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 Betreff des Beitrags: Elias: Session 20160619-1 Kommunikation, Pubertät
BeitragVerfasst: Mi 31. Aug 2016, 17:03 
Supraselbst
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Session 20160619-1
Sunday, June 19, 2016 (Group/Webinar)

Kommunikation
Interaktion mit Heranwachsenden
Sich entwickelnde Beziehungen
Ihr habt die Macht


Derzeit gibt es eine sehr starke energetische Opposition gegenüber einem sich miteinander Verbinden und miteinander Kommunizieren, eine enorme Trennlinie. Ihr alle seid unterschiedlich davon betroffen, weshalb es Schwierigkeiten beim miteinander Kommunizieren und sich miteinander Verbinden gibt.

Doch Ihr alle habt die Macht, das zu ändern, und jeder von Euch, der das tut, generiert mehr Kraft, um diese Oppositionsenergie zu neutralisieren. Ihr habt die Macht, es zu tun.

Sonntag, den 19. Juni 2016 (Group/Webinar)

Teilnehmer: Mary (Michael), Axel (Ricarro), Debbie (Tamarra), Harlan, Jean-François (Samta), Jens (Samira), Lexa (Aidan), Lynda (Ruther), Marij (Kammi), Val (Atticus), and Wendy (Myiisha). Moderator: John (Rrussell)


ELIAS: Heute werden wir unser Gespräch über Kommunikationen fortsetzen. Bitte schildert Beispiele Eurer unterschiedlichen Kommunikationsprobleme. So können wir untersuchen, wie Ihr kommuniziert, was Ihr reflektiert und wie Ihr kooperativ kommunizieren und Euch mit Anderen verbinden könnt.

Dieses Gespräch hatten wir in der letzten Gruppensitzung begonnen und fahren jetzt damit fort, weil die Interaktion miteinander immer noch für viele - wenn nicht so gar für die Meisten - ein großes Thema ist, das ihnen Schwierigkeiten bereitet. Die Kommunikation mit Anderen kann aus vielen verschiedenen Gründen herausfordernd sein.

Lasst uns mit solchen Beispielen beginnen, wo Euch jemand anscheinend nicht zuhört oder Euch nicht hört, oder wenn Ihr anscheinend gleichzeitig über zwei unterschiedliche Themen sprecht oder versucht, ein bestimmtes Thema zu vermitteln und anscheinend missverstanden werdet, so dass Ihr frustriert seid, oder auch wie Ihr mit jemand interagieren könnt, wenn Ihr das Gefühl habt, dass er Euch Unrecht getan hat.

Fangt mit solchen Beispielen an, und ich begrüße es, wenn Ihr weitere Beispiele bringt und verschiedene Erlebnisse schildert, bei denen Ihr wahrnehmt, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gab oder Ihr frustriert wart, wie sich die Kommunikation zwischen Euch und einer anderen Person abspielte, und wir werden untersuchen, was Ihr tut und wie dies verbessert werden kann.

JENS: Ich habe Schwierigkeiten in der Kommunikation mit meinen Kindern in diesem speziellen Alter von 13 und 15 Jahren, die ständig empört sind, und ich versuche, mich zu entspannen und nicht immer nur zu reagieren und ihnen zu vermitteln (unverständlich), doch sie antworten aggressiv and stampfen (unhörbar). Es ist sehr … (unhörbar).

ELIAS: Okay, es geht um diese spezielle Alter, und ich würde sagen, dass auch noch Andere das erleben.

Zu allererst einmal geht es darum zu evaluieren. Du kannst zu einem anderen Zeitpunkt nachdenken und dies evaluieren, nicht unbedingt bloß mitten im tatsächlichen Szenario, denn es ist für die Meisten von Euch schwierig, sich an diese Informationen zu erinnern, wenn Ihr mitten in einer solchen Situation steckt. Wenn Ihr bereits zuvor über die Informationen nachdenkt, seid Ihr in der Situation selbst eher vorbereitet und könnt Euch leichter an bestimmte Dinge erinnern. Ich werde Dir Stichpunkte und Worte offerieren, an die Du Dich erinnern kannst, und das wird ausreichen.

In einer Interaktion mit einem anderen Individuum benötigt Ihr nur eine 3-5 Sekunden-Pause, damit Euer Körper sich umstellt/neu einstellt/justiert (to reset). Intensives Nachdenken oder Analysieren sind nicht erforderlich. Innerhalb dieser 3 – 5 Sekunden-Pause kann sich die Konzentration justieren und es Euch ermöglichen, Euch an einige Faktoren zu erinnern, über die wir jetzt sprechen werden.

Du interagierst mit Jugendlichen in der Pubertät, was sehr herausfordernd sein kann, und die Meisten werden sich aus Interaktionen mit Jugendlichen oder aus der eigenen Jugend erinnern, dass dies eine Zeit ist, in der sie sich in eine Position begeben oder sich dieser annähern und anfangen, (Glaubenssatz)Konstrukte und Anhängsel zu entwickeln, das jedoch noch nicht vollständig getan haben und noch nicht gänzlich in dieser Position sind, aber in diese Richtung gehen.

