eingeflüstert und vehement und stark generiert. Du hast Fragen hinsichtlich der Orientierung „common/allgemein“. Lass uns also darüber sprechen. Was generierst Du als „allgemein/common“ orientiertes Individuum in Bezug auf den Tod?

LYNDA: Automatisch generiere ich Traurigkeit. Der Verlust der Energie eines Freundes wie Howard. Dieses Wissen, ihn hier nicht mehr wieder zu sehen… Traurigkeit und Verlust.

ELIAS: Der Verlust, sich nicht mehr wiederzusehen, der Verlust, nicht mehr miteinander zu interagieren, diese gefühlte Trennung. Gefühle können sehr viel stärker geäußert werden, wenn Ihr einen von Euch angeheuerten Vorgang oder Prozess nicht versteht oder Euch diesen nicht erklären könnt. Das ist der Grund, warum ich das Thema Tod miteinbeziehe, da sich die meisten von Euch dieses Thema nur sehr schwer erklären können. Ihr wisst nicht, was nach Euren Begriffen auf der anderen Seite geschieht, oder ob es eine andere Seite gibt.

LYNDA: Und obwohl Du für mich der Beweis dafür bist, dass es eine andere Seit gibt, weiß ich das nicht aus eigener Erfahrung.

ELIAS: Richtig. Der Grund, warum ich, was das Loslösens der Anhängsel anbelangt, immer wieder betone und Euch sage, dass Ihr diese nicht eliminiert, sie nicht vergesst und nicht loswerdet, ist der, dass Eure automatische Antwort auf das, was Ihr tut dies ist, dass Ihr einen Teil von Euch selbst abschneidet. Wenn Ihr einen Teil von Euch selbst abschneidet, welkt und stirbt er. Und deshalb gibt es den Tod.

Die GEFÜHLE verstärken sich immer mehr, weil es diese Angst vor dem gibt, wohin Du umziehst, vor dem, was Du nicht identifizieren kannst: Wer ist das autarke/echte Ich, dieses Ich, dessen Du Dir noch nicht gewahr bist? Das, was Du erkennst und womit Du Dich als mit Deinem Ich assoziierst, wird nun als Anhängsel an Deine Identität gesehen, als Anhängsel, die abgezogen werden, und wenn sie abgezogen werden, werden sie ausrangiert, und deshalb wird dieses Ich ausrangiert, um zu welken und zu sterben, und was bleibt dann noch übrig?

LYNDA: Ich weiß es nicht, aber das waren in dieser Woche meine Gedanken. Du hast mir gesagt, dass ich mit meinem Spiegelbild sprechen kann, und die Person, mit der ich spreche, das ist dieses Grauen (dread-head). Aber das bin ich, und ich habe das erschaffen, und ich bin dafür verantwortlich. Ich kann es nicht töten. Ich möchte es töten, ….

ELIAS: Nein, nein, nein!

LYNDA: Ich sage Dir einfach ehrlich, was mein Gedankengang war!

ELIAS: Dessen bin ich mir gewahr, und genau darum geht es auch. Denke daran, was ich Dir sagte, als ich Dir vorschlug, mit Deinem Spiegelbild zu sprechen. Dein Spiegelbild - obwohl es das identische physische Bildnis von Dir ist - ist alle diese Anhängsel. Ja, es kennt alles, was Du zuvor als das Du/Ich definiert hast, aber es ist alle jene Äußerungen, und Du bist sie nicht.

LYNDA: Und wo ist da mein Bezugsrahmen? Ich habe noch keinen.

ELIAS: Richtig. Wenn Du mit dem Bildnis von Dir sprichst, das die Ansammlung all dieser Anhängsel ist, wo bleibt die Schuld?

LYNDA: Sie lebt in den Anhängseln.

ELIAS: Richtig. Und wo ist die Angst?

LYNDA: Sie lebt in den Anhängseln.

ELIAS: Richtig.

LYNDA: Ich betrachte also etwas, was außerhalb von mir ist, das sozusagen nicht ich ist.

ELIAS: Etwas, was alle Deine Anhängsel ist, die physisch mit Dir identisch zu sein scheinen, aber es sind alle diese Anhängsel und Assoziationen.

LYNDA: Du sagst also, dass die Gefühle der Teil sind, der schwierig loszulösen ist. Ich versuche, dies einfach auszudrücken: Ich fühle mich als eine Person, ich bekomme Angst, fühle mich überwältigt, bin durchgeknallt, und mitten in der Nacht überkommt mich das Grauen. Weil dieses Gefühl so real ist, assoziiere ich mich damit, und auch weil ich kein echtes Selbst außer dem da habe… Das ist also jetzt eine Herausforderung ….

ELIAS: Es geht darum, zwischen echten Gefühlen, die eine tatsächliche Emotion begleiten und den Gefühlen, die mit Anhängseln assoziiert sind, zu unterscheiden. Grauen ist mit Anhängseln assoziiert und nicht mit einer emotionalen Kommunikation. Eine emotionale Kommunikation geschieht im Jetzt und identifiziert das, was Du jetzt tust.

LYNDA: Der Magen und der Solar Plexus sind angespannt, da gibt es ein angespanntes Gefühl der Angst. Dieses Gefühl in diesem ganzen Bereich ist physisch, und das ist die emotionale Kommunikation?

ELIAS: Nicht unbedingt.

LYNDA: Der Körper schränkt sich auf diese Weise ein (restricting)?

ELIAS: Dies ist vielleicht einer seiner Aspekte. Es kann eine sehr einfache Kommunikation sein, ohne die Intensität des Gefühls. Es mag die einfache Kommunikation sein, dass das, was Du in diesem Augenblick tust, dieses überwältigende Gefühl zulässt, das an dieses Bildnis, aber nicht an Dein echtes Du/Ich angeheftet ist.

(Beugt sich vor, dicht an Lynda heran) Stelle Dir vor, dass ich Dein Bildnis bin. Physisch erscheine ich ganz präzise und exakt genau so, wie Du gegenwärtig bist. (Elias lehnt sich zurück, zieht die Knie an die Brust, schlingt die Arme um die Beine, und Lynda fängt an zu lachen). Ich bin Du, ich bin Dein Anhängsel-Du.

Du sitzt an Deinem Platz, und ich Dir gegenüber, und ich sehe Dich an. Ich bin Du. Ich kenne alle Deine Assoziationen, alle Deine Gefühle, denn ich bin sie, und die Energie ist im Fluss. Von hier aus (Elias streckt die Hand aus und berührt Lynda) fließt ein Energiestrom, der eine Verbindung von hier nach dort herstellt. Beide Körper sind durch diesen Energiefluss verbunden. Dieser Körper (deutet auf sich selbst) kann Energie zu Deinem Körper fließen lassen, wie auch Dein Körper Energie zu diesem hier fließen lassen kann. Deshalb können die Gefühle des Grauens oder Schreckens von diesem Körper herrühren (deutet auf sich) und durch den Energiestrom in diesen Körper fließen (berührt Lynda). Ist das Deine eigene emotionale Kommunikation? Nein! Deine emotionale Kommunikation mag in diesem Augenblick lauten: “Ein Energiestrom wird generiert, der ein sehr starkes Gefühl inkorporiert”, aber das Gefühl ist ein Anhängsel. Das ist Deine emotionale Kommunikation.

Das diese emotionale Kommunikation begleitende Gefühl ist so klein und wird so sehr von der Immensität dieses anderen Gefühls des Anhängsels überschattet, dass Du Beide nicht auseinanderhalten kannst. Das Gefühl des Grauens, des Schreckens, des Verlustes, des Verlorenseins ist das Gefühl aller dieser Anhängsel, was Du mit Wegwerfen und somit mit Sterben assoziierst, aber diese Anhängsel sterben nicht. Was Du in diesem Übergang tust, ist lediglich das zu identifizieren, was diese Anhängsel sind, und was das autarke Ich ist. Die Anhängsel verschwinden nicht. Sie werden erkannt als das, was sie sind, was Dir erlaubt, die Freiheit der Erkenntnis von Dir selbst zu generieren.

In diesem Prozess sind auch noch andere Aspekte involviert. Ein außerordentlich starkes Anhängsel, und es ist schwierig, dies anzusprechen, aufrichtig zu erkennen, zu verstehen und loszulassen – und nur sehr wenige unter Euch, inkorporieren dieses unglaublich starke Anhängsel nicht – das ist die Unabhängigkeit.

LYNDA: Ich wäre auf jedes andere Wort nur nicht auf dieses gekommen! Ich dachte, dass Du von Geld sprechen würdest. Ich weiß nicht, was ich dachte, dass Du dies sagen würdest.

ELIAS: Dieses Anhängsel ist mit jedem Thema vernetzt, das Du Dir überhaupt vorstellen kannst.

LYNDA: Weil es um die Kontrolle und die Individualität geht.

ELIAS: Und das spielt keine Rolle. Es kann mit Geld, mit Geldmangel, mit jedem Thema zu tun haben, das ist egal. Ich werde Dir das sagen, was ich auch gestern Deinen Freunden sagte. Was ist die stärkste mit Unabhängigkeit vernetzte Äußerung? Beide gehen Hand in Hand: Es ist die Verantwortlichkeit.

Je unabhängiger Ihr seid, desto mehr Verantwortlichkeit inkorporiert Ihr, je unabhängiger Ihr seid, desto mehr seid Ihr für das verantwortlich, was auch immer in Eurer Obhut ist, ob es nun Gegenstände, Strukturen, Individuen, Tiere oder Äußerungen sind. Ihr seid für jede Äußerung verantwortlich, die Ihr als unter Eurer Obhut wahrnehmt, und dabei seid Ihr alleine, denn Unabhängigkeit ist Getrenntsein, das Weggehen von. Ihr generiert keine Unabhängigkeit hin zu sondern weg von.

LYNDA: Lass mich Dich etwas fragen. Ich fühle noch keine Angst, und dies ist eine solch überwältigende Aussage ...

ELIAS: Es ist eine Ermutigung, Dein Zugang, um Dich mit dem, was und wer Du bist, zu verbinden. Du bist Essenz. Wie lautet Dein Essenz-Name?

LYNDA: Ruther.

ELIAS: Und wer ist Ruther?

LYNDA: Lynda.

ELIAS: Wirklich?

LYNDA: Ich weiße es nicht.

ELIAS: Ist das Deine Assoziation? Glaubst Du dies aufrichtig? Nein, denn dies inkorporiert einen anderen Namen, und wenn Deine Essenz einen anderen Namen als Du hat, generierst Du automatisch eine Trennung. Insofern bist Du von ihr unabhängig. Und für Eure Spezies, das sage ich Dir ganz offen, ist Unabhängigkeit ein Juwel.

LYNDA: Damit hast Du Recht, insbesondere für Frauen, unabhängig zu sein von, sich selbst zu sein. Hierbei gibt es sehr viele Facetten.

ELIAS: Sehr viele.

LYNDA: Ich weiß auch, dass es wichtig ist, offen und empfänglich zu sein, und das geschieht nicht.

ELIAS: Je unabhängiger Ihr seid, desto weniger empfangt Ihr.

LYNDA: Das erkenne ich. Lass mich Dich etwas fragen. Ich liebe es, alleine zu leben. Ist das eine schlechte Sache?

ELIAS: Nein.

LYNDA: Aber das ist etwas Anderes als unabhängig sein zu wollen. (Elias nickt). Dies ist meine Vorliebe. Ich verstehe Dich und fange an, die Idee des nicht Getrenntseins zu begreifen. Das ist die beste Sache...

ELIAS: Was ist das Gegenteil von Unabhängigkeit?

LYNDA: Nicht getrennt sein von, Teil davon zu sein, mit einbezogen zu sein, sich mit allem verbunden zu fühlen ...

ELIAS: Die automatische Antwort lautet Abhängigkeit. Aber Du hast Recht, das Gegenteil von Unabhängigkeit ist Vernetztsein, Bindung, Deinen Wert ohne Anhängsel in der Bindung zu kennen. Unabhängigkeit fördert Anhängsel.

LYNDA: Das ist wichtig. … Ich habe Unabhängigkeit immer so gesehen, dass ich nicht abhängig oder untergeordnet wäre und meine eigene Wahl habe…

ELIAS: Weil Du Abhängigkeit als das Gegenteil von Unabhängigkeit definierst, und das ist sie nicht.

LYNDA: Okay. Ich versuche gerade, meine ganze Absicht nicht zu annullieren. Wahrscheinlich wird sie als etwas erblühen, was ich mir schon immer wünschte, als etwas, das ganz aus dem Herzen kommt und Teil der Expansion und des Wachstums ist im Leben anderer sowie jene auch in meinem Leben.

ELIAS: Und Deine eigene Wert echt zu erkennen und somit zu erkennen, dass Dein Wert die Gesamtheit Deiner Realität mit einschließt und dass Du für den Rest Deiner Realität ebenso wertvoll bist wie Du es für Dich selbst bist.

LYNDA: Aber an erster Stelle kommt diese Verbindung mit dem Selbst.

ELIAS: Richtig, aber auch das Wissen, dass andere Individuen Dich ebenfalls wertschätzten.


Session 2824
Sunday, August 2, 2009 (Private)


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 Offline  
 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Fr 21. Jul 2017, 08:24 
Supraselbst
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Übersetzt von Katrin Klinger Haka.klinger@gmail.com
(Diese Übersetzung stammt von der Elias-Website
http://www.eliasweb.org/Session.aspx?sn=2835&L=1 )


ELIAS: Du erinnerst Dich an unsere Diskussion über wirkliche Identität und den Anhängseln der Identität?

KATRIN: Ja.

ELIAS: Das ist es, was Du gerade tust. Du erlebst die Loslösung dieser Anhängsel. Nicht, dass sie verschwinden, nicht, dass sie unwichtig werden, aber Du beginnst zu realisieren, dass diese Anhängsel dich nicht ausmachen, dass es sie gibt, aber nicht du selbst sind, dass sie nicht repräsentieren, was und wer du bist; und dass du diese Anhängsel wahlweise so einbeziehen kannst, wie du es möchtest, ohne die Klammer des Müssens oder des Sollens.

In diesem Prozess erlaubst du dir die Entdeckung, was für dich natürlicher und was authentischer für dich ist. Und ja, es scheint ungewohnt für dich zu sein; sozusagen eine fremde Person. Tatsache ist, du bist keine andere Person; du erlaubst dir lediglich die Erfahrung deiner Authentizität statt der Erfahrung deines Selbst mit all den Anhängseln, was eine andere Erfahrung ist. Wie ich bereits sagte, die Anhängsel verschwinden nicht - sie bleiben – aber du musst sie nicht anwenden oder ausdrücken.

Daraus folgt, dass Du nicht unbedingt motiviert bist mit Anderen interaktiv zu sein. Das mag sich ändern, aber das ist nicht von Belang. Der Punkt ist, dass du in der gegenwärtigen Situation, in diesem Moment, in diesem Zeitabschnitt der Verpflichtung nicht nachgibst und kein intensiver Antrieb zum Müssen oder Sollen, zum Nicht-Müssen oder Nicht-Sollen vorliegt.

Die Verpflichtung, die Assoziation, dass Freunde in Verbindung stehen oder sich melden sollten, ist eine Erwartungshaltung, um die Freundschaft auf dem Laufenden zu halten – das sind Anhängsel. Das sind Assoziationen, die ihr habt. Das sind Ideen und Konzepte wie auch Einflüsse zu dem, was ihr gelernt, gelehrt bekommen habt oder was eurer Erfahrung entspricht.

Sich von Erfahrungen zu lösen ist schwerer als sich von dem zu lösen, was ihr gelernt oder gelehrt bekommen habt. Nicht, dass das schon herausfordernd genug ist, aber eure Erfahrungen bringt ihr mehr in Verbindung mit dem, wer Ihr seid. Insofern sind viele eurer Erfahrungen motiviert von eurer Einschätzung, was ihr tun solltet mit all den dazugehörigen Tentakeln, die sozusagen an jedem "Sollte tun" kleben - als Gründe, warum ihr überhaupt eine Handlung vornehmt.

Die simple Handlung, einen Freund anzurufen, schließt das Anhängsel Freundschaft ein mit all den anderen Tentakeln, die sich ausdrücken in der Frage: „Warum sollte ich anrufen?". Warum verpflichtest du dich, einen Freund anzurufen? Weil das die Freundschaft aufrecht erhält und dem Freund versichert, dass man an ihn denkt, ihn wichtig nimmt und Anteil nimmt. Es schließt auch die Assoziation ein, wenn ich mich melde, meldet sich der Freund auch als Gegenleistung, sozusagen ein Geben und Nehmen. Die Verbindung bleibt bestehen. Oder es ergibt sich eine Situation in der ihr glaubt, die Hilfe des Freundes zu benötigen oder umgekehrt, dann gibt es ein Einvernehmen, dass dieses Bedürfnis zufrieden gestellt wird, wenn man die Freundschaft regelmäßig pflegt. All diese Gründe sind die Greifarme des Anhängsels, die euch motivieren, bestimmte Handlungen fortzusetzen, weil ihr sie von euch erwartet.

Du erfährst gerade die Erlaubnis für dich selbst, nicht notwendigerweise automatisch auf diese Anhängsel zu reagieren, ohne viel zu analysieren.

KATRIN: Ich bemerkte auch noch, dass ich mich mit einigen meiner Bekannten oder Freunden langweile. Nur mit einer Freundin und Mary kann ich mich über Dinge unterhalten, die mich wirklich interessieren. Es geht soweit, dass ich aus nichts, was ich mache, mehr richtig einen Kick bekomme. Darüber denke ich viel nach. Ich warte auf Inspiration, mehr von innen, da ich von außen im Moment nicht sehr inspiriert bin. Ich habe den Eindruck, dass dieses Warten auf Inspiration zu vergleichen ist damit, sich ein Ziel zu setzen, was die Freude am Prozess ausschließt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich gelangweilt bin, aber nicht unglücklich. In meiner Einschätzung habe ich mir nicht die Möglichkeit eröffnet, spontan auf Impulse zu reagieren, was ich gern machen möchte. Ich bin spontan, wenn ich mit Anderen zusammen bin, wenn ich koche, einkaufe, oder wenn ich meine Arbeit erledigt habe. Ich bin spontan und flexibel, wenn ich in Kontakt mit meiner Umwelt bin, aber ich bin nicht so beweglich mit mir selbst. Das könnte der Ursprung meiner Langeweile sein, weil ich bemerke, nachdem was Du mir heute gesagt hast, dass ich bestimmte Anhängsel in meine Realität nicht mehr benutze. Ich möchte eine andere Route einschlagen, um mir meine eigene Unterhaltung zu machen, so sehe ich das jetzt.

ELIAS: Ja! Wichtig ist, den spontanen Impulsen Aufmerksamkeit zu widmen und ihnen zu folgen, statt sie zu unterdrücken. Der Grund, Impulse nicht ernst zu nehmen, beruht auf der gewohnten Art des Denkens und der Assoziation, dass impulsives Handeln zunächst nicht produktiv ist.

KATRIN: Genau das trifft für mich zu.

ELIAS: Und warum soll man deshalb den Impulsen folgen? das ist nicht produktiv. Das bringt nichts von dem, was als produktiv eingeschätzt wird. Aus diesem Grunde ist es fast leichtsinnig.

Hierin liegt ein anderer Aspekt des Entdeckens des authentischen Wesens und der Abkopplung der Anhängsel, indem du den spontanen Impulsen Aufmerksamkeit gibst, egal welcher Art sie sind, egal wie unbedeutend oder geringfügig sie erscheinen oder wie wenig Zeit sie beanspruchen, um ihnen nachzugehen.

Das ist ein anderer Gesichtspunkt, denn mit wichtigen Handlungen wird mehr Zeitaufwand assoziiert. Wenn ihr in einem Projekt involviert seid, das eine Stunde, zwei Stunden, fünf Stunden oder mehrere Tage in Anspruch nimmt, bekommt es eine größere Wichtigkeit und mehr Aufmerksamkeit, weil es produktiv ist. Aber einem Impuls zu folgen, dessen Ausführung nur 15 Minuten dauert, ist genauso produktiv wie eine Handlung, die über mehrere Tage geht. Es ist lediglich anders. Es ist ein anderer Typ von Produktivität. Diese Art von Produktivität erlaubt euch mehr, das wirkliche Selbst zu sein, herauszufinden, welche Interessen ihr habt, welche neue Interessen sich entwickeln mögen und was tatsächlich eure wirklichen Interessen sind, statt dem zu folgen, was ihr für ein Interesse gehalten habt, weil es euer Interesse sein sollte.

Wie in dem Beispiel, in welchem du ausdrücktest, dass du nicht mehr so sehr an der Unterhaltung oder dem Austausch mit Anderen und Freunden interessiert bist, weil die Themen dich nicht interessieren. Bis zu einem gewissen Grade, würde ich sagen, warst du an den Themen auch vorher nicht richtig interessiert, aber du folgtest dem Anhängsel Verpflichtung und des vermeintlichen Sollens; das sind die "Warums", die Tentakel in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Deshalb musst du Interesse zeigen. Oder auch, wenn du selbst kein Interesse hast, solltest du der anderen Person die Möglichkeit geben, sich auszudrücken und deshalb etwas Interesse daran zeigen als Ausdruck deiner Anerkennung der Wichtigkeit, die der Andere dem Thema beimisst, was auch wieder ein Tentakel zu Freundschaft und Beziehungen ist.

Was Du jetzt tust, ist das sich Öffnen zur Erfahrung des Beziehungs-Zustands (the state of relationship), nicht die Beziehungen, die immer einen Austausch zwischen dir selbst und anderen Manifestationen, sei es zwischenmenschliche Beziehungen oder andere, bedingen, sondern den Seinszustand wahrer Beziehung, welcher der Zustand der Verbundenheit ist. In diesem Zustand der Verbundenheit sind solche Anhängsel nicht mehr notwendig, weil ihr bereits miteinander verbunden seid.

Deshalb ist es ohne Belang, ob ihr an einem Thema, das für jemanden Anderen wichtig ist, interessiert seid oder nicht. Es ist nicht notwendig das zu zeigen. Es ist nicht notwendig, eine Verbindung zu beweisen, indem ihr Interesse an dem für den Anderen wichtigen Thema zeigt. Ihr seid präsent, und die Präsenz in sich selbst drückt den Wert eures Selbst aus und erkennt zugleich den Anderen an, egal ob ihr das für ihn wichtige Thema für wichtig haltet oder nicht.

In diesem Sinne hast du begonnen, dich in die Richtung des authentischen Selbst zu bewegen, und ja, es ist fremdartig. Darüber hinaus sind einige Aspekte davon unbekannt, und ja, das kann verwirrend sein, weil du weiterhin nach gewohnten Bezugspunkten suchst, die sich in den Anhängseln ausdrücken.

Auf diese Weise beginnst Du, das Anhängsel Unabhängigkeit fallen zu lassen, nicht unbedingt loszulassen, aber fallen zu lassen. Dazu habe ich kürzlich einiges gesagt, weil dies ein wichtiges Tor dazu ist, auf objektive Weise wirklich den Bewusstseinswandel zu erleben, was bedeutenden Umbrüchen in eurer Realität den Weg bereiten wird.

Lass mich zum Ausdruck bringen, mein Freund, eine der wichtigsten Umwälzung in eurer Realität innerhalb des Bewusstseinswandels wird sein, dass das Fundament Austausch unbrauchbar wird. Folglich wird die offensichtlichste Form von Austausch, nämlich Geld oder irgendeine Form von Tausch, in der eine Handlung gegen eine andere ausgetauscht wird, was die Basis für Geld ist, keine Rolle mehr als Grundelement eurer Realität spielen.

Nun; viele Individuen, wenn nicht alle, sind damit vertraut und fragen sich, wie kann das möglich sein? Wie können wir eine solch gewaltige Neuerung in unserer Realität erreichen, wenn diese Grundlage des Austauschs so viele unserer Handlungen durchdringt – und sich in den Anhängseln niederschlägt, sogar darin, was ihr seid, aber nicht darin, was ihr wirklich seid.

