Elias: Sitzung 20151024-1

Diskussion über die kanalisierten Texte der Wesenheit Elias über Mary Ennis

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Elias: Sitzung 20151024-1

Beitrag von Gilla » Mo 2. Nov 2015, 07:18

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Mary Ennis
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Session 20151024-1

ELIAS: Heute werden wir über einige unserer Lieblingsthemen sprechen: Präsent-Sein, Gefühle und deren Äußern, und auch warum ihr auf Negatives achtgebt.

Warum ist Negatives wichtiger, und warum überschattet es anscheinende immer das Positive? Warum erinnert Ihr Euch mehr an negative als an positive Erlebnisse? Warum tendiert Ihr dazu, mehr negative als positive Geschichten zu erzählen? Warum befassen sich Eure Gespräche mehr mit dem, was falsch ist als mit dem, was richtig ist, mit dem, was unbehaglich ist, statt mit dem, was behaglich ist, oder mit dem, was nicht geschieht, statt mit dem, was Ihr zustande bringt?

Die Daten der Wissenschaftler beruhen auf ihren Beobachtungen und Messungen, und wenn sie mehr negative Assoziationen, Verhaltensweisen oder Erlebnisse bemerken, schließen sie daraus, dass Ihr dazu tendiert, mehr negative Erlebnisse zu erinnern und dass Ihr von negativen Äußerungen mehr angezogen werdet als von positiven, aber das ist nicht richtig. Ihr neigt nicht wirklich mehr zum Erinnern oder Fokussieren von Negativem statt Positiven. Dies verbindet sich auch sehr gut mit dem Thema Gefühle und deren Äußern.

Wenn Ihr etwas Positives, Behagliches oder Erfreuliches erlebt, neigt Ihr dazu, dies zumindest teilweise zu äußern. Ihr äußert manches, vielleicht alles davon, denn wie wir kürzlich besprachen, seid Ihr nicht ans Äußern von Gefühlen gewöhnt. Doch Ihr neigt mehr dazu, ein positives Gefühl spontan zu äußern und diese Energie sofort freizusetzen. Wenn Ihr etwas Positives erlebt und glücklich und begeistert seid und etwas zustande bringt, setzt Ihr im Allgemeinen diese Energie sehr schnell wieder frei, wenn nicht sogar unmittelbar in diesem Augenblick. Ihr haltet sie nicht fest und verweilt nicht auf diesem positiven Erlebnis.

Wenn Ihr etwas Positives erlebt, bestätigt Ihr dies. Ihr bestätigt positive Erlebnisse, wenn sie geschehen und wenn Ihr sie generiert. Ihr nicht auf dem positiven Erlebnis und versucht nicht, es zu analysieren. Ihr versucht nicht, herauszufinden: Warum hatte ich dieses positive Erlebnis? Ihr akzeptiert es, heißt es willkommen und gebt es frei. Ganz egal, wie begeistert Ihr von einem positiven Erlebnis sein mögt, fühlt Ihr es in weniger als einer Stunde hinterher nicht mehr, denkt nicht mehr darüber nach, sprecht es nicht an und haltest es nicht fest. Es ist dahin.

Aber das, was Ihr gelernt habt, was man Euch lehrte und worin Ihr bestärkt wurdet – und vieles davon wurde durch das Aufkommen der Psychologie initiiert - ermutigt Euch dazu, über alle Eure negativen Erlebnisse nachzudenken, sie zu analysieren und ausknobeln und immer wieder durchzuspielen. So wurden negative Erlebnisse signifikant und wichtig. Sie sind bedeutungsvoll. Auch positive Erlebnisse sind bedeutungsvoll, aber man lehrte Euch nicht, die Bedeutung positiver Erlebnisse zu evaluieren, oder das zu evaluieren, was sie verursachte. Man lehrte Euch, über negative Erlebnisse nachzudenken, sie zu analysieren und darin zu verweilen.

Das wurde Euch so eingeimpft, das Ihr es auch bei Euren Kindern bestärkt: “Sage mir, was Dich stört. Was beunruhigt Dich?“ Und Ihr meint, das Ihr mit Euren Kindern kommuniziert und sie ermutigt, sich selbst zu äußern. Aber Ihr sagt nicht: „Sprich mit mir über das, was Du zustande gebracht hast. Sage mir, was Dich freut. Sage mir, was Du fühlst, wenn Du entzückt bist und woran Du interessiert bist.“ Ihr seht den Gesichtsausdruck eines Kindes und fragt sofort: „Hat Dich jemand geärgert. Fühlst Du Dich nicht wohl?“

Damit generiert Ihr, dass negative Äußerungen wichtiger sind als Positive. Was ist das Klischee? Ihr könnt Euch nicht von einem Zugunglück abwenden. Was seht Ihr im Fernsehen? Die Nachrichten. Und was bringen sie Euch? Bringen sie Euch Errungenschaften, Glückseligkeit, Freude, Freiheit, Begeisterung oder Kreativität? Nein. Im Allgemeinen berichten sie über Tod, Zerstörung, Debatten, Streitigkeiten; Verbrechen und schlechtes Wetter. Wenn das Wetter schön ist und Euch anspornen würde, den Tag freudig zu genießen, wird der Wettermann wahrscheinlich sagen: „Das Wetter wird gut sein“ oder „Die Sonne wird scheinen“ und dies wird nur wenig Platz einnehmen, es sei denn, er fügt hinzu: „Aber es wird heiß, schwül und unbehaglich sein.“

Ihr gebt automatisch auf Negatives Acht. Ihr seid so sehr daran gewöhnt, es zu bemerken. Nicht dass Negatives attraktiver wäre als Positives, und gibt auch nicht unbedingt mehr negative Erlebnisse oder Äußerungen als Positive. Ihr habt das Negative wichtig gemacht, und Positives ist nur momentan wichtig, doch Beide sollten nur im Augenblick wichtig sein.

Was tut Ihr, wenn Ihr ein negatives Erlebnis generiert? Ihr erlebt es, analysiert es, teilt es Anderen mit, sprecht darüber, sprecht wieder darüber, sprecht wieder darüber, mit jedem, der Euch zuhört, und Ihr wieder holt es immer wieder und wieder. Und wie oft wiederholt Ihr dies: „Ich habe das fertiggebracht, und es war so toll.“ Ihr sagt das vielleicht einmal, oder auch zweimal. Danach wird es Euch wahrscheinlich langweilen, und Ihr werdet nicht mehr darüber sprechen, weil es nicht dramatisch ist. Negative Erlebnisse könnt Ihr sehr dramatisieren.

Und warum sind sie sonst noch attraktiv? Wenn Ihr über Negatives sprecht, hofft Ihr, Sympathie, Mitgefühl, Empathie und Aufmerksamkeit zu erlangen und wollt zur Kenntnis genommen werden. Wenn Ihr etwa Positives erlebt, ist das ein sehr persönliches Erlebnis. Das, was für Euch gut ist, mag für einen Anderen unwichtig sein. Was Euch begeistert, mag für einen Anderen banal sein, oder er mag an diesem behaglichen, zufriedenstellenden und erfreulichen Erlebnis nicht interessiert sein. Ihr lernt deshalb schon in sehr jungen Jahren, dass Ihr Euch - wenn Ihr beachtet werden wollt - so äußern müsst, das Ihr die Aufmerksamkeit Anderer gewinnt.

Ihr alle wollt zur Kenntnis genommen werden und wissen, dass Ihr wichtig seid und wollt das bestätigt haben. Und während die Leute nicht an dem interessiert sind, was Euch begeistert, befriedigt oder was Ihr zustande gebracht habt, hören sie Euch aber zu und geben Acht, wenn Ihr Euch nicht wohl fühlt, traurig oder wütend seid oder Angst habt. Und warum ist das so? Weil es leicht ist, darauf ein Echo zu bringen. Es ist nicht leicht, ein Echo auf positive Erlebnisse zu erbringen, denn Ihr alle unterscheidet Euch so sehr von einander, und Eure Interessen sind so unterschiedlich, und das, was den Einen begeistert, was gut und zufriedenstellend oder eine Errungenschaft für ihn ist, unterscheidet sich bei allen, weshalb es schwieriger ist, auf die Leistungen und Begeisterung eines Anderen ein Echo zu bringen.

Wenn Ihr sagt: „Ich bin stolz auf mich. Ich habe in zwei Stunden eine ganze Mauer angestrichen und fühle mich großartig“, werden viele antworten: „Das ist nett.“

ANN: “Gut gemacht.”

ELIAS: “Ich freue mich, dass Du mit Dir zufrieden bist.” Denn sie selbst mögen nicht daran interessiert sein, eine ganze Mauer anzustreichen. Und es mag ihnen auch nicht wie eine Leistung vorkommen, weil sie es nicht tun würden. Sie wissen also nicht, wie sie ein Echo darauf erbringen könnten. Sie können vorgeben, dies zu tun, und Du sowie auch sie selbst werden wissen, das es unaufrichtig ist. Der Andere würde vorgeben, das zu tun und auf und ab springen und sagen: „Das ist so faszinierend. Ich bin so glücklich, dass Du die Mauer gestrichen hast“, doch Du würdest wissen, dass das unaufrichtig war, und auch er wird es wissen. Es ist kein wirkliches Echo.

Auf Echos gebt Ihr Acht und werdet von ihnen angezogen, weil sie Euch validieren. Sie bestätigen Euch, das der Andere sich mit Euch verbindet, und deshalb seid Ihr wichtig. Er sieht, hört und verstehe Euch, und das ist wichtig. Wenn Ihr von einer Errungenschaft erzählt, ist es schwierig, Euch hierfür ein Echo zu erbringen. Wenn Ihr sagt: „Gestern sprach ich mit Sally, und ich habe mich geärgert, weil sie ständig von sich selbst redet und nicht zuhört“ wird Euer Gesprächspartner wahrscheinlich sagen: „Das weiß ich. Ich habe es auch erlebt“, und Ihr seid validiert und habt ein Echo bekommen.

Dies ist es, was häufig geschieht. Wenn es gemeinsame Interessen gibt, gebt Ihr in Gesprächen mit Anderen Acht und generiert eine ganze spezifische Methode. Ein Individuum präsentiert ein Thema, und der Andere hört zu, und was tut er, während er zuhört? Ihr meint zuzuhören und tut es teilweise. Und was tut Ihr sonst noch? Ihr wisst es noch nicht einmal. Ihr denkt nicht, sondern Ihr greift sofort auf Informationen zu: „Welche ähnlichen Erinnerungen und Erlebnisse habe ich, die ich verstehen und damit in Verbindung bringen kann?“ Das erfordert kein Denken. Ihr denkt nicht sondern greift auf Informationen zu. Und bei diesem Zugriff auf Informationen hört Ihr teilweise zu. Ihr greift auf Informationen zu, um eine Echo zu erbringen. Das ist es, was Ihr tut. Ihr wollt ein Echo bekommen, und Ihr wollt dem Anderen Euer Echo erbringen, denn so verbindet Ihr Euch und validiert Euch gegenseitig.