Eure Wissenschaften führen die Widersprüchlichkeiten der Jugend meist auf hormonelle Veränderungen zurück. Dieser Faktor spielt auch eine Rolle. Das Körperbewusstsein erlebt in dieser Phase beachtliche Veränderungen, doch andere Faktoren sind vielleicht noch einflussreicher und signifikanter.

Der Jugendliche entfernt sich von den Anweisungen und der Führung durch Eltern und andere Erwachsene. Sie versuchen, ihre eigenen Vorlieben und das, was für sie wichtig oder unwichtig ist, zu erforschen und festzulegen. Mit diesen Themen experimentieren sie sehr, was erhebliche Verwirrung erschafft, weil sie aufgrund der neuen Entwicklung, der Entdeckung und des Erforschens des Selbst und vermehrter Unabhängigkeit zugleich mehr auf ihre Gefühle achten.

In der Pubertät haben sie etwas, aber nicht sehr viel mehr Gefühle als in jüngeren Jahren, doch damals resignierten sie und ließen zu, in bestimmten Eigenschaften gesteuert zu werden. Und weil sie in der Kindheit vor der Pubertät ständig so viele Informationen assimilieren, ist es für sie leichter zuzulassen, dass Ältere - meist Erwachsene - sie lenken oder ihnen Richtungen und Verhaltensweisen diktieren, und sie willigen eher darin ein und erlauben dies. Es fällt ihnen leichter, dies in Geborgenheit zu tun, während sie enorme Informationsmengen über sie selbst, ihre Welt, das Leben im Allgemeinen und alle was dazu gehört assimilieren.

Wenn Sie anfangen, in die Pubertät umzuziehen, ändert sich das. Sie haben viele Informationen gemeistert und assimiliert, und nun fangen sie an, sich selbst und ihre Position zu etablieren und das zu erforschen, wo sie in diese Realität hineinpassen, wer sie sind, welche Potentiale und Fähigkeiten sie haben und wie sie in diese Welt hinein passen.

Weil sie in der Pubertät nun viel mehr auf sich selbst achtgeben, sind sie sich auch viel mehr ihrer Gefühle, jedoch nicht unbedingt ihrer emotionalen Kommunikationen gewahr. Extern wirkt es so als ob ihre Gefühle ein wildes Durcheinander wären, und dass sie ihre Gefühle ständig extrem äußern. Sie sind nicht immer extrem, obwohl die Äußerungsweise etwas extrem sein mag. Die Gefühle selbst sind nicht so extrem, aber sie werden für sie offensichtlicher, und sie widmen ihnen viel Aufmerksamkeit.

Vor der Pubertät absorbiert Ihr riesige Mengen an Informationen externer Quellen. Deshalb ruht Euer Aufmerksamkeitsschwerpunkt auf dem Draußen und auf dem Assimilieren aller Informationen über die Realität, die Ihr bewohnt, was auch sehr verwirrend ist, und darüber können wir ein anderes Mal sprechen.

In der Phase, die Ihr als Jugend/Pubertät (adolescence) identifiziert - es gibt kein bestimmtes Alter, wann sie beginnt oder endet - verlagert sich der Schwerpunkt von ehemals hauptsächlich auf dem Draußen und Sammeln von Informationen nun auf ein In-sich-Selbst-Sein. Und das ist die Phase, in der die Jugendlichen Information über sich selbst entdecken und assimilieren.

Zwei wesentliche Faktoren hängen mit dieser Konzentration auf dem Selbst zusammen. Sie sind anscheinend widersprüchlich und streitsüchtig, wofür es zwei Gründe gibt: der Erste ist, dass ihnen jeder externe Input lästig ist, weil sie so sehr auf sich selbst und die Selbst-Entdeckung fokussiert sind. Deshalb ist der einzige externe Input, der widerspruchslos empfangen wird, dass sie bisweilen für das Empfangen einer Validierung seitens generell derselben Altersklasse empfänglich sind. Diesen Input nehmen sie eher an, aber nur als ein Validieren, weshalb sie anscheinend für Individuen ihrer Altersklasse empfänglicher sind.

Eine Ausnahme ist es, wenn sie beispielweise eine erwachsene Person in einer Eigenschaft wahrnehmen, an der sie ebenfalls interessier sind, wobei interessiert nicht heißt, dass es um ein spezifisches Thema geht. Ihr Interesse kann darauf beruhen, wie diese Person sich darstellt. Das mag ihnen gefallen, und sie sind daran interessiert, sich ähnlich zu äußern. Aber das alles basiert auf dem, was mit dem Selbst zu tun hat. Sie interessieren sich nur wenig für das, was außerhalb Ihrerselbst ist oder einen Einfluss ausübt, wenn es nicht sie selbst betrifft oder um ein Thema geht, das sie unmittelbar betrifft. Auch das ist sehr individuell. Manche mögen sich in der Pubertät sehr auf das Weltgeschehen oder auf das Geschehen in ihrer Gemeinde konzentrieren. Aber auch hier geht es darum, wie es sie selbst ihrer Wahrnehmung nach beeinflusst, wie sie sich selbst damit verbinden und ob sie damit übereinstimmen oder nicht.

Und wie interagiert und kommuniziert Ihr mit einer Person, die anscheinend völlig ichbezogen ist? Das ist genau der Schlüssel. Und deshalb habe ich über die Position gesprochen, in der sie sind, denn dieses Wissen verschafft Euch Informationen, wie Ihr mit ihnen umgehen könnt.