Nun, um diese gewaltige Veränderung in Eurer Realität zu erreichen, müsst ihr zuerst die Anhängsel entdecken und wie immens deren Einfluss ist darauf, was und wer ihr seid. Wenn ihr diese Anhängsel nicht erkennt und nicht loslassen könnt und entdeckt, welchen Einfluss sie haben und euch limitieren, und nicht entdeckt Wer und Was ihr wirklich seid, wie sollt ihr dann diese gewaltigen Veränderungen in Bezug auf die Anhängsel in eurer Realität zu Stande bringen? Tausch selbst ist ein Anhängsel.

Eines der gewaltigsten Anhängsel neben Austausch in Bezug zu eurer Identität, das ihr für genauso gut haltet wie Austausch und als Belohnung schätzt, und - wie ich bereits gesagt habe - einer der Juwelen eurer Realität ist, das ihr direkt mit eurer Identität verknüpft, ist Unabhängigkeit. Dieses Juwel setzt ihr gleich mit Freiheit, aber das ist es nicht. Es ist keine Freiheit. Es fesselt euch. Freiheit ist nur ein anderer Begriff für Abschottung, und Abschottung fesselt Euch.

Ihr sagt nicht, dass ihr Freiheit z u bestimmten Dingen erreicht. Ihr formuliert es als Freiheit v o n dies und jenem. Freiheit ist mit einer Handlung verbunden, in der ihr Euch weg von Aspekten bewegt, die ihr als bindend oder limitierend einschätzt. In eurer Wahrnehmung heißt es, je unabhängiger ihr werdet, umso freier werdet ihr, umso weniger gebunden an bestimmte andere Ausdrucksformen.

Tatsache ist jedoch, je stärker ihr Freiheit ausdrückt, umso mehr seid ihr gebunden, weil eines der dominanten Anhängsel zum Anhängsel Freiheit Kontrolle ist. Am Anhängsel Unabhängigkeit hängt das Anhängsel Verantwortlichkeit sowie das enorme Anhängsel, die richtigen Schritte zu tun, die rechte Wahl zu treffen. Wenn ihr unabhängig seid, müsst ihr die rechte Wahl in euren Handlungen treffen, um die Unabhängigkeit zu sichern. Je unabhängiger ihr seid, umso mehr seid ihr verantwortlich für die Erhaltung eurer Unabhängigkeit. Je unabhängiger ihr seid, desto mehr muss diese Unabhängigkeit kontrolliert werden.

Deshalb fesselt euch das Juwel, das ihr Freiheit nennt, umso mehr ihr es ausdrückt. Je länger ihr danach trachtet und es erlangt, umso mehr distanziert ihr euch und umso weniger erlaubt ihr euch etwas zu bekommen. Was sollt ihr empfangen? Ihr könnt es selbst tun. Was sollt ihr von außerhalb annehmen? Das könnt ihr allein, weil Ihr unabhängig seid.

KATRIN: Das ist eine harte Nuss.

ELIAS: Ja, es ist erheblich und gewaltig, weil es eure gesamte Existenz, egal, was es ist, durchzieht. Ob es euer Eigentum ist, was euch gehört, eure Umwelt, oder Individuen, Gegenstände, Tiere. Es spielt keine Rolle – es ist alles, was in eurer Verantwortung liegt. Und wie könnt ihr bestimmen, was eure Verantwortung ist? Womit immer Ihr euch beschäftigt. Unabhängig zu sein, schließt immer die Verantwortung für alles, womit ihr beschäftigt seid, ein, sei es das Heim, das Auto, eure Familie, eure Freunde, andere Individuen, Kollegen, Fremde, Gegenstände, Haustiere, Bäume. Es spielt keine Rolle (It matters not). Womit ihr euch in eurer Existenz einlasst, ist Teil eurer Verantwortung in eurer Unabhängigkeit.

Was ist die Umkehrung von Unabhängigkeit, oder, was ihr als Gegenteil von Unabhängigkeit bezeichnet? Es ist nicht Abhängigkeit. Das Gegenteil oder die Umkehrung von Unabhängigkeit ist Verbundenheit (relationship). Nicht Beziehungen (relationships), sondern der Zustand der Verbundenheit, das Wissen um die Verbundenheit, das Wissen, dass es keine Isolation gibt, dass niemand isoliert ist und trotz eurer wundersamen Einzigartigkeit ihr alle miteinander verbunden seid.

Nun; wie kann das sein? Wie erhaltet ihr eure einzigartige Individualität, ohne überhaupt nicht getrennt zu sein, stattdessen vernetzt im Zustand der Verbundenheit?

Bauen wir das in einfachen gewohnten Begriffen auf: untersuchen wir, was dich ausmacht - wir verwenden hier nicht den Begriff "Wesen", weil ihr alle, oder die meisten von euch, es bereits als getrennt von euch seht. Ihr alle habt einen anderen Wesens-Namen und demzufolge ist das Wesen etwas anderes als ihr in körperlicher Erscheinungsform. Daher erschafft das bereits eine erhebliche Trennung. Betrachten wir, wer du bist und was dich als dein Selbst ausmacht. Es ist nicht das Körperbewusstsein, jedenfalls in deiner Einschätzung, in deiner Wahrnehmung. Nun, was ist dein wirkliches Selbst?

Die meisten von euch werden das wirkliche Selbst entweder als Geist – den ihr nicht vollkommen mit dem Gehirn gleichsetzt, und obwohl ihr Teile davon mit dem Gehirn in Verbindung setzt, betrachtet ihr euren Geist in einem anderen Licht als das körperliche Gehirn – oder als Seele definieren. Eher als Seele, weil ihr diese nicht mit einem körperlichen Organ oder einer körperlichen Manifestation verbindet. In eurer Wahrnehmung ist die Seele das wirkliche Selbst, der Bewirker dessen, wer ihr seid, was ihr seid. Obwohl sie irgendwie im Körper residiert, ist sie schwer zu fassen und nicht mit dem Körper verbunden.

Nun gut; verwenden wir die Vorstellung vom authentischen Selbst – wer ihr seid, was ihr seid, diese Seele – wie kann diese Seele einzigartig sein, verschieden sein und sie selbst sein und trotzdem nicht getrennt, stattdessen vollständig und gänzlich verflochten mit "Allem Was Ist" in jeder Hinsicht? Ganz einfach, wie jeder von euch es leicht verstehen kann, in der Darstellung des Konzepts eines Seelenpartners.

Die Vorstellung des Seelenpartners, obwohl er in verschiedener Form und Philosophien erscheint, hat die gemeinsame Grundlage, dass es irgendwo etwas gibt, eine andere Seele, welche Teil des eigenen Selbst ist, der nicht abtrennbar ist. Egal, ob ihr den Seelenpartner als lebendigen Menschen erlebt oder nicht, er ist immer ein Teil von euch. Das motiviert oft viele, viele Individuen dazu, wirklich nach diesem Seelenverwandten zu suchen, diesem Teil, der nicht abgeschnitten werden kann, der so sehr Teil des eigenen Selbst ist. Ohne ihn fühlt sich das Individuum unvollständig oder nicht als Ganzes.

Nun, wie du weißt, sind das Vorstellungen, aber da ist ein Quäntchen Wahrheit enthalten. Ihr habt begonnen, die Realität der Verbundenheit, das Verbunden-Sein, die Gemeinsamkeit zu erschaffen, was das Fehlen von Trennung in physischer Form als Seele und Seelenpartner beschreibt. Das gibt den Weg frei sich zu wandeln (shifting), euer authentisches Selbst, eure wirkliche Identität ohne Anhängsel zu erkennen.

Die Seele hat keine Anhängsel. Seele ist einfach nur ein anderer Begriff für das Selbst, wer und was du in deiner Authentizität bist, und der Seelenpartner ist alles andere, „Alles Was Ist" als authentischer Teil, der zu dir gehört und nicht getrennt von dir ist. Die Trennung kommt durch die Anhängsel, und wie ich schon sagte, eines der größten Anhängsel, neben Austausch, ist Unabhängigkeit.

KATRIN: Mir kamen die Tränen als du Freiheit und Unabhängigkeit erklärtest, was sie repräsentieren. Ich spürte diesen Wunsch, dass es so ist, wie du es erklärt hast. Ich glaube, ich spüre einen starken Antrieb, dieser Richtung zu folgen. Ich kann für mich sprechen, weil es mich so erreicht hat. Es ist kein Konzept, es ist das Gefühl, dass es eine Saite in mir angeschlagen hat.

ELIAS: Und das ist mehr als ein Wunsch, mein Freund. Ihr sehnt euch alle danach, euch so zu verändern. Das ist die Wiedererinnerung (remembrance) – nicht das Gedächtnis, nicht die Erfahrungen, sondern das Rückerinnern, der Zustand der authentischen Verbundenheit.

Ich habe gesagt, ein Faden kann noch kein Stoff sein; ein Faden ist ein Faden. Aber du bist nicht ein Faden. Du bist der Stoff und der Stoff kann nicht hergestellt werden ohne zahllose Fäden, weil nur so Stoff entstehen kann und so ist es auch mit euch.

Vielleicht bewegst du dich in deiner Wahrnehmung des Mangels an Motivation – was in Wirklichkeit kein Mangel an Motivation ist, es ist nur eine andere Motivation, eine, an die du noch nicht gewöhnt bist - in Richtung der wirklichen Freiheit ohne Grenzen, ohne gebunden zu sein und entdeckst das Wunder und die Großartigkeit deines authentischen Selbst, ohne Abstriche.

KATRIN: Ich hab nichts mehr zu sagen. (Elias lacht) Ich bin überwältigt, aber auf angenehme Weise.

ELIAS: Als du die Konversation mit mir heute begonnen hast, indem du ausdrücktest, dass du ungewohnte Handlungen vornimmst und du dich nicht wieder erkennst und trotzdem es nicht als unbehaglich empfindest, vielleicht kannst du diese Erfahrung als Tor sehen, den Glanz deines Selbst zu erkennen, dass du ohne Anhängsel sein kannst, wer du sein möchtest, dass du dich ausdrücken kannst, wie du es wählst, und trotzdem nicht abgetrennt bist.

KATRIN: Was ich bereits bemerkt und Mary erzählt habe, ist meine Entdeckung, dass ich viel einfacher gestrickt bin als ich dachte. Meine Erfahrung, losgelöst von meinen Schöpfungen zu sein, zeigte mir wie einfach meine Bedürfnisse sind, welche übertönt wurden durch Verpflichtungen oder dem, was ich glaubte, dass von mir erwartet wurde. Das habe ich bereits entdeckt.

ELIAS: Richtig, ja, etwas, was ich seit Beginn des Forums ausdrückte. Es ist alles ziemlich einfach, aber als Menschen seid Ihr richtig davon fasziniert etwas komplizierter zu machen.

KATRIN: Ich sitze manchmal herum und tue nichts, außer Bäume anzuschauen. Doch dann schleicht sich das Gefühl ein, dass ich etwas tun müsste. Andrerseits erkenne ich aber auch, sich so anspruchslos zu fühlen, hat ein Anhängsel, das mir angenehm ist. Also, ich versuche gerade mehr dazu herauszufinden. Ich bin mir selbst noch nicht ganz klar.

ELIAS: Und ist es nicht eine wirkliche Überraschung? Wenn du dir selbst einfache Ausdrucksformen präsentierst oder einfache Handlungen begehst oder, wenn du dir ganz einfache Impulse zugestehst, wirst du immer überrascht sein. Die Überraschung in ihrer Schlichtheit ist ehrlicher, die Wertschätzung der Überraschung auch.

KATRIN: Und Schönheit präsentiert sich darin auch.

ELIAS: Ja, genau.

KATRIN: Ich habe das erfahren. Es ist mehr dein Gehirn oder dein Geist, der das hinterfragt. Es wird vorbei gehen. (Elias lacht) Und niemals werde ich den Satz wieder sagen: "Du musst unabhängig sein". (Elias lacht mit Katrin) Ich wusste nicht, dass das so ein starkes Anhängsel ist. Was für eine Überraschung. Es ist so logisch. Darin zeigt sich eine natürliche Logik. Wenn du unabhängig bist, versuchst du dich zu separieren.

Sitzung 2835
Samstag, 29. August 2009 (Privat/Telefon)


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Fr 21. Jul 2017, 08:29 
Supraselbst
Supraselbst

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http://www.eliasforum.org/digests.html


Die folgende Übersetzung stammt von der Elias-Website
http://www.eliasweb.org/Session.aspx?sn=2867&L=1

ELIAS: Guten Tag! Seid willkommen. Heute werden wir über Anhängsel reden. Kennt jemand von euch seine Anhängsel seiner wirklichen Identität und weiß, was sie sind?

RODNEY: Alles.

ELIAS: (lacht) Auf eine gewisse Weise schon, aber einige sind wichtiger als andere. Ein sehr bedeutender Aspekt dieses Bewusstseinswandels, der jetzt stattfindet, – eures individuellen Wandels, der sich auch als Massenphänomen zeigt – besteht darin, zur Anerkennung eurer wirklichen Identität zu kommen. Was ist eure wirkliche Identität?

Eure wirkliche Identität ist die, die von all den Anhängseln befreit ist, von denen ihr glaubt, sie seien Teile eurer Identität, aber es nicht sind. Und was ist ein Anhängsel eurer Identität? Ein Anhängsel ist mit euren Erfahrungen verknüpft, damit, was ihr gelernt habt und was euch gelehrt worden ist. Und einiges davon, was ihr gelernt habt oder was ihr gelehrt worden seid und auch was ihr selbst gemacht habt in Bezug auf eure eigenen Erfahrungen, wird zu Anhängseln eurer Identität.

Ein einfaches Beispiel, das mit Erfahrungen zu tun hat: die meisten Individuen machen Erfahrungen in Bezug auf Beziehungen. Und sie haben Assoziationen zu diesen Erfahrungen. Ich habe schon definiert, dass Assoziationen die Einschätzungen sind, die ihr zu jeglicher Erfahrung erzeugt. Ihr macht das mit jeder Erfahrung. Ihr erzeugt eine Assoziation. Einige sind offensichtlicher und stärker als andere, aber mit jeder Erfahrung erzeugt ihr eine Assoziation.

Mit dieser Bewertung eurer Erfahrung erzeugt ihr eine Einschätzung, ob die Erfahrung gut oder schlecht ist. Deswegen ist eine Assoziation eine Einschätzung mit der Beifügung von gut oder schlecht in Bezug auf eine Erfahrung. "Ich küsste ein Mädchen und es war gut." (Lachen) Der Kuss ist die Erfahrung, die Assoziation ist die Bewertung der Erfahrung. "Der Kuss war gut."

Was Erfahrungen und Assoziationen betrifft erzeugt ihr oft sich wiederholende Erfahrungen oder Erfahrungen, die sich sehr ähnlich sind. "Ich küsste sie öfters und jedes Mal war es gut." (Lachen) Ihr verstärkt damit die Assoziation, und in dieser Situation wird die Assoziation stärker und stärker. Nicht dass ihr das auch immer denkt, aber es wird registriert. Euer Körperbewusstsein speichert alle Erinnerungen, deswegen sind all euere Erfahrungen als Erinnerung in eurem Körperbewusstsein gespeichert. All euere Erfahrungen werden gespeichert, so auch eure Assoziationen. Unabhängig davon, ob die Erfahrung gut oder schlecht war.

Einige Assoziationen und Erfahrungen werden euch so vertraut und so sehr ein Teil eures Tuns, dass sie Anhängsel eurer Identität werden.

JEREMY: Könnte das etwas mit Schreinen zu tun haben, über die du schon etwas gesagt hast?

ELIAS: Nicht notwendigerweise. Die Anhängsel können Schreine werden, aber sie fangen nicht als Schreine an. Sie sind Anhängsel.

Ein Individuum kann von sich in Bezug auf Beziehungen sagen, dass es ihm gefällt lustig zu sein. Das muss nicht unbedingt ein Teil seiner wirklichen Identität sein. Es kann ein Teil seiner Erfahrung sein. Es kann wiederholt die Erfahrung machen, dass es in Beziehungen am meisten genießt, lustig oder albern oder sehr aktiv zu sein. Das kann Teil seiner wirklichen Identität sein oder auch nicht, aber ist ganz bestimmt Teil eines Anhängsels, das von seinen Erfahrungen gebildet wird.

Oder beispielsweise: "Ich bin nicht sehr gut in Beziehungen, ich funktioniere nicht gut in ihnen, ich erschaffe anscheinend immer Störungen und kann keine andauernde Beziehung führen". Das ist vielleicht nicht die wirkliche Identität des Individuums, aber es ist seine Erfahrung. Und so erzeugt es ein Anhängsel an seine Identität und sagt: „So sind die anderen. So bin ich. Ich kann keine erfolgreiche Beziehung eingehen." Denn das Individuum hat erfahren, dass es noch nicht erfolgreich gewesen ist im Versuch eine Beziehung zu haben. Das ist nicht, wer es ist, aber es kann anfangen, diesen Zusatz oder dieses Anhängsel an seine Identität zu erzeugen, was eigentlich ein Teil seiner Erfahrungen ist und nicht notwendig das, wer es ist. Das ist ein Beispiel für Erfahrungen, die ein Anhängsel sind.

Es gibt andere Arten von Anhängseln an eure Identität. Etwas, das gelernt wurde oder einem gelehrt wurde. Gelernt ist nicht immer auch gelehrt. Ihr könnt lernen, ohne unterrichtet zu werden. Ein Individuum kann eine Vorstellung und eine Einschätzung von sich selbst erzeugen, dass es ungeschickt ist. Denn in seiner Erfahrung neigt es vielleicht dazu, nicht sehr genau darauf zu achten, was es tut, und vielleicht erzeugt es körperlich Unbeholfenheit und somit lernt es dadurch etwas in Bezug auf seinen Körper und bildet sich eine Meinung, und damit verbindet es etwas mit seiner Identität: „Ich bin körperlich unkoordiniert." Das muss nicht unbedingt richtig sein und muss kein Teil seiner wirklichen Identität sein, aber es hängt es an seine Identität an. Jetzt meint das Individuum: „Das ist ein Teil von mir. Das ist ein Teil dessen, wer ich bin." Nein, nicht unbedingt.

Ein sehr großes Anhängsel, das ihr alle habt und mit dem ihr euch auseinandersetzen werdet, ist der Edelstein schlechthin von euch individuell und gesellschaftlich. (humorvoll) Dieser Edelstein ist sehr kostbar. Ihr ALLE schätzt diesen Edelstein sehr. Und dieses Anhängsel ist Unabhängigkeit. Ihr alle wollt Unabhängigkeit. Ihr alle schätzt Unabhängigkeit. Ihr alle wollt unabhängig sein. Und ihr bringt Opfer für Unabhängigkeit, da das ein sehr geschätzter Edelstein ist. Und womit setzt ihr Unabhängigkeit gleich? Mit Freiheit.

Der Begriff Unabhängigkeit ist für euch fast synonym mit Freiheit. Ich sage euch jetzt, Unabhängigkeit ist nicht Freiheit und hat nur wenig Ähnlichkeit mit wirklicher Freiheit. Unabhängigkeit legt Fesseln an. Denn Unabhängigkeit hat ihre eigenen Fangarme, die ihre besonderen Anhängsel erschaffen. Mit Unabhängigkeit kommen Verantwortung und Kontrolle und richtige Entscheidungen. Sie sind die Basis der Unabhängigkeit. Wenn ihr unabhängig seid, müsst ihr richtige Entscheidungen treffen. Ihr müsst Verantwortung tragen, und ihr müsst über die Unabhängigkeit wachen und sie absichern, um sie aufrecht zu erhalten. Und die Aufrechterhaltung von Unabhängigkeit ist ein Dauerjob. Und wie nehmt ihr den Begriff "Job" wahr? Als Arbeit. Unabhängigkeit ist eine Arbeit. Es erfordert erhebliche Energie sie zu erhalten.

Aber ich möchte sagen, dass welches Anhängsel an euren Identitäten auch immer ihr erzeugt, wir besprechen dieses Thema nicht, um sie zu beseitigen. Unabhängigkeit ist nicht ganz schlecht, weil es Aspekte von Unabhängigkeit – wie aller Anhängsel - gibt, die nützlich sind und die euch dienlich sind. Aber es gibt auch Aspekte der Anhängsel, die Fesseln anlegen und Hindernisse sind.

Bei der Unabhängigkeit ist eines der Hindernisse, dass Unabhängigkeit ein „Sich von etwas weg Bewegen" ist. Ihr werdet nicht unabhängig FÜR etwas sondern unabhängig VON etwas. Unabhängigkeit ist die Bewegung von irgendeinem Aspekt eurer Realität weg. Und im Allgemeinen haltet ihr das, wovon ihr weg geht, für eine Art Hindernis oder eine Beschränkung. Aber Unabhängigkeit selbst ist eine Beschränkung. Eine der größten Beschränkungen, die durch Unabhängigkeit zum Ausdruck kommen, ist, dass sie Verbundenheit behindert und erschwert etwas zu bekommen. Denn warum solltet ihr etwas annehmen? Ihr könnt es selber tun. Warum solltet ihr mit anderen verbunden sein? Ihr kommt allein zurecht. Ihr könnt alles allein machen. Es gibt keinen Zwang und niemand verfügt über euch, wenn ihr unabhängig seid, oder vielleicht doch nicht?

Wenn ihr ein Zu-Hause habt, und dieses Zu-Hause in Stand haltet - da ihr unabhängig seid – seid ihr jetzt für euer Heim verantwortlich und dadurch kommen diese drei Faktoren stark ins Spiel. Wenn ihr unabhängig seid, seid ihr für alles in eurer Umgebung, für alles, was euch gerade wichtig ist, verantwortlich. Was auch immer ihr mit eurer Unabhängigkeit verbindet, dafür seid ihr zuständig. Ihr seid verantwortlich, deswegen müsst ihr es auch überwachen und kontrollieren und richtige Entscheidungen treffen in Bezug auf das, über das ihr bestimmt und das ihr verantwortet. Wie entscheidet ihr euch richtig? Das verwirrt viele Individuen und macht Schwierigkeiten, weil es ein dauerndes Ringen darum ist zu entschlüsseln, was die richtige Entscheidung ist, die ich in meiner Unabhängigkeit treffen muss?

Wenn ihr völlig unabhängig seid, ist es weniger wahrscheinlich, dass ihr anderen Individuen erlaubt, euch zu helfen. Ihr erlaubt euch weniger, etwas geschenkt zu bekommen. Außer wenn die Geschenke gerechtfertigt sind. (humorvoll) Aber wenn sie nicht gerechtfertigt sind - wenn sie freiwillig und ohne Grund angeboten werden - das ist wirklich nicht notwendig. „Es ist nicht notwendig, dass du mir etwas schenkst! Ich kann mir selbst alles geben! Ich brauche nichts von dir. Ich kann für mich selbst sorgen. Ich benötige keine Hilfe, da ich meine Probleme selbst lösen kann." Und wenn ihr euch helfen lasst, lasst ihr das nur zu, wenn ihr verzweifelt seid oder meint, dass ihr ein Problem nicht selbst lösen könnt. Dann nehmt ihr Hilfe an.

Deswegen gibt es viele Aspekte von Unabhängigkeit, die eigentlich Fesseln anlegen. Aber es ist nicht nur Unabhängigkeit allein, das ist nur EIN Anhängsel. Es ist ein sehr großes Anhängsel. Es ist eines, das allen von euch gemeinsam ist und das ihr alle für einen sehr kostbareren Edelstein haltet, aber es gibt viele verschiedene Anhängsel. Es kommt bei diesem Thema darauf an zu verstehen, wer ihr seid, dass ihr nicht unbedingt seid, was ihr tut. Ihr seid nicht, was ihr gelernt habt. Und nicht, was euch gelehrt wurde.

Noch ein Beispiel: ein Individuum kann in seinem wirklichen Selbst, in seinem eigenen frei fließenden Ausdruck in die Richtung gehen, keine Beziehung oder keinen Partner haben zu wollen. Vielleicht drückt sich das Individuum natürlich in einer Weise aus, sich nicht unbedingt zu paaren. Das Individuum möchte in seiner natürlichen Identität und Ausdruck, wenn das zugelassen wird, vielleicht viele Beziehungen zu vielen Individuen und nicht unbedingt mit irgendjemandem fest zusammen sein. Aber dieses Individuum kann beispielsweise ein Alter der frühen Zwanziger erreichen und aufgrund dessen, was es gelernt hat und was ihm gelehrt wurde, einen Partner suchen und heiraten mit der Absicht, eine Familie zu gründen, ein Heim zu haben, also eine bestimmte Lebenslaufbahn einzuschlagen. Das wurde ihm beigebracht. Das ist, was von ihm erwartet wird. Viele Individuen machen das so und sind zufrieden damit. Viele schlagen eine Richtung ein, die ihrer Natur entspricht, viele aber auch nicht.