In eine Debatte heuert Ihr Denken an. Debatten unterscheiden sich sehr von Gesprächen. In einer Debatte bringt Ihr Euch in die Oppositionsposition, und es gibt einen Wettbewerb, in dem ganz klar festliegt, dass Einer gewinnen wird. Einer hat Recht, und der Andere nicht. Und die Debatte dient als Wettbewerb um festzulegen, wer Recht hat und wessen Meinung als richtig akzeptiert werden wird. Debatten unterscheiden sich sehr von Gesprächen. Und in einer Debatte denkt Ihr, weil Ihr berechnet, wie Ihr mehr im Recht als der Andere und somit überzeugend sein könnt.

Doch im Gespräch wollt ihr Euch miteinander verbinden und zur Kenntnis genommen werden und den Anderen zur Kenntnis nehmen, und Eure Methode ist die des gegenseitigen Echos. Und mit negativen Erlebnissen könnt Ihr das am leichtesten und effektivsten tun, denn Ihr könnt sie miteinander teilen. Selbst wenn die Erlebnisse sich unterscheiden, sind die Gefühle doch die Gleichen. Deshalb spielt das Erlebnis selbst nicht wirklich eine Rolle, denn ein Individuen sagt vielleicht: „Ich habe das erlebt, und es war schrecklich“ und das Andere mag ein völlig anderes Szenario offerieren und sagen: „Ich weiß, was Du meinst, weil ich dies erlebt habe“ und es ist ein völlig anderes Erlebnis, aber das Gefühlt ist das Gleiche, und das ist es, was sie als Echo erbringen und das, womit Ihr Euch verbindet. Und so generiert Ihr dieses zum Ausdruck-Bringen von Wichtigkeit. Ihr nehmt Euch gegenseitig zur Kenntnis und anerkennt die Wichtigkeit des Anderen und verbindet Euch mit ihm und seinen Gefühlen.

Weil Ihr auf positiven Gefühlen nicht verweilt, sie nicht festhaltet und sie freisetzt, scheinen sie so flüchtig zu sein. Da Ihr sie nicht festhaltet, fällt es Euch schwer, in Eurem Inneren auf diese Informationen zuzugreifen und sie auf gleiche Weise zu äußern: „Ich bin so begeistert, weil ich diese Mauer gestrichen habe!“ und das andere Individuum erwidert: „Ich weiß was Du meinst. Gestern fuhr ich in einen anderen Bundesstaat und war so begeistert.“ Das wäre ein Beispiel für das miteinander Teilen von Leistungen und Begeisterung und wie Ihr dies nachempfindet.

Da Ihr zum Berichten positiver Erlebnisse nicht ermutigt werdet, wisst Ihr nicht automatisch, wie Ihr sie nachempfinden und dem Anderen schildern könnt. Ihr entlasst das Thema nicht, sprecht die Gefühle nicht an und äußert Eure gefühlsmäßige Verbindung mit dem Anderen nicht. Ihr fokussiert Euch auf das Thema und könnt kein Echo erbringen.

Das Echo betrifft nicht das Thema der negativen Äußerungen sondern bezieht sich auf das Gefühl, und bei Negativem fällt Euch das leichter, da dies so automatisch ist. Aber es ist nicht so, das Ihr prädisponiert wärt, mehr auf Negatives zu achten, sondern weil man Euch dies lehrte. Ihr werdet ermutigt, mehr auf Negatives zu achten und Euch selbst ständig zu hinterfragen.

Selbst wenn Euch Informationen offeriert werden, die Euch ermutigen und ermächtigen, Euch positiv zu äußern und es zustande zu bringen, zweifelt Ihr an Euch und fragt Euch: “Was mache ich falsch? Warum bin ich weniger versiert als ich es sein sollte? Ich verfüge über viele Informationen und bringe es nicht zustande“, oder „Ich stecke fest. Was ist falsch an mir? Was tue ich nicht?“ statt zu fragen: „Was tue ich?“

Teilweise ist das auch sehr damit verbunden, dass Ihr nicht wisst, wie Ihr Euch äußern könnt. Ihr habt das so gut gelernt, dass Ihr vergessen habt, Euch selbst und das, was Ihr fühlt, zu äußern, oder man lehrte Euch, dass das unpassend wäre. Manchmal dürft Ihr Euch äußern, aber nicht immer. Es gibt Zeiten und Orte, wo Ihr Eure Gefühle äußern dürft und andere, wo es unpassend ist. Tut es also nicht oder nur dann, wenn Ihr alleine seid.

Aber wie tut Ihr das alleine? Ihr könnt es tun, aber ich würde wetten, dass die meisten von Euch es nicht tun, denn sie wissen nicht wie. Und wenn Ihr dann alleine seid, ist der Augenblick vorüber, und Ihr habt Euch herausgeredet oder habt es überspielt und Euch gesagt, dass es unwichtig ist.

Und was bewirkt das? Es hält die Energie fest. Ihr habt sie nicht geäußert und nicht freigesetzt, weshalb sie festgehalten wird. Und das ist ein weitere Grund weshalb Ihr mehr auf Negatives als auf Positives achtgebt, weil Ihr die negative Energie festhaltet, währen Ihr positive Energie fast unmittelbar freisetzt. Deshalb ist das Negative immer eine Erinnerung, denn diese Energie wird geäußert werden.

Und wie äußert Ihr Gefühle? Wie Ihr wisst, sind sie Signale, die Ihr auf sehr unterschiedliche, gleichermaßen effiziente und effektive Art und Weise äußern könnt. Ein Gefühl muss nicht so geäußert werden, wie es identifiziert wird. Das Gefühl von Traurigkeit muss nicht durch Weinen geäußert werden. Diese Energie kann auch anders geäußert werden. Ein interessanter und sehr effektiver Trick ist es, das Gegenteil des Gefühls zu äußern.

Diese Methode ist hervorragend, und zwar weil sie mehr zustande bringt als bloß ein Gefühl zu äußern. Sie bewirkt, dass Ihr mehr gewahr seid. Denn um zu definieren, was das Gegenteil Eures Gefühls ist, müsst Ihr das Gefühl und seine Bedeutung klar definieren. Denn wenn Ihr nicht wisst, was das Gefühl ist und was es für Euch bedeutet, könnt Ihr das Gegenteil nicht definieren.

(Fortsetzung folgt)

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Re: Elias: Sitzung 20151024-1

Beitrag von Gilla » Di 3. Nov 2015, 07:12

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ELIAS: Wenn beispielsweise ein Kleinkind im Laden schreit und schreit und Ihr wegen des Gebrülls und auch weil die Eltern nicht eingreifen gereizt seid, gibt es mehr als nur eine Lösung. Was hat man Euch gelehrt? Wie würdet Ihr in diesem Augenblick Euer Gefühl äußern? Ihr werdet es nicht tun. Die meisten von Euch würden nicht zu dem Kind oder zu den Eltern gehen und sagen, dass sie sich belästigt fühlen. Und Ihr würdet auch wahrscheinlich nicht ausrasten, um diese Energie im Laden zu äußern, weil das unpassend wäre.

Und was werdet Ihr tun? Wahrscheinlich nicht sehr viel. Ihr mögt zu einem anderen Kunden sagen: „Dieses Kind ist sehr lästig.“ Äußert Ihr damit Euer Gefühl? Nein. Ihr identifiziert lediglich die Belästigung. Werdet Ihr Euer Gefühl generell auf irgendeine Weise äußern? Wahrscheinlich nicht, insbesondere nicht im Augenblick. Ihr mögt das später tun, auf vielleicht wieder eine unpassende Weise, wenn Ihr übermäßig über ein anderes Individuum erzürnt sein werdet, da Ihr bereits verstimmt seid und diese Energie mit Euch herumschleppt und sie nicht zum Ausdruck bringt, weshalb Ihr dies anhäuft.

Ihr könnt jedoch spontan innehalte und erkennen: „Die Situation belästigt mich. Was bedeutet das für mich? Warum fühle ich mich belästigt? Was kommuniziert mir diese Belästigung tatsächlich? Warum beeinträchtigt mich das?“ Möglicherweise, dass das Geräusch mich irritiert, oder dass das andere Individuum keine Kontrolle ausübt. Diese Leute sollten ihr Kind kontrollieren und es ein bisschen disziplinieren.

Und was wäre das Gegenteil davon? „Die Situation belästigt mich. Ich fühle mich belästigt, weil der Andere die Situation nicht unter Kontrolle hat. Und was bedeutet das für mich? Inwiefern beeinträchtigt mich das persönlich? Es ist rücksichtslos. Es ist mir gegenüber rücksichtlos, wenn ein Anderer eine Situation, für die er verantwortlich ist, nicht unter Kontrolle hat.” Und was wäre das Gegenteil von rücksichtslos?

ANN: Rücksichtsvoll.

ELIAS: Und wie könnt Ihr in diesem Fall rücksichtsvolles ein?

ANN: Ich könnte die Eltern fragen, ob ich ihnen helfen kann.

ELIAS: Nein, wie kannst Du Dir selbst gegenüber rücksichtsvoll sein?

ANN: Oh. Mir selbst gegenüber! Wenn der Lärm mich belästigt, würde ich weggehen.

ELIAS: Nein, das ist keine Äußerung. Was kannst Du tun, um Rücksicht zu äußern?

RICK: Das Kind wertschätzen und …

ELIAS: Aber Du wertschätzt es nicht sondern ärgerst Dich über es.

JOHN: Als mein Sohn klein war, konnte er wirklich lästig werden, aber dann habe ich noch lauter als er gesungen und seine Stimme übertönt, und ich konnte meine eigene Stimme hören und mit dem weitermachen, was auch immer ich gerade tat.

ELIAS: Das ist ein ausgezeichnetes Beispiel.

RODNEY: Das mache ich auch bei meiner Katze. Ich miaue, und sie hört mich.

ELIAS: Du offerierst das Gegenteil von Belästigung. Dein eigener Gesang belästigt Dich nicht, und Du äußerst somit das Gegenteil von dem, was Dich stört. Sobald Ihr Euer Gefühl identifiziert und das, was es für Euch bedeutet, könnt Ihr innehalten und evaluieren, was das Gegenteil davon wäre.