Wenn Ihr es mit einem Jugendlichen zu tun habt, fragt Euch zu allererst, was Ihr ihm warum kommunizieren wollt. Wenn es darum geht, dass es zu seinem Wohle wäre, würde ich vorschlagen, dass Ihr darauf verzichtet, denn für Informationen, die ihnen Andere über das präsentieren, was zu ihrem Wohle oder zu ihrem größten Nutzen wäre, sind sie nicht empfänglich und versuchen, das selbst herauszufinden, weshalb sie Euren Input über das, was gut oder nützlich für sie ist, nicht haben wollen.

Ich verstehe, dass Du in der Elternrolle wahrnimmst, dass es Deine Aufgabe wäre, sie zu führen und zu beschützen und für sie zu sorgen. Aber das kannst Du anders tun als dadurch, dass Du ihnen Vorschriften machst.

Selbst wenn Du ihnen keine Vorschriften machst, kann es frustrierend sein, zu versuchen, mit jemand zu kommunizieren, der beachtliche emotionale Eigenschaften äußert und nicht bereit ist, zuzuhören und fortfährt, sich mit Widerspruch oder Opposition zu äußern. Wenn Du bereits vor dem Gespräch mit dem Kind weißt, dass es nicht für das empfänglich ist, was Du ihm offerieren wirst, und es Deinen Input nicht haben will, kannst Du Dich ihm aus einer anderen Warte nähern.

Am wichtigsten ist, zuzuhören und ihnen zu vermitteln, dass Du für sie da bist, ohne zu drängen, sondern lediglich mit Taten und manchmal auch mit Worten zu äußern, dass Du für sie zur Verfügung stehst.

Verfügbar sein, was heißt das? Nicht unbedingt verfügbar, um Input zu geben sondern dass Du genau das bist: Du stehst zur Verfügung. Dass das, was für sie wichtig ist, auch für Dich als Elternteil wichtig ist und (unhörbar).

Das heißt nicht, ihnen zu übermitteln, wie Du sie wahrnimmst. (unhörbar) Es bedeutet: „Ich sehe und höre Dich. Du bist wertvoll und wichtig, ich gebe Acht und bemerke.“ Der Schlüssel ist dies: „Ich gebe Acht. Ich sage Dir nicht, wie großartig und talentiert Du bist. Ich gebe auf das Acht, was Du äußerst.“ (unhörbar)

(Tonstörungen)

ELIAS: Ich bestätig Euch allen, dass es herausfordernd sein kann, mit Jugendlichen zu kommunizieren, und die Herausforderung liegt mehr darin, Euch daran zu erinnern, was Ihr selbst tut, ohne zu reagieren und ohne zu Erwiderungen zu springen. Sehr oft mögen die Jugendlichen sehr emotional nach Eurem Input verlangen und fordern, dass Ihr interagiert, aber das ändert nicht Eure Position.

Wichtig ist, dass Ihr Euch daran erinnert, konsistent/konsequent/beständig zu bleiben, Eure Position zu wahren und zentriert zu sein. Eure Position ist es, Zeuge Eurer Jugendlichen zu sein (witnessing). Es geht nicht unbedingt darum, ihnen zu antworten sondern ihnen vielmehr zu vermittelten, dass Ihr achtgebt und dass alles, was auch immer gesagt wird und wie es gesagt wird, wichtig genug ist, dass Ihr darauf achtgebt und es Eure ungeteilte Aufmerksamkeit hat.

Das ist für sie so wichtig, weil Ihre Selbst-Entdeckung und alle diese eigenen emotionalen Kommunikationen sehr oft durch ihre Erkundungen verwirrt werden. Häufig verstehen sie nicht ganz, was sie erforschen und was sie sich präsentieren.

Der andere wichtige Faktor ist, dass sie ihrem Definieren von „richtig“ und „falsch“ näher kommen. Sie sind noch nicht an dieser Position angekommen, kommen ihr aber näher. Und das verwirrt sie sehr und erschafft, dass sie ständig an sich selbst zweifeln bezüglich von dem, was richtig und was falsch ist. Sei haben noch keinen klaren Griff auf das Konzept von richtig und falsch, da sie noch keine Anhängsel (an Glaubenssatzsysteme) und Konstrukte entwickelt halben.

Aber sie kommen dem näher und versuchen, es für sich zu definieren und zu unterscheiden, und sie zweifeln an allem, was sie tun. Jede Handlung, jeder Gedanke, jedes Gefühl wird im Hinblick auf richtig oder falsch mit allem Implikation hinterfragt, wozu auch normal und nicht normal, dazu passend oder nicht passend gehören. Sie sind inmitten der Selbst-Entdeckung-Reise: Was ist ihre Position in dieser physischen Realität, und das ist sehr verwirrend für sie.