Das ist nur EIN Beispiel, wie ein Individuum solche Erfahrungen machen kann, und einen solchen Weg gehen und sich nicht unbedingt ganz wohl damit fühlen kann. Es kann sich damit abfinden, was es tut - ich würde nicht sagen, dass es das akzeptiert -, aber das wird erwartet, das erwartet es von sich selbst, das tut man und deswegen: „Das will ich tun." Und es tut das. Und es kann meinen, auf der sicheren Seite zu sein. Es kann sich damit manchmal auf eine neutrale Weise ganz gut fühlen. Das Individuum kann sich manchmal wohlfühlen - für Momente, aber insgesamt existiert es nur. Es erkennt sein wirkliches Selbst nicht an – es weiß nicht einmal, was sein wirkliches Selbst ist. Was es von seinem wirklichen Selbst sieht, sind die Anhängsel.

Warum kommt es also darauf an, sich der Anhängsel bewusst zu sein? Weil ihr, wenn ihr diese Anhängsel an eure Identität identifizieren könnt, auch erkennen könnt: „Das bin nicht unbedingt wirklich ich. Das tue ich oder das will ich tun, aber ich muss es nicht tun." Anhängsel erzeugen das Müssen, das Sollen und das Nicht-Sollen. Die wirkliche Identität kennt kein Sollen, Nicht-Sollen, Müssen und kein Nicht-Dürfen. Die alle gehören nicht zu eurem wirklichen Selbst.

Das heißt nicht, dass ihr diese Aspekte nicht wählt, diese Ausdrücke der Anhängsel, oder dass ihr einige von ihnen nicht wählen wollt - ihr wollt es so! Es gibt Aspekte bei all eueren Anhängseln, die ihr schätzt. Die euch wirklich gefallen. Die ihr zum Ausdruck bringen wollt. Deswegen sind sie nicht unbedingt schlecht, aber sie beschränken euch, wenn ihr euch ihrer nicht bewusst seid. Wie viel Individuen setzen sich selbst sehr stark herab und rechtfertigen das dann damit: „Aber das bin ich, so bin ich eben, ich kann das nicht ändern." Ja, ihr könnt. Da euer wirkliches Selbst nicht so beschränkt wie die Anhängsel ist, die ihr auf euch nehmt.

Diese Anhängsel können entweder eine sehr harte, einsperrende Schale sein, durch die ihr nicht durchscheinen könnt oder schmückende Dekorationen. Sie erschaffen interessante, wunderbare und erstaunliche Muster, durch die ihr durchscheint. Aber in vielen Situationen sind sie die harte Schale, die euch nicht erlaubt, wirklich und frei auszudrücken, wer ihr eigentlich seid.

Einige Individuen sind ihrer Natur nach Beobachter und fühlen sich wohl dabei, sich nicht zu beteiligen. Aber sie können z.B. in einer Gruppe von Individuen sein, in der die anderen Individuen wollen, dass sie mittun, und deswegen machen sie das, weil sie es SOLLEN. Ihr SOLLT mit anderen Individuen reden, obwohl das vielleicht nicht unbedingt euer wirkliches Selbst ist. Was SOLLT ihr also tun? Und warum SOLLTET ihr etwas tun, das nicht eurer Natur entspricht?

Einige Individuen sind von Natur aus überschwänglich und können in einer Gruppe von Individuen sein, die wollen, dass sie ruhig sind! (Lacht) Gut, warum solltet ihr ruhig sein? Es ist nicht euer natürlicher Ausdruck.

Ja, ihr habt mit einander zu tun, ihr erschafft Richtlinien in Gruppen, und ihr erschafft Verhaltensrichtlinien, aber wenn ihr eure natürliche Bewegung kennt und wisst, was euer natürlicher Ausdruck ist, könnt ihr euch entscheiden, mit wem und wo ihr zu tun habt. Wenn ihr nicht eurer Natur nach Individuen seid, denen es gefällt ruhig zu sein, werdet ihr nicht in Situationen sein, wollen, in denen man ruhig sein soll. Wenn ihr Individuen seid, die von Natur aus ruhig und nicht so interaktiv sind, werdet ihr nicht in Situationen sein wollen, in denen ihr interaktiv sein und euch engagieren müsst. Wenn ihr euch eurer eigenen Unabhängigkeit bewusst seid, könnt ihr wählen, was ihr zum Ausdruck bringt - nicht zu eurem eigenen Schaden sondern zu eurem Nutzen, wie ihr verbunden sein könnt und nicht allein.

Wie viele der hier anwesenden Individuen erlebten Momente, in denen sie sich sehr allein fühlten? Wenn irgendwer von euch mir sagen würde, dass er das nicht hat, (lacht) würde ich sagen, dass er da Wahnvorstellungen hat. (alle lachen) Ah, ja. Und wann fühlt ihr euch normalerweise allein?

KEN G.: Wenn ich mich selbst herabsetze.

ELIAS: Ganz genau. Wenn ihr euch verurteilt, fühlt ihr euch sehr allein. Wenn ihr meint, etwas falsch gemacht zu haben, fühlt ihr euch sehr getrennt und allein, weil niemand euch versteht und eure Erfahrung macht. Deswegen seid ihr sehr allein. Wenn ihr nicht entschlüsseln könnt, was ihr als ein von euch geschaffenes großes Problem empfindet, fühlt ihr euch allein.

Ihr seid NIE allein. Ich möchte euch sagen, obwohl es nichts absolut Gültiges gibt, das kommt dem absolut Gültigen am nächsten: Es ist fast nicht möglich für euch allein zu sein. Da ihr Bewusstsein seid, seid ihr immer verbunden. Ob ihr euch das zu erkennen und anzuerkennen erlaubt oder nicht ist etwas anderes, aber ihr seid nie allein.

Das heißt jetzt nicht, dass nicht sehr wirklich ist, was ihr fühlt. Es ist es. Ist es eigentlich gültig und stimmt es? Nein. Ist es von Bedeutung, dass es nicht gültig ist? In vielen Situationen, nicht immer. Ist es euch egal, wenn es in vielen Situationen nicht gültig ist, wenn ihr euch sehr allein fühlt? Nein. Könnt ihr euch fragen: „Ist dieses Gefühl gültig?" Ja, ihr könnt das. Und könnt ihr euch sagen: „Nein, das ist nicht unbedingt gültig." Ist euch das in diesen Moment normalerweise wichtig? Denn ihr fühlt, was ihr fühlt. Nein - es ist euch im Allgemeinen egal, dass es nicht gültig sein könnte.

Lynda: Wow, ich wusste nicht, dass du das weißt. (alle lachen) Aber du weißt das! Danke.

ELIAS: Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass obwohl jeder von euch ganz einmalig und individuell und vielleicht sogar in gewissem Ausmaß unabhängig ist, ihr nicht allein seid. Ihr seid kein einzelner Faden. Ihr seid ein Gewebe, das ganz verflochten ist. Entfernung oder Zeit spielen bei diesem Gewebe keine Rolle. Körperliche Nähe ist bei diesem Gewebe nicht wichtig. Ihr könnt von diesem Gewebe nicht getrennt werden, und wenn ein Faden in diesem Gewebe stumpf wird, hört das ganze Gewebe auf zu glänzen. Wenn ein Faden des Gewebes leuchtet, glänzt der Rest des Gewebes auch.

Es kommt euch in eurer individuellen Erfahrung vielleicht nicht so vor, aber es scheint euch nicht so zu sein, weil ihr euch in eurem eigenen Netz von Anhängseln, Isolation und Unabhängigkeit verstrickt, was diese Wahrnehmung von Trennung erschafft. Aber ihr seid nicht getrennt. Ja?

PAT B.: Wenn du über Unabhängigkeit sprichst, fällt mir immer wieder das Ideal unseres Landes und die Unabhängigkeitserklärung ein, und wie wir uns immer angestrengt haben uns abzugrenzen. Wenn wir uns abgrenzen und glauben, dass wir so eigenständig sind und eine so große Verantwortung als Vereinigte Staaten von Amerika haben, distanzieren wir uns eigentlich vom Rest der Welt in unserer Unabhängigkeit und trennen uns ab.

ELIAS: Und was macht ihr als euer Land? Diese drei Faktoren sind ganz stark im Spiel, nicht wahr? Richtige Entscheidungen, Verantwortung und Kontrolle.

PAT B.: Genau, und da sind wir im Augenblick. Deswegen sieht fast die ganze Welt auf uns herab, weil wir uns distanziert haben und uns wegen unserer Unabhängigkeit auf ein Podest stellen.

ELIAS: Richtig.

PAT B.: Also sehe ich alles, was du hier sagst, als ein Land …

ELIAS: Und ihr macht das als Individuen so!

PAT B.: … nicht nur als Individuen, sondern als Masse.

ELIAS: Ja, genau so.

JOHN: Ich glaube, das kann man im Inneren in der Gesundheitsvorsorge-Debatte ebenso sehen.

ELIAS: Stimmt, es wird jetzt stark auf eine offensichtlichere Weise gespiegelt, weil ihr euch jetzt damit auseinandersetzt.

PAT B.: Und wir stehen hinter der Unabhängigkeitserklärung und wer wir sind und wie wir sind, und wir bekommen unsere Freiheit nicht. Was wir tun, ist, wir distanzieren uns und übernehmen mehr Verantwortung für andere.

ELIAS: Richtig. Und seid eher getrennt als verbunden.

Freiheit wird in Verbundenheit erreicht und ausgedrückt. Darin liegt eure Freiheit, darin miteinander verbunden zu sein und zu wissen, dass alles, was auch immer ihr selbst vielleicht nicht unbedingt machen könnt, irgendein Individuum macht und euch so ergänzt. Deswegen seid ihr es, dem etwas gelingt. Und wann immer ihr – ganz real - fallt, gibt es jemanden, der euch aufhilft, weil ihr verbunden seid.

Wenn ihr etwas macht, wird nicht nur theoretisch oder hypothetisch auf der ganzen Welt gefühlt, was ihr tut, es wird wirklich gefühlt. Es beeinflusst. Es beeinflusst, was ihr tut und nur für eure eigene individuelle kleine Erfahrung haltet, die kein anderes Individuum berührt und von der niemand profitiert, da die anderen Individuen nicht einmal wissen, was ihr tut. Sie kennen euren Namen und euer Gesicht vielleicht nicht, aber sie fühlen eure Energie.

Energie ist ein ganz realer Ausdruck. Sie ist genauso wirklich wie euer physischer Körper. Sie ist größer als euer physischer Körper und freier als euer physischer Körper und euer Intellekt, da sie keine Grenzen kennt. Sie kann sich in jede Richtung bewegen und jede Entfernung überbrücken. Eure Energie, wie sie in diesem Raum jetzt heute ist, reicht zu den am weitesten entfernten Bereichen eures Universums, die ihr nicht einmal sehen könnt. Aber sie ist präsent.

Es kommt darauf an, was ihr mit dieser Energie macht. Ihr alle - ich kann das nicht stark genug betonen, ob ihr es glaubt oder nicht, was wir auch noch besprechen werden, nämlich was ihr glaubt - jeder einzelne von euch ist so stark wie irgendeine Gesellschaft. Wie stark auch immer ihr ein Kollektiv empfindet, ist jeder von euch individuell genau so stark und hat dieselbe Fähigkeit etwas zu vollbringen.

Ein weiteres Beispiel einer derzeitigen Situation in eurer Realität betrifft eure Wirtschaft, eure globale Situation. In diesem Land, gibt es Individuen - nicht wahr Catherine? -, die ungeachtet dessen, wie die Wirtschaftslage zu sein scheint oder wie viel Stellen oder Jobs es gibt, sich genau die Arbeit erschaffen, die sie wollen, und genau das tun, was sie sich wünschen. Richtig?

SUE: Ja.

ELIAS: Richtig. Unbeeinflusst davon, dass die Gesellschaft um euch herum Verhängnis und düstere Stimmung ausdrückt und dies nicht die Zeit ist, gewisse Handlungen zu setzen, da alles sehr negativ ist.

Ihr seid genau so stark wie eure Regierung ungeachtet wie viel Individuen die Bevölkerung hat. Euer eines individuelles Selbst ist genauso stark. Es ist genauso stark wie jede Gesellschaft, und ihr könnt vollbringen, wofür immer ihr euch entscheidet, es zu tun, wann immer ihr es tun wollt. Es ist nur eine Frage des Entfernens einiger eurer eigenen Hindernisse – entsprechend eurer eigenen Redewendung „sich selbst nicht im Weg stehen", - wobei das, was euch im Weg steht, eure eigenen Anhängsel sind. Erlaubt ihnen nicht, so unglaublich starke Eisenklammern auf euch zu sein, sondern eher fließende Materialien, die euch wirkliche Freiheit in eurem Verbundensein erlauben und mehr Dekoration als Käfige sind, die euch gefangen halten.

Wie oft habe ich euch allen gesagt, das in Bezug darauf Energie zu manipulieren, wenn ihr etwas Bestimmtes vollbringen wollt, es viel leichter und effizienter und schneller ist, wenn ihr Energie gemeinsam einsetzt. Alle von euch sind mit diesem Begriff vertraut: gemeinsame Energie. (pooling energy). Was ist das? Das ist miteinander verbunden sein. Ihr vollbringt viel schneller, viel effizienter, wirksamer und stärker, wenn ihr verbunden seid, als dann, wenn ihr euch absondert, um allein zu sein. (flüstert) Und ihr seid nicht allein.

Ein weiterer Punkt dabei, der auch mit dem Gefühl des Alleinseins zu tun hat: wenn ihr euch allein fühlt und euch fragt: „Ist das gültig?" Ist es von Bedeutung, ob es gültig ist? Wichtig ist, was ihr in diesen Moment glaubt - nicht was eure Glaubensannahmen sind, sondern was ihr in dem Moment glaubt, den ihr erlebt. Das gilt für jede eurer wie auch immer gearteten Erfahrung, aber es ist dann sehr wichtig, wenn ihr euch nicht wohl fühlt, verzweifelt seid, euch isoliert und allein fühlt. Was glaubt ihr in diesem Moment? Denn was auch immer ihr glaubt, dem vertraut ihr. Ihr stellt es nicht in Frage. Ihr vertraut dem, was ihr glaubt, sehr stark - fast ganz von selbst. Deswegen ist es wichtig, euch in diesem Moment zu fragen, was glaube ich? Was glaube ich, dass geschieht? Was glaube ich über mich? Was glaube ich über meine Welt, über andere Individuen? Denn das ist es, worauf ihr in diesem Moment vertraut.

Darauf zu achten, was ihr glaubt, kann euch sehr dabei helfen, es aber auch sehr leicht machen, euer Vertrauen zu erkennen. Wir sprechen eingehend und oft über Vertrauen. Vertrauen kann für viele Individuen in gewisser Hinsicht etwas schwer zu fassen sein. Was ist Vertrauen? Wie weiß ich, dass ich vertraue?

Eine Art zu wissen, dass ihr vertraut, besteht darin, euch zu fragen, was ihr glaubt, da ihr dem vertraut. Und wie einfach es für euch ist, etwas zu glauben! Es braucht nicht viel Mühe oder Arbeit. Und was auch immer ihr glaubt, ihr glaubt es einfach. Und das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, auf was ihr vertraut und wie ihr vertraut. Wenn ich etwas glaube, vertraue ich darauf. Und so könnt ihr für euch herausfinden, wie ihr vertraut, in was ihr vertraut, in was ihr nicht vertraut. So ist es auch in Bezug auf euch selbst leicht zu bestimmen, auf was ihr vertraut und auf was nicht. Was glaube ich über mich? Was glaube ich nicht über mich? Dem vertraue ich und vertraue ich nicht bei mir. Die Antworten darauf können sehr informativ und sehr hilfreich dabei sein, euch über eure Besonderheit, eure wirkliche Identität klarer zu werden, wer ihr seid und welche Wahl ihr treffen wollt statt nur automatisch zu handeln.

Wir machen jetzt Pause, und wenn es weitergeht werde ich eure Fragen beantworten.

ALLE: Danke!

Pause nach 54 Minuten.

ELIAS: Es geht weiter. Wir werden jetzt eure Fragen behandeln.

JEREMY: Gut, wie ihr alle wisst, rede ich gern, aber ich werde diesmal etwas ein bisschen anders machen. Ich mochte behandeln, wie Verletzlichkeit - normalerweise sehen Leute darin eine Schwäche - und Unabhängigkeit zusammenwirken und die Offenheit, die Verletzlichkeit erzeugt, die die Leute fürchten, und so weiter – jetzt übergebe ich an dich, ich habe schon mein Lied und meinen Tanz hinter mir. (Was er während der Pause wirklich gemacht hat)

ELIAS: (Lacht) Also ist deine Frage und dein Thema: „Wie hängt Verletzlichkeit mit Unabhängigkeit zusammen?"

JEREMY: Ja, in dem Sinne, dass wenn man unabhängig ist hat man seine eigene Stärke, aber wenn man verwundbar ist und all die anderen Individuen braucht, bewirkt das eine Offenheit, die die meisten Leute als Schwäche ansehen.

ELIAS: Gut. Zuerst geht es darum, Unabhängigkeit zu definieren und einzusehen, dass Abhängigkeit eigentlich nicht das Gegenteil von Unabhängigkeit ist, dass Abhängigkeit ein ganz anderer Ausdruck ist und eigentlich keinen Bezug zu Unabhängigkeit hat, im Gegensatz zu dem, was ihr glaubt.

Abhängigkeit wird von Individuen erlebt, die sich und ihre Fähigkeiten in sehr großem und schwerem Maße herabsetzen und meinen, sie können etwas selbst nicht vollbringen. Deswegen wenden sie ihre Aufmerksamkeit nach außen, um Zustimmung und Unterstützung zu erhalten und werden dadurch abhängig davon, dass andere Individuen etwas für sie machen in Bezug zu ihrer enormen Selbstherabsetzung.

Unabhängigkeit ist ein ganz anderes Thema, weil sich Individuen schwer herabsetzen und trotzdem weiter unabhängig sein können. Unabhängigkeit ist eher, dass Individuen die Vorstellung entwickeln, selbstständig zu sein. Und deswegen schätzen Individuen diesen Ausdruck so sehr, weil es gewissermaßen dem Individuum erlaubt, seine Fähigkeiten auszudrücken und zu zeigen. Das ist der Aspekt der Unabhängigkeit, den ihr gut oder nützlich nennen würdet.

Aber Unabhängigkeit wird übertrieben und schafft daher eine distanzierte Situation und dass die Verbundenheit nicht geschätzt wird, nicht nur mit anderen Individuen, sondern mit „Allem das Ist", mit eurer ganzen Umgebung, mit eurer Welt, mit eurem Universum, mit Bewusstsein, wie auch immer es sich manifestiert. Ihr seid mit all dem verbunden. Ihr seid mit einem Berg, mit einem Fluss, mit der Luft und mit dem Universum, wie ihr es seht oder wahrnehmt, verbunden, nicht nur mit anderen Individuen, obwohl andere Individuen ein wichtiger Teil von dem sind, womit ihr verbunden seid.

Verletzlichkeit kann in beiden Situationen – der Abhängigkeit und Unabhängigkeit - zum Ausdruck kommen. In Wirklichkeit sind Individuen weniger verletzlich, die ihr als abhängig bezeichnet, obwohl sie zunächst verletzlicher erscheinen oder eher eine Fassade oder Tarnung verletzlich zu sein haben, sind sie das in Wirklichkeit nicht. Normalerweise schützen sich diese Individuen mehr und grenzen sich mehr ab, blockieren mehr in Bezug auf Verbundenheit. Sie erlauben weniger Verbundenheit. Unabhängig davon, dass sie andere Individuen oberflächlich einbeziehen für etwas, das Helfen zu sein scheint. Sie verwenden die Fähigkeiten und Äußerungen anderer Individuen statt ihrer eigenen.

Damit bringen sie weder Verletzlichkeit noch Offenheit zum Ausdruck, weil sie im Allgemeinen nicht wollen, dass andere Individuen sie sehen. Sie wollen sich verstecken. Sie wollen nicht, dass ihr ihre Verletzlichkeit oder ihr Offenheit seht, da das nur verstärken und hervorheben würde, was sie schon an sich kritisieren: den Mangel an eigenen Fähigkeiten, oder wie sie sie wahrnehmen.

Durch Unabhängigkeit kann Verletzlichkeit sowohl verstärkt als auch vermindert werden. Wenn ein Individuum seine Verbundenheit mit anderen Individuen und mit allem, das ist, wirklich erkennt, kann es wirklich verletzlich und offen sein und fühlt sich nicht bedroht, da es sich vertraut und zufrieden mit sich ist. Wenn ihr euch wohl fühlt, ist es leicht, Verbundenheit mit anderen Individuen zuzulassen. Im Allgemeinen blockiert ihr die Verbundenheit mit anderen Individuen, wenn ihr euch selbst nicht wohl fühlt, was zum Gefühl des Alleinseins beiträgt.

Wenn ein Individuum unabhängig ist, so wie wir es als Anhängsel besprochen haben, kann das eine Blockierung in Bezug auf Verletzlichkeit erschaffen, weil das Individuum in sich selbst eingeschlossen sein kann und sich nicht erlaubt, die Verbundenheit mit allem, was ist, zu erkennen und somit viel Energie darauf verwendet, seine eigene Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten und keine Offenheit und Verbundenheit zulässt.

Verletzlichkeit ist nichts Schlechtes. Es ist keine offene Einladung, verletzt zu werden. Verletzlichkeit ist ein Ausdruck von Offenheit, der euch erlaubt, etwas zu bekommen. Es erlaubt euch, etwas zu erhalten. Im Gegensatz zu religiösen Glaubensannahmen, die sagen: „Geben ist besser als Nehmen". Ich möchte da widersprechen. Nehmen ist das höchste Geschenk, das ihr euch geben könnt, da es so viel Reichtum in eurer Realität gibt, dass Nehmen nur ist, sich zu erlauben, diesen Reichtum aufzunehmen, an diesem Reichtum teilzuhaben. Es ist dabei nicht immer so, dass ihr einander etwas gebt. Nehmen ist zulassen. Es besteht darin, dass ihr euch erlaubt, euch zu verbinden, von außen in euch aufzunehmen.

Wir reden oft darüber, wie wichtig es ist, dass ihr auf euch achtet und euch dessen bewusst seid, was bei euch im Inneren geschieht, aber ihr habt an dieser Realität nicht isoliert teil. Ihr seid nicht das einzige Individuum, das die Gesamtheit eurer Erde nutzt. Es gibt viele, viele von euch und ihr alle habt miteinander zu tun und wirkt euch auf einander aus, wie ich es vorher gesagt habe. Ob ihr euch dessen objektiv bewusst seid oder nicht, beeinflusst ihr einander auf Weisen, die ihr im Allgemeinen nicht einmal versteht. Dabei wisst ihr im Bewusstsein eurer Unabhängigkeit, dass ihr eingebunden seid und dass in dieser Verbundenheit andere Individuen nicht dazu da sind, über euch zu bestimmen oder euch zu schaden.

Das ist auch ein wichtiger Punkt in Bezug auf Verletzlichkeit. Individuen sind sehr vorsichtig dabei, offen und verletzlich zu sein, da ihr automatisch meint, dass das jedem anderen Individuum die Tür öffnet, euch zu schaden oder über euch zu bestimmen oder euch zu übervorteilen. Kein Individuum kann über euch bestimmen, euch schaden oder ausnutzen, wenn ihr es ihm nicht erlaubt. Im Allgemeinen habt ihr schon eine Energie der Selbstherabsetzung nach außen projiziert, die diese Aktion anzieht, wenn ihr jemandem erlaubt, das so zu tun. Lang bevor sich ein Individuum euch in irgendeiner Weise nähert, die euch erschreckt oder beunruhigt oder schadet oder weh tut, habt ihr diese Energie schon in euch projiziert und zieht das an. Daher erschafft ihr es.