Über dieses Beispiel sprach ich neulich: Wenn Ihr ein Individuum beobachtet, das zu einem Kind oder Tier barsch ist, was Euch traurig macht oder unangenehm ist, Ihr aber momentan nicht identifizieren könnt, wie Ihr Euer Gefühl äußern könnt oder das so unpassend wäre, dass Ihr es in dieser Situation automatisch nicht tut, könnt Ihr das Gefühl trotzdem äußern, weil Gefühle auch anders geäußert werden können, denn es geht darum, die Energie zu äußern und sie freizusetzen.

Die Art und Weise, wie Ihr das tut, ist weniger wichtig. Ihr könnt Euch fragen: “Was ist das Gegenteil von dem, was ich beobachte und in diesem Augenblick empfinde? Was kann ich tun, was das Gegenteil von dem ist, was ich fühle und beobachte?

Vielleicht geht Ihr nach Hause und liebkost Eure Katze. Oder Ihr ruft eine Kind an, Euren Enkel oder Euer eigenes Kind, und sagt „Ich liebe dich.“ Das reicht aus, um dieses Festhalten der negativen Energie zu stoppen und das Gefühl zu äußern und es freizusetzen.

Wenn Ihr in dem Augenblick (im Kaufhaus mit dem schreienden Kind) Euer Kind auf dem Handy anruft und sagt: „Ich liebe Dich“ mögt Ihr überrascht sein, wie schnell das gereizte Gefühl verschwindet. Und Ihr werdet das schreiende Kind nicht länger hören, denn Eure Aufmerksamkeit wurde unterbrochen und ist zu Positivem umgezogen und hat das Negative freigegeben.

BILL: Das Gegenteil zu äußern scheint mir fast besser zu sein als mit der anderen Person zu sprechen, insbesondere im Falle eines hitzigen, negativen Gefühls, denn das Gefühl scheint nicht wegzugehen sondern zu eskalieren.

ELIAS: Weil Ihr das Gefühl nicht unbedingt äußert. Gestern wurde in einer Gruppe vorgeschlagen zu fluchen. Und ich sagte, dass Ihr das tun könnt, wenn Ihr gewahr seid, dass Ihr absichtlich flucht, um jene Energie loszulassen, aber das ist eher unwahrscheinlich, und Euer Fluchen ist nur eine Reaktion und äußert Euer Gefühl nicht. Es ist eine Reaktion auf eine externe Quelle, und das ist es, was Ihr im Allgemeinen tut.

NATASHA: Wenn es aber keine Reaktion ist, würde das Fluchen die Energie auch äußern?

ELIAS: Wenn Ihr, wie gesagte, Euch dessen gewahr seid.

NATASHA: Selbst wenn man sich dessen nicht gewahr ist, könnt unser Körper uns zum Schreien oder Fluchen oder zu was auch immer zwingen. Vielleicht erkennen wir nicht, wozu uns unser Körper auffordert?

ELIAS: Nein, das wäre eine Reaktion und kein Freisetzen von Energie. Zwischen Erwidern und Reagieren besteht ein Unterschied. Beim Erwidern ist eine Wahlmöglichkeit involviert, deren Ihr Euch gewahr seid. Ihr könnt schreien, da Ihr wisst, dass Ihr auf diese Weise ein Gefühl äußert, was nicht ungewöhnlich ist, denn bisweilen ist Euch klar, dass Ihr schreit, weil Ihr ein überwältigendes Gefühl äußert. Aber Viele mögen auch aus der Reaktion heraus schreien, was keine Energie freisetzt. Sie haben nicht die Absicht, diese Energie freizusetzen und lassen keine Luft ab sondern schreien, um diese Energie fortzusetzen.

ANN: Wäre es ein Anzeichen dafür, dass wir durch Erwidern Energie freisetzen, wenn wir beispielweise wirklich empört waren und schreien und uns plötzlich besser fühlen?

ELIAS: Ja. Ihr lasst aus der Aufregung die Luft raus (to deflate), und jene Energie wird sich erschöpfen und freigegeben. Das fühlt Ihr. Oft reagiert und schreit ein Individuum, und da es eine Reaktion ist, will es die Energie gar nicht freigeben sondern weitermachen, weil es dieses Gefühl fortsetzen will. Wenn es selbst schreit, wird der Andere vielleicht ebenfalls schreien, und es geht weiter.

NATASHA: Aber wäre nach dem gemeinsamen Geschrei die Luft aus dieser Energie nicht raus?

ELIAS: Das hängt von der Situation ab. Ihr mögt davon überrascht sein, wie lange Ihr damit weitermachen könnt. Selbst wenn Ihr mit dem Geschrei aufhört, könnt Ihr das Gefühl weiter aufrechterhalten, und manche tun das jahrelang.

NATASHA: Wenn man es jahrelang festhält, wie groß wäre es dann…

LYNDA: Die Psychologie lehrt uns schon lange, dass des Herauslassens wegen alles herauszulassen eine gute Sache ist. (So psychology teaches us, for a long time, that letting it all out for the sake of letting it all out is a good thing.)

ELIAS: Nein, dem stimme ich nicht zu. Denn damit erlaubt Ihr Euch lediglich, solche Äußerungen oder Handlungen zu generieren, die diese negativen Gefühle fortsetzen. Ihr gebt sie nicht frei und äußert sie nicht wirklich. Ihr generiert nur eine Äußerung davon, was etwas Anderes ist, und lasst nicht los. Das ist ein ganz anderer Vorgang. Wenn Ihr das Gefühl losgelassen und freigegeben habt, wisst Ihr das, denn Ihr hört auf, dies zu fühlen und werdet Euch entleert fühlen, während das Gefühl Euch aufbläst/aufbläht.

Das trifft auch auf positive Gefühle zu. Ihr blast Euch auch mit positiven Gefühlen auf, seid begeistert, hoch erfreut, glücklich und euphorisch. Ihr blast Euch mit diesem Gefühl auf, und wenn Ihr es freisetzt, löst es sich auf und Ihr lasst die Luft raus (deflate).

TOM: Wäre sich zu entschuldigen ein Weg, um die Energie freizusetzen?

ELIAS: Das hängt von der Situation und der Äußerung ab. Ja, das ist möglich, wenn die Entschuldigung aufrichtig ist. Wenn sie aufrichtig und ohne Anhängsel ist und Ihr Euch entschuldigt, weil Ihr eine Handlung aufrichtig bedauert - die Entschuldigung schließt auch die feste Absicht mit ein, diese Äußerung nicht mehr zu wiederholen - und Ihr dieses „es tut mir leid“ nicht dazu nutzt, um Euch zu verbergen oder um Euch zurückzuziehen, ja dann kann das sich Entschuldigen eine Methode sein, um Energie freizusetzen, aber bei Anhängseln funktioniert es nicht.

ANN: Einst schrie ich meinen Sohn an, und es war eine hitzige Debatte. Ich wollte Recht haben und er auch. Und er sah mich an (lacht) und sagt: „Mama, Deine Nacken-Venen ragen heraus.“ Und da fing ich an zu lachen, und er lachte auch, und ich konnte fühlen, wie die Luft aus der ganzen Sache rausging. Aber das taten wir nicht absichtlich. Es war…

ELIAS: Das Lachen hat die Energie freigesetzt.

ANN: War dieses Lachen eine Reaktion oder eine Erwiderung, denn es fühlte sich einfach lustig an.

ELIAS: Es war eine Erwiderung, die Dir erlaubte, diese Energie freizusetzen, denn Du hast sie auf die entgegengesetzte Weise geäußert und sie somit freigegeben.

Dies alles erfordert viel weniger Denken als Ihr meint und ist deshalb gar nicht so schwierig, denn Ihr müsst das, was Ihr tut, nicht analysieren. Ich gebe Euch bloß eine Methode, die es Euch ermöglicht, Gefühle absichtlich auf eine mühelosere und akzeptablere Weise oder in einer passenderen Situation effektiv zu äußern, statt zu definieren und zu evaluieren, was in einer negativen Situation eine passende Äußerung wäre. Denn in negativen Situationen neigt Ihr viel weniger dazu, Eure Gefühle zu äußern als in positiven Situationen.

DANIEL: Das erinnert mich an eine Sufi-Geschichte, wo ein König nach einer solchen Methode fragte und einen Ring mit der Botschaft bekam “Auch das wird vorübergehen”. Und er sollte die Botschaft nur in extremer Not oder Glückseligkeit lesen, was ihn beruhigen würde. Was sagst Du dazu?

ELIAS: Das ist akkurat, aber es ist nicht unbedingt für alle eine zufriedenstellende Methode, weil Euch Kämpfen so sehr eingefleischt wurde.

LORRAINE: Recht zu haben.

ELIAS: Gegen Euch selbst, gegen externe Quellen, gegen alles zu kämpfen, weshalb die Idee, zu warten, dass es vorübergeht, für viele sehr unbefriedigend sein mag, denn Ihr wollt kämpfen und es jetzt beenden.

(With yourselves, with outside sources, with everything. And because of that, the idea of waiting for this to pass can be very unsatisfactory to many individuals, for you want to fight for it to be done now.)

RICK: Bevor sie zu dem Gespräch zusammenkommen, ist die Energie selbst neutral. Ist das richtig?

ELIAS: Nicht unbedingt. Das hängt von den Personen und von der Situation ab. Sie kann auch nicht neutral sein.

RICK: Wenn eine Person negativ über Sally spricht (wie in dem Beispiel zu Beginn der Sitzung) und sagt, dass Sally das tut, und das Gegenüber sagt: “Oh, ich weiß”, dann sind sich Beide über eine Energieschuld einig. Ist es negative Energie? Es kann keine positive Energie sein, selbst wenn es Beiden einen guten Dienst erweist.

ELIAS: Inwiefern leistet es Dir einen guten Dienst?

RICK: Wenn wir in eine Kirche gehen, die eine bestimmte Religion lehrt, mit der alle Anderen nicht übereinstimmen, wir selbst jedoch damit einiggehen, leistet uns das nicht einen guten Dienst?

ELIAS: Ja, in manchen Kapazitäten.

RICK: Wenn Beide in einem solchen Denkprozess sind, würde dann ein negatives Gespräch nicht dienlich sein, um…

ELIAS: Nicht unbedingt. Wie generiert Ihr Euren größten Nutzen?

RICK: Wenn man sich nicht dessen gewahr ist, wer man ist und nichts darüber hinaus weiß, nutzt es dann nichts?

ELIAS: Selbst wenn Ihr nicht gewahr seid, nutzt es nicht unbedingt, und darum geht es. Wollt Ihr das Nicht-Gewahr-Sein fortsetzen? Wollt Ihr das, was Euch weder dienlich ist noch nutzt bestärken und fortsetzen?