Nehmen wir einmal hypothetisch an, dass Deine Tochter sehr emotional/pathetisch ist, durchs Haus stapft, gegen alles ist und allem widerspricht, und sie streitet vielleicht mit ihrer Schwester und auch mit ihrer Mutter, schnauzt sie an, stapft in ihr Zimmer, knallt die Tür zu und ist ganz offensichtlich betrübt. Und Du kommst hinzu und versuchst behutsam, die Situation nicht noch hochzuschaukeln und fragst mitfühlend: „Was ist los?“ Und sie dreht sich um, schreit Dich an und sagt, dass Du das sowie sie nicht verstehen wirst, keine Hilfe bist, und das ihre Schwester schuld ist. Und sie sagt Dir nicht wirklich, wo das Problem liegt sondern nennt alle diese anderen Faktoren, die ihr auf die Nerven gehen und sie irritieren, und sie ist sehr frustriert.

Und in all dem Durcheinander versuchst Du, den Grund für den Tumult zu ermitteln. Nehmen wir an, dass es damit begonnen hat, das sie überlegte, welche Kleidungsstücke sie anzieht. Sie wählt bestimmte Kleidungsstücke aus, und ihre Schwester sagte, dass sie darin blöd und wie ein Clown aussieht. Und sie war empört und opponierte nun gegen die Schwester, und ihre Mutter ist involviert, da Beide miteinander streiten, und keiner versteht sie.

Wenn Du als Erwachsener nun herausfindet, das der ganze Tumult und dieses Drama entstanden, weil es ihr schwer fiel zu wählen, was sie anzieht, magst Du dazu neigen, die Situation zu bagatellisieren. Du sprichst es nicht aus und versuchst, ihr gegenüber mitfühlend zu sein und sagst vielleicht, dass sie nicht auf ihre Schwester hören soll und dass das, was diese sagte, nicht wahr ist, dass sie nicht wie ein Clown aussieht sondern schön ist usw.

All das ist vergeudete Liebesmüh, denn sie befand sich bereits in der Situation, in der sie an ihrem Aussehen zweifelte, und es endete damit, dass sie noch mehr an sich selbst zweifelt. Jetzt zweifelt sie auch noch an sich als Person und daran, ob ihr Urteil adäquat ist, oder sie empfindet ein bestimmtes Gefühl bezüglich ihrer Schwester, das sie nicht aussprechen darf, weshalb sie auch das hinterfragt. Nun hat sie Fragen auf Fragen und Fragen und ist an Deiner positiven Bestätigung nicht interessiert. Und wenn Du Dich negativ äußerst, steigert das nur alles, was sie bereits anzweifelt. Weshalb alles, was Du machst, falsch ist.

Aber es gibt noch eine andere Richtung, nämlich sie einfach zu bestätigen/anzuerkennen, nicht zu reparieren, nicht ihre Talente, Fähigkeiten, Potentiale, Schönheit, Freundlichkeit usw. zu loben, nichts in dieser Richtung, und auch nicht über ihre Schwester, die Interaktion zwischen Beiden, über ihre Mutter oder irgendeine andere Person zu sprechen, sondern ihr zu vermitteln, dass sie das ist, was Du im Augenblick siehst und nichts anderes, und dass sie ultimativ wichtig ist, und dass Du ihr Deine Aufmerksamkeit ganz ohne Erwartungen oder Absichten widmest.

Sie hat Deine Aufmerksamkeit und muss sie sich nicht erst noch verdienen. Sie muss sich nicht auf eine bestimmte Weise äußern, um Deine Aufmerksamkeit zu bekommen, denn sie hat sie bereits, und Deine Tochter ist wichtig genug, dass Du ihr Deine Aufmerksamkeit werturteilsfrei widmest. Denn Werturteile hat sie schon mehr als dass sie weiß, was sie damit anfangen kann. Jedes weitere, sogar positive Urteil vergrößert nur diesen Werturteil-Haufen, fügt weitere Fragen hinzu und bringt sie dazu, sich zurückzuziehen, weil sie sich unverstanden und nicht anerkannt fühlt, weshalb sie ohne die Einzelteile dieses riesigen Puzzles einzuschätzen, den ganzen Stapel evaluiert und sich sagt, dass das ganze Puzzle fehlerhaft und deshalb auch sie selbst fehlerhaft ist, und der einfachste Weg, damit umzugehen, ist sich damit abzufinden, dass man fehlerhaft ist und sich zurückzuziehen, so dass Du entweder eine Entschuldigung bekommst, die keine Entschuldigung sondern ein Rückzug ist – oder Du bekommst eine falsche Bestätigung: „Ich weiß, dass ich nicht mit meiner Schwester streiten soll. Es tut mir leid.“ Auch das ist keine Entschuldigung und auch keine Bestätigung sondern ein Rückzug.

Oder Du erreichst einen Rückzug, bei dem ihr Zorn nicht aufhört und Du ein Aussperren beobachten kannst. Sie sperrt alle externen Quellen aus. Du kannst sagen und tun was Du willst, aber sie nimmt es nicht wahr, weil sie das Zuhören beendet hat. Auch das ist ein Rückzug. Denn sie ist von all diesen Gefühlen und Kommunikationen so verwirrt und versucht zu ermitteln, was dieses Thema „richtig und falsch“ bedeutet, und inwiefern es für sie gilt und wie sie es anwenden kann, so dass alles Andere nicht zählt.

Wie interagierst Du also mit einem Jugendlichen in einem solchen Szenario, in dem es anscheinend nichts Anderes als Opposition gibt? Du interagierst nicht sondern Du BIST. Du gibst Acht, bist ihr Zeuge, lässt zu/erlaubst und urteilst weder in der Richtung von gut noch schlecht. Du urteilst nicht. So interagierst Du mit ihnen.