Wirkliche Verletzlichkeit ist ein Ausdruck von Offenheit. Wenn Individuen sagen, dass sie verletzt sind oder ihnen etwas aufgezwungen wurde, sind sie nicht offen. Offenheit setzt Anerkennung von euch selbst, Anerkennung eures eigenen Werts voraus. Ein Ausdruck von Verletzlichkeit in euren Begriffen, wenn ein Individuum sagt: „Ich bin sehr offen" und das Individuum erlebt dann etwas, das ihm weh tut, nein, das ist keine wirkliche Offenheit, das ist falsche Offenheit. Es ist eine Fassade. Es ist, was ihr glaubt dass Offen-Sein ist: „Ich erlaube diesem anderen Individuum, mit mir zu tun zu haben." Einem anderen Individuum zu erlauben, mit euch zu interagieren, ist nicht unbedingt Offen-Sein. Ihr erlaubt anderen Individuen dauernd, mit euch zu tun zu haben.

Wenn ihr eure eigenen Energiefelder sehen könntet, wenn ihr mit anderen Individuen zu tun habt, würde euch das zeigen, ob ihr verletzlich seid. Wenn euer Energiefeld sehr nah und eng an eurem Körper gehalten wird, seid ihr nicht offen oder verletzlich, obwohl ihr meinen könnt es zu sein, weil ihr einem anderen Individuum erlaubt, mit euch zu interagieren.

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen einem Individuum erlauben, mit euch zu tun zu haben und dem anderen Individuum gegenüber offen zu sein, das mit euch interagiert, was ihr alle kennt, wenn ihr in Situationen seid, in denen ihr euch mit einem anderen Individuum unterhaltet und dem anderen Individuum erlaubt sich auszudrücken, ihr aber für euch feststellt: „Gut, das ist deine Meinung und du kannst sie haben, und sie ist mir gleichgültig. Ich bin anderer Meinung und höre dir eigentlich nicht zu, aber du darfst dich mitteilen. Ich nehme es nicht auf, aber ich hindere dich auch nicht dich auszudrücken. Und ich sage mir, dass ich dich akzeptiere, weil ich dir erlaube etwas zu sagen." Nein, ihr akzeptiert nicht, nein, ihr seid nicht verletzlich. Ihr seid nicht offen. Ihr erlaubt einem anderen Individuum nur etwas zu sagen. Nehmt ihr etwas an? Nein. Das ist keine Verletzlichkeit.

Wenn ihr mit euch zufrieden seid und in euch vertraut, könnt ihr es euch leisten, verwundbar zu sein, da ihr euch nicht vor der Bedrohung fürchtet, Leid zugefügt zu bekommen. Denn es gibt keine Bedrohung durch Leid in wirklicher Verletzlichkeit und Offenheit, da ihr euch schon dessen bewusst seid, dass ihr es erschafft, wenn es ein Leid gibt - nicht das andere Individuum.

Lasst mich jetzt einen Punkt hervorheben: das heißt nicht, dass Leid nicht sehr wirklich ist; es ist es. Und es heißt nicht, dass es falsch oder schlecht ist, wenn man sich verletzt fühlt; das ist es nicht. Individuen fühlen sich oft verletzt, auch wenn sie wissen, dass sie das selbst erschaffen und es nicht die Schuld eines anderen Individuums ist. Es gibt Zeiten und Situationen in denen ihr euch einen bedeutenden Unterschied zwischen euch und einem anderen Individuum präsentieren könnt. Abhängig vom Unterschied und davon, wie stark ihr euch mit euren eigenen Richtlinien und Wahrnehmungen identifiziert - nicht dass das falsch ist; das ist es nicht – könnt ihr euch verletzt fühlen, weil ein Teil von euch sich grämt wegen dieses Unterschieds. Das führt nicht unbedingt dazu, als falsch zu beurteilen, was das andere Individuum ausdrückt. Es ist eher eine Anerkennung eures eigenen Unterschieds, und dass der Unterschied selbst euch grämt, weil bedeutende Unterschiede oft Barrieren zwischen Individuen errichten. Es kommt zu einer Art von Trennung, die unnatürlich ist, und euer wirkliches Selbst weiß das.

Deswegen könnt ihr euch verletzt fühlen, aber es ist nicht die Art von Leid, die ihr kennt oder gewohnt seid. Es kann sich gleich anfühlen, ob ihr ein anderes Individuum beschuldigt oder ob ihr euch selbst beschuldigt. „Ich habe mir das angetan. Ich habe das erschaffen." Das ist nicht von Belang. Das Leid ist dasselbe, und der Schmerz ist real. Das ist kein Ergebnis von Verletzlichkeit. Verletzlichkeit und Leid haben mit Bedrohung zu tun. Es gibt keine Bedrohung in wirklicher Verletzlichkeit, weil ihr erkennt, dass euch kein äußerer Einfluss Leid zufügen kann, außer wenn ihr das erlaubt. Deswegen gibt es keine Bedrohung. Aber ihr könnt darunter leiden, wenn ihr innerlich diesen Trennungsschmerz und die fehlende Verbundenheit bemerkt, wenn ihr bedeutende Unterschiede erlebt.

Und ich sage es noch einmal: das ist nicht schlecht, und wir erschaffen in diesem Wandel keine Utopie. Ihr beseitigt eure Gefühle nicht, und ihr ersetzt auch nicht alle unangenehmen Gefühle mit angenehmen, freudigen. Einer der Gründe ist genau eure Natur, eure Spezies Mensch. Für Menschen ist Unbehagen motivierend. Ihr strebt und strebt danach, euch wohl zu fühlen, erreicht es und werdet beschaulich und selbstgefällig. Ihr sagt dauernd zu mir: „Wie kann ich mich dauernd wohl fühlen und nie irgendein Unbehagen erleben?" Verabschiedet euch von dieser Realität! (Lachen) Denn in dieser Realität gibt es Emotion.

JEREMY: Das läuft irgendwie auf ein Dilemma des Erschaffens hinaus, nicht wahr?

ELIAS: Wie das?

JEREMY: Man erschafft eine Schwierigkeit, aber es ist eher eine nützliche Schwierigkeit. Es ist keine Schwierigkeit, die unbedingt gelöst werden müsste. Eigentlich würde eine Lösung irgendwie die Kreativität versiegen lassen, die sich daraus entfaltet, sodass es ein Dilemma des Erschaffens gibt?

ELIAS: Nicht unbedingt. Das hängt vom Individuum ab. Ja, Schwierigkeiten führen zu neuen Informationen, Erforschungen und Versuchen. Sind sie angenehm? Nicht unbedingt.

NATASHA: Kann man während der Schwierigkeiten offen bleiben?

ELIAS: Ja, man kann.

NATASHA: Wie erkennt man, dass man während eines Konflikts oder einer Diskussion oder eines Gesprächs offen ist und mit dem Gegenüber nicht einverstanden ist? Wie erkennen wir das?

ELIAS: Ihr könnt anderer Meinung sein und euch nicht bedroht fühlen. Wann ihr in einem Gespräch, einer Konfrontation in eurem Anderer-Meinung-Sein bemerkt, dass ihr euch irgendwie verteidigt, seid ihr nicht mehr offen, da ihr jetzt eine Bedrohung fühlt und ihr auf diese Bedrohung mit Verteidigung reagiert. Und Verteidigung kann auf viele verschiedene Arten ausgedrückt werden.

Verteidigung wird nicht immer so ausgedrückt, was ihr als euch schützen wahrnehmen würdet, obwohl ihr das tut. Aber sie kann in einer sehr aggressiven Weise zum Ausdruck kommen. Ihr könnt stärker versuchen wollen, ein Individuum von eurer Meinung oder eurem Standpunkt zu überzeugen oder versuchen ihm beizubringen, was es nicht versteht, oder was ihr wahrnehmt, dass es nicht versteht, oder das bei ihm korrigieren, was es falsch versteht. Alle diese Verhaltensweisen sind Verteidigungen. Ihr verteidigt eure Position.

Wenn ihr eure Position verteidigt, seid ihr nicht offen. Ihr seid dem anderen Individuum nicht ehrlich gegenüber. Ihr seid nicht verletzlich. Ihr schützt euch. Ihr schirmt euch ab. Ihr blockiert das andere Individuum. Ihr erlaubt euch nicht zu nehmen. Ihr projiziert und macht das normalerweise immer härter und härter bis zu dem Punkt, dass entweder ihr oder das andere Individuum, entweder ihr oder der andere, klein beigibt. Und damit habt ihr ein Patt.

NATASHA: Eine Frage, die ich schon früher hatte: wie bringt man sich dazu, Verbundenheit zu erkennen?

ELIAS: Das ist eine ausgezeichnete Frage. Ich würde sagen, dass das für die meisten von euch anfänglich nicht sehr leicht ist, da ihr individuell, einzeln in dieser Realität manifestiert seid. Ihr wohnt in einem Körper ganz für euch selbst. Das erschafft die Illusion des Getrennt-Seins. Jeder von euch hat Qualitäten, Ausdrucksformen und eine Identität, welche eure Einzigartigkeit ausmachen. Deswegen hat es auch den Anschein eines weiteren Getrennt-Seins und weniger von Verbundenheit. Aber Energie, noch einmal, ist unbegrenzt, und obwohl ihr jeweils eure eigenen individuellen einmaligen Qualitäten und Ausdrucksformen und Identität in dieser Realität habt, ist eure Energie nicht notwendigerweise individuell.

NATASHA: Ist sie das nicht?

ELIAS: Nein, Energie ist Energie, und Energie ist ein Produkt des Bewusstseins. Sie ist eine Bewusstseinsmanifestation. Bewusstsein kann nicht getrennt werden, deswegen ist Energie nicht getrennt. Deswegen seid ihr dauernd, immer mit Energie verbunden, und sie ist unbegrenzt, ungeachtet des Raums oder der Zeit. Ungeachtet der individuellen Vielfalt der Meinungen, der Qualitäten, der Begabungen und der Fähigkeiten ist Energie nicht individuell. Eure Energie ist ganz verbunden.

Ich schlage allen von euch vor zu experimentieren. Ich habe bereits vorgeschlagen, dass ihr versucht, eure Energiefelder physisch zu sehen: einzeln oder miteinander. Darüber hinaus, Energiefelder, die mehr mit eurem individuellen Körperbewusstsein verbunden sind, zu sehen, möchte ich einen Versuch vorschlagen, den jeder von euch machen kann, nämlich einfach Energie sehen. Ihr werdet anfangen zu sehen, dass ungeachtet dessen, was ihr anseht, sei es ein Stuhl, eine Pflanze, euer Fußboden, ein Tier oder irgendein beliebiger Gegenstand, sich die umgebende Energie mit den ganzen anderen Energien vermischt.

Eure Energie ist sozusagen eurer Luft ganz ähnlich. Könnt ihr einen Ort in eurer Realität finden oder entdecken, wo es keine Luft gibt?

NATASHA: Und was ist mit einem Vakuum?

ELIAS: Ihr könnt ein Vakuum erzeugen, aber es gibt auch im Vakuum irgendeinen Aspekt von Luft, sogar im Weltraum. Es ist nicht unbedingt Luft zum Atmen, es ist nicht unbedingt Luft in der Konfiguration, die ihr gewohnt seid, aber sie ist gegenwärtig. Und ihr könnt sie nicht unbedingt anfassen, und im Gegensatz zu Energie könnt ihr Luft nicht unbedingt sehen, außer wenn sie mit etwas anderem Gas gefärbt ist. Ihr braucht kein Gas, um ein Energiefeld zu sehen oder Energie überhaupt zu sehen. Es ist ohne jede Färbung sichtbar; sie färbt sich selbst.

ELLA: Wenn ich mich auf irgendjemanden in diesem Raum konzentriere, könnte ich dann einen Energieaustausch wahrnehmen ohne unbedingt etwas zu sehen.

ELIAS: Ja!

ELLA: Aber ich könnte die anderen Sinne benutzen …?

ELIAS: Ja, sogar ohne zu sehen - obwohl ihr sie auch sehen könnt, aber ihr könnt sie fühlen. Ihr könnt mit Energie experimentieren, erforschen, wie verbunden ihr miteinander seid, indem ihr Energie fühlt und ausprobiert, wie oft ihr mit anderen Energien zusammenstoßt.

Ihr könnt fühlen, wenn ihr darauf achtet, wenn ihr euch irgendeiner anderen Manifestation nähert, stoßt ihr mit deren Energie zusammen. Es wird sehr kurz sein, weil sich die Energien gegenseitig sofort absorbieren; sie verschmelzen, aber es gibt einen Anfangsimpuls, den ihr fühlen könnt, wenn ihr darauf achtet und dadurch bemerkt, dass ihr mit einer anderen Energie zusammenstoßt. Und dabei werdet ihr auch wahrnehmen, wie überaus schnell sie verschmelzen und sich vermischen, so wie sich irgendein Gas mit eurer Luft vermischt und Muster bildet.

ELLA: Elias, ich möchte dich etwas fragen, wir haben den Trend dessen, was du im Augenblick besprichst, schon ein paar Sitzungen lang mit verfolgt, also ist offensichtlich eine Zeit gekommen, wo du uns irgendwo hinführst. Auf unserem Weg schätzen viele von uns noch das, was du als Selbstbezogenheit bezeichnest, und daran ist doch nichts falsch?

ELIAS: Richtig.

ELLA: Du meinst, dass wir vielleicht aufpassen und die Balance zwischen Selbstständigkeit und Verbundenheit finden können.

ELIAS: Ja.

ELLA: Gibt es etwas außer dem, was du gerade als Experiment beschrieben hast, das du vorschlägst, dass wir tun oder bemerken sollten, außer dem, was du gerade erwähnt hast?

ELIAS: Hört anderen Individuen zu. Seid achtsam. Fragt euch, was andere Individuen erleben. Ihr werdet anfangen zu erkennen, dass ihre Erlebnisse nicht so verschieden von euren eigenen sind. So einmalig jeder von euch ist, seid ihr doch alle verbunden, was sich in euren Erfahrungen und den Ähnlichkeiten darin, was ihr tut, wie ihr wahrnehmt, was ihr fühlt, zeigt. Sogar in Situationen, in denen ihr euch vielleicht ein Individuum präsentiert, das ihr für geisteskrank haltet, ein Individuum, von dem ihr glaubt, dass es kein Gewissen hat, das vielleicht die abscheulichsten Handlungen ohne jede Reue macht, sogar diese Individuen fühlen in gewissen Bereichen ähnlich wie alle von euch.

ELLA: Du meinst also, man soll mehr auf Ähnlichkeiten als auf Unterschiede achten, so viel als möglich?

ELIAS: Als einen Versuch, um die Verbundenheit besser zu erkennen, nicht unbedingt ganz allgemein. Ich rede nicht von der Macht des positiven Denkens und davon, dass ihr euch ganz im Positiv-Sein verliert und ihr alle dadurch eure Verbundenheit erkennen werdet

FRAU: Eigentlich habe ich es nicht so gemeint. Ich sage nur, dass es neuerdings - wir sind alle anders – man das Gefühl hat, dass man diese Unterschiede schätzen und Ähnlichkeiten finden könnte fast wie einen gemeinsamen Nenner, ...

ELIAS: Ja.

ELLA: ... statt darauf seine Aufmerksamkeit zu lenken: „Du bist anders, geh fort."

ELIAS: Und eine Ergänzung. Ja, du hast recht.

HOWIE: Elias, ich frage mich, ob wir nicht zum Begriff Anhängsel zurückkehren könnten und ähnlichen verwandten Ideen, die ich in bestimmten Kulturen gefunden habe, die sagen, dass Anhaftung oder jede Anhaftung zum Leiden führt. Und in dieser Hinsicht gibt es auch die Idee des Weltentsagens, das etwas sein könnte, das du als „sich von etwas entfernen" beschrieben hast. Das ist etwas, worüber ich mir nicht im Klaren bin: Abneigung oder Vermeidung, und wie das alles zusammenspielt.

ELIAS: Abneigung, Vermeidung, Entsagung, das sind alles Aktionen, die Individuen erzeugen, um sich zu isolieren. Sie sind motiviert von oder gehen zurück auf das Individuum, das sich selbst herabsetzt, gewisse Aspekte von sich selbst nicht akzeptiert, gewisse Aspekte von sich selbst als schlecht ansieht oder meint, dass etwas mit ihm nicht stimmt, und deswegen keine Verbindungen aufnehmen will, da es sich schon als schlecht sieht.

Im Allgemeinen ist das eine weitere Gemeinsamkeit, die ihr habt, wenn ihr euch auf eine bestimmte Weise wahrnehmt. Ihr nehmt automatisch an, dass jedes andere Individuum das auch wissen wird, oder euch auch in dieser Weise wahrnehmen wird. „Ich halte mich für schlecht oder nicht gut genug, und deswegen sehen mich andere Individuen auch so, wenn ich mich präsentiere." Oder „Wenn ich etwas nicht auf eine bestimmte Weise mache, werden mich andere Individuen als Versager oder als nicht gut genug wahrnehmen. Das Individuum setzt sich selbst schon herab, und deswegen, zum wiederholten Mal, projiziert es diese Energie. Deswegen zieht es diese Energie an. Es zieht das an und in vielen Situationen wird es die dazu passende Energie erschaffen.

Aber erstaunlicherweise gibt es Situationen, in denen sich das Individuum vielleicht herabsetzt, aber auch genug Selbstwert haben kann, ungeachtet dessen, dass es sich herabsetzt, dass es nicht unbedingt von anderen Individuen gespiegelt bekommt, dass es falsch liegt oder schlecht oder nicht gut genug ist. Es kann sich das genaue Gegenteil reflektieren, nämlich dass Individuen es wirklich schätzen und das ausdrücken, ungeachtet dessen, dass es sich vielleicht zu keiner Zeit sehr gut fühlt.

Aber noch einmal, das ist mit seiner Erfahrung zu der Zeit verbunden, was es selbst erlebt, und wie es sich selbst zu der Zeit beurteilt. Ja, das steht in Verbindung mit einigen Anhängseln, da sich ein Individuum vielleicht selbst verurteilt oder herabsetzt wegen einer Beziehung oder Arbeit und seine Meinung und seine Vorstellung von sich selbst vielleicht ist, dass es etwas nicht richtig oder nicht gut genug macht, was auch immer es tut. Ein Aspekt davon ist ein Anhängsel entweder von etwas, das es gelernt hat oder ihm beigebracht wurde – eher wahrscheinlich, was ihm beigebracht wurde - wie man etwas macht, und was akzeptabel und produktiv ist und was nicht. Deswegen spielt dieser Aspekt des Anhängsels mit bei seiner eigenen Selbstherabsetzung und seinen eigenen Gefühlen, die es schon erzeugt, und es verschlimmert das und macht, dass es stärker zum Ausdruck kommt.

Ein weiterer Punkt in Bezug dazu ist: ihr seid euch alle dessen bewusst, dass jeder von euch seine Kernglaubensannahmen, seine Kernwahrheiten hat. Die meisten von euch haben herausgefunden, was ihre Kernwahrheit ist, von der wir festgestellt haben, dass sie eure Richtlinie ist.

In diesem Fokus, in dieser Realität, ist das eine natürliche Entwicklung. Es ist nicht eure Identität, aber es ist ganz natürlich für euch. Oft kann eure eigene natürliche Auseinandersetzung mit euren eigenen Kernglaubensannahmen oder eurer Kernwahrheit auch mit Anhängseln verknüpft werden. Ein Individuum kann als Kernwahrheit Verantwortung und auch ein Anhängsel der Verantwortung haben. Ein Individuum kann als Kernwahrheit Respekt und Achtung haben und auch ein Anhängsel haben, wie Achtung auszudrücken ist und was Achtung ist. Ein Individuum kann als Kernwahrheit haben, dass es darauf ankommt, wie man sich gibt oder welche Rolle man spielt und Anhängsel haben, die das betonen. Das kann knifflig werden, weil es gar nicht leicht ist zu erkennen und zu unterscheiden, „Was habe ich zu diesem Thema gelernt, was wurde mir zu diesem Thema beigebracht, was sind meine Erfahrungen zu diesem Thema, die mich beeinflussen, und was ist mein wirklicher Ausdruck?" Es gibt da Unterschiede.

Ein Individuum kann seiner Natur nach unterstützend sein. Das kann ein natürlicher Aspekt seiner wirklichen Identität sein. Es ist von Natur aus unterstützend, kann aber auch das Anhängsel haben, die Verantwortung für andere zu übernehmen. Ob ihr andere Individuen unterstützt oder belehrt, kann schwer zu unterscheiden sein, wenn ihr euch für andere verantwortlich fühlt und meint, sie seien nicht erfolgreich genug, da sie etwas nicht gut genug machen und nicht optimale Entscheidungen treffen. Deswegen sei es eure Verantwortung, für die anderen Entscheidungen zu treffen. Das bedeutet, sich für andere Individuen verantwortlich zu fühlen, aber ihr könnt auch eurer Natur entsprechend andere Individuen unterstützen.

Einige Individuen nehmen Anteil und geben gern ihrer wirklichen Identität entsprechend. Andere Individuen können dieses Individuum sehen und sagen: „Dieses Individuum hat Schwierigkeiten und Probleme, da es anderen Individuen immer etwas gibt. Offensichtlich richtet es seine Aufmerksamkeit nicht auf sich selbst." Vielleicht nicht, aber vielleicht tut es das doch. Vielleicht ist das ein natürlicher Ausdruck, den das Individuum hat.

Es geht dabei darum, dass das jeder von euch für sich herausfindet. Was entspricht eurer Natur? Was würdet ihr ganz selbstverständlich tun, wenn ihr euch lasst? Was würdet ihr ganz von selbst nicht tun, wenn ihr es euch erlaubt, im Gegensatz dazu, dass ihr tut, was ihr gelernt habt und euch beigebracht wurde und was euch eure Erfahrungen vorschlagen? Und was würdet ihr nicht tun, wenn ihr euch die Erlaubnis gebt nicht zu handeln?

KEN G.: Ist das das, was du in der Vergangenheit als Impulse oder wahre Impulse bezeichnet hast?

ELIAS: Impulse haben etwas damit zu tun, ja, da Impulse Aufforderungen sind, die ihr euch ohne Denken und oft ohne Fühlen präsentiert. Sie sind inneres Soufflieren. Sie sind nicht unbedingt logische Schlussfolgerungen. Sie sind nicht geplant; sie sind spontan. Oft sind sie eine Antwort auf das, was ihr vielleicht gerade erlebt.

Ihr könnt mit einem anderen Individuum auf sehr unangenehme Weise zu tun haben und einen Impuls verspüren wegzugehen. Ob ihr auf diesen Impuls hört oder nicht ist eine Entscheidung. Im Allgemeinen - abhängig von der Situation – würde ich sagen, wird der Impuls ignoriert, da es nicht das ist, was ihr gelernt habt und auch nicht, was euch beigebracht wurde: „Das ist ungezogen."

KEN G.: Sind wahre Impulse immer echt?

ELIAS: Ja.

JEREMY: Wenn du nach Eindrücken fragst, dass all die Jahre Leute ihre Eindrücke zu etwas sagen, ist das deine Art wie du Leute dazu bringst, nicht auf die Anhängsel sondern mehr auf die wirkliche Identität zu hören wie über die damit einhergehende Verbundenheit?

ELIAS: Ein bisschen. Das unterscheidet sich etwas von Impulsen.

Eindrücke sind Wissen, das ihr habt, dessen ihr euch nicht unbedingt immer objektiv bewusst seid, das euch aber zur Verfügung steht und das ihr wisst, aber nicht immer daran denkt. Deswegen erscheinen euch Eindrücke spontaner zu sein. In Wirklichkeit sind sie das nicht, weil ihr die Information schon habt. Es geht nur darum, die Information zu hören, die ihr schon habt.

Impulse sind Aufforderungen. Das sind Handlungen, die im Allgemeinen spontan sind. Sie sind nicht geplant. Sie sind nicht schon gespeichert. Sie sind sozusagen keine Handlungen, die kalkuliert sind. Sie sind inneres Soufflieren in einem Moment in Verbindung damit, welche Wahrscheinlichkeiten ihr in diesem Moment auch immer wählt und was auch immer das Beste für euch in diesem Moment ist, was auch ein weiterer Grund dafür ist, dass im Allgemeinen viele von euch nicht auf sie hören. Euer Denken übertönt sie, und euer Intellekt meint, dass er mehr weiß als eure Impulse.