Die Religion ist kein akkurater Vergleich, weil Glaube und Gläubigkeit dazu gehören. Und das Generieren einer negativen Meinungsäußerung mit dem Ziel eines Echos nutzt hier keinem von Beiden. Es ist nicht zu Eurem größten Wohle, und es geht auch nicht unbedingt um das, was jeder von ihnen aufrichtig glaubt oder als Glaube äußert. Sie entwickeln in der Meinungsäußerung eine negative Kapazität, weil das für sie die Möglichkeit generiert, ein Echo zu bekommen. Aber das ist nicht unbedingt nützlich. Obwohl sie validiert werden und ein Echo bekommen, werden sie zur Kritik ermutigt.

Immer, wen Ihr einen Anderen herabsetzt, setzt Ihr zugleich Euch selbst herab. Immer wenn Ihr Euch einem Anderen gegenüber erhöht, setzt Ihr Euch damit auch selbst herab. Denn Ihr bekundet, dass Ihr Euch erhöhen müsst, um zu äußern, dass Ihr wichtig, annehmbar und gut genug seid, was einen Aspekt in Euch reflektiert, der genau das nicht glaubt und Euch herabsetzt, weshalb Ihr Euch selbst erhöht.

Wenn Ihr Euch wirklich akzeptiert und wertschätzt, ist es nicht wichtig, Euch zu erhöhen. Ihr nehmt Euch selbst nicht als erhöht wahr, weil Ihr auch keinen Anderen für unzulänglich haltet. Wenn Ihr meint, das jemand unzulänglich wäre - was in jenem Beispiel der Fall war - äußert Ihr ganz klar, dass Ihr eine Meinung entwickelt, die Euch selbst erhöht und einen Anderen herabsetzt, was im Kern ein Herabsetzen von allem ist.

RICK: Und es rührt nicht von einem fehlerhaften Glaubenssatzsystem her? Oder man vergewaltigt möglicherweise sein eigenes Glaubenssatzsystem, ohne dies zu erkennen.

ELIAS: Ihr vergewaltigt nicht Euer Glaubenssatzsystem, und es ist auch nicht fehlerhaft. Es geht um Anhängsel und Konstrukte und um das, was man Euch lehrte, also nicht um Glaubenssatzsysteme sondern um das, woran Ihr glaubt, was ein Unterschied ist. Das was Ihr glaubt, ist dasselbe, wie das, worauf Ihr baut. Zu glauben ist dasselbe wie darauf zu vertrauen, und Ihr äußert das, worauf Ihr vertraut. Ihr baut darauf, nicht gut genug zu sein, denn das ist es, was man Euch lehrte, und Ihr habt gelernt, das zu akzeptieren.

SANDRA: Wenn wir versuchen, einen Präsenz-Zustand erreichen und es gibt etwas, was uns erschreckt oder aufregt, wie beispielsweise Kindergeschrei, wie beeinflusst unser Präsenz-Zustand dieses Freisetzen?

ELIAS: Der Präsenz-Zustand bewirkt, dass es weniger wichtig wird. Dieser Zustand erzeugt nicht unbedingt Euphorie oder Utopia. Es ist nicht so, dass Ihr aufhört, unbehagliche emotionale Äußerungen zu erleben. Ihr seid emotionale Wesen, und äußert das emotionale Spektrum und nicht bloß einiges davon, nicht nur die guten Emotionen. Ihr äußert und erlebt sie allesamt, und sie sind alle zweckmäßig, denn sie kommunizieren mit Euch bezüglich Eurer Richtlinien. Die Glaubenssatzsysteme, einschließlich der Duplizität - gut/schlecht, richtig/falsch– werden nicht eliminiert, aber der Präsenz-Zustand ändert ihre Wichtigkeit.

Das sagte ich Euch zum Thema Neutralisieren: Und zwar kein Neutralisieren in der Art von Eliminieren. Neutralisieren heißt, dass Ihr mehr Neutralität erlebt, und dass externe Äußerungen weniger wichtig werden. Der erste Aspekt ist, ob es Euch unmittelbar betrifft/beeinträchtigt (to affect) oder nicht. Und selbst wenn es das tut, ändert sich im Präsent-Sein die Bedeutung, und viele Konstrukte und Anhängsel werden weniger wichtig, weshalb Ihr nicht reagiert. Das ist Euer offenkundiger Hinweis, ob Ihr präsent seid oder nicht. Und die meisten von Euch, sind wesentlich mehr präsent als Ihr annehmt. Reaktion zeigt Euch an, dass Ihr nicht präsent seid. Wenn Ihr präsent seid, reagiert Ihr nicht.

SANDRA: Wir wählen, zu erwidern und gehen weg…

ELIAS: Ihr wisst, dass Ihr Wahlmöglichkeiten habt.

SANDRA: Ja, wir sind in diesem Augenblick gewahr, was es wahrscheinlicher macht, eventuelles Trauma zu verringern.

ELIAS: Ja, sehr sogar.

SANDRA: Und wir sind uns immer mehr gewahr, dass wir unsere Realität absichtlich erschaffen und sie bewusst wählen?

ELIAS: Ja, sehr sogar.

(10 Min. Pause)

(Fortsetzung folgt)

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Re: Elias: Sitzung 20151024-1

Beitrag von Gilla » Di 3. Nov 2015, 11:44

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ELIAS: Schildert bitte Erlebnisse, wo Ihr Euer Gefühl nicht geäußert oder wahrgenommen habt, dass Ihr es nicht tun könnt oder nicht wusstet, wie Ihr das tun könnt. Was habt Ihr erlebt?

JEFF: Ich hatte ein solches Erlebnis am Flughafen auf der Hinreise. Wir wurden wie Vieh zusammengetrieben und warteten und warteten, und es ging nicht weiter, und alle waren immer aufgeregter und besorgter, ihren Flug möglicherweise zu verpassen. Und wie erwidert man das? Überall Security-Leute, und wenn man sie erwidert, befürchtet man, aus der Warteschlagen geholt zu werden und den Flug definitiv zu verpassen, aber dies staute sich immer mehr auf.

Als ich endlich am Gate war, stellte sich ein anderer Reisender direkt vor mich. Ich stand bereits unter Strom, weshalb ich sagte: „Ich schätze es nicht, dass Sie sich direkt vor mich stellen.“ Und er drehte sich um und fragte: „Entschuldigen Sie bitte?“ Und ich wiederholte meine Worte. Er schaute mich an und erkannte, dass ich verärgert war und entschuldigte sich. Und ich fragte mich, was mit mir los ist. Ich wusste nicht, wie ich mein Gefühl äußern konnte. Es staute sich auf und explodierte einem Anderen gegenüber, der wirklich nicht – es war keine solch große Sache.

ELIAS: Was fühltest Du, als er sich entschuldigte? Fühltest Du, dass Du die Luft abgelassen hattest? Fühlest Du Dich zufrieden, oder fühltest Du gar nichts?

JEFF: Nachdem er sich entschuldigt hatte, fühlte ich, dass die Luft ein bisschen raus war, und ich war verlegen.

ELIAS: Ein ausgezeichnetes Beispiel für eine Reaktion statt des Äußerns eines Gefühls. Ein weiterer wesentlicher und für viele verwirrender Punkt ist, dass man Euch seit der Anfänge der Psychologie dazu ermutigt, Euch anzustrengen (to exert yourself) und zuversichtlich/selbstbewusst/bestimmt/ausdrücklich (assertive) zu sein. Diese Ausdrücklichkeit bezieht den Begriff des sich Äußerns mit ein, aber man ermutigt Euch nur dazu, das, was Ihr denkt und nicht unbedingt das, was Ihr fühlt zu äußern.

Du versuchst, bestimmt zu sein und das, was Du denkst, auf eine Weise in Worte zu fassen, die anscheinend ausdrücklich ist, aber es ist nicht unbedingt das, was Du für aggressiv hältst, womit Du wahrscheinlich weniger erfolgreich wärst, denn als Du daran denkst, ausdrücklich zu sein oder Dich auf diese Weise zu äußern, warst Du schon - wie Du sagst - innerlich aufgewühlt und hast diese Energie bereits aufgestaut. Und weil Du nicht weiß, wie Du sie äußern kannst, reagierst Du etwas aggressiv auf die Situation.

(In that, what you attempt to do is you attempt to be assertive, and you attempt to word what you are thinking in a manner that appears to be assertive but is not necessarily what you think of as being aggressive. Which you are less likely to be successful at, for when you think of being assertive, or expressing yourself in that manner, just as you expressed, you have already been churning within yourself. Therefore, you have already been building that energy. And in that, because you do not know how to express it, you do express some aggression in how you are reacting to the situation.)

Bedenke bitte, und das ist sehr wichtig, dass Aggression die einzige Äußerung ist, die Euch abklemmt. Sie ist sehr unnatürlich. Und Menschen sind in Eurer Welt die einzige Spezies, die Aggression äußert.

Das Verhalten von Raubtieren gegenüber Beutetieren ist keine Aggression. Sie wissen, dass sie mit ihrer Beute verbunden sind, dass diese Teil von ihnen sind, und das sie selbst Teil ihrer Beute und miteinander vernetzt sind, und dass sie gegenseitig ihr Überleben sicherstellen. Das ist etwas ganz Anderes.

Aggression ist eine menschliche Äußerung, die einzige Handlung, die Ihr anheuern könnt, die tatsächlich ein energetisches Abgeklemmtsein erschafft. Sie klemmt Euch vorübergehend von allem um Euch herum ab. Und da alles, was Ihr tut, nach draußen Kreise zieht, beeinflusst sie im Allgemeinen die Leute um Euch herum dahingehend, sich abzuklemmen, weshalb sich vorübergehend alle in Eurer Nähe von einander abklemmen. Deshalb kann ein Individuum eine aggressive Handlung in einer Gruppe oder in Menschenmengen äußern, was in einen Aufstand hinein explodieren kann, weil alle vorübergehend dieses Abgeklemmtsein erleben und sich überhaupt nicht miteinander verbinden.

Und dies erschafft auch einen sogenannten Rückschlag (backlash), und es ist sehr verständlich, dass Du anschließend verlegen warst. Denn anschließend an ein solches Abgeklemmtsein gibt es etwas ganz Abruptes, was Ihr definitiv fühlen könnt. Ihr seid nicht daran gewöhnt, dieses Gefühl zu identifizieren, weshalb Ihr möglicherweise nicht erkennt, was sich abspielt. Aber weil Aggression eine solch unnatürliche Äußerung innerhalb des Bewusstseins ist, seid Ihr sofort bestrebt, eine engere Verbindung zu generieren. Das ist auch der Grund dafür, dass Personen in Kämpfen oder Aufständen enge gegenseitige Bande erschaffen, denn sie versuchen, dieses Abgeklemmtsein zu überbrücken.