Und dieses Nicht-Urteilen gilt auch für Dich und nicht nur in Bezug auf den Anderen. Du urteilst auch nicht darüber was Du tun oder lassen, sagen oder nicht sagen solltest. Du erlaubst dem zu sein, was es ist. Der Kampf entsteht dort, wenn Ihr dem, was auch immer es wäre, nicht erlaubt, das zu sein, was es ist, weil es etwas anderes sein sollte. Wenn Du es das sein lässt, was es ist, gibt es keinen Kampf.

JENS: Vielen Dank Elias.

ELIAS: Gerne, und mit Neo gibt es dieses Problem nicht, noch nicht. (lacht)

Session 20160619-1 (Fortsetzung folgt)
Sunday, June 19, 2016 (Group/Webinar)


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 Betreff des Beitrags: Re: Elias: Session 20160619-1 Kommunikation, Pubertät
BeitragVerfasst: Do 1. Sep 2016, 16:43 
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MARIJ: Ich kannte meine Freundin seit 10 Jahren, und wir haben uns sehr viel miteinander ausgetauscht. Mein Partner und ich wohnten sogar in ihrem Haus, um uns um ihre Katzen zu kümmern, und wir hatten viele Gespräche miteinander. Sie hatte viele Probleme mit männlichen Freunden. Entweder rief sie mich an, und wir sprachen darüber, oder sie kam vorbei und weinte, und das währte 10 Jahre. Sie fragte mich, was ich in einem bestimmten Fall tun würde oder wie ich in dieser Sache empfinde, und ich versuchte, ohne Kritik zuzuhören. Aber vor einem Jahr sagte sie mir, dass ich mich über sie erhöhe/erhaben fühle. Ich war sehr überrascht und konnte das nicht verstehen. Was hätte ich anders machen können, um ihr das Gefühl zu geben, dass ich sie als Person wertschätze und zuhöre und das zurückgebe, was ich empfinde, frei von jedem Urteil oder Kritik.

ELIAS: Das ist ein hervorragendes Beispiel für ein ganz anderes Szenario. Die meisten von Euch haben Beziehungen. Und ob es nun eine Freundschaft, eine Elter-Kind-Beziehung, eine Partnerschaft wäre – entwickeln die meisten von Euch ein Fundament für diese Beziehung. Ihr legt Gemeinsamkeiten fest, die Euch gegenseitig anziehen und bildet eine Beziehungs-Form und -Konstruktion, die fast eine eigene Entität ist.

Ganz egal, ob Intimität Teil davon ist oder nicht, steckt Ihr die Beziehung sozusagen in einen Käfig und erwartet, dass sie immer Dieselbe bleibt. Ihr ändert Euch, wachst, entwickelt Euch und geht in verschiedene Richtungen. Ganz egal, wie Ihr das Wachsen des Anderen einschätzt, er wächst und tut das lediglich vielleicht auf andere Weise als Ihr, und die ganze Zeit über bleibt die Beziehung in den Käfig eingesperrt und soll unverändert bleiben. Und da Ihr Euch ändert und die Beziehung sich in diesem Käfig nicht ändern darf, fangt Ihr an, Erwartungen aufzubauen, wie sie sein und geäußert werden und wie sich alle Beteiligten äußern sollen.

Im Allgemeine geschieht unvermeidlich Folgendes: Einer oder Beide ändern sich soweit, dass sie immer mehr Verschiedenheiten bemerken, auf die sie sich statt als auf die Gemeinsamkeiten fokussieren, und sie gehen in unterschiedliche Richtungen. Oder einer der Beteiligten bemerkt Unterschiede und fokussiert seine Aufmerksamkeit auf den Anderen und hegt Erwartungen über das, was jener tun oder nicht tun sollte und über das, was er weiß oder nicht weiß.

Oder Einer bemerkt Verschiedenheiten und erwartet von sich selbst, verständnisvoller, annehmender und entgegenkommender zu sein, sich anders zu äußern und mehr Kompromisse einzugehen. Aber das ist schwierig, und er ringt mit sich selbst, denn er äußert das, was für ihn wichtig ist, konzentriert sich aber weiterhin auf die Beziehung im Käfig, die sich nicht ändert, weil sie sich nicht ändern und entfalten darf, und er versucht, sie in diesem unveränderten Zustand zu belassen und hegt deshalb Erwartungen an sich selbst und tadelt sich, weil er die Beziehung nicht angemessen aufrecht erhält und nicht weiß, wie er es tun kann.

Und so gelangt Ihr an den Punkt, an dem sich die Wege schließlich trennen und in persönliche Richtungen gehen und Ihr die Beziehung meist auflöst. Das kann sehr verwirrend und schmerzlich für einen oder für beide Betroffenen sein, denn im Allgemeinen haben sie viele Fragen und hegen weiterhin Erwartungen.

Wenn Ihr Erwartungen an Euch selbst hegt, fragt Ihr Euch: „Was hätte ich anders machen können, um die Beziehung zu retten?“

Wenn Ihr auf die andere Person fokussiert seid und Erwartungen an sie habt, sagt Ihr Euch: “Sie hätte dies oder jenes tun müssen, und dann hätten wir die Beziehung fortsetzen können.“

Wenn Beide die Richtung eingeschlagen haben, dass Ihr auf einander achtgebt und gegenseitige Erwartungen hegt, werdet Ihr Euch trennen, Euch gegenseitig tadeln und nicht unbedingt viel hinterfragen.