PAT B.: Und was ist in diesem Zusammenhang ein feiner Stich (twinge)?

ELIAS: Der ist den Impulsen sehr ähnlich, was bestimmte Eigenschaften betrifft, aber feine Stiche können auch mit Intuition oder Eindrücken zu tun haben.

PAT B.: Wann immer ich einen feinen Stich spüre, kann ich normalerweise erkennen, dass ich ein Urteil gefällt habe.

ELIAS: Es ist Information, die ihr schon besitzt, und ihr werdet objektiv darauf Aufmerksamkeit gemacht. Ihr souffliert euch sozusagen, was feiner Stich genannt werden kann, wobei es Information gibt, die ihr schon kennt.

PAT B.: Ist es immer ein Urteil? Macht man jedes Mal ein Urteil, wenn man einen feinen Stich spürt? Oder irre ich mich da?

ELIAS: Nicht unbedingt, da ich sagen möchte, dass ihr meistens eine Art von Urteil an alles knüpft, was auch immer ihr zum Ausdruck bringt. Das ist der Unterschied zwischen dem Glaubenssystem Duplizität und den anderen Glaubenssystemen. Duplizität ist das eine Glaubenssystem, das sich an alle anderen Glaubenssystemen anhängt. Es hängt sich an alle Handlungen und an alles, was ihr tut, ob es ….





Sitzung 2867
Samstag, 24. Oktober 2009 (Gruppe/ Brattleboro, Vermont)


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 Offline  
 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Fr 21. Jul 2017, 08:36 
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http://www.eliasforum.org/digests.html

(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)


TERRI: Hast Du irgendwelche Tipps für uns?

ELIAS: Meine Tipps für Euch wären die, die Ihr bereits kennt, nämlich zuzulassen, nicht zu streiten/kämpfen und geduldig zu sein. Hier ist der Faktor Zulassen signifikant, denn Ihr tut zwar das Nötige, aber Ihr lasst nicht unbedingt ganz und gar zu, weil Euch das, was Ihr tut, möglicherweise nicht völlig gefällt. Es geht also darum, zu erkennen, dass das, was Ihr tut, Teil Eurer individuellen Prozesse ist und es mitzurechnen und Euch dies zufrieden gutzuschreiben. Zufrieden sein mit dem, was Ihr tut, auch wenn signifikante Anhängsel vorhanden sind, die anscheinend dagegen ankämpfen, was durchaus natürlich ist.

Ihr habt, wie gesagt, signifikante Anhängsel. Es ist herausfordernd, diese Anhängsel anzusprechen, sie zu erkennen und sie somit zu neutralisieren. Es geht nicht darum, diese in Eurem Fokus erworbenen Anhängsel zu eliminieren sondern darum, sie als das, was sie sind, zu erkennen und sie dann zu gebrauchen, wenn dies zu Eurem größten Wohle ist, jedoch nicht als automatische Äußerungen. Wenn Ihr beispielsweise das Unabhängigkeit-Anhängsel inkorporiert, geht es darum, Euch dessen bewusst zu sein und es als das zu erkennen, was es ist und über die Erkenntnis und Fähigkeit zu verfügen, diese Fertigkeit zu nutzen und das Anhängsel zu gebrauchen, wenn dies zu Eurem größten Wohle ist statt dies andauernd automatisch zu äußern, wodurch es ein Hindernis für Euch würde. Die meisten Anhängsel sind stark mit Euren „sollte“ oder „müsste“ assoziiert. Das, was Ihr sein müsst, tun müsst, sein solltet, tun solltet, das ist mit Euren Anhängseln verknüpft.

Du fängst an, Deine Anhängsel zu erkennen, und ob Du diese nun analysierst oder auch nicht, das spielt keine Rolle, denn Du sprichst sie an. Und so erschaffst Du die Richtung, Deine eigene Fähigkeit zu inszenieren und zu nutzen statt sie auf eine Weis zu äußern, in der sie Dich benutzt, wie man fast sagen könnte.

TERRI: Tauschst Du nun Anhängsel mit Assoziationen untereinander aus?

ELIAS: Nein.

TERRI: Ich dachte, dass ich dabei wäre, dies mehr als meine Assoziation zu sehen bezüglich dessen, was es bedeutet, an einem Tag produktiv zu sein.
I
ELIAS: Ja, Du hast viele Assoziationen, und sie treten im Verein mit den Anhängseln auf. Erinnere Dich daran, dass die Assoziation über gut oder schlecht urteilt. Das ist die Assoziation. Du generierst bei jeder Erfahrung oder bei jedem Thema, das Du erlebst, eine Assoziation dahingehend, ob diese Erfahrung gut oder schlecht, ob sie angenehm oder unbehaglich ist. Deshalb sind Deine Assoziationen eng mit Deinen Anhängseln verbunden.

Du generierst eine Assoziation mit produktiv zu sein. Produktiv zu sein selbst ist ein Anhängsel, eine Äußerung, die Du für Dich selbst angenommen hast, eine Idee und ein Vorgang, den Du angenommen und in einer spezifischen Kapazität auf Dich selbst angewendet hast, so wie auch Unabhängigkeit eine Idee und ein Vorgang ist, den Du für Dich selbst angenommen und auf eine spezifische Weise angewendet hast.

Nun assoziierst Du diese Anhängsel mit den Erfahrungen, die Du mit diesen Anhängseln gemacht hast. Du kannst also assoziieren, dass es gut ist, in einer bestimmten Eigenschaft produktiv zu sein, und dass es nicht gut sei, in dieser Eigenschaft nicht produktiv zu sein. Du misst Dich selbst an dem, was Du in Verbindung mit dem Anhängsel assoziierst. Ohne solche Assoziationen ist das Anhängsel lediglich ein Konzept, das Wahlmöglichkeiten involviert, nämlich ob Du wählst, daran zu partizipieren oder auch nicht. Anhängsel und Assoziation zusammen erschaffen eine neue Anhängsel-Schicht hinsichtlich von dem, welche Teile der Anhängsel gut und welche schlecht wären.

TERRI: Und das ist das Werturteil der Duplizität.

ELIAS: Richtig, das alle von Euch haben. Insofern gibt es einen Aspekt, der in erheblichem Maße Deine Assoziationen miteinbezieht, aber neben dem Ansprechen Deiner Assoziationen, worauf Du vielleicht fokussiert bist, sprichst Du simultan diese Anhängsel an. Du analysierst, evaluierst und definierst sie vielleicht nicht unbedingt ganz spezifisch in Deinen Gedanken, aber Du sprichst sie an. In den Gruppensitzungen sprach ich neulich über diese Anhängsel, darüber, wie stark sie sind und wie wichtig es ist, sie anzusprechen, um Euch die Freiheit zu erlauben, nicht automatisch solchen Aspekten zu unterliegen, die Eure Wahlmöglichkeilten behindern und blockieren.

Du magst Assoziation ansprechen und auf diese achten. Aber Du sprichst auch viele Anhängsel an und demontierst oder reißt sie nieder und erlaubst Dir somit viel mehr Freiheit, Deine eigenen Entscheidungen in Kraft zu setzen statt Vorgänge automatisch zu generieren. Vorgänge und Entscheidungen/Auswahlmöglichkeiten generierst Du dann vorsätzlich. In manchen Kapazitäten mag es so aussehen, als ob Du ungewollte Entscheidungen generierst oder Dich zwingst, bestimmte Entscheidungen zu generieren, die gegen die Entscheidungen stehen, die Du früher angeheuert hättest, oder die sich von denen unterscheiden, an die Du gewöhnt bist. Was Du jedoch mit diesem Vorgang in Gang setzt, das ist genau das, was Du zu erschaffen wünschst und was diese Umschaltung Dir zu erschaffen ermöglicht, nämlich die Entscheidung zu generieren, Dein Realität vorsätzlich in der von Dir gewünschten Richtung zu erschaffen.

TERRI: Dies bringt uns auch dazu, uns selbst zu vertrauen und uns selbst zu akzeptieren.

ELIAS: Ja, sehr sogar.

TERRI: Denn für mich gibt es immer noch dieses Element, wie ich für mich selbst sorgen kann, und da ich nun gerbt habe, ist dieses Element jetzt wesentlich weniger prominent. Ich weiß, dass ich dies als einen Puffer erschuf, um mich wissen zu lassen, dass ich in diese Richtung gehen kann, aber es gibt da immer noch Zweifel, von denen ich mich wohl schon etwas entferne.

ELIAS: Ja, ich stimme Dir zu. Es ist eine Zeit des Experimentierens. Du bist dabei, Dich umzuschalten.

TERRI: In großem Stil.

ELIAS: Ich stimme Dir zu, denn dies ist sehr ungewohnt für Dich. Du bist daran gewöhnt, innerhalb der Richtlinien oder Parameter dieser Anhängsel zu funktionieren, und nun ziehst Du von dort weg. Insofern generiert jeder von Euch in seinen eigenen Kapazitäten unterschiedliche Versuchsäußerungen, und manchmal mag sich das so anfühlen, als ob Ihr auf schwankendem Boden stehen würdet, aber Ihr offeriert Euch auch andauernd dieses Bemerken und Schimmern, nämlich dass Ihr, obwohl Ihr auf schwankendem Boden stehen mögt, Euch doch behauptet und aufrecht stehen bleibt.

Für Dich, auch für Michael und für viele Individuen ist in vielerlei Hinsicht das finanziell Vertraute, das woran Ihr diesbezüglich gewöhnt seid, ein signifikanter Aspekt. Doch Ihr verändert dies und experimentiert mit einer neuen Richtung, die dieses Selbstvertrauen wesentlich mehr inszeniert und präsentiert. Aber Ihr offeriert Euch auch andauernd die Bestätigung, dass das, was Ihr zuvor für unmöglich oder als potentiell unbehaglich und unsicher gehalten habt, nicht so unbehaglich ist, wie Ihr zuvor dachtet, und dass Ihr Euch in verschiedener Hinsicht wohlfühlen könnt, und das ist Euer Tun (your making), Eure Handhabung und Eure Wahl/Entscheidung.

Derzeit magst Du etwas von einem Paradoxon erleben, da Du vielleicht anfängst, diesbezüglich ein Extrem minimal mehr zu erleben und simultan ein Gefühl zu haben, auf einer Schwelle zu stehen und ein inneres Wissen zu haben, dass Du Dich selbst verankerst, dass Du schwimmst und nicht ertrinkst, was Du nicht tun wirst, und dass Du in die Richtung gehst, in der der Fluss natürlicher und leichter werden wird. Ein signifikanter Faktor dafür ist, dass Ihr Eure neue (Bewusstseins)Woge gewählt habt.

(Ausschnitt)

ELIAS: Was die Glaubenssatzsysteme anbelangt, möchte ich Dich daran erinnern, dass es zehn Glaubenssatzsysteme gibt, und neun davon sind mit Essenzfamilien assoziiert oder werden von diesen repräsentiert. Das zehnte Glaubenssatzsystem ist assoziiert mit allen Essenzfamilien oder wird von diesen repräsentiert.

Ihr habt gewählt, mit dieser Woge kollektiv eine andere und neue Äußerung anzuheuern, denn Ihr habt gewählt, zwei statt eines Glaubenssatzsystems miteinzubeziehen, die jedoch sehr Hand in Hand gehen. Zu diesem Thema werde ich bald weitergehende Informationen offerieren, da dies so gewählt wurde. Die derzeitige Woge endet also. Die neue Woge wird „das Glaubenssatzsystem der Sinne, das Universum und das Erschaffen“ ansprechen.

TERRI: Was uns weiterbringt in Richtung Umschaltung. Neulich las ich, dass wir mehr daran interessiert sein werden herauszufinden, wo wir herkommen und was es sonst noch dort draußen gibt. Das leuchtet mir ein.

ELIAS: Ja, das ist eine wesentliche Woge, die zu Eurer Expansion beiträgt.

Diese Bewusstseinswoge kann Spaß machen und sehr interesst sein. Sie offeriert Euch die Chance zu sehr viel Verspieltheit in Eurer Realität und Wahrnehmung und führt Euch zu Interessensgebieten, die bislang eher Fantasie waren wie Teleportation, dem Erforschen anderer Dimensionen, dem erheblich erweiterten Erforschen Euer Dimension, zu neuen, innovativen Erfindungen und einem Verändern der Art und Weise, wie Ihr in Euer Realität vorgeht, was Euch erlauben wird, vermehrt Konstrukte anzusprechen und auch diesen Faktor Exchange/Finanzen miteinschließt. Diese Woge wird die Fenster für eine erhebliche Expansion öffnen, was auch eine Vorbereitung für Wissenschaft und Religion sein wird, damit das weniger traumatisch ist.

TERRI: Das ist cool. Deshalb bin ich in jüngster Zeit mehr gewahr?

ELIAS: Das stimmt. Manche mögen sich bisweilen kurzer, intensiver Energiefluten gewahr sein. Das ist nicht ungewöhnlich, denn Ihr geht in eine signifikante Bewusstseinswoge hinein, und weil Ihr gewählt habt, zwei statt bloß eines Glaubenssatzsystems anzusprechen, was eine größere Energieintensität erschafft. Wenn Ihr Euch selbst folgt, kann diese Energie auf sehr inspirierende und motivierende Weise miteinbezogen werden. Wenn Ihr stattdessen Anhängseln folgt, könnt Ihr ziemlich frustriert sein.

TERRI: Ich fühle mich diesbezüglich motiviert.

ELIAS: Ja, sie kann sehr inspirieren und motivierend sein. Wenn Ihr zum Festhalten an Anhängseln neigt, kann es viel Reibung und Dichte geben, doch wenn aufrichtig mit Eurer eigenen Richtung mitgeht und Euch auf Eure echte eigene Weise äußert, werdet Ihr viel mehr Mühelosigkeit und viel mehr absichtliches Erschaffen von dem bemerken, was Ihr haben wollt, sowie viel mehr Zufriedenheit.

Session #3017
[Listen To Audio] Tuesday, September 21, 2010 (Private)

*Notizen von Paul Helfrich: Das sind die zehn primären Glaubenssatzsysteme gemäß Elias.
1. Beziehungen (interpersonell (zwischenmenschlich)/intrapersonal = selbst/andere)
2. Duplizität (Moral/Ethik)
3. Sexualität (Sexualität/Geschlecht/Orientierung/Vorlieben)
4. Wahrheit (Relative Wahrheiten/absolute Wahrheit)
5. Emotionen (emotional/Gefühle)
6. Wahrnehmung (perzeptuell/Aufmerksamkeit)
7. die Sinne (innere/physische Sinne)
8. religiös/Spiritualität (exoterisch/esoterisch)
9. wissenschaftlich/Elemente der physischen Realität (wissenschaftlich/rational)
10. Physisches Erschaffen des Universums, einschließlich Unfällen und Zufällen (Schöpfungsmythos)

Session 3017
Tuesday, September 21, 2010 (Private)


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Fr 21. Jul 2017, 08:47 
Supraselbst
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(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)


ANN: (spricht darüber, dass sie früher beim Anhören eines Songs im Radio gedacht hätte, dass ihr der Schlager eine Botschaft übermittelt, nun aber erkannt hat, dass das Song vielmehr aus ihr selbst kommt.)

ELIAS: Die Formel für das Erschaffen Eurer Realität lautet: Ihr projiziert Energie und spiegelt sie wider. Und entweder reagiert Ihr auf sie oder Ihr heuert Wahlmöglichkeiten in Beziehung zu dieser Reflektion an. Wenn Ihr Euch nicht gewahr seid, was Ihr an Energie projiziert, spiegelt Ihr generell die Energie wider und reagiert auf die Reflektion.

Wenn Ihr erkennt, was Ihr tut, inkorporiert Ihr Wahlmöglichkeiten statt zu reagieren. Das, was Du Dir (mit dem Song) präsentiert hast, ist also ein wichtiger Schritt und der Anfang Deines Umzugs hin zur aufrichtigen Erkenntnis Deines echten Selbst und folglich von dem, wie Du Deine Realität erschaffst, und das ist die Formel. Die beiden wichtigsten Aspekte hierbei sind, dass es keine Trennung zwischen innen und außen gibt. Es gibt sie nicht.

Über Jahrtausende habt Ihr folgende Wahrnehmung generiert, dass das, was Ihr innen und das was Ihr draußen äußert, sozusagen zwei verschiedene Dinge sind, ganz ähnlich wie Ihr auch das objektive und das subjektive Gewahrsein als zwei getrennte Dinge anseht, was sie nicht sind. Eure äußere Realität ist nicht von Euch getrennt, sondern sie ist Ihr. Und das ist damit gemeint: Sie ist eine Verlängerung von Euch, da sie eine Projektion im Draußen ist. Alles fängt mit Eurer Energieprojektion an.

Wie im Beispiel Deines Lieds ist es das, wenn Du bemerkst und erkennst, und von dieser bestimmten (Bewusstseins)woge angespornt, fangen viele von Euch jetzt zu erkennen an, aber Ihr seid erst in den Anfangswehen dieser Woge. Insofern erschafft Ihr sozusagen zwei Versionen der Realität. Ihr erschafft sowohl die periphere wie auch die persönliche Version der Realität.

Alles was Ihr selber als Erfahrungen in Eurem Leben anheuert, habt Ihr personalisiert, um Eure eigene persönliche Konfiguration jenes Aspektes der Realität zu generieren. Kürzlich habe ich Euch ein Beispiel genannt: In der Gegend, wo Ihr wohnt, mag es 15 Parks geben und Ihr mögt Euch deren bewusst sein, und das ist Eure periphere Realität. Sie existieren, sind real und Teil Eurer Realität. Dann besucht Ihr einen dieser Parks, und das ist der Park, den Ihr personalisiert. Diesen Park werdet Ihr sehr viel spezifischer erschaffen. Die anderen 14 Parks sind sozusagen irgendwie verschwommen, während der, mit dem Ihr interagiert, für Euch kristallklar ist.

Durch Euren Besuch dieses Parks habt Ihr nun diese Eure Schöpfung bis ins winzigste Detail personalisiert. Bis hin zu jedem Grashalm, der Bodenbeschaffenheit, dem, was in diesem Gebiet existiert, bis hin zu jedem Baum und Blatt und jedem Aspekt, der in jener Realität jenes Parks konfiguriert ist, habt Ihr dies alles persönlich erschaffen. Ihr habt den Park sozusagen mit Eurer persönlichen Unterschrift versehen und gestempelt. Das ist Euer Design. Und bevor Ihr Euch überhaupt mit diesem Park befasst habt, habt Ihr bereits die Energie projiziert, um ihn zu erschaffen.

Bevor Du dieses Lied je gehört hast, hast Du bereits die Energie projiziert, die es konfigurierte. Du hast Recht. Statt dass das Lied zu Dir kam, hast Du es erschaffen, und es ist Dir entsprungen. Das heißt nicht, dass jene Aspekte Eurer Realität nicht bereits existieren würden. Das tun sie, so wie jene Parks dies tun. Doch sobald Ihr irgendeinen Aspekt Eurer Realität persönlich anheuert, selbst wenn es ein Bild ist oder nehmen wir ein Buch, in dem Du ein Bild von Japan siehst, in genau diesem Augenblick erschaffst Du persönlich jenen Aspekt von Japan mit Deiner persönlichen Unterschrift, und dadurch wird er Teil Deiner persönlichen individuellen Realität. Und diese Individualität und persönliche Realität vermischen sich mit den Realitäten anderer Individuen, da Ihr alle miteinander vernetzt seid, aber sie wird immer jenen Aspekt Deiner persönlichen Signatur haben, die ein bisschen anders sein wird als die Unterschrift eines jeden anderen Individuums.

ANN: Irgendwie sind wir wohl die Geschichte (story)?

ELIAS: Ja, alles entspringt Euch. Ihr werdet erkennen, und einige tun dies bereits und hinterfragen dies und inkorporieren in gewissem Maße sogar einen Konflikt Aspekt, ich werde noch mehr zu diesem Thema sagen, aber eine weitere Facette beim Erkennen Eures echten Selbst ist, dass ein bedeutsamer Wechsel auch die Ziele involvieren wird.

Seit Jahrtausenden generiert Ihr eine Realität, die auf äußeren Zielen beruht. Das heißt, Ihr werdet durch etwas motiviert, durch eine Manifestation, ein Konzept oder eine Idee, die Ihr zu erlangen bestrebt seid. Ob es nun eine physische Manifestation oder Wissen wäre, das spielt hier keine Rolle. Der Faktor ist, dass Ihr etwas zu erlangen strebt. Dies hat sehr viel mit Anhängseln zu tun.

Sobald Ihr das echte Selbst seid und dieses äußert, funktioniert oder generiert Ihr nicht länger aus der Anhängsels-Perspektive. Das, woran Ihr bislang beim Äußern Eurer Leidenschaften/Vorlieben gewohnt seid, wird sich verändern. Es ist nicht so, dass es keine Leidenschaften mehr geben würde, obwohl es für einen vorübergehenden Zeitraumen anscheinend so sein mag, weil Ihr es gewohnt seid, durch äußere Ziele angetrieben zu werden. Selbst Mönche und heiligen Männer Eurer östlichen Religionen werden durch Ziele im draußen motiviert und bekunden Leidenschaften bezüglich solcher äußerer Ziele, nämlich Nirwana, Erleuchtung und den Himmel. Das sind äußere Ziele, die erlangt werden müssen, weshalb es die Wahrnehmung gibt, dass Ihr sie noch nicht besitzt und sie erst noch erlangen müsst.

Bei der Äußerung aus dem echten Selbst heraus gibt es das Wissen, dass Ihr bereits alles besitzt. Es geht bloß darum, Eure Aufmerksamkeit auf eine spezifische Weise zu handhaben, um das anzuzapfen, was auch immer es wäre, worauf Eure Leidenschaft gerichtet ist, weshalb Eure Leidenschaft anders motiviert ist. Da die Ziel-Orientierung bei Euch allen eine tief verankerte Wahrnehmung ist, mag es Euch so erscheinen, als ob Ihr alle Eure Leidenschaften verloren hättet, wenn Ihr anfangt, Euch mehr aus dem echten Selbst heraus zu äußern, so als ob alles, was Ihr zuvor als eine Leidenschaft erkannt habt, nicht länger wichtig für Euch wäre. Denn alle Eure Leidenschaften werden größtenteils sehr von Anhängseln angetrieben und somit von draußen angefeuert.

Das heißt nicht, dass einige Eurer Leidenschaften/Vorlieben nicht von einer aufrichtigen inneren Äußerung angetrieben würden, aber sie werden sehr überdeckt durch Anhängsel. Das ist es, womit Ihr vertraut seid, und sogar jene Leidenschaften, die aus dem echten Selbst heraus geäußert werden, mögen anscheinend vorübergehend insignifikant und scheinbar nicht länger eine Leidenschaft sein. Das ist jedoch eine vorübergehende Äußerungen während Eures Umzugs in eine aufrichtige/echte Äußerung des Selbst, da Ihr wisst, dass es keine Trennung zwischen innen und außen gibt. Alles, was in Eurer Welt existiert und was Ihr wahrnehmt, wurde durch Eure Energieprojektion dort platziert, ansonsten wäre es nicht dort.

Wenn Ihr vertrauter werdet mit diesem Fehlen von Trennung und Euch Eures echten Selbst mehr gewahr werdet, wird sich Eure Wahrnehmung der Leidenschaft verändern und wesentlich zufriedenstellender werden, da sie immer geäußert werden wird statt darauf warten zu müssen, dass sie erst bei Erreichen des Zieles geäußert werden wird, selbst wenn das Ziel noch so kurzfristig wäre, wie dabei „Mein Ziel ist es, diese Handlung morgen zu generieren oder sie morgen zu bewerkstelligen.“ Bei echten/aufrichtigen Leidenschaften gibt es keine Wartezeiten, denn diese Vorlieben/Leidenschaften existieren bereits. Sie sind bereits präsent, und insofern könnt Ihr sie auf jedwede von Euch gewählte Weise manifestieren.