In solchen Situationen, und dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel, denn viele erleben ähnliche Szenarien und Gefühle, wo Ihr besorgt seid, Euch unbehaglich und frustriert fühlt, weil man sozusagen macht, dass Ihr Euch völlig unwichtig und bedeutungslos fühlt. Ihr seid unwichtig, und das, wer Ihr seid, spielt keine Rolle. Und wenn Ihr insbesondere in Gruppen-Situationen Behandlungen erlebt, die Euch suggerieren, unwichtig zu sein, verstärkt das noch diese Gefühle von Aufregung, Angst, Frust, Unrast und Irritation.

Doch wenn Ihr Eurerselbst nicht gewahr, nicht präsent oder nicht auf Euch selbst und stattdessen auf externe Quellen fokussiert seid, erkennt Ihr das nicht, und das Erste, was dann passiert, ist dass Ihr anfangt, Euch nicht nur unwichtig sondern auch unsichtbar zu fühlen, was Euch noch mehr aufregt. Und da Ihr nicht wisst, wie Ihr dieses Gefühl äußern könnt, staut sich die Aufregung noch mehr auf, und sie kann sich von der Besorgnis oder Unruhe sogar zur Irritation und Wut steigern.

Dieses Beispiel betont auch hervorragend das Thema des angemessenen bzw. unangemessenen, des annehmbaren bzw. nicht annehmbaren Verhaltens. Am Flughafen verhalten sich die meisten von Euch umsichtig, weil sie wissen, dass es dort Autoritäten gibt, die Euch beobachten, und falls Euer Verhalten Aufmerksamkeit erweckt, riskiert Ihr, von diesen kontrolliert oder als aggressiv oder gefährlich eingestuft zu werden.

Immer wenn Ihr Euch vorsichtig verhaltet, äußert Ihr Euch auch vorsichtig, was Euch in die gewohnte Situation bringen kann, dass Ihr nicht wisst, wie Ihr Euch äußern könnt. Und Du wartest, beherrschst Dich, äußert Dich nicht, bis dann irgendetwas geschieht, was gegen Deine Energie stößt, womit Du physisch tatsächlich involviert bist, wobei der Andere Dich nicht wirklich berühren muss, doch er steht so dicht neben Dir, dass er Dich berührt, weil er gegen Dein Energie stößt. Euer Energiefeld erstreckt sich im Allgemeinen 2 bis 3 Fuß weit weg vom Körper. Wenn ein Anderer Euch mehr als drei Fuß nahekommt, stößt seine Energie gegen die Eure, und wenn Ihr bereits aufgeregt seid, ist das dasselbe, wie wenn er Euch schupsen würde, was die irritierte Reaktion auslöst.

Und was ist die Reaktion? Und was fügst Du noch hinzu? Kontrolle. Reaktion ist Kontrolle. Ihr reagiert der Kontrolle und der Richtigkeit wegen. Richtigkeit/Rechthaben und Kontrolle oder fehlende Kontrolle, was dasselbe ist, sind immer involviert. Du fügst zur Kontrolle noch mehr Kontrolle hinzu. Denn Du versuchst, Deine Reaktion zu kontrollieren: „Ich reagiere, aber ich bin in meiner Reaktion vorsichtig. Deshalb werde ich mich selbst behaupten und meine Gefühle nicht äußern. Ich werde mich durchsetzen und Dir sagen: „Das schätze ich nicht“, oder „Du bist an meinen Platz in der Schlagen getreten“, oder „Ich war zuerst da.“

Und Du denkst, dass Du damit Recht hast. Der Andere hat Deiner Wahrnehmung ganz klar einen persönlichen Affront begangen. So muss es nicht sein, aber so nimmst Du es wahr. Du reagierst und behauptest Dich. Und der Andere reagiert auf Deine Geltendmachung (assertion) und wird Dir entweder widersprechen oder zurückweichen. Er wird sich entschuldigen, zurückweichen und schrumpfen oder Dir widersprechen und Deiner Energie begegnen. Beide Äußerungen sind Oppositionsenergie. Du äußerst Oppositionsenergie, was der Andere ebenfalls mit einer Oppositionsenergie reflektiert. Die Entschuldigung ist keine wirkliche Entschuldigung sondern eine Verteidigung. Mit dem Zurückweichen verteidigt er sich. Er fühlt sich abgeklemmt und wählt, zurückzuweichen statt Deiner Energie mit der gleichen Aggression zu begegnen.

Du bist Dir weder gewahr noch präsent und bist verlegen, weil Du Dich mit Deiner eigenen Äußerung nicht wohl und vielmehr exponiert fühlst. Deshalb fühlt Ihr Euch verlegen, nicht weil Ihr tatsächlich exponiert werdet sondern Ihr fühlt Euch nur so, was diese Verlegenheit erschafft.

Aber Du kannst Dein Gefühl auch noch hinterher äußern und die Energie freisetzen. Dadurch, dass Du das nicht getan hast, hast Du noch das Verlegenheitsgefühl hinzugefügt, das Du ebenfalls nicht äußerst. Du fühlst es, denkst darüber nach und fühlst Dich nicht wohl und wirst das eine Weile fortsetzen, und dann hörst Du auf, darüber nachzudenken oder darin zu schwelgen, aber es wird sich auf irgendeine andere Weise zu einer anderen Zeit äußern, da Du es nun festhältst.

Auch wenn Du das Gefühl nicht sofort äußert und freisetzt, was der Idealfall wäre, kannst Du es hinterher immer noch tun, indem Du erkennst: „Ich fühle mich nicht wohl. Ich bin verlegen. Dieses Gefühl mag ich nicht.“ Du kannst innehalten und Dich fragen: “Was ist das Gegenteil von dem, was ich fühle, und wie könnte ich das äußern?” Sobald Du das Gegenteil des Gefühls identifizierst, gibt es sehr viele Wege, wie Du das äußern kannst. Es muss keine übertriebene oder öffentliche Handlung sein. Es kann eine einfache Handlung oder das sein, was Du als solche wahrnimmst. Das reicht.

JEFF: Kannst Du mir ein Beispiel nennen?

ELIAS: Was würdest Du nun als Gegenteil der Gemütserregung äußern, als Du fühltest, dass man Dich unwichtig macht? Sobald Du die Bedeutung des Gefühls definierst, kannst Du auch das Gegenteil identifizieren. Wenn Du unwichtig bist, was kannst Du in diesem Augenblick tun, um wichtig zu sein? Die Handlung selbst spielt keine Rolle. Du kannst Dich so äußern, dass ein Anderer Dich hört und damit anerkennt, dass Du wichtig bist.

JEFF: Was würde ich nun sagen können?

ELIAS: Das, was Du äußerst, spielt keine Rolle. Du kannst die Schaltermitarbeiterin etwas fragen. Wenn sie Dir antwortet, bestätigt sie Deine Präsenz, und damit auch, dass Du nicht unwichtig bist, dass man Dir zuhört und dass Du anerkannt wirst und man Dir antwortet. Du könntest mit Deinem Hintermann einen Scherz austauschen, und wenn er lacht, widmet er Dir seine Aufmerksamkeit, und damit ignoriert er Dich nicht und Du bist wichtig. Und wenn er lacht, wirst Du Dich wahrscheinlich anders fühlen. Du wirst aufhören, aufgeregt oder irritiert zu sein, denn Gefühle sind Signale. Sie sind so beschaffen, dass sie nur im Augenblick sein sollen, und sobald Du Deine Aufmerksamkeit umziehst, hört das Gefühl auf.

JEFF: Du unterschätzt die Stärke meiner Aufmerksamkeit. (Gelächter)

ELIAS: Nein, genau darum geht es. Lass mich das Dir ganz aufrichtig sagen. Du magst in einer Situation sein, in der Du den Tod eines Andren beobachtest und von Traurigkeit überwältigt bist und hysterisch weinst. Und dann äußert sich jemand auf eine Weise, die Deine Aufmerksamkeit von dem toten Körper ablenkt, und Du hörst sofort zu weinen auf.

Oder Du bist mit einem Freund zusammen und lachst aus ganzem Herzen und hast viel Spaß, und dann geht der Feuermelder los, und Du hörst sofort mit dem Lachen auf und scherzt nicht länger.

Um Eure Aufmerksamkeit umzuziehen, braucht es nur einen Augenblick. Und sobald sie umzieht, hört das Gefühl auf, denn Gefühle sind Signale, und sie sind dazu gedacht, dass sie so geäußert werden. Wenn sie keine Jetzt-Gefühle sind, bestehen Gefühle nicht weiter fort.

JEFF: Außer die Person, die lacht, hat das Feuer gelegt.

ELIAS: Aber sie würde weiterhin auf den Feuermelder achtgeben.

(Fortsetzung folgt)

Gilla
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Re: Elias: Sitzung 20151024-1

Beitrag von Gilla » Di 3. Nov 2015, 19:42

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ELIAS. Wenn Ihr Eure Aufmerksamkeit umzieht, ändert sich Euer Gefühl. Für die meisten von Euch besteht die Schwierigkeit darin, dass sie nach meiner Aussage wieder mit ihrer gewöhnen Routine beginnen, und wenn sie ein Gefühl erleben, denken sie vielleicht: „Wenn ich meine Aufmerksamkeit davon wegnehme, wird es aufhören.“ Aber sie wissen nicht wie. Denn je mehr sie daran denken, ihre Aufmerksamkeit von diesem Gefühl zu entfernen, desto mehr konzentrieren sie sich auf das Gefühl, und umso mehr denken sie daran.

Was könnt Ihr tun, um Eure Aufmerksamkeit umzuziehen, um das Äußern dieses Gefühls zu ermöglichen und die Energie freizusetzen:

Wenn Ihr das Gefühl definiert und wisst, was es für Euch bedeutet, könnt Ihr das Gegenteil davon identifizieren. Es wird für Euch in keiner Situation schwierig sein, Euch irgendeine Handlung einfallen zu lassenden, die das Gegenteil davon äußert, so winzig sie auch Eurer Ansicht nach wäre, denn das spielt keine Rolle. Die Größe der Handlung oder die Handlung selbst sind nicht wichtig. Es geht um das, was die Handlung Euch zu tun ermöglicht, nämlich Euch zu äußern und die Energie freizusetzen, statt sie immer weiter festzuhalten, bis Ihr physische Manifestationen erschafft, oder Euch einen Knochen brecht, oder eine Situation mit einem Kollegen anheuert oder erschafft, dass man Euch feuert, oder eine Beziehung auflöst, weil Ihr so viele Konflikte erschafft, oder eine Depressionen erschafft und Euch zurückzieht, weil Ihr mit Anderen nicht interagieren könnt, weil sie Euch so viel Kummer bereiten und Euch irritieren und Ihr sie nicht versteht.