Oder Beide generieren Erwartungen an sich selbst. In diesem Szenario würdet Ihr die eingesperrte Beziehung noch eine lange Weile weiterschleppen und Euch elend fühlen, weil Ihr ständig versucht, etwas Anderes zu tun, gefällig zu sein oder auch herauszufinden, was jeweils die richtige Handlung oder Worte sind.

Es geht nicht darum, das Richtige zu sagen oder zu tun sondern darum, Beziehungen zu erleben, die sich mit Euch entwickeln und zu erkennen, dass Individuen sich unterschiedlich entwickeln und das nicht immer gemeinsam tun, was nicht heißt, dass die Beziehung gescheitert ist, sondern dass die meisten Beziehungen in Eurem Leben vorübergehend sind.

Es sind keine Beziehungen, die Ihr fürs ganze Leben anheuert, denn jede Beziehung präsentiert Euch etwas, wovon Ihr profitiert, was Euch nutzt und woraus Ihr lernt. Nicht alle sind permanent. Die Meisten sind das nicht. Schließlich entwickelt Ihr Euch unterschiedlich, und manchmal entwachst Ihr Euch gegenseitig, oder Ihr entwickelt unterschiedliche Interessen, und das, was Euch wichtig war, ändert sich. Wichtigkeiten ändern sich immer, und wenn sie es tun und die Beziehung in diesen Käfig eingesperrt ist und sich nicht ändern darf, wird erwartet, dass auch die Wichtigkeiten sich nicht ändern, aber das tun sie.

Es geht nicht darum, was Du hättest tun oder lassen sollen, um die Beziehung aufrecht zu erhalten. Es geht vielmehr darum, den Verlust der Beziehung nicht zu betrauern sondern jene Aspekte zu feiern, die Ihr seinerzeit innehattet und Dir das zu bestätigen.

Der Schlüssel, um zu verhindern, dass das bei derzeitigen oder zukünftigen Beziehungen eintritt, ist Dir gewahr zu sein, dass Du, so wie jedes Individuum in Euer Welt, Dich ständig änderst und ihn zu benutzten, um den Käfig aufzusperren und der Beziehung zu erlauben, sich ebenfalls zu verändern und sich in jedwede Richtung zu entwickeln, in die sie ganz natürlich geht. Sie mag sich in eine völlig andere Beziehung entwickeln als bei ihren Anfängen. Sie mag als Freundschaft begonnen haben und sich zu einer Partnerschaft entwickeln. Oder sie kann als Partnerschaft begonnen haben und sich zu einer Freundschaft oder einer anderen Art von Partnerschaft entwickeln.

Wenn sie sich ändert, entwickelt sie sich nicht zurück sondern wird lediglich anders. Wenn sie als Partnerschaft anfing und sich in die Richtung entwickelt, dass es nun statt einer Partnerschaft eine Freundschaft ist, hat sie sich nicht zurückentwickelt sondern verändert. Sie hat sich mit Dir in die Richtung entwickelt, die für Dich am effizientesten und für beide Seiten am nützlichsten ist.

Beziehungen werden nicht in höher oder niedriger, in besser oder schlechter eingestuft. Eine Partnerschaft ist nicht wichtiger und auch nicht inniger als eine Freundschaft. Eltern-Kind-Beziehungen und Großeltern-Enkel Beziehungen sind nicht weniger wichtig als eine Partnerschaft. Jede Beziehung hat ihre eigenen Vorzüge und Wichtigkeiten.

Echte Freundschaften, die Intimität miteinbeziehen – es geht nicht um sexuelle Intimität, die nur einen sehr kleinen Bereich ausmacht – sind enorm wertvoll, weshalb die Auflösung der Freundschaft sich enorm auswirken und in mancher Hinsicht mehr Auswirkung haben kann als bei einer Partnerschaft.

Eine Beziehung, Kommunikation und Interaktion mit einen anderen Individuum haltet Ihr aufrecht, indem Ihr präsent und Euch Eurerselbst und des Anderen gewahr seid und Euch selbst und ihn gleichermaßen wertschätzt.

Es geht darum, weder Dich selbst mehr als den Anderen noch jenen mehr als Dich selbst wertzuschätzen und zu erkennen, dass Ihr gleichermaßen wertvoll und wichtig seid sowie der Beziehung ihre Entfaltung, Entwicklung und Veränderung in jeder natürlichen Richtung zu gestatten, sie nicht einzusperren oder zu erwarten, dass sie ständig dieselbe bleibt und dieselben Richtlinien beibehält, denn auch diese ändern sich, und wenn Ihr Euch immer an die selben Richtlinien klammert, sperrt Ihr die Beziehung ebenfalls ein.

Je mehr Ihr präsent seid, umso mehr äußert Ihr das, was echt wichtig ist, und umso weniger reagiert Ihr, und umso offener werdet Ihr sein für das Miteinanderteilen in der Beziehung.