Dies heißt also nicht, dass Ihr nicht länger dazu motiviert oder angeregt sein würdet, über etwas hinauszugehen, noch mehr zu tun oder noch mehr zu äußern. Das ist das Entfalten jedweder Leidenschaft, und dies setzt sich demnach fort, aber mit einer ganz anderen Perspektive. Und das, was Du getan hast (mit dem Song), da war, Dir zu erlauben, den ersten Schritt zu tun, und hiermit hast Du Deinen Fuß am Meeresufer aufgesetzt und das Wasser berührt. Sobald Du einmal das Wasser berührt hast, geht es nur noch darum, noch weiter hinein zu gehen, bist Du Dir zu Schwimmen erlaubst und Teil davon wirst.

Session 3069
“Genuine Passion”
Friday, Oct. 21, 2011


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: So 23. Jul 2017, 05:03 
Supraselbst
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(Text teilweise bereits in anderen Threads vorhanden.)

ELIAS: Was die andere Frage anbelangt, so wird derzeit das Channeling-Phänomen nicht weniger. Es ist nicht so, dass es weniger oder weniger intensiv würde, oder dass weniger Informationen offeriert würde. Was geschieht ist, dass viele, die Channeln im Rahmen eines Energie-Austauschs anheuern oder auch ihre eigene Informationen channeln, sehr viel Überforderung erleben. Aber bei dieser Überforderung gibt es noch andere Faktoren, die auch bei Anderen, die in de Öffentlichkeit stehen, beobachtet werden können.

Personen, die in der Öffentlichkeit, Hilfe leisten, lehren oder als Beispiele dienen, erleben dieses Gefühl der Überforderung etwas intensiver, was verständlich ist, da dies einhergeht mit der Bewusstseinswoge (der Emotionen), die die Kommunikation anspricht und alle Eure Aktionen und Interaktionen noch betont. Sie betont das, wie Ihr interagiert und dazu gehören auch Eure Richtlinien. Wie ich jüngst sagte, bewirkt diese Bewusstseinswoge, dass ihr Euch mehr Eurer echten Identität gewahr werdet.

Dies ist ein sehr großer Schritt in dieser Umschaltung. In vielerlei Hinsicht ist Identität nicht das, was Ihr dafür haltet, weshalb dies bereits viel Verwirrung erschafft und ein Abtrennen der Identitäts-Anhängsel von der echten Identität generiert. Es ist nicht so, dass Ihr diese Anhängsel vergesst oder eliminiert, oder dass sie nicht länger Teil Eurer Realität sind, denn dies sind sie, aber Ihr entdeckt den Unterschied zwischen den Anhängseln und Eurer echten Identität.

NATASHA: Kannst Du uns ein Beispiel für ein solches ldentitäts-Anhängsel geben? Ich möchte das verstehen und erleben, weil ich mir über die Trennlinie nicht sicher bin.

ELIAS: Okay, untersuchen wir einmal leicht erkennbare, sehr reale Anhängsel. Was ist Deine Kern-Wahrheit, Dein Kern-Glaubenssatz?

NATASHA: Integrität.

ELIAS: Und Deiner?

DANIIL: Loyalität.

ELIAS: Loyalität und Integrität. Das sind Eure Kern-Glaubenssätze, weshalb ein Teil davon mit Eurer echten Identität assoziiert ist, aber nur ein kleiner Teil. Der größere Teil davon sind Anhängsel.

Was können Anhängsel von Loyalität oder Integrität sein? Welche Erlebnisse werden von diesen Kern-Glaubenssätzen beeinflusst? Was habt Ihr bezüglich dieser Worte gelernt und offeriert es Euch? Worte transportieren Definitionen und Assoziationen. Wie würdest Du Integrität definieren?

NATASHA: Nichts zu tun, was sich nicht richtig anfühlt, und das zu tun, was sich richtig anfühlt.

ELIAS: Und weitere Integritäts-Aspekte wären Wahrheit und Wahrhaftigkeit/Ehrlichkeit?

NATASHA: Ja.

ELIAS: Ein weiteres Anhängsel der Integrität wäre also das, was Du mit Lügen oder Unwahrheit assoziierst. Und wie definierst Du Lügen?

NATASHA: Ich erachte es nicht unbedingt als schlecht. Manchmal ist Lügen nützlich...

ELIAS: Aber wie definierst Du Lügen?

NATASHA: Meiner Ansicht nach ist Lügen nicht die Wahrheit zu sagen, weiß als schwarz und umgekehrt zu bezeichnen.

ELIAS: Das ist akkurat als Deine Definition des Lügens. Und was ist Wahrheit?

NATASHA: Die Wahrheit würde wiederum auf gleiche Weise absolut und ohne Ablenkung oder Verheimlichen geäußert.

ELIAS: Ohne Verheimlichen. Das wäre korrekt und akkurat. Aber was ist Wahrheit? Wahrheit ist relativ. Und was ist Lügen? Lügen ist relativ.

Das sind Beispiele für Anhängsel dieses Kernglaubenssatzes. Die Integritäts-Kern-Wahrheit beeinflusst lediglich in mancher Hinsicht das, was Ihr in dieser Manifestation seid, was wiederum bisweilen das beeinflusst, wie Ihr Euch äußert, aber sie birgt auch viele Werturteile und Anhängsel von dem, was nicht unbedingt Ihr selbst seid sondern das, was Ihr Euch hinsichtlich Euer Identität angeheftet habt, weil es mit Eurer Kern-Wahrheit assoziiert ist.

Und was ist Loyalität?

DANIIL: Dafür habe ich mehrere Definitionen. Eine ist dies, einem Freund zu helfen oder einem Projekt oder Unterfangen dazu zu verhelfen, dass es zu Ende geführt wird. Loyalität bedeutet, bereit sein zu helfen. Ich denke, dass Loyalität bedeutet, bei einem gewählten Ziel, einer Person, einem Freund oder einem Projekt mein Bestes zu erbringen.

ELIAS: Was ganz offensichtlich viele Anhängsel miteinschließt. So wie jeder Glaubenssatz, können auch alle Kern-Glaubenssätze viele Anhängsel haben.

Loyalität ist zu einer Idee, zu einem Konzept, einer Philosophie, einem Vorgang, einem Individuum und Dir selbst zu stehen. (Gilla: It is the action of not supportiveness but supporting - für mich unübersetzbar). Loyalität ist dies: unbeirrt zu dem zu stehen, was auch immer geäußert wird, und womit Du einverstanden bist. Dem gegenüber, womit Du nicht einig gehst, bist Du nicht loyal.

Das mag Dir ziemlich schwarz-weiß vorkommen, was es aber nicht ist, denn Du magst mit vielen Vorgängen, Äußerungen, Verhaltensweisen oder sogar Ideen nicht einig gehen und doch weiterhin loyal bleiben. Du kannst Deiner Freundschaft gegenüber loyal sein, denn damit stimmst Du überein und kannst doch mit vielen Aspekten des anderen Individuums oder dieser Freundschaft nicht einverstanden sein. Du kannst diesbezüglich viele Werturteile haben, doch Deine Loyalität ist dies, dass Du die Grundlinie trotzdem unterstützt, ganz egal, ob sie richtig oder falsch ist, weil es irgendeinen anderen Aspekt gibt, demgegenüber Du loyal bist.

Integrität wäre, dass Du Dich sehr in Richtung von dem bewegst, was Du für wahr, richtig, akkurat und gültig hältst oder so wahrnimmst. Gegen Äußerungen, die nicht dazu passen, opponierst Du oder ignorierst sie.

Es gibt noch andere intensive Glaubenssätze, die nicht unbedingt Deine Kern-Wahrheit sind, die Du jedoch häufig oder beharrlich anheuerst…

NATASHA: Darf ich Dich kurz unterbrechen? Was sind Anhängsel? Sind sie die Glaubenssätze, die hinter allen geäußerten Verhaltensweisen stecken? Was verstehst Du unter Anhängseln? Ich bin mir nicht ganz darüber im Klaren.

ELIAS: Es sind die erlernten Assoziationen und somit das, was Du in Bezug auf den Kernglaubenssatz erlebt hast. In Deinem ganzen Fokus hast Du unzählige Erlebnisse in Verbindung mit Deinem Kern-Glaubenssatz der Integrität miteinbezogen und viele Werturteile dahingehend generiert, ob etwa gut oder schlecht ist, und hinsichtlich von dem, was Du auf Dich anziehst oder wegstößt. Die entsprechenden Einschätzungen und Assoziationen beruhen auf Deinem Evaluieren von Erlebnissen, bei denen das Anhängsel gut oder schlecht miteinbezogen wird.

NATASHA: Heißt das, dass ich aufgrund meines Integritäts-Kern-Glaubenssatzes buchstäblich automatisch ohne viel Nachdenken dieses Etikettieren vornehme?

ELIAS: Ja, und das tust Du während Deines ganzen Fokus. Dies wurde für Dich ganz natürlich, und Du tust das sehr, sehr oft völlig automatisch und ohne Nachdenken. Du handelst einfach. Und wenn man Dir die Integritäts-Frage stellen würde, warum Du Dich so äußerst, würdest Du ganz natürlich erwidern: „weil ich so bin.“

NATASHA: Mir ging gerade durch den Kopf, dass es natürlich ist.

ELIAS: Ja, und wenn es natürlich ist, ist das ein Teil von Dir, es ist Du selbst, weshalb Du es gleichsetzt mit wer und was Du bist, also mit Deiner Identität.

NATASHA: Und ist das ein sehr großer Teil?

ELIAS: DAS ist ein sehr großer Teil. Der eher sehr kleine Teil ist der Aspekt dieses Kern-Glaubenssatzes, der Dich bloß in Deiner Seiendheit (beingness) beeinflusst, was das, wie Du Dich äußert, manchmal beeinflussen kann. Doch noch mehr als der Kernglaubenssatz sich auf Deine Identität und auf das auswirkt, wer und was Du bist, beeinflussen Deine Anhängsel das, wie Du Dich äußerst.

Der Integritäts-Aspekt - ohne alle diese Anhängsel - ist bloß dieser kleine Aspekt Deinerselbst, Deiner echten Identität, die Linse, wie Du Dich selbst wahrnimmst, und nicht unbedingt wie Du mit Anderen interagierst oder das, was Du tust, was eher durch diese Anhängsel beeinflusst wird.

Die echte/wahrhaftige Integrität schließt nicht unbedingt alle diese Werturteile mit ein. Sie beeinflusst Dich lediglich auf sanfte Weise, um Dir zu erlauben, Du zu sein und das ausfindig zu machen, was Du als authentisch herausfinden und definieren kannst, was ein weiterer Begriff für real ist, aber real ist alles um Dich herum. Alles, was geäußert wird, ist real. Es muss nicht aufrichtig/echt und auch nicht gültig sein.

An diesem Beispiel kannst Du erkennen, dass der Kern-Glaubenssatz ohne Anhängsel diese Werturteile nicht miteinbezieht. Er beeinflusst oder ermutigt Dich lediglich zum Entdecken und zum Expandieren Deines Bewusstseins in Bezug auf Die Authentizität oder das, was real ist.

Abgesehen von den Anhängseln bezieht der Loyalitäts-Aspekte keine Werturteile mit ein und ermutigt Dich zur natürlichen, nicht wertenden Unterstützung Deiner Seiendheit, und diese natürliche Seiendheit ist ein Element Deiner Identität, was alle diese Loyalitäts-Anhängsel nicht sind, doch sie fühlen sich so an, als ob sie es wären und erwecken diesen Anschein, denn Du hast sie so beharrlich in Deiner Fokus-Existenz geäußert, dass es schwierig ist, sie von dem, wer Du bist, zu trennen.

(Ausschnitt)


NATASHA: Ich empfinde einfach nur Gefühllosigkeit/Dumpfheit (numbness)!

ELIAS: Du kannst ermessen, dass Du Dich bewegst, indem Du erkennst, dass Du nicht völlig selbstgefällig (complacent) bist, was Du nicht bist, wo es keinerlei Interesse in irgendeiner Richtung, keine irgendwie geäußerte Neugierde, kein Erstaunen bei irgendeinem Thema, keine Ermutigung und keinen Drang gibt, etwas herauszufinden. Doch diese sind allesamt sehr präsent, und solange das der Fall ist, bewegst Du Dich und heuerst die Umschaltung an.

Was fehlende Bewegung zu sein scheint und was Du als fehlende Motivation definierst, ist keine fehlende sondern eine andere Motivation. Deine Beweggründe ändern sich. Für Dich scheint es eine fehlende Motivierung zu sein, weil Du sie nach dem definierst, was schon immer gewesen ist. Es gibt eine verräterische Aussage, was Anhängsel an Eure Identität anbelangt, und zwar Folgendes: „Was ich schon immer gewesen bin, was ich schon immer gemacht habe, das bin ich.“ Aber das bist Du nicht. Es ist das, was Dir vertraut ist und was Du Deiner Identität angeheftet hast, das was Dich motiviert hat und Dich nicht länger motiviert, aber das heißt nicht, dass Du nicht motiviert bist.

NATASHA: Jetzt begreife ich. Die Identität und der Mangel an Motivierung sind eng miteinander verknüpft, weil dies eine Suche nach der Identität ist, und die alten Beweggründe funktionieren nicht mehr, weil man nicht mehr das ist, was man dachte, dass man dies wäre.

ELIAS: Richtig, und deshalb bist nicht motiviert, im Einklang mit den alten Anhaftungen/Anhängseln zu generieren, Dich zu äußern oder Dich zu verhalten, da diese nicht Dein authentisches Ich sind. Und da Du objektiv nicht weißt, was Deine Authentizität ist, definierst Du dies als unmotiviert, was nicht der Fall ist, aber es ist eine sehr reale Definition von dem, was Du erlebst.

Die Fülle an Neuem, das Gange ist, während Du selbst Dich expandierst, erweitert auch die Informationen, die Du Dir offerieren kannst. Du trittst in eine neue Phase ein, und Unabhängigkeit ist ein Aspekt dieses Identitätselements, dieses stark verankerten Anhängsels.

Ich sage Dir, dass dies ein schwieriges Thema werden wird, denn dies ist ein Begriff, den Ihr sehr hoch schätzt und nichts, was Ihr als negativ erachten und bereitwillig aufgeben würdet, ein Begriff und Konzept, das Ihr anstrebt, ein Juwel, den Ihr als sehr kostbar anseht und den jeder sehr gerne haben und behalten möchte. Jene, die wahrnehmen, dass sie dieses Juwel nicht inkorporieren, sind begierig danach. Dies ist ein sehr gewichtiges Thema und Du stehst auf der Schwelle des Ansprechens dieses Anhängsels. Dies ist eine Anhaftung, und es sind nicht Deine authentischen Selbst (Plural).

NATASHA: Unabhängigkeit ist ein Anhängsel?

ELIAS: Ja, sogar sehr. Unabhängigkeit ist Festhalten an und sich Entfernens von etwas, ein Trennungsvorgang, die Verkörperung der Trennung.

NATASHA: In der wirklichen Realität gibt es so etwas wie Unabhängigkeit wahrscheinlich nicht?

ELIAS: Richtig. Dies ist ein wichtiges Thema, denn Ihr seht Unabhängigsein als gut, als nobel und als Stärke an.

NATASHA: Für mich gleicht Stärke weniger dem Begriff von nobel sondern eher dem von autark.

ELIAS: Ah, Autarkie! Lass mich Dir sagen, dass Unabhängigkeit kein Nichtvorhandensein von Abhängigkeit ist, und die Aussage “sich von der Unabhängigkeit entfernen” ist nicht gleichbedeutend mit Abhängigsein. Dies sind zwei Begriffe, die Ihr extrem in schwarz und weiß und als sehr gegensätzlich anseht. Das sich Entfernen von der Unabhängigkeit ist kein Umzug in die Abhängigkeit.

Unabhängigkeit ist die Verkörperung der Trennung, der Vorgang und die Bewegung des sich Entfernens von, und auch die Bewegung des Ausschließens oder des Zurückweichens gegenüber dem Empfangen, also auch ein sich Entfernen vom Empfangen. Mit dem Vorgang der Unabhängigkeit generiert Ihr ein Weggehen von und kein Hingehen zu, ein sich Entfernens im Allgemeinen, auch dem Empfangen gegenüber. Und dies seht Ihr als sehr gut an. Je unabhängiger Ihr seid, desto besser seid Ihr.

Was wäre sehr stark mit Unabhängigkeit verknüpft?

NATASHA: Freiheit

ELIAS: So definiert Ihr Unabhängigkeit. Ihr definiert sie als Freiheit, und das ist sie nicht, aber es ist die Art und Weise, wie Ihr dies definiert. Und welche weitere Äußerung ist sehr stark mit Unabhängigkeit verbunden?

DANIIL: Das, was die Leute in der Metaphysik als dieses Ego bezeichnen. So viel Wert wurde auf das Zusammenschmelzen und auf das Loswerden des Egos gelegt. Es hieß, dass Unabhängigkeit uns näherkommen lässt und uns mehr (unverständlich)... Als ich daran dachte, im Lotto zu gewinnen, entdeckte ich, dass ich da Vorbehalte habe, weil ich mir dachte, dass ich bereits Geld dazu nutze, persönliche Probleme loszuwerden. Wenn ich also viel Geld gewinnen würde, würde ich keine Probleme haben, aber ich könnte meinen ganzen Kontext verlieren und so unabhängig werden, dass ich wirklichkeitsfremd wäre.

ELIAS: Ein ausgezeichnetes Argument, das die Meisten nicht berücksichtigen. Aber was ist sehr stark mit Unabhängigkeit verknüpft? Je unabhängiger Ihr werdet, desto mehr werdet Ihr was?

NATASHA: Mächtig?

ELIAS: Je unabhängiger Ihr werdet, umso mehr wächst Eure Verantwortlichkeit. Ihr seid verantwortlich für Euch selber, für Eure Umwelt, für alles was um Euch herum ist, für alles was Ihr wahrnehmt, da dies alles zu Euch gehört oder an Euch angegliedert ist. Wenn Ihr gänzlich unabhängig seid, seid Ihr verantwortlich für alles, womit Ihr interagiert und müsst Euch um alles, was Euch anvertraut ist, kümmern und dies erhalten, ob Objekte, Individuen, Tiere oder irgendeine Manifestation, dies alles obliegt Euch, denn Ihr seid gänzlich unabhängig und somit noch mehr verantwortlich.

DANIIL: Wenn wir eine Firma haben, müssen wir uns um die Mitarbeiter kümmern, und wir müssen uns um das Vermögen kümmern. Wenn man ein großes Haus hat, muss man sich um dieses kümmern. Wenn man Investitionen hat, Schiffe oder was auch immer, muss man sich um dies alles kümmern.

ELIAS: Richtig. Sogar dann, wenn Ihr keine großen Fülle von Manifestationen generiert, wenn Ihr wählt, ein Individuum mit wenig Besitztümern zu sein, seid Ihr, wenn Ihr Euch als gänzlich unabhängig wahrnehmt, verantwortlich für das, was sich in Eurer von Euch so wahrgenommen Obhut befindet, selbst wenn dies lediglich ein Wagen mit ein paar Objekten darin wäre.

NATASHA: Für mich ist Unabhängigkeit ganz anders als das, was Du als Verantwortlichkeit beschreibst, dass man für dies und das und für wen und was auch immer verantwortlich wäre. Ich sehe Unabhängigkeit so, dass man für nichts die Verantwortung hat. Aufgrund von dem, was Du über Unabhängigkeit und Assoziationen sagst, sehe ich es so, dass es tatsächlich keine solche Sache wie Unabhängigkeit gibt.

ELIAS: Oh, es gibt die Unabhängigkeit!

NATASHA: Du hast gerade alle diese Verantwortlichkeiten, diese Anhängsel und die damit verknüpften Dinge beschrieben. Es gibt keine wahre Unabhängigkeit

ELIAS: Ja, Du hast Recht, aber sie ist in Eurer Realität und Wahrnehmung sehr real. Du hast Recht damit, dass sie eine Illusion ist, aber sie ist auch sehr real. Sie ist ein Anhängsel.

Erkläre mir bitte, wie Du Unabhängigkeit oder Verantwortlichkeit als nicht miteinander assoziiert definierst, so dass Du hierbei, je unabhängiger Du bist, umso weniger Verantwortung hast.

NATASHA: So sehe ich es im Idealfall.

ELIAS: Und wie würdest Du dies äußern?

NATASHA: Ich müsste nichts von den gerade beschriebenen Dingen tun. Ich müsste mich um nichts kümmern. Einfach mit meinem Willen könnte ich alles tun.

DANIIL: Du würdest sagen, dass Du noch nicht einmal arbeiten gehen musst?

NATASHA: Natürlich. Ich könnte einfach...

ELIAS: Nein, das sage ich nicht. Ich meine dies nicht hypothetisch oder theoretisch und spreche nicht von einem Konzept, sondern ich frage Dich, was tust Du jetzt tatsächlich in Deiner wirklichen Existenz?

NATASHA: Unabhängigkeit ist mit Verantwortlichkeit und damit assoziiert, sich um Dinge zu kümmern.

ELIAS: Ja, idealerweise oder als Konzept hast Du Recht. Unabhängigkeit gibt es nicht, und deshalb würde es diese Anhängsel auch nicht geben, und Verantwortlichkeit wäre nicht damit assoziiert. Aber Du existiert in dieser Realität und gehst in die Richtung, dass Du noch mehr Informationen einholst und noch mehr erkundest von dem, wer und was Du bist, um Dich in die Lage zu bringen, sowohl die Anhängsel als auch das zu erkennen, was authentisch ist - nicht was real ist. Denn das, was authentisch ist, diese wirkliche und authentische Freiheit, liegt in der Authentizität von dem, wer und was Du ohne diese Anhängsel bist.

Es ist nicht so, dass Anhängsel schlecht wären oder eliminiert werden müssten, aber sie können als das, was sie sind, erkannt werden, nämlich als Anhängsel, und somit könnt Ihr die Freiheit inkorporieren, über sie hinaus zu gehen oder Euch außerhalb ihrer Zwänge zu bewegen. In Eurer Realität und Existenz sind sie sehr starke Zwänge. Wenn Ihr einige dieser sehr starken Einflüsse auch noch hochschätzt, erschafft dies auch sehr starke Einschränkungen.

Wenn ich Euch das Thema Unabhängigkeit schon in früheren Jahren präsentiert hätte, wäre das meinerseits vergebens gewesen, denn Ihr hättet dies nicht verstanden. Ihr hättet Euch noch nicht einmal erlaubt, das Thema überhaupt anzunehmen, denn Ihr wart noch nicht auf der Schwelle der Entdeckung Eurer eigenen Identitäten, um Euch somit die Frage hinsichtlich der Unabhängigkeit zu gestatten. Automatisch assoziiert Ihr dieses Wort Unabhängigkeit mit gut und mit Freiheit. Ihr setzt Unabhängigkeit mit Freiheit gleich.

DANIIL: Dies reicht über Geld oder Austausch/Exchange hinaus, nicht wahr? Ich erinnere mich an das Beispiel von jemand, der viel Geld hatte, immer seinen eigenen Lebensunterhalt bestritt und sich getrennt fühlte. Dann hat er allen seinen Besitz verloren und muss nun Gaben annehmen. Er kann nicht weiterhin im klassischen Sinne für alle andere Verantwortung übernehmen, wodurch er mehr akzeptiert wird und offener ist. Dies entspannt ihn ein bisschen, nicht wahr? Das ist so, als wenn dies im Draußen starten würde. Aber es muss nicht mit Geld anfangen und um Geld gehen? Es reicht irgendwie viel tiefer?

ELIAS: Richtig. Es ist nicht unbedingt mit Geld und doch damit assoziiert, denn es ist mit jedem und allen Themen/Subjekten assoziiert. Ob Ihr nun Geld habt oder nicht, wirkt sich das nicht unbedingt darauf aus, wie Ihr Euch selbst als unabhängig wahrnehmt.

DANIIL: Was ist also fehlende Unabhängigkeit? Wie würde ich mich fühlen, wenn ich mich von der Unabhängigkeit entferne? Nehmen wir an, dass ich in einer Beziehung mehr von meinem Partner und meinen Freunden beeinflusst werde und irgendwie Teil des gleichen Energie-Pools bin. Es ist fast so, wie wenn man irgendwie die Identität verlieren würde, und das die Barrieren niederreißt. Aber wie könnte man das beschreiben? Wie würde ich mich fühlen?