Verstehen ist keine Voraussetzung für ein sich Verbinden, und es ist noch nicht einmal ganz so wichtig. Wenn Ihr präsent seid, ist Verstehen nicht immer wichtig. Wie gesagt, könnt Ihr manchmal präsent sein und denken, dass das, was Ihr erlebt, ausdruckslos (blank) ist, weil Ihr auf nichts zugreift. Ihr seid tatsächlich präsent, aber Ihr seid es nicht gewohnt, auf nichts zuzugreifen und nicht zu reagieren oder dass nicht alles wichtig ist und nicht jedes Wort oder jede Handlung eines Anderen ultimativ wichtig sind und Euch nicht an dem zu beteiligen, was Euch nicht tatsächlich betrifft.

BILL: Ist physischer Schmerz ein Gefühl?

ELIAS: Ja.

BILL: Physischer Schmerz macht, dass ich mich frustriert fühle. Bei intensivem Schmerz ist es anscheinend schwierig, seine Aufmerksamkeit umzuschalten.

ELIAS: Es ist schwierig.

BILL: Das Gegenteil von Schmerz könnte Vergnügen sein, und Dein Vorschlag, auf irgendeine Weise Vergnügen zu äußern, kommt mir leichter vor als mir auf den Daumen zu hauen, um mich vom schmerzenden Zeh abzulenken.

ELIAS: Richtig.

BILL: Schmerz ist also ein Gefühl?

ELIAS: Ja, Es gibt physische und emotionale Gefühle. Beide sind Signale. Alle Gefühle sind Signale, und sie werden allesamt von Eurem Körperbewusstsein generiert, ob sie nun emotional oder physisch wären. Sie werden alle durch Euer Körperbewusstsein geäußert. Euer Körper zeigt diesen Weckruf, dieses Signal an.

Alle Gefühle sind Signale, so wie das auch Straßenverkehrs-Signalanlagen sind, und sie sind auf gleiche Weise zu bestätigen. Ihr bestätigt ein Verkehrssignal, seht es, erwidert es und analysiert es nicht. Ihr evaluiert es nicht, verweilt nicht darauf, sitzt nicht davor und starrt es an und beobachtet es, sondern erwidert es umgehend. Ihr stoppt, fahrt los oder verlangsamt die Geschwindigkeit. Das ist es, was Ihr tut, denn das sollen die Signale Euch sagen. Gefühle sind keine Erklärungen, und sie argumentieren nicht mit Euch sondern sie sind Signale.

Gefühle jeglicher Art, ob physisch oder emotional, signalisieren Euch, dass Ihr im Moment irgendeine Handlung ausübt, über die Euer Körper mit Euch kommuniziert. Ihr fühlt Euch momentan ängstlich. Euer Körper kommuniziert Euch, dass es eine potentielle Gefahr gibt, ob real oder nicht, das spielt keine Rolle. Der Körper kommuniziert Euch eine Botschaft. Wenn Ihr Euch auf den Fuß haut, signalisiert er Schmerz und kommuniziert Euch: „Du hast Dich gerade verletzt. Dein Fuß ist gestört und schmerzt.“

Das ist ein weiteres ausgezeichnetes Argument, dass Ihr es wahrscheinlich fühlt, wenn Ihr Euch verletzt. Ihr erhaltet ein erstes Signal, und es ist schmerzhaft, und der Schmerz wird sich wahrscheinlich bald auflösen, ganz egal, welche Art von Verletzung es ist.

Das Schmerz-Signal mag wiederkehren, und abhängig von der Verletzung mögt Ihr es konstant und fortlaufend wahrnehmen. Ihr nehmt es kontant und fortlaufend wahr – was es nicht ist – weil Ihr darauf achtet. Ihr konzentriert Euch auf dieses Signal. Und wenn Ihr Euch auf das Signal konzentriert, lasst Ihr zu, dass es Euch Euer Verhalten und Eure Entscheidungen vorschreibt. Wenn Ihr Euch auf das Schmerzsignal konzentriert, diktiert es Euch Euer Verhalten und Eure Auswahl. Wenn Ihr Euch auf das Signal von Irritation, Traurigkeit oder Angst konzentriert, schreibt dies Euch Euer Verhalten vor. Ihr lass zu, dass das Signal Euch Eure Entscheidung diktiert, die Ihr an dieses abgebt.

Stellt Euch mal vor, dass Ihr Eure Entscheidungen an ein Verkehrssignal abtretet, dieses anstarrt und fragt: “Was soll ich tun? Sag mir, was ich tun soll!“ Natürlich tut Ihr das nicht. Aber Ihr erlaubt Euren Gefühlen, das zu tun. Ihr erlaubt ihnen, Euch Euer Verhalten und Eure Entscheidungen vorzuschreiben.

TOM: Du sagst, dass emotionale Gefühle ein Signal des Körperbewusstseins sind?

ELIAS: Ja.

TOM: Aus irgendeinem Grund dachte ich immer, dass die Signale von meinem Inneren Selbst oder von meiner Essenz, aber nicht vom Körperbewusstsein kommen.

ELIAS: Nein, nein. Dein Körper generiert das Signal. Ja, die Botschaft kommt aus Dir/aus Deinem Innere. Das Signal wird von Deinem Körper generiert. Eine seiner Funktionen ist es, Dir zu signalisieren, dass eine Botschaft vorhanden ist.

RICK: Wegen des Muskel-Tonus meines Beins muss ich mich beim Gehen ausbalancieren. Wenn ich das tue, setze ich also diesen Prozess gedanklich ständig fort. Aber wenn ich es nicht tue, falle ich. Wie kann ich das anders machen?

ELIAS: Weil Du das Fallen erwartest. Du verlässt Dich darauf, dass Dir Dein Denken Dein Tun übersetzt, was seine Funktion ist, doch wenn Ihr wisst, dass eine Funktion nicht unbedingt übersetzt werden muss, vertraut Ihr auf das, was Ihr tut. Du kannst Dich auf Deinen Herzschlag konzentrieren, aber Du musst nicht an ihn denken, und Dein Herz schlägt doch, weil Du ganz darauf vertraust, dass Dein Körper weiß, wie er funktioniert.

Wenn Leute physische Manifestationen erschaffen, verlieren sie oft das Vertrauen in die Fähigkeiten ihres Körpers. Ihr verliert Euer Vertrauen in das, was Eurer Körper tun kann, was das Ganze noch bestärkt und Euch auch überaus vertraut ist, nämlich die Kontrolle, und was noch betont, dass Du die Kontrolle haben musst, damit Dein Körper so funktioniert, wie es tun soll.

RICK: Ich vertraue also in die Fehlfunktion meines Körpers?

ELIAS: Ja, das tust Du.

RICK: Und deshalb geschah das in meinem Leben, weil ich es haben wollte?

ELIAS: NEIN! Zwischen Haben-Wollen und Tun besteht ein Unterschied. Wenn Ihr eine Handlung tut, etwas erschafft oder manifestiert, heißt das nicht, dass Ihr das haben wollt. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied. Ihr wollte das vielleicht überhaupt nicht haben, aber es gibt immer einen Grund, weshalb Ihr eine Manifestation erschafft. Vielleicht hört Ihr nicht auf Eure eigenen Kommunikationen. Es kann das Manifestieren von Energieäußerungen sein, die beachtlich lange festgehalten wurden, was sehr, sehr viele Individuen als physische Manifestationen äußern, denn das ist eine ganz natürliche Äußerung, die keine Absicht und kein Denken erfordert. Es geschieht vermeintlich (supposedly) einfach.

Doch was auch immer die physische Manifestation wäre, reflektiert sie präzise das Problem in gleicher Stärke und Intensität. Wenn ein Individuum immer wieder eine nicht sehr ernsthafte Irritation anheuert, mag es einen Ausschlag erschaffen. Wenn jemand sich selbst immer wider verleugnet, kritisiert, herabsetzt und sich selbst nicht vertraut oder äußert, dass er keine Bedeutung innehat, erschafft er vielleicht Krebs. Wenn ein Individuum wütend auf sich selbst ist, sich schuldig oder voller Bedauern fühlt, erschafft es vielleicht eine behindernde physische Manifestation und wird sich verletzen.

Heißt das, dass es das haben will? Natürlich nicht. Heißt das, dass es die Absicht hat, sich zu verletzen? Nein. Es will sich nicht verletzen, denn es verletzt sich bereits. Der Körper reagiert lediglich auf das, was Ihr bereits am Tun seid und manifestiert dies als Reflektion von dem, was es Ihr Euch selbst bereits antut.

Euer Körperbewusstsein ist somit ein ausgezeichneter Reflektor von dem, was Ihr Euch selbst tut und auch dessen, ob Ihr Euch selbst vertraut oder nicht. Euer Körper ist eine erstaunlich brillante physische Manifestation in dieser Realität. Er ist dazu fähig und regeneriert sich selbst andauernd Euer ganzes Leben lang, aber auf die Weise, wie Ihr glaubt, dass er das tut.

Wenn Ihr glaubt, dass Euer Körper nur zu einer gewissen Regeneration fähig ist, wird er nur das erschaffen, denn das ist es, wie Ihr ihn instruiert. Wenn Du glaubst, dass Du andauernd nicht im Gleichgewicht bist, ist es das, was der Körper manifestieren wird, denn Du instruierst ihn, das zu tun, weil Du es glaubst und darauf vertraust. Glauben ist lediglich ein anderes Wort für vertrauen. Das was Du glaubst, wirst Du erschaffen.

Ihr habt also immer eine Wahl und könnt immer wählen. Ganz egal, was auch immer Ihr gewählt habt, könnt Ihr immer noch mehr davon oder etwas Anderes wählen.

(Fortsetzung folgt)

Gilla
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Re: Elias: Sitzung 20151024-1

Beitrag von Gilla » Mi 4. Nov 2015, 12:41

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JOHN H: Ich habe gehört, dass Emotionen, ganz egal, welche auch immer sie wären, von Männern meist als Zorn geäußert werden, und dass wir versuchen, den Zorn zu kontrollieren. Ich selbst weiß, dass es mir manchmal schwer fällt, überhaupt irgendeine Emotion zu äußern und denke, dass das vielleicht für Männer schwieriger ist. Ich weiß nicht, ob das stimmt.