Ein wichtiger Faktor ist zu erkennen, in welcher Kapazität und wie die Beziehung geäußert wird. Nicht jede Beziehung ist intim/innig, was nicht heißt, dass sie unwichtig oder nicht wertvoll wäre.

Manche Beziehungen sind intim, andere sind es nicht, doch sie alle haben Wert und einen Zweck. Auch das ist ein wichtiger Faktor, und wenn Ihr Euch dessen nicht gewahr seid, tendiert Ihr automatisch zum Generieren von Erwartungen: an die Beziehung selbst und an den Anderen, darüber, wie die Beziehung sein sollte, was der Andere tun und geben und wie er sich äußern, und wie die Beziehung aussehen sollte, alle diese „sollte“, die im Garten Eurer Beziehung viel Unkraut erschaffen und die Blüten ersticken, und Euch selbst bleiben die Überreste des Unkrauts, nämlich Bedauern. Und dies alles könnt Ihr vermeiden, wenn Ihr Euch Eures Tuns gewahr seid.

Was die Kommunikation anbelangt geht es darum, die Ergänzung (complement) zwischen Euch und dem Anderen zu evaluieren und ein gemeinsames Fundamt zu generieren und miteinander über das zu sprechen, was Euch wichtig ist. Eure Wichtigkeiten müssen nicht identisch sein aber zu einander passen, was nicht heißt, dass sie gleich sind sondern, dass sie passen. Puzzle-Teilchen haben nicht immer dieselbe Form, aber sie passen zu einander, und Ihr passt zu einander bei dem, was Euch wichtig ist. Selbst wenn die Wichtigkeiten sich unterscheiden, passen sie. Deshalb wird Eure Kommunikation mühelos sein, weil Ihr ein gemeinsames Fundament habt.

Wenn es nicht viele Gemeinsamkeiten zwischen Euch jedoch genug Übereinstimmung in den Wichtigkeiten gibt, könnt Ihr eine erfolgreiche Beziehung haben und entwickeln, und Kommunikation ist hier der Schlüssel. Die Kommunikation ist der Schlüssel bei jeder Beziehung.

Die Kommunikation kann schwieriger sein, wenn es zwischen Euch nur wenig Gemeinsamkeiten gibt. Nehmen wir an, dass es erhebliche Unterschiede jedoch auch genug übereinstimmende Wichtigkeiten gibt, die Euch in einer Beziehung halten, worauf Ihr ein Fundament aufbauen könnt. Es geschieht oft, dass Personen sich sehr unterschiedlich äußern, weshalb die Kommunikation schwieriger sein mag. Hier ist wieder Zuhören erforderlich, kein Vermuten sondern Nachfragen, wenn die Kommunikation unklar ist und immer Euch selbst und den Anderen honorieren/akzeptieren/anerkennen.

Dieser Punkt ist wohl mit am schwierigsten zu implementieren. Wie honoriert Ihr Euch selbst und den Anderen, wenn er Euch irritiert oder gar Eure Gefühle verletzt? Wenn Ihr Euch herabgesetzt, nicht wahrgenommen oder nicht angehört fühlt, wie honoriert Ihr Euch selbst und äußert Euch selbst, honoriert aber auch den Anderen? Das ist der Schlüssel.

Wenn sich jemand auf eine Weise äußert, die Ihr als Kritik an Euch oder als verletzend wahrnehmt, geht es zu allererst einmal darum, nicht automatisch zu personalisieren und zu vermuten sondern mehr Informationen einzuholen, also um Klärung. Wenn Ihr nun mehr Informationen einholt und klärt und weiterhin den Eindruck habt, dass der Andere rücksichtlos ist und Eure Position oder Gefühle nicht in Betracht zieht oder verletzend ist, gilt es zu erwägen, was ihn motiviert. Und das bringt uns zu einem wichtigen Gesichtspunkt. Ich bin mir gewahr, dass das Sitzungsende naht, aber es ist wichtig, Euch dies zu sagen.

Und Ihr fragt Euch dies: „Ich gebe Acht und frage mich, was den Anderen motiviert, doch was reflektiere ich mir selbst?“ Das ist Eure automatische Frage, aber Ihr demonstriert andauernd, dass Ihr Reflektionen nicht versteht, denn Ihr definiert sie als Spiegel, was sie nicht sind.

Fast alles, was Ihr Euch während des Tages präsentiert, ist eine Reflektion, und fast immer äußert sie das Element der Wahl. Das heißt nicht, dass Ihr dasselbe äußert, was Ihr Euch reflektiert, sondern Ihr bietet Euch damit eine Auswahlmöglichkeit. Das ist es, was die Reflektion macht. Sie verschafft Euch Auswahlmöglichkeiten.

Die Formel Eures zum Ausdruckbringens Eurer Realität ist, dass Ihr Energie projiziert und reflektiert, und dann tut Ihr was? Ihr reagiert entweder auf die Reflektion oder Ihr trefft Eure Wahl. Die Reflektion ist die Präsentation von Auswahl.

Deshalb präsentiert sie Euch meist dies: “Was sind meine Auswahlmöglichkeiten in dieser Situation? Welche Wahlmöglichkeiten habe ich hinsichtlich einer Erwiderung, oder will ich überhaupt erwidern? Welche Wahlmöglichkeiten habe ich, zu handeln oder nicht zu handeln? Das ist Reflektion, die Präsentation von Auswahl, aber kein Spiegeln.