ELIAS: Du hast Recht und kommst dem sehr nahe. Das Loslassen der Unabhängig ist der Umzug in die Erkenntnis der Vernetzung. Eure Einzigartigkeit oder Eure Identität macht das nicht ungültig, und es mindert sie nicht. Es erweitert sie, und hier kommt die echte Erkenntnis ins Spiel, dass es unnötig ist, von einander getrennt zu sein und dass es tatsächlich im Vernetztsein mehr Freiheit und Macht gibt.

Session #2825
Friday, August 7, 2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: So 23. Jul 2017, 12:15 
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(Text größtenteils bereits in anderen Threads vorhanden.)

JENE: Ich denke, dass ich mich selbst häufig herausfordere.

ELIAS: Es ist misslich, dass Du Deine eigene Aufmerksamkeit durch Situationen erlangst, die Du als negativ oder schmerzlich ansiehst, doch Du wirst Herausforderungen und Umstände wählen, die Deine Aufmerksamkeit bekommen.

JENE: Werden sie weiterhin schmerzhaft oder traumatisch sein?

ELIAS: Du selbst wählst. Es ist wahrscheinlicher, dass Du diese Methode wählen wirst, denn sie hat Deine Aufmerksamkeit! Wenn alles glatt läuft, gibst Du wenig Acht. (lächelt)

JENE: Langweile. Habe ich diese spezielle Wahl noch vor dem physischen Fokus mit dem Selbst vereinbart? Es scheint seit meiner Geburt mein Weg zu sein, einer von Trauma und Verletzung in immer ähnlichen Situationen, nämlich dass Tiere oder physisch fokussierte geliebte Wesen sterben, Kinder, Eltern, beste Freunde, Scott, Selbstmorde. Es geht einfach so weiter. Ich kenne nur wenig Leute, die so viele Verluste, emotionale Erfahrungen und Herausforderungen wie ich erlebten, wie ich dies wohl tat, um zu bemerken, entweder um Loszulassen oder um anzunehmen. Diese Frage interessiert mich.

ELIAS: Wie gesagt begebt Ihr Euch in jeden physischen Fokus mit Eurem eigenen individuellen Pool an Wahrscheinlichkeiten, aus dem Ihr schöpft. Insofern gibt es für Euch keine Vorherbestimmung oder festgelegte Handlungen, die Ihr in Eurem Fokus oder „Leben“ wählen werdet, aber Ihr errichteten einen Pool von Wahrscheinlichkeiten, die in eine bestimmte Richtung weisen. Ihr besitzt immer die Wahl, Euch auszustrecken und aus Wahrscheinlichkeiten zu schöpfen die außerhalb des von Euch gewählten Pools sind. Nichts ist in Stein gemeißelt. Wenn Ihr in einem Fokus eine Richtung wählt, könnt Ihr Euch selbst die Chance des Bemerkens und Erweiterns oder – nach Euren Begriffen - des Lernens aus bestimmten Erfahrungen bieten, und Ihr mögt auch gar nicht auf Euch hören. Ihr könnt eine Erfahrung wählen und Euch damit eine Richtung weisen, und Ihr mögt nicht auf Eure eigene Lenkung hören, weshalb Ihr Euch dann weiterhin dieses Szenario präsentieren werdet.

Das ist kein Karma! Es ist auch keine Situation, die so wäre, dass Ihr, wenn Ihr es beim ersten Mal nicht richtig gemacht oder verstanden habt, damit immer weitermachen würdet! Das ist nicht der Fall. Ihr könnt wählen, Euch die Chance der Kommunikation mit der Essenz mittels bestimmter Erfahrungen zu offerieren und nicht zuzuhören, weshalb Ihr subjektiv ähnliche Erfahrungen anziehen werdet. Aber das ist nicht immer der Fall, denn manche Individuen wählen, bestimmte Erfahrungen wieder und wieder und immer wieder in einem bestimmten Fokus zu wiederholen, weil sie dies zulassen möchten.

Und Ihr denkt Euch, dass Ihr irgendwelche bedeutenden Gründe für Eure Wahl dieser Erfahrungen haben müsst, nämlich irgendein enorm segensreiches Endergebnis. „Im Augenblick erlebe ich Verheerung. Deshalb werde ich die Fähigkeit haben, andere Individuen zu verstehen, die eine solche Zerstörung erleben und ihnen helfen können.“ Ihr könnt auch unabhängig davon innerhalb des Bewusstseins Hilfe leisten. Ein jedes Individuum wählt seine Erfahrungen seiner Erfahrungen halber.

Denkt daran, dass dies ein Fokus ist. Innerhalb der Essenz habt Ihr viele Fokusse, die andere Situationen erleben. (scherzend) Doch wünschen und glauben wir nicht alle, dass dieser eine Fokus, den wir erkennen, der „gute“ Fokus ist! Dieser Fokus ist das freundliche, gerechte, gute, wohlmeinende und spirituelle Individuum. Dies alles mag gemäß Euren Glaubenssatzsystemen wahr sein oder auch nicht, aber es ist belanglos, denn Ihr seid Essenz. Deshalb sind alle Erfahrungen aller Fokusse die Euren, und Ihr könnt in einem individuellen Fokus Elemente erleben, die Ihr in Euren Gedankenprozessen für einen anderen Fokus entworfen habt. (Therefore, all of the experiences within all of the focuses are yours, and you may be experiencing elements within an individual focus that you would have designed to experience in your thought process in another focus.) Dieser Gedankenprozess wird auch durch Eure Glaubenssatzsysteme beeinflusst, denn Ihr messt Euren Erfahrungen die Bedeutung von richtig und falsch und gut und böse bei.

Ihr habt Euch selbst mit Gefühlen beschenkt. In dieser Dimension und diesem Fokus habt Ihr Emotionen erschaffen, und Ihr als physische Wesen verfügen über dieses Element. Das ist Eure Erfahrung. Eine Emotion ist nicht erhabener als eine andere. Ein Gefühl ist nicht besser als ein anderes. Sie sind nur anders.

Ich verstehe, dass Ihr im physischen Fokus diese Gefühle empfindet und sie mit Glaubenssatzsystemen von gut oder schlecht verbindet. Traurigkeit und Schuldgefühle sind schlecht. Glückseligkeit und Freude sind gut. Schmerz und Leid sind schlecht. Das sage ich Dir, damit Du darüber nachdenkst und verstehst und diese Glaubenssatzsysteme annehmen kannst, damit sie nicht diese Stärke behalten.

Das heißt nicht, dass die Gefühle nicht intensiv sein mögen, aber der mit dem Gefühl verbundene Glaubenssatz besitzt (nach dem Annehmen) nicht mehr diese Intensität, und er wirkt sich in Deinem Gedankenprozess am meisten aus. Ohne das Anhängsel von gut oder böse, von positiv oder negativ würdet Ihr nicht differenzieren. Der Glaubenssatz tönt das Gefühl, was auch auf das Gebiet physischer Empfindungen zutrifft. Ihr fühlt einen Schmerz im physischen Körper und verbindet mit diesem Gefühl einen negativen Glaubenssatz, weshalb sich dies als unerträglich anfühlt. Ihr mögt es nicht, weil es negativ ist. Der Gedanke bzw. das Glaubenssatzsystem beeinflusste den Vorgang sehr. Der Vorgang ist eine Energiebewegung. Die Emotion ist ein Vorgang. Sie ist eine Energiebewegung. Sie ist nicht gut oder böse, nicht besser oder schlechter.

Ich verstehe, dass Du denkst: „Elias, Du kannst das leicht sagen, denn Du bist nicht physisch fokussiert und fühlst dies Elemente nicht.” Aber ich habe sie gefühlt und erinnere mich – jetzt - denn alles ist simultan. Deshalb sind auch alle Erfahrungen simultan.

JENE: Kann man im physischen Fokus wählen, über diese Glaubenssatzsysteme hinauszugehen?

ELIAS: Ja, und das ist es, was Du jetzt anstrebst.

JENE: Okay. Ich möchte noch einmal auf dieses sich Einigeln zurückkommen. Das hatte ich noch nicht einmal erkannt, und ich hatte - bis Ron darüber sprach - noch nicht einmal davon gehört. Er sprach über etwas, was dem ähnlich war und bei mir Resonanz fand, und vor einer par Woche fing ich an, darüber nachzudenken, und zwar über ein Scott-Anhängsel. Ist es dasselbe Anhängsel oder eines von davor?

ELIAS: Missverstehe das nicht. Führe die von Dir gewählte Handlung nicht auf ein Ereignis zurück, denn dies ist keine Situation von Ursache und Wirkung. Es ist nicht so, dass etwas passierte, weshalb Du gewählt hast, Dich einzuigeln. Du hast gewählt, diesen Prozess fortwähren zu lassen. Du hast gewählt, Dich eine Weile einzuigeln, zu isolieren und Deinen Idealismus für sehr wertvoll zu erachten, jedoch zuzulassen, dass Du entmutigt bist und dass Glaubenssatzsysteme für Dich überwältigend werden. Du hast gekämpft und gekämpft und neue Glaubenssatzsysteme übernommen, um dies zu lindern. Und da es nicht effizient war, hat Dich dies hier angezogen

JENE: Das Einigeln währt also schon eine lange Weile.

ELIAS: (nickt) Obwohl Du dies tarnst mit Deiner objektiven Suche nach neuen Glaubenssatzsystemen und fortfährst, sie innerhalb der neuen Religion der Metaphysik auszuschmücken.

JENE: Glaubenssatzsysteme ersetze oder eliminiere ich also nicht sondern vermische sie (to compound).

ELIAS: Ich würde es nicht als Vermischen bezeichnen. Ändern und Austauschen. (I would not express compounding. Altering; exchanging.) Und jetzt strebst Du nach Ausweitung und - wie ich Dir schon früher sagte - danach, Deine Begeisterung wiederzuerlangen.

Einst war diese Begeisterung vorhanden, und nun scheint sie inmitten vieler Glaubenssatzsysteme und Verwirrung verloren gegangen zu sein, weshalb Dich dieses Forum und die Informationen anziehen, denn Du möchtest Deine Begeisterung wiedererlangen. Eine objektive Äußerung, die Dir helfen kann, ist dem Bewusstsein, das jene Kreatur gestaltete, zu sagen: „Vielen Dank. Ich bin einverstanden“ um Dir zu erlauben, Dich zu öffnen und zu beginnen, Dich selbst zu akzeptieren und die Glaubenssatzsysteme zu kennen, die nun expandiert werden können.

Und Du wirst feststellen, dass das Bewusstsein Dir hilft. Und wenn Du dem unbedingt gut oder schlecht anheften musst, dann nur gut.

Session 144
Saturday, January 4, 1997 (Private) © 1997


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: So 23. Jul 2017, 12:24 
Supraselbst
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(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)


ELIAS: Beim Aspekt der Sexualität können bezüglich von Beziehungen viele Bereiche erforscht werden. In physischer Hinsicht könnt Ihr diesen Vorgang als körperliche Erfahrung ansehen, die Ihr macht, um einem neuen Fokus den Eintritt in diese Dimension zu ermöglichen. Diesen physischen Vorgang verbindet Ihr auch mit Bedeutungen und mit bestimmten Aspekten des Beziehungs-Glaubenssatzsystems, da Ihr zwei physische Formen körperlich verschmelzt und dabei eine weitere physische Form erschaffen könnt. Deshalb messt Ihr diesen Vorgang sehr viel Bedeutung zu. Das heißt nicht, dass das Beimessen dieser Bedeutungen richtig oder falsch wäre. Es ist einfach. Ihr erlaubt Euch insofern ein gewisses Offenwerden. Lass mich dies näher erklären.

So wie Ihr mit bestimmten Handlungen Mittelpunkte erschafft und Euch mittels Karten, Kristallen, Astrologie, Numerologie und Ritualen ein größeres Offenwerden für das Selbst und Euer eigens Gewahrsein und Energien ermöglicht, benutzt Ihr auch diesen Mittelpunkt, um Euch durch Eure Glaubenssatzsysteme ein Offenwerden für das Bewusstsein und die Energie zu erlauben und erschafft auf ähnliche Weise durch die physische Verschmelzung des sexuellen Geschlechtsverkehrs einen Mittelpunkt.

Manchmal erlauben Individuen sich das Offenwerden für ihr eigenes Gewahrsein, und bei diesem sich Öffnen für das eigene Gewahrsein können sie es sich einvernehmlich erlauben, sich für einander zu öffnen. Sie erlauben sich, einen Energieaustausch zu erleben und manchmal auch ein Verschmelzen der Energie, das über den physischen Vorgang hinausgeht.

Im Rahmen des Symbolismus-Anhängsels, das ein Aspekt des Glaubenssatzsystems ist, gestattet Ihr Euch die Fähigkeit, auf andere Bewusstseinsbereiche, auf andere Aspekte des Selbst und auf Aspekte anderer Individuen zuzugreifen. Wenn Ihr dies wählt und zulasst, könnt Ihr gemeinsam auf andere Bewusstseinsbereiche zugreifen, was für Euch sehr erhellend sein und Euch ein Offensein für das Erinnern des Selbst, der Energie und der Essenzenergie offerieren mag, und Ihr könnt Euch auch den Reiz und das Hochgefühl nicht nur der physischen Energieerfahrung sondern auch das Verstehen der Mächtigkeit Eurer eigenen Essenzenergie erlauben, die durch EUCH geäußert werden kann.

Ihr könnt dies auch individuell erleben, aber die Glaubenssatzsysteme neigen zur Anhäufung von Massenenergie im Erleichtern von Leistungen auf bestimmten Gebieten. Deshalb sage ich Dir auch, dass Glaubenssatzsysteme nicht schlecht sind. Sie mögen einschränkend sein, aber sie sind nicht schlecht, den in vielen Aspekten fördern sie Eure eigenen Erfolge/Leistungen.

Auf diesem Gebiet kann der Aspekt der Sexualität das Erweitern des eigenen Gewahrseins und die eigenen Erfahrungen fördern. Ihr könnt Euch die Erfahrung des Verschmelzen mit der Essenz erlauben und dies nicht nur als Energie sondern auch mit Euren physischen Sinnen und dem Nervensystem Eurer physischen Form spüren, wenn Ihr Euch bei der sexuellen Aktivität für dieses Gewahrsein öffnet. Ihr habt diesen Aspekt des Glaubenssatzsystems geschaffen, damit er Euch als Fokuspunkt dient, ähnlich wie viele Eurer anderen Requisiten, die Ihr im physischen Fokus gebraucht, um Eure Aufmerksamkeit zu zentrieren. Sie haben eine Symbolik inne, und bei allem, das Ihr mit Symbolik verbindet, erlaubt Ihr Euch ein Offenwerden und ein umfangreicheres Ausdehnen des Gewahrseins.

Mit diesem Bereich dieses Glaubenssatzsystems verbindet Ihr noch einen weiteren Aspekt, dass Ihr mit einem anderen Individuum singulär fokussiert sein müsstet. Dies kann die Verwirklichung Eurer Ausdehnung des Gewahrseins fördern, denn wenn Ihr singulär fokussiert seid, kann das Eure Aufmerksamkeit steigern, aber das heißt nicht, dass das die wirkliche Situation wäre. Dies ist nur ein Aspekt des Glaubenssatzsystems und spielt keine Rolle. Den gleichen Vorgang könnt Ihr mit einem beliebigen anderen Individuum zustande bringen.

Lasst mich Euch noch eine weitere Information hierzu offerieren. Im physischen Fokus neigt Ihr dazu, Soul Mates (Seelenpartner) zu identifizieren. Das ist ein anderer Vorgang. Es geht nicht darum, die Monogamie oder die singuläre Aufmerksamkeit einem bestimmten Individuum gegenüber zu fördern, doch die Essenzen erschaffen ähnliche Töne/Klänge, und bei diesem Erschaffen ähnlicher Töne mögen sie wählen, in Verbindung miteinander in physische Fokusse einzutreten, und bei diesem Vorgang können sie auch wählen, vieler miteinander geteilter Erfahrungen wegen viele miteinander geteilte Fokusse zu erschaffen.

Dies erschafft eine Situation, die Ihr als Seelenpartnerschaft bezeichnet, ein Verstehen und eine Vertrautheit, und hierdurch wird auch eine Mühelosigkeit/Leichtigkeit der Energie geschaffen. Wenn diese Vertrautheit mit einem anderen Individuum gegeben ist, welches Ihr als einen Seelenpartner bezeichnen mögt, führt diese Mühelosigkeit der Energie manchmal dazu, dass beide Individuen leichter zum Vertrauen und Annehmen des Selbst und des anderen Individuums gelangen, was auch ihre gemeinsamen Schöpfungen erleichtert.

Was Deine Frage bezüglich des expandierten Gewahrseins auf dem Gebiet der Sexualität anbelangt und was Du energetisch bei sexuellen Aktivitäten und Deinem Erinnern zustande bringen kannst, so kannst Du Dir vielleicht zusammen mit einem Individuum, das Du als Seelenpartner ansiehst, eine intensivere Erfahrungen im physischen Fokus erlauben, weil Du dann leichter zum Vertrauen gelangst. Das heißt nicht, dass Du den gleichen Vorgang nicht auch mit einem anderen Individuum zustande bringen könntest, oder dass Deine Aufmerksamkeit singulär sein muss. Es bedeutet nur, dass Du Dir im Allgemeinen bei Individuen, die Du als Soul Mates identifizierst, mehr Mühelosigkeit erlauben magst. Und ich kann Dir auch sagen, dass Ihr in einem Fokus mehr als nur einen Seelenpartner habt.

JEN: Und er ist nicht unbedingt männlich.

ELIAS: Durchaus. Das spielt keine Rolle. Das Geschlecht wird n einem individuellen Fokus bloß der Erfahrung halber gewählt.


Session 308
Friday, August 21, 1998 © 1998 (Group/Vermont)


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Mo 24. Jul 2017, 09:04 
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(Text bereits in anderen Threads vorhanden.)

ANN: Ich kann intellektuell den offensichtlichen Wert eines Baums erkennen. Er produziert Sauernstoff, ist schön anzusehen und fühlt sich gut an. Bäume sind einfach erstaunlich. Aber wenn ich ein Haus bauen will, muss ich ihn zerstören. Das heißt jedoch nicht, dass ich ihn nicht für wertvoll/ebenbürtig halte. Ich werde lediglich das Holz für den Bau meines Hauses gebrauchen, das ebenfalls Wert hat.

ELIAS: Ja.

ANN: Wenn ich den Baum zerstöre oder ihn neu konfiguriere, denke ich nicht, dass er keinen Wert hätte. Ich denke einfach, dass es eine andere Verwendung dafür gibt.

ELIAS: Richtig, und in manchen Situationen ist dies zutreffend, denn Du beziehst die Re-Konfiguration mit ein. Insofern gäbe es die Erkenntnis des vorhandenen Wertes, und ich würde sagen, dass das Erbauen Deines Hauses mehr als nur einen Baum erfordern würde. Deshalb geht es auch darum zu erkennen, wie viele Bäume dies erfordert, und was diese Bäume in ihrem natürliche Zustand wert sind und was der Wert der Struktur ist, die Du aus diesen Bäumen errichten willst, und auch der entsprechende Saldo unter Anerkennen ihres Wertes wäre zu berücksichtigen.

ANN: Da hast Du mir eine verzwickte Frage zugeworfen, wenn ich nun darüber nachdenke, wer über den Wert entscheidet. OK, es ist es wert, so viele Bäume zu zerstören, um ein Haus zu bekommen, aber vielleicht doch nicht ganz so viele, und ein Anderer könnte sagen, dass es das nicht wert ist, so viele Bäume dafür zu zerstören. Nun geht es darum, wessen Wert wertvoller ist?

ELIAS: Richtig, was nun eine weitere Wert-Ebene präsentiert. Denn wenn ein anderes Individuum sozusagen die Re-Konfigurieren - statt Zerstören - einer andere Anzahl von Bäumen rechtfertigt und Du nicht unbedingt mit ihm übereinstimmst, und der Andere wesentlich mehr Bäume zu re-konfigurieren wählt als Du dies für nötig oder ausgewogen hältst, fängst Du automatisch an, seinen Wert herabzusetzen. Denn nun siehst Du es so, dass dieses Individuum einen Teil von Dir schmälert, weshalb Du beginnst, seinen Wert zu schmälern. Beim Erkunden des Werts gibt es also sehr viele Schichten, und die Bestätigung von Wert in all seinen Kapazitäten ist nicht so einfach wie dies ideell geäußert werden mag.

ANN: … Ich denke, dass ich mir derzeit noch nicht vorstellen kann, wie ich meinem Alltag nachkommen und meinen Vorlieben folgen kann, ohne jemand abzuwerten.

ELIAS: Ahhhh! Und dafür, dass Du dies erkennst, hast Du meine Anerkennung. Nicht dass dies eine tatsächlich wahre Aussage wäre, aber es ist eine akkurate Aussage und Einschätzung von dem, was Ihr tatsächlich tut, und das ist der Grund dafür, weshalb Ihr Euch umschaltet. Und ich sage Dir, dass das ein signifikanter Aspekt von dem ist, was Du bezüglich der echten/autarken Identität und der Identitäts-Anhängsel mir besprechen möchtest. Die Identitäts-Anhängsel sind sehr stark, und sie beeinflussen Eure Wahrnehmung und das, wie Ihr interagiert und welche Wahlmöglichkeiten Ihr anheuert sehr. Diese Anhängsel assoziiert Ihr sehr stark mit Eurer Identität. Ein Anhängsel hast Du spezifisch benannt, und zwar die Vorlieben.

Vorlieben sind nicht Eure echte Identität sondern Identitäts-Anhängsel. Aber Ihr seht und betrachtet sie als Teil Eure Identität, und insofern erlaubt Euch das Rechtfertigen Eurer Vorlieben. Nicht dass sie der Rechtfertigung bedürften. Sie sind Teil Eurer Realität. Vorlieben sind von Euch präferierte Glaubenssätze, weshalb sie auch Vorgänge sind, die Ihr vorzieht. Es sind Äußerungen, Verhaltensweisen und Manifestationen, die Ihr vorzieht.

Sie sind nicht das, wer oder was Ihr seid, sondern sie sind Anhängsel daran. Aber sie sind durchaus in Einklang mit Eurer Realität und mit einem Eurer Glaubenssatzsysteme, dem der Duplizität, das die Einschätzung und Identifizierung als gut oder schlecht generiert, was wiederum das regelt, was Ihr als Vorliebe oder als keine Vorliebe definiert. Eure Vorliebe ist gut, und das was Ihr nicht präferiert, ist nicht gut und somit schlecht. Das, was Ihr vorzieht, ist angenehmer für Euch, weshalb es gut ist. Und das ist nicht falsch. Es ist das Design Eurer Realität. Ihr alle habt Vorlieben und Meinungen, und diese sind allesamt mit der Duplizität assoziiert, und die Duplizität wertet jede Äußerung als gut oder als schlecht.

Es geht nicht darum, das zu eliminieren, was Ihr als gut oder als schlecht wahrnehmt. Es geht nicht darum, das zu eliminieren, was Ihr als angenehm oder als unangenehm erachtet. Es geht darum, in Erkenntnis dessen, was ein Anhängsel und dessen, was echt DU ist, in die Echtheit/Wahrhaftigkeit umzuziehen.

(Ausschnitt)

ELIAS: Die Echtheit/Wahrhaftigkeit des Selbst ist das Verstehen der Vernetzung. Es ist nicht die Idee der Vernetzung sondern das Erkennen/Verstehen der Vernetzung. Das ist es, was ich seit Beginn dieses Forum als signifikanten Aspekt dieser Umschaltung genannt habe und auch, dass jeder von Euch in den Seinszustand des Wiedererinnerns umzieht. Und ich habe Euch auch schon sehr oft gesagt, dass „Wiedererinnern“ (remembrance) nicht das Gedächtnis (memory) sondern ein Seinszustand ist. Es ist ein Wissen (knowingness). Dieses Wissen ist die aufrichtige Erkenntnis, dass Ihr nicht getrennt seid, dass diese Aspekte von Euch nicht das sind, wer und was Ihr seid, obwohl Ihr eine individuelle Form generiert, die Ihr als Ihr selbst identifiziert, obwohl Ihr ein individuelles Geschlecht habt und Eure individuelle Form einen individuellen Namen hat.