ELIAS: Das ist es. Aber ist es natürlich? Nein, das ist erlernt. Es ist tatsächlich im Allgemeinen schwieriger für Männer, weil man Euch dies über Generation hinweg lehrte, und das ist es, was signifikant ist, und nicht bloß das, was man Euch jetzt in diesem Leben lehrt. Euer Körperbewusstsein birgt nicht nur die Erinnerung Eurer eigenen Fokus-Erlebnisse. Der Körper, den Ihr jetzt innehabt, birgt alle Erinnerungen (memories) an jedes Erlebnis, das Ihr in irgendeinen Fokus in dieser physischen Realität in Vergangenheit und Zukunft erschafft. Das sind sehr viele Erinnerungen.

Es gibt also viele Assoziationen, Generationen auf Generationen an Erfahrungen und Informationen. Es gibt das, man Euch lehrte und das, was Ihr gelernt habt. Und lasst mich das klarmachen, das, was man Euch lehrte und das, was Ihr gelernt habt, sind nicht immer dasselbe. Deshalb differenziere ich hier. Denn Ihr lernt auch eigenständig, ohne Unterricht durch externe Quellen. Über Jahrtausende hinweg wurden männlichen Individuen bestimmte Rollen zugeteilt, weshalb man von ihnen erwartete, sich auf bestimmte Weise zu äußern. Wenn Ihr die Jäger-Rolle innehabt, ist es zu Eurem Nutzen, bei Eurer täglichen Aktivität nicht sehr viele Emotionen zu äußern, weil das angesichts Eurer Rolle, Eurer Handlungen und dem, was man von Euch erwartet, kontraproduktiv wäre.

JOHN: Das leuchtet mir nicht ein. Warum würde …?

ANN: Wie kannst Du etwas töten, wenn Du viele Emotionen hast?

JOHN: Warum nicht?

ANN: Würdest Du Dich nicht elend fühlen?

RICK: Nun, ich hatte (unverständlich) viele Emotionen…

JOHN: Das musst Du nicht haben. Du kannst wie ein Löwe sein.

ELIAS: Nicht nur das. Es ist auch Furcht. Momentanes Entsetzen kann auch zu Euren Emotionen gehören, wenn Ihr auf sie alle hört. Und es würde Euch schwer fallen, die Jäger-Rolle auszuüben, wenn Ihr dieses Gefühl des Entsetzens erlebt und Euch erlaubt, es zu bestätigen.

RICK: Mein Jäger-Freund ist diesbezüglich sehr negativ (unhörbar) und äußert es täglich. Er tut es also, weil er versucht, dies über Dinge zu exponieren?

ELIAS: Nein. Nicht um dies zu exponieren. Sehr wahrscheinlich äußert er jenen Aggressionsaspekt, um sich abzuklemmen und Negativität in Bezug auf andere Individuen oder Äußerungen zu bekunden, um nicht zu fühlen und nicht zu partizipieren.

Man hat Euch das von Generation zu Generation gelehrt, und Eure Körper bewahren diese starken Erinnerungen. Da Frauen nicht generell in Situationen platziert sind, in denen sie sich der Gefahr aussetzen, durften sie sich emotionaler äußern, weshalb sie ihre Gefühle weniger verbergen.

Da so viele Generationen das Nicht-Achtgeben auf diese Gefühlssignale praktiziert haben, ignoriert Ihr diese sehr effizient und nehmt an, dass Ihr nicht fühlt. Es ist nicht so, dass Ihr nicht fühle. Ihr achtet nicht auf das, was Ihr fühlt, denn Ihr seid sehr geschickt darin geworden, Eure Aufmerksamkeit von Gefühlen abzulenken.

Viele Männer sagen auch, dass sie eine höhere Schmerzschwelle hätten. NEIN, das ist nicht richtig. Sie wurden gelehrt und haben gelernt, Schmerz nicht unbedingt auf gleiche Weise zu äußern, aber das heißt nicht, dass sie eine höhere Schmerzschwelle haben.

Dieser wesentliche Faktor bringt Euch nicht unbedingt einen Nachteil, denn wenn Individuen sehr viele emotionale Signale äußern, fühlen und erkennen, heißt das nicht, dass sie auch tatsächlich wissen, was diese bedeuten oder dass sie diese als Signale erkennen. Menschen, die Ihr als emotionaler wahrnehmt, heuern oft diese Signale an, um länger als Andere darauf zu verweilen und lassen zu, dass diese ihnen ihr Verhalten diktieren, weshalb sie diese nicht klarer interpretieren als jene unter Euch, die die Signale noch nicht einmal bemerken.

JOHN H: Es gibt also noch eine Chance für mich?

ELIAS: Ja, definitiv.

SANDRA: Was das Signal körperlicher Schmerzen anbelangt, ist es möglich, die Aufmerksamkeit davon wegzunehmen, sie anderswo zu fokussieren und somit den Schmerz zu reduzieren…?

ELIAS: Ja, und Du kannst das auch tun.

SANDRA: Ich hatte mir den Arm gebrochen. Als ich nach der Operation erwachte, hatte ich enorme Schmerzen. Ich hatte also schon vor der OP Schmerz erwartet, und er entsprach dann genau meinen Erwartungen?

ELIAS: Nicht nur das, sondern als Du ihn manifestiertest, hast Du auf ihn geachtet.

SANDRA: Richtig, und es dauerte mehrere Wochen.

ELIAS: Lass mich Dir ein Beispiel nennen, denn Ihr meint, dass es schwieriger wäre, Eure Aufmerksamkeit von den physischen Schmerzen wegzunehmen, und ich stimme nicht damit überein. Denn wenn Individuen emotionalen Schmerz wie Depression oder Angst generieren, ist es für sie sehr schwierig, ihre Aufmerksamkeit davon zu entfernen.

Ihr sagt, dass Ihr bei der Geburt physischen Schmerz erlebt, und ich bestätige Euch, dass die Geburt eines Kindes ein physisch außerordentlich schmerzhafter Prozess ist. Aber Ihr habt zu Euren Lebzeiten Methoden entwickelt, um ohne Drogen oder Medikamente schmerzlos zu gebären.

RICK: Meine Mutter bekam 11 Kinder und hat dabei nie Schmerzen.

ELIAS: Die Methode ist einfach, und sie ist genau das, was ich sagte: Ihr entfernt Eure Aufmerksamkeit vom Schmerz und fokussiert sie auf einen Fokus-Punkt, und sogar der Gebärschmerz löst sich auf und wird nicht empfunden, und eine Frau kann generieren, dass sie gebärt, ohne Schmerzen zu haben.

Es geht buchstäblich darum, worauf Ihr achtgebt. Und mit dieser Frage haben wir dieses Gespräch begonnen, warum Ihr Euch auf Negatives fokussiert. Warum ist Negatives so einflussreich und so vorherrschend? Weil Ihr darauf achtgebt.

SANDRA: Und die zweite Operation wegen derselben Sache war völlig anders. Habe ich mir und dem Arzt anders vertraut? Als ich nach der Operation erwachte, hatte ich keine Schmerzen und musste keine Schmerzstiller nehmen.

ELIAS: Hinsichtlich von dem, worüber wir vorhin sprachen, ist auch das Vertrauen ein interessanter Faktor, Euch selbst und Eurem Körper und seiner Fähigkeit zu vertrauen, sich zu regenerieren und korrekt zu funktionieren.

Manchmal vertrauen Leute nicht sich selbst oder ihrem Körper, können aber einer anderen Quelle vertrauen. Ihr könnt einer externen Quelle vertrauen, einem Arzt, einem Gott, einem Propheten, einem Heiligen, einem Egel, einer Essenz, einem Stein oder dem Universum, das spielt keine Rolle. Ihr könnt externen Quellen vertrauen, ganz egal, wie auch immer Ihr diese nennt, und wenn Ihr echt daran glaubt oder darauf vertraut, dass es Euch hilft, für Euch sorgt oder zu Eurem Recht verhilft, wird es das tun, denn nicht es sondern Ihr tut das. Ihr vertraut, und der Titel von dem, worauf Ihr vertraut, ist nicht wichtig.

(Fortsetzung folgt)

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Re: Elias: Sitzung 20151024-1

Beitrag von Gilla » Do 5. Nov 2015, 09:43

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TOGI: Ich habe erlebt, dass ich mir selbst vertrauen kann, aber meine Sinne übersetzen mir dies nicht (Gestalt-Wandel). Man kann also tatsächlich etwas erschaffen, und unsere Sinne sagen uns nicht, dass wir es erschaffen.

ELIAS: Beispielsweise?

TOGI: Ich vertraue mir, dass ich einen Gestalt-Wandel hinkriege. Ich tue das, aber meine Sinne sagen mir, dass ich es nicht tue. Das ist das Verzwickte daran. Bisweilen belügen uns unsere Sinne.

ELIAS: Sehr oft sogar. Eure Sinne sind darauf ausgelegt, in der physischen Realität rein rechnerisch/in absoluten Begriffen (in absolute terms) Informationen einzuspeisen. Das was Ihr hört, seht, schmeckt oder fühlt, ist das, was Ihr hört, seht, schmeckt oder fühlt, alles sehr absolut. Eure Sinne interpretieren nicht, und sie sind nicht abstrakt. Sie interpretieren nicht, welche Informationen eingespeist werden sondern sind sehr absolut. Deshalb ist für Euch Magie so faszinierend, weil sie Eure Sinne täuscht.

TOGI: Aber es ist verzwickt. Man baut Vertrauen auf und verlässt sich auf die Sinne, und manchmal kann ich energetisch sehen, was ich wirklich tue, doch wenn mir meine Sinne nicht dasselbe anzeigen, kann es leicht abgetan werden. Und viele Leute können Energie nicht sehen und vertrauen also tatsächlich auf sich selbst. (And many people are not able to see energy, so they actually trust themselves.) Sie heilen vielleicht, aber die Sinne übersetzen es nicht. Es ist also verzwickt.

ELIAS: Das kann es sein, denn es geht darum zu erkennen, das Eure Sinne nicht immer akkurat sind. Sie speisen Informationen in sehr absoluten Begriffen ein, doch es gibt keine Absoluta. Sie sind ausgelegt, Euch beim Manövrieren in einer physischen Welt und Realität zu helfen, aber nicht um Euch absolute Informationen zu liefern. Sie generieren auch Signale, die Euch beim Manövrieren helfen, aber sie übersetzen nicht. Ihr selbst und nicht Eure Sinne interpretiert die eingespeisten Informationen.

Deshalb habt Ihr als Kommunikationswege nicht bloß Eure fünf Sinne. Es gibt noch andere Wege, und es gilt, ein Gleichgewicht zu generieren und zu wissen, dass Eure Sinne auf diese physische Realität und auf das, was Ihr davon wisst, ausgelegt sind.

Wenn Ihr Vorgänge, Aktivitäten und Interaktionen außerhalb dieser physischen Realität anheuert, verarbeiten Eure Sinne sie nicht. Sie sind ausgelegt, Informationen bezüglich dieser physischen Realität, dieses Aspektes physischer Realität, also dieser Welt und dessen, was Ihr diesbezüglich anheuern könnt, einzuspeisen.

Wenn Ihr Euch entfaltet, expandiert und physische Transporte – keine Teleportation - in Welten jenseits Eurer Welt miteinbezieht, werden sich Eure Sinne anpassen und diese Informationen einspeisen. Das tun sie noch nicht, weil diese Informationen für die meisten von Euch noch nicht verfügbar sind.

Ja, in solchen Situation geht es darum, dem was Du weißt und erlebst zu vertrauen und Dich nicht auf Deine physischen Sinne zu verlassen, die nur für hier ausgelegt sind und Informationen in absoluten Begriffen (rein rechnerisch) einspeisen.

TOGI: Das macht es verzwickt.

ELIAS: Ja, es kann verzwickt sein.

ANN: Und helfen seine Erlebnisse dann den physischen Sinnen, diese Manifestation irgendwie zu sehen?

ELIAS: In gewissem Maße. Aber es ist ein langsamer Prozess, weil es so wenige gibt, die diese Aktivität anheuern, so dass es nur wenig Bestärkung gibt. Es gibt keine Massen-Äußerung, die eine Massen-Energie erschafft, die dies (Gestalt-Wandel) als Teil Eurer Realität akzeptiert.

Ihr akzeptiert als Teil Eurer Realität viele Dinge, die Ihr nie gesehen habt, und wenn Ihr sie je sehen würdet, würdet Ihr Euer Sehen akzeptieren, weil Ihr darum wisst. Und sogar dann, wenn es Euch selbst nicht gänzlich bekannt ist, ist es doch en masse bekannt. Aber Deine Erlebnisse (Gestalt-Wandel) sind nicht en masse bekannt, weshalb das ein langsamer Prozess ist, denn es gibt wenig Bestärkung seitens der Massen-Energie, was es den Sinnen erlauben würde, diese Informationen als gültig zu akzeptieren, da Eure Sinne rein rechnerisch/in Absoluta übersetzen. Sie übersetzen nicht in Grautönen sondern in schwarz-weiß, was für Euch heißt, entweder ist es, oder es ist nicht. Und wenn es keine Massen-Äußerung gibt, die eine bestimmte Manifestation als Realität akzeptiert, leugnen die Sinne diese und verwerfen sie. Deshalb ist das ein langsamer Prozess. Ob das, was Du tust, dies verändert? Ja, definitiv, aber der Prozess ist langsam.

Sobald mehr Individuen etwas akzeptieren - ganz egal, ob sie daran partizipieren oder nicht - und sich somit sagen: „ich glaube es, egal ob ich es sehe oder nicht“, wird es Glaube/Religion (faith), nämlich etwas, was Ihr nicht sehen könnt, zu glauben und darauf zu vertrauen.

SANDRA: Elias, wir können Dich nicht sehen, aber wir vertrauen Dir und sitzen hier.

ELIAS: Das ist Glaube/Religion (faith). (Gelächter). Aber die Meisten glauben nicht an andere Welten. Irgendwie glauben sie, dass Ihr nicht die einzigen Wesen in Eurem Universum seid, dies jedoch ganz allgemein. Und glauben sie ganz spezifisch, dass es definitiv noch andere existierende Welten gibt? Nein, noch nicht wirklich, aber sie werden es tun.

VERONICA: Was dies anbelangt, dass der Körper negative Glaubenssätze und Erlebnisse aus Vergangenheit und Zukunft bewahrt, so gehöre ich einer Gruppe von Wünschelrutengängern an, die glauben, wenn man das Pendel vor den Körper hält, dass es diesen von allen negativen Themen und Glaubenssätzen befreit, und sie benutzen das Pendel als Werkzeug. Ich persönlich glaube das nicht, was nicht heißt, dass ich Recht habe. Wenn jemand einen negativen Glaubenssatz hat und das Pendel um ihn herum schwingt, ist dieses Werkzeug fähig, die negative Energie zu entfernen?

ELIAS: Nein.

ANN: Die Person muss daran glauben, nicht wahr?

ELIAS: Nein

ANN: Der Empfänger?

ELIAS: Das spielt keine Rolle, denn es würde dem Design Eurer Realität widersprechen, weil es bedeuten würde, dass dies die Duplizität eliminiert, dieses Äußern von gut oder schlecht, richtig oder falsch, was Negativität mit einschließt.

Es wäre das Leugnen dieses Glaubenssatzsystems. Ist das in Eurer Realität möglich? Nein, außer Ihr sterbt. Das Pendel könnt Ihr als Werkzeug benutzen. Könnt Ihr Negatives eliminieren? Nein. Eure Realität beruht auf Dualität, auf Positivem und Negativem. Und das könnt Ihr nicht aus Eurer Realität entfernen. Ihr könnt Euch aus Eurer Realität entfernen, wenn Ihr nicht daran partizipieren wollt, aber Ihr könnt es nicht aus Eurer Realität entfernen, weil es Teil des Designs ist. Und es ist nicht Euer Feind.

KEN: Die Schatten bringen uns Tiefe.

ELIAS: Richtig.

LYNDA: Ich werde mit diesem faszinierenden Gefühl nach Hause gehen, dass die Bilderwellt nicht wirklich eine Rolle spielt. Plötzlich habe ich erkannt, dass wir nicht alle dieselben Schlagworte benutzen und dasselbe essen müssen, und dass es okay ist, wenn ich sowie Ihr auch schräg und schrullig sind. Und ich möchte noch mehr dazu hören und werde das auch tun. (gekürzt)

ELIAS: Das werden wir tun. Wir werden mit einer Erinnerung an das abschließen, was ich Euch bereits in Rom sagte. All dies ist bedeutsam für die sich derzeit in Eurer Welt abspielenden Veränderungen und auch Teil davon. Ich bat Euch gewahr zu sein, dass diese Veränderungen jetzt geschehen - was sie tun - und nun seht Ihr.

Die Fluten beziehen sich nicht nur auf Wasser sondern auch auf Leute und die Vertreibung (displacement), und es wirkt sich auf Euch alle aus, und Ihr alle wirkt Euch darauf aus.

Dies betrifft das, was wir sagten hinsichtlich des Präsent-Seins und Euch dessen gewahr zu sein, was Ihr fühlt, Euch selbst zu äußern, noch mehr gewahr zu sein und - indirekt – auch das Annehmen Eurerselbst und das gegenseitige Annehmen mit allen Unterschieden und diese willkommen zu heißen/anzunehmen (to embrace). Ihr müsst sie nicht mögen. Annehmen (embracing) heißt nicht, dass es Euch gefällt oder dass Ihr es lieben und damit einig gehen müsst. Es heißt, dass Ihr koexistieren könnt, dass Eure Mission nicht darin besteht, zu eliminieren, wegzustoßen oder loszuwerden, sondern dass Ihr alle miteinander verbunden seid.

Zu lernen, präsent zu sein und Euch erlauben, das Positive zu bemerken und zu äußern – nicht die Macht des positiven Denkens (Gelächter) - sondern Euch echt auf das, zu fokussieren, was wichtig ist statt Euch auf das zu fokussieren, was Ihr nicht haben wollt.

• Euch auf das fokussiert, WAS IHR HABEN WOLLT, und nicht auf das, was Ihr nicht haben wollt.
• Euch auf das fokussiert, WAS EUCH GEFÄLLT, und nicht auf das, was Euch nicht gefällt.

KEN: Das kann man immer auch schrittweise aufbauen.

ELIAS: Immer.

KEN: Es ist für mich tröstlich zu wissen, dass ich nicht alles auf einmal hinkriegen muss. Ich kann es nach und nach tun.

ELIAS: Ja, nach und nach.

RICK: Hat nicht Edgar Cayce gesehen, dass in einhundert Jahren die Bevölkerungszahl nur ein Drittel von dem sein wird, was wir jetzt haben? Ist es aufgrund der gegenseitigen Vernetzung und dieses Zulassens und dieses Vertrauens so, dass nur ein bestimmter Prozentsatz damit einig gehen wird.

(Isn’t that why Edgar Cayce saw that a hundred years from now the population will be one third of what it is now? Is that because this interconnection we have with each other, and this allowance and this trust, there’s only a certain percentage of people that will agree with it?)

ELIAS: Nein. Es ist nicht unbedingt ein Nicht-damit-Einiggehen (disagreement), sondern es ist davon abhängig, wie Ihr mit dieser Umschaltung vorschreitet, wie gewahr Ihr werdet und wie sehr Ihr tatsächlich dieses Präsent-Sein anwendet und Euch somit erlaubt, Eure Vernetzung zu erkennen. Wenn nicht, werdet Ihr wahrscheinlich weiter in die Richtung von Zerstörung gehen, was Ihr schon seit Generationen tut. Aber Ihr werdet Euren Planeten nicht zerstören. Er wird trotzdem weiterbestehen und sich neu konfigurieren, nicht unbedingt auf eine Weise, dass er für Eure Spezies bewohnbar ist. Deshalb ist das…

ANN: Oh, Elias, kann ich Dich noch etwas fragen? Präsentsein wäre also das effektivste Werkzeuge für ein sich Verbinden oder eine Vernetzung?

ELIAS: Ja, definitiv.

TOGI: Ich habe eine Frage. Ich sah, dass Du Deine Energie vor der Gruppensitzung in Rom enorm verändert hast. Ich kann es nicht in Worte fassen. Was hast Du in Deiner Äußerung an uns alle verändert?

ELIAS: Die Veränderung lag darin, dass ich Euch auf globale Weise ansprach. Im Allgemeinen bin auf jeden von Euch persönlich fokussiert, wenn ich mit Euch allen interagiere. In der ganzen Zeit, in der ich mit Euch interagiere, war es meine Absicht, mit jedem von Euch zwischenmenschlich zu interagieren. (In Rom) ging ich vorübergehend in die Richtung, global zu betonen, wie wichtig jeder von Euch beim globalen Geschehen ist. Denn die meisten von Euch stecken nicht in den Fluten, ob es nun Wasser- oder Menschen-Fluten wären und nehmen sich nicht als tatsächlich involviert, damit verbunden oder so wahr, dass sie Einfluss darauf ausüben würden. Aber das tut Ihr. Und wie schon in Rom gesagt, ist es