Wenn Ihr Euch in der Interaktion mit einem Anderen auf unbehagliche, frustrierende, verletzende, verwirrende oder irritierende Weise reflektiert, ist das die Präsentation von Auswahlmöglichkeiten. Welche Auswahl habt Ihr bezüglich dessen, was geäußert wird?

Wenn Ihr die Motivation des Anderen untersucht, der Euch die Reflektion präsentiert, verschafft Euch das mehr Informationen über Eure Auswahlmöglichkeiten und darüber, wie Ihr kommunizieren könnt.

Manchmal mögt Ihr versuchen, mit einem Anderen zu kommunizieren, der anscheinend gar nicht hört was Ihr sagt. Und er fährt fort, sich auf seine Weise zu äußern, und Ihr habt den Eindruck, dass Ihr Welten von einander entfernt seid und Euch nichts verbindet und dass Ihr nicht über dasselbe Thema sprecht. Oder wenn es ums gleiche Thema geht, geht jeder dies aus einem anderen Blickwinkel an, und anscheinend gibt es keine Möglichkeit, sich miteinander zu verbinden.

Und das, was die meisten von Euch tun werden, ist zu widersprechen oder sich zurückzuziehen und aufzugeben, und nichts davon ist eine sehr zufriedenstellende Lösung oder Erwiderung, und es ermutigt Euch dazu, weiterhin auf das achtzugeben, was Ihr nicht haben wollt, was Ihr nicht mögt und was negativ ist.

Wenn Ihr auch nur einen kleinen Aspekt von dem einschätzen könnt, was den Anderen motiviert – ohne zu personalisieren, und es geht nicht um Euch - – aus welcher Perspektive äußert er sich zu welchem Thema? Und was motiviert ihn? Versucht er, Euch zu überzeugen? Verteidigt er sich? Möchte er gebildeter erscheinen? Versucht er, sich zu behaupten? Ist er aggressiv?

Es geht nicht darum, ihn zu analysieren sondern auf einen kleinen Aspekt seiner Äußerung und dessen, was ihn motiviert, zuzugreifen und Euch selbst aus dem Szenario zurückzunehmen, denn es geht nicht um Euch. Es ist die Präsentation einer Auswahlmöglichkeit.

Ihr habt die Wahl, ob Ihr diesbezüglich motiviert seid, ob Ihr Euch damit verbinden und mit ihm kommunizieren wollt und ob es für Euch wichtig genug ist, und nun könnt Ihr Euch daran erinnern, Euch selbst und den Anderen zu honorieren. Und wie honoriert Ihr ihn? Indem Ihr seine Äußerungs-Motivation anerkennt/bestätigt oder einfach das bestätigt, was er äußert. Ganz egal, ob Ihr mit ihm übereinstimmt oder nicht, bestätigt das, was er äußert, und damit stoppt Ihr den Konflikt, weil Ihr kommuniziert, dass Ihr ihn anhört.

Nachdem er gehört wurde, wird er Euch viel eher zuhören. Es geht auch darum zu evaluieren, welchen Stellenwert dies für Euch hat. Möchtest Du überzeugen oder möchtest Du gebildeter wirken und äußerst Dich deshalb auf eine bestimmte Weise ihm gegenüber, weshalb er sich verteidigt und so äußert, um Dich zu entkräften.

Oder entspricht Dein Handeln nicht unbedingt Deiner Absicht? Beabsichtigst Du aufrichtig, Dich zu verbinden, aber Dein Handeln passt nicht ganz dazu?

Oder präsentierst Du Dir bloß eine andere Äußerung als Reflektion, um Dir die Chance zu bieten zu evakuieren, welche Wahlmöglichkeiten Du hast und wie Du dies erwiderst, oder ob Du dies überhaupt zu erwidern wählst?

Immer wenn Du eine Unstimmigkeit, Abgeklemmtsein, Schwierigkeiten oder Opposition in der Kommunikation erlebst und dies ändern oder nicht weiter fortsetzen willst, ist es am wichtigsten, Dich daran zu erinnern, Dich selbst und den Anderen zu honorieren. Wenn Du ihn honorierst – ganz egal, ob Du mit ihm sogar erheblich nicht übereinstimmst – ist die Opposition beendet, sobald Du ihn honorierst, und diese Energie ist gekappt.

Wenn Du Dich wieder einmal verwirrt und frustriert fragst: „Was reflektiere ich mir?“ dann sage Dir: die Chance auszuwählen.

Und mit dieser Äußerung, die Euch immer anerkennt, verlasse ich Euch, denn Ihr habt immer eine Wahl. Ich wertschätze und anerkenne Euch alle sehr.

Bitte versteht, dass es derzeit enorme Oppositionsenergie gegen die Kommunikation und das sich-Verbinden gibt. Es gibt eine enorme Trennungskluft, und Ihr alle werdet davon unterschiedlich beeinflusst, weshalb es diese Schwierigkeiten gibt. Aber Ihr alle könnt das ändern und noch mehr Kraft generieren, um diese Oppositionsenergie zu neutralisieren. Die Macht dazu habt Ihr.

Session 20160619-1
Sunday, June 19, 2016 (Group/Webinar)


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