Du bist eine physische Manifestation, ein weibliches Individuum in einer physischen Realität, und Dein Name lautet Ann. Aber das ist nicht das, wer Du bist. Du bist noch so vieles mehr als nur das, als was Du Dich identifizierst. Und Deine Erfahrungen sind nicht der Aufbau/die Struktur (make-up) von dem, wer und was Du bist. Die Echtheit Deiner Identität ist entkleidet von allen Deinen Erfahrungen und von allen Anhängseln, die zu Deiner Realität gehören. Nicht dass Deine Anhängsel kein Teil von Dir und Deinen Erfahrungen wären, denn das sind sie. Aber Deine Erfahrungen sind nicht das, wer und was Du bist. Das, was Du bist, ist eine vernetzte Äußerung des Bewusstseins. Du bist nicht getrennt.

ANN: Elias, ich habe gehört, dass einige Leute diese Augenblicke haben, wo sie sagen: “Ich fühle, dass ich mit allem, was ist, verbunden bin. Ich fühle die Verbundenheit.“ Ich habe gehört, wie sie dies beschrieben haben, aber ich fühle genau das Gegenteil. Ich habe das Gefühl, von allem getrennt zu sein, jedoch nicht auf schlecht Weise. Du weißt, dass ich für viele Dinge Bewunderung, Wertschätzung und Liebe hege, und dies erfüllt mein Herz, aber ich denke definitiv: Ja, das da ist der Zylinder, das ist Ann, das ist genau hier. Ich habe noch nie dieses Verbundensein gefühlt. Es scheint mir so fremd zu sein. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich in diesen Zustand gelangen kann. Ich möchte einfach wissen, was das ist.

ELIAS: Das erkenne ich durchaus, und ich sage Dir, dass Du damit der Mehrheit der Individuen angehörst. Sogar das, was solche Individuen äußern, die vielleicht sagen, dass sie eine Vernetzung mit ihrer Realität und der Natur per se oder mit anderen Individuen erleben, und ich werte ihre Erfahrung nicht ab, denn sie ist dem, was ich sage, näher, aber auch das ist kein echtes Verstehen der Identität.

Du siehst es so, dass bei der „Bindung“ mehr als eine Sache beteiligt ist. Wie ich Euch sagte, definiert Ihr Eure Begriffe in der Umschaltung neu. Dies ist einer der Begriffe, der neu definiert wird. Ich bestätige Dir, dass dieser Begriff schwierig neu zu definieren ist. Denn im Wiedererinnern des Wissens, wer Ihr in der echten Identität seid, involviert dieser Begriff „Bindung“ keine Dinge. „Bindung“ ist der Seinszustand des Wiedererkennens und der Erfahrung, dass alle Dinge, ob belebte oder unbelebte Manifestationen, nicht nur mit Euch verbunden sind, sondern dass Ihr diese seid.

Du kannst umziehen in das Wiedererkennen der Echtheit der Essenz Deinerselbst, was das Wissen inkorporiert, wenn Deine physischen Augen sich mit einer anderen Manifestation verbinden, dass jene Manifestation DU ist. Wenn Deine Augen einen Berg, einen Baum, ein anderes Individuum, einen Tiger oder einen Hund erblicken, weißt Du, dass Deine physischen Sinne und Dein physischen Wesen/Sein sich mit jener Manifestation verbinden, aber Du erlebst dieses Wissen und die Echtheit dessen, dass dies DU ist. Du bist nicht getrennt.

Das ist es, was die Unterscheidung zwischen Deinem echten Selbst und Identitäts-Anhängseln erschafft. Und das ist die Umschaltung, jenes Wissen, das Dir die echte Freiheit erlauben kann, tatsächlich absichtliche Entscheidungen zu äußern statt Wahlmöglichkeiten zu generieren, die Du noch nicht einmal als solche erachtest. Sie sind lediglich Äußerungen, so wie Du vorhin sagtest: „Ich kann noch nicht einmal verstehen, wie es möglich ist, dass ich andere Individuen oder Situation sehen kann, ohne in irgendeiner Kapazität ein Abwerten zu inkorporieren“, aber das kannst Du doch.

Dies erreichst Du, indem Du zu allererst einmal die Erfahrung generierst, dass Du das Selbst kennst/verstehst und das Wissen hast, dass jede außerhalb von Dir auftauchende Manifestation tatsächlich nicht außerhalb von Dir selbst ist. Das ist sie, und das ist sie auch wiederum nicht. Im physischen Sinne ist sie außerhalb von Dir selbst. In Deiner Essenz ist sie nicht außerhalb von Dir, wenn Du keine Trennung hinsichtlich des Begriffs der Essenz erschaffst: „Ich bin Ann, und ich habe eine Essenz, die ICH ist, als Essenz.“ Und das ist eine weitere Trennung.

Aber wenn Du die Essenz nicht als von Dir getrennte Entität siehst und verstehst, dass sie „wer und was Du bist“ ist, erlaubt Dir das, Dich innerhalb Deiner Realität und der Blaupause Deiner Realität zu bewegen, innerhalb aller Glaubenssatzsysteme, Glaubenssätze, Assoziationen, Auswahlmöglichkeiten, Äußerungen, Meinungen, Vorlieben und Abneigungen, jedoch in der Erkenntnis, dass dies alles tatsächlich echte Entscheidungen/Wahlmöglichkeiten und sozusagen Spielsachen sind. Es sind Objekte, mit denen Du spielen kannst, nicht anders als Kinderspielzeug.

Wenn Du versuchen würdest, aufrichtig zu definieren, wer Du noch über Deinen physischen Körper hinaus bist, was Dich zu dem macht, was Du bist, würde Deine unmittelbare Einschätzung zu dem Aspekt von Dir gehen, den Du als Deinen Geist/Gemüt/Psyche/Bewusstseinsmuster (mind) ansiehst. Das ist der Teil von Euch, den Ihr als die Lokomotive Eure Manifestation definiert. Sie steuert, instruiert, definiert alle Funktionen und Bewegungen Eurer Manifestation, und ich würde sagen, dass die meisten Individuen ihren Geist/Gemüt/Psyche/Bewusstseinsmuster (mind) als etwas anderes definieren als ihr Gehirn. Die meisten Individuen setzen ihren Geist/Gemüt fast gleich mit Seele (spirit), was Ihr als das definiert, was Eurer Essenz am nächsten ist. Das wesentliche DU wäre also Dein Geist/Gemüt.

Dem ähnlich ist das Übersetzen und Transformieren jener Essenz-Idee, nicht so, dass sie irgendeine andere Manifestation von Euch wäre, sondern dahingehend, dass sie Euer essentielles DU und die Essenz von Euch ist. Sie ist DU, und dieses DU ist einzigartig, anders als jedes andere Individuum oder jede andere Manifestation in dieser oder irgendeiner anderen Realität. Du bist in einzigartiger Weise DU, und Du inkorporierst diesbezüglich eine Wahrnehmung und Erkenntnis. Du weißt, dass Du Dich auf einzigartige Weise von jedem anderen Individuum unterscheidest. Es gibt kein anderes DU, und das weißt Du. Du inkorporierst die Erkenntnis, dass das, was auch immer dieses essentielle Element ist, das Deine Beschaffenheit/Struktur (make-up) ist, nicht unbedingt das ist, was Du tust, und dass es auch nicht unbedingt die Identitäts-Anhängsel ist, und dass es einen Aspekt von Dir gibt, der noch darüber hinausgeht. Und das weiß ein jeder von Euch. Ihr habt des nur noch nicht gänzlich definiert.

Das Aufgliedern/Abschotten ist Euch vertraut, und Ihr seid daran gewöhnt. Und Ihr gliedert auf, indem Ihr in Sach-Begriffen denkt. Aber wenn Ihr Euch selbst gegenüber aufrichtig seid, könnt Ihr Euren Geist/Gemüt/Bewusstseinsmuster nicht als ein Ding definieren, außer wenn Ihr ihn mit Eurem Gehirn gleichsetzt, was die meisten im Allgemeinen nicht tun. Die Assoziation geht dahin, dass es zwischen Geist/Gemüt und Gehirn irgendeine Verbindung gibt, dass er dies aber nicht gänzlich ist. Es gibt irgendeinen Aspekt von Euch, der über Euer Gehirn hinausgeht, ob Ihr ihn nun als Eure Seele, Psyche oder Geist/Gemüt/Bewusstseinsmuster bezeichnet. Ihr alle habt dieses Wissen, dass es ein essentielles DU gibt. Wenn Ihr dies als Seele bezeichnet, könnt Ihr sie dann als ein Ding definieren? Ihr könnt sie nicht sehen oder berühren, und Ihr könnt auch keinen Kontakt über irgendeinen Euer physischen Sinne mit ihr generieren. Und sogar Eure inneren Sinne sind nicht wirklich adäquat im Sichverbinden mit diesem essentiellen Aspekt von Euch selbst, den Ihr als Eure Seele bezeichnen würdet. Das ist der schwer fassbare Aspekt von Euch selbst, der jedoch sehr real und sehr präsent ist.

Ganz gleich, welches Wort Ihr auch damit verbindet, so inkorporiert Ihr alle ein Wissen, dass die Seele existiert, dass sie präsent und mit Euch ist, oder dass sie DU ist. Deshalb ist sie sozusagen leichter zu definieren als Liebe. Ich würde sagen, dass Eure Seele Eure echte Identität ist, nämlich das, was einzigartig und echt/autark DU ist.

ANN: Ich denke, dass ich das begreifen kann. Deine Analogie gefällt mir, der Vergleich zwischen dem Geist/Gemüt/Bewusstseinsmuster und dem, was man tut. Man weiß, dass das, was man tut, nicht das DU ist. Ich muss dies einsinken lassen, aber ich verstehe ein bisschen von dem, was Du zu sagen versuchst.

ELIAS: Ja, denn dies existiert bereits in Euch. Und Ihr alle inkorporiert einen Aspekt dieses Wissens, aber es ist bislang noch nicht ganz klar. Es geht darum, dies objektiv zu erkennen. Und eines Eurer größten Hindernisse ist das, was Du auch in diesem Gespräch erwähnt hast, nämlich die Unabhängigkeit.

(Ausschnitt)

ELIAS: Jetzt werde ich Dir noch einen weiteren Aspekt offerieren, mit dem Du vielleicht mehr anfangen kannst. Ihr alle habt diesen angeborenen Aspekt von Euch selbst, ob Ihr das intellektuell nun als Fantasie anseht oder auch nicht. Jeder von Euch hat diesen angeborenen Aspekt, der eine Verbindung mit dem erkennt, was Ihr als Seelenpartner (soulmates) bezeichnet. Eure Identifizierung und Definitionen des Begriffs Seelenpartner gehen über das Physische hinaus. Insofern gibt es ein Wiedererkennen, dass eine Seelenpartnerschaft eine Vernetzung und ein Bündnis ist, das über Zeit und Raum hinausreicht und nicht durch Manifestation oder Erfahrung gebunden ist. Es gibt sehr viele Bücher mit Ideen und Schriften zu diesem Thema, da dies ein angeborenes Wiedererkennen und Wissen ist, welches das transzendiert, was Ihr seht und das noch über das hinausreicht, was Ihr angesichts Eurer Trennung in dem wiedererkennt, was Ihr unter Realität versteht oder als diese erkennt.

Ein Seelenpartner transzendiert das, und insofern ist ein Seelenpartner ein Teil von Euch, wenn Ihr dies aufrichtig untersucht. Wie wird er in Euren ältesten Texten beschrieben? Als ein abgespaltener Teil. Das ist Eure Triebfeder bei der Suche nach dem Seelenpartner, denn er ist der fehlende Teil von Euch selbst. Nun, die Philosophie, Geschichte und Idee des Seelenpartners ist eine Analogie.

Wie ich Euch schon oft gesagt habe, habt Ihr mehr als einen Seelenpartner. Aber die Idee des Seelenpartners kann vielleicht hilfreich sein, denn sie transzendiert die Trennung, und insofern habt Ihr das Wissen, dass das Definieren eines Seelenpartners Euer Wiedererkennen dessen ist, dass Ihr nicht getrennt seid, dass sogar angesichts Eurer Einzigartigkeit, Eurer einzigartigen Identität, angesichts dessen, was generiert, dass Ihr IHR SEID, Euer Seelenpartner auch Teil davon ist. Er ist Teil von Euch und kann nicht von Euch getrennt und nicht von Euch unterschieden (distinguished) werden, obwohl er seine eigene Einzigartigkeit hat, aber er ist auch Teil von Euch. Deshalb mag das Konzept der Seele und des Seelenpartners vielleicht den Übergang zum Wiedererkennen der echten Identität erleichtern.

(Ausschnitt)

ELIAS: Verantwortlichkeit und Kontrolle sind wiederum Anhängsel an das Identitätsanhängsel „Unabhängigkeit“. Verantwortlichkeit und Kontrolle sind zwei der größten und offensichtlichsten Anhängsel dieses Identitätsanhängsels „Unabhängigkeit“, denn diese heftet Ihr definitiv als Anhängsel an Eure Identität an. Und je mehr Ihr Euch mit der Unabhängigkeit assoziiert, umso mehr schließt Ihr sie in Eure Identität mit ein. Aber Unabhängigkeit ist in Wirklichkeit nicht Eure Identität. Ihr wertschätzt die Unabhängigkeit so sehr und seht sie so sehr als Juwel, weil Ihr sie mit Freiheit gleichsetzt. Umso unabhängiger Ihr seid, desto mehr Freiheit würdet Ihr haben, und das stimmt nicht. Unabhängigkeit ist nicht Freiheit.

Unabhängigkeit ist Knechtschaft, denn sie bindet Euch. Sie bindet Euch an jene anderen Anhängsel wie Kontrolle und Verantwortlichkeit, an jeden Aspekt, der mit Eurer Unabhängigkeit assoziiert ist, an alles, was in Eurer Obhut ist, was zu Euch gehört und in Eurer Äußerung ist. Dies sind allesamt Aspekte Eurer Unabhängigkeit, und je mehr Ihr Unabhängigkeit generiert, desto getrennter seid Ihr und umso mehr seid Ihr an alles gebunden, was sich in Eurer Obhut befindet, und umso mehr generiert Ihr jenes Element der Knechtschaft. Unabhängigkeit ist nicht Freiheit. Unabhängigkeit ist buchstäblich die Bewegung weg von und Trennung von. Denn von allem, dem gegenüber Ihr Unabhängigkeit in Euch äußert, seid Ihr unabhängig (????, nicht ganz klar).

ANN: Auf meiner Suche nach Freiheit bin ich also in die falsche Richtung gerannt!

Elias. Und damit bist Du wirklich nicht alleine, denn wie gesagt ist Unabhängigkeit das Juwel Eurer Realität, der Siegespreis und die Richtung, in die Ihr alle geht, nach der Ihr strebt, was Ihr alle haben wollt. Dieses Juwel der Unabhängigkeit ist eine Lüge, die Illusion von Freiheit. Wenn Ihr unabhängig seid, wärt Ihr frei, aber das seid Ihr nicht.

ANN: Nun Elias, dann kehre mich um. Wie sieht es in der andren Richtung aus?

ELIAS: Die andere Richtung ist Bindung/Beziehung (relationship). Nicht Bindung entsprechend Eurer Begriffe. Bindung im echten Wissen, dass es nicht nötig ist, getrennt zu sein, dass es nicht glorreich ist, von etwas wegzugehen, dass es nicht herrlich ist, zu trennen und zu isolieren, sondern dieses aufrichtige Wiedererkennen der Bindung und Vernetzung, dass Ihr alle EINS seid, dass jedes andere Individuum Teil von Euch ist, dass es enorme Unterstützung und Ermutigung gibt, denn Ihr seid nicht alleine. Ihr seid nicht isoliert und nicht getrennt, und darin liegt echte Freiheit. Das ist der Sitz Eurer Freiheit, und nicht die Unabhängigkeit, die Euch immer weiter in die Isolation und ins Getrenntsein bringt.

Je unabhängiger Ihr seid, desto weniger erlaubt Ihr Euch das Annehmen. Das kann ich nicht annehmen. Das solltest Du nicht tun. Das kann ich selbst machen, das ist meine Aufgabe, ich bin dafür verantwortlich. Ich habe die Kontrolle. Mein Haus, mein Auto. Mein Haus repräsentiert meine Unabhängigkeit und mein Getrenntsein. Es gehört zu mir, aber ich bin dafür verantwortlich. Mir obliegt die Kontrolle, was damit geschieht. Ich steuere mein Auto, und es gehört mir, und deshalb bin ich für das Auto verantwortlich. Ich bin verantwortlich für meine Kinder, meine Eltern, meine Freunde, meine Tiere, meine Umgebung. Und je unabhängiger ich bin, desto mehr bin ich für alles verantwortlich, was mir gehört.


Session 2833
Wednesday, August 26, 2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Anhängsel
BeitragVerfasst: Mi 26. Jul 2017, 11:28 
Supraselbst
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GAIL: Ich hatte wieder eine Hefepilz-Infektion, und ich bin mir nicht ganz sicher… Ich weiß, dass es Furcht ist, und möglicherweise hat es mit dem baldigen Besuch meiner Eltern oder mit der Situation zu tun, die ich am Wochenende mit Dannys Bruder und seinem Vater erschuf, aber dies blubbert definitiv an die Oberfläche.

ELIAS: Und wie schätzt Du dies im Licht unseres früheren Gesprächs ein?

GAIL: Ich las die Niederschrift unserer letzten Sitzung, in der wir über Offensein und Preisgabe sprachen, und ich denke, dass ich mich in eine Situation brachte, in der ich mich verletzlich und allzu offen fühlte und dann am nächsten Tag sozusagen dicht machte. Ich brauchte eine Weile, um das zu erkennen, aber ich denke, das es Furcht davor war, dass jemand mich nicht akzeptiert, obwohl ich weiß, dass Andere mir meine Gefühle über mich selbst spiegeln. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, was ich an mir selbst nicht akzeptiere.

ELIAS: Es gibt viele Bereiche, wo Du, ähnlich wie auch alle Anderen auf diesem Planeten, Nicht-Annehmen entdecken kannst. Aber was dieses spezielle Erschaffen anbelangt, sprachen wir über die Preisgabe und das Offensein und Dein Erwiderungen in dieser Bewusstseinswoge.

Nicht nur die Beziehung mit dieser einen Person erschafft innerhalb Deiner Glaubenssätze eine energetische Erwiderung und Reaktion sondern auch die Idee der Beziehung mit Anderen. Auch noch andere Aspekte der Glaubenssatzsysteme werden miteinbezogen, was Dich oft dazu bringt, durch Blockieren auf manchen Gebieten physische Beeinträchtigungen in Dir selbst zu erschaffen, und in einigen Bereichen ist es auch eine Art Bestrafung, aber zugleich auch ein Schutzgebaren.

GAIL: Ich bestrafe mich und bleibe zugleich auch offen?

ELIAS: Du inkorporierst simultan viele verschiedene Vorgänge. Es gibt zugrundeliegende Elemente, die sich in Verbindung mit Glaubenssätzen abspielen. Das Element, das auf alle miteinbezogenen Glaubenssatz-Aspekte zutrifft, ist die Selbsteinschätzung und die Selbstannahme, aber es gibt auch noch andere Aspekte von Beziehungen und Sexualität, die alle simultan miteinbezogen werden.

Beim Beziehungs-Glaubenssatzsystem beziehst Du Aspekte von Loyalität und Verrat mit ein und hältst an Deiner Identifikation und Definition dieser Begriffe sehr stark fest. Du neigst sehr dazu, gemäß Deiner eigenen Loyalitäts-Definition zu handeln, und Du weist aus sehr stark das zurück, was Du als Verrat identifizierst. In Einklang mit Deinen Glaubenssätzen und Deiner Definition muss Verrat nicht unbedingt eine physische Äußerung sein sondern kann auch Gedanken und emotionale Äußerungen umfassen.

GAIL: Das ist wahrscheinlich wahr. Das ist dieses ganze Hin- und Her, das in mir im Gange ist.

ELIAS: Ja.

GAIL: Ist das ein weiterer Aspekt, oder erschaffe ich dieses ganze Hin- und Her mit meinem Glaubenssatzsystem?

ELIAS: Dies ist kein anderer Aspekt von Dir, obwohl wir, wenn Du willst, auch darüber sprechen können. Aber diese Äußerung ist kein anderer Aspekt von Dir sondern Deine Erlaubnis an Dich selbst, bestimmte, von Glaubenssätzen beeinflusste Erwiderungen zu sichten, was Dir die Chance bietet, Deine Verhaltensweisen, Dein Erschaffen und Deine Erwiderungen und das zu betrachten, wie diese Glaubenssatzaspekte sich auf das auswirken, was Du in Deiner Realität erschaffst.

Mit dem Erschaffen eine solchen physischer Beeinträchtigungen erlangt Ihr auch Eure Aufmerksamkeit, und könnt anfangen, die dies beeinflussenden Aspekte von Glaubenssätzen zu erkennen und zu identifizieren. Das, was Du als Hin- und Her erlebst, ist diese Anfangsbewegung, denn Du beginnst zu erkennen, dass es unterschiedliche Aspekte von Glaubenssatzsystemen gibt, die simultan mit ins Spiel kommen und nicht unbedingt miteinander harmonieren müssen. Simultan magst Du sehr unterschiedliche Glaubenssatzaspekte miteinbeziehen, was sozusagen ein Tauziehen erschafft.

GAIL: Ja, daran dachte ich auch schon. Ich weiß, dass ich glaube, dass man seinem Partner verpflichtet ist, und deshalb nicht mit einer Anderen zusammen ist, aber wir sprachen auch darüber, dass er - aber nicht ich - im Gefängnis ist, und dass ich erwägen werden, mit einer anderen Person zusammen zu sein. Aber dann melden sich diese Glaubenssatzsysteme, und es gibt ein Tauziehen der Loyalität. Doch eine andere Seite von mir sag mir, dass es okay ist, mit einer anderen Person zusammen zu sein, und dass das lediglich eine emotionale Äußerung ist.

ELIAS: Ja, und es sind diese unterschiedlichen Glaubenssätze, die Du zu erkennen beginnst, die dieses Tauziehen erschaffen.

GAIL: Und deshalb erschuf ich diese Infektion?

ELIAS: Ja, denn mit diesem Tauziehen zwischen verschiedenen Glaubenssatzaspekten erschaffst Du die physischen Energie-Auswirkungen.

Ein Element von Dir begehrt, das Selbst zu akzeptieren und objektiv anzuerkennen, dass Entscheidungen bloß Entscheidungen und aus sich heraus weder richtig noch falsch sind. Gedanklich hast Du diese Philosophie inkorporiert, aber andere Glaubensätze, an denen Du Dich weiterhin orientierst, äußern etwas Anderes, was ebenfalls miteinbezogen und geäußert wird, weshalb Du Beides simultan miteinbeziehst, und dies erschafft Konflikt und Tauziehen.

GAIL: Ich sollte also einem den Vorrang einräumen?

ELIAS: Nein. So erlaubst Du Dir kein Annehmen. Es ist auch keine Schwarz-weiß – bzw. Entweder-oder Wahl, auch kein Eliminieren oder Ändern eines Glaubenssatzes…

GAIL: Es geht darum zu akzeptieren, dass ich beide Glaubenssätze hege?

ELIAS: Er gilt zu erkennen, dass beides Glaubenssätze sind, und dass sie neutral sind. Ein Anhängsel der Duplizität ändert diese Neutralität und hängt Werturteile von gut oder schlecht an.

Annehmen ist kein Eleminieren von Entweder/Oder sondern anzuerkennen, dass Du Beides inkorporierst, und dass es für Dich akzeptabel ist, viele verschiedene Glaubenssätze und Glaubenssatz-Aspekt zu inkorporieren und bei jeder Äußerung emotionale Eigenschaften und alle möglichen Denkprozesse miteinzubeziehen, und dass Du darüber nicht urteilen musst.

Dies ist für Dich auch eine Chance, Deine Begriffsdefinitionen und Absoluta zu untersuchen, denn der Konflikt rührt her von diesem Entweder-Oder, das wiederum absoluten Definitionen entspringt. Deine Loyalitäts-, sowie Deine Verrats-Definition sind Absoluta, die gegen die Selbst-Annahme opponieren.


Session 535
Tuesday, January 4, 2000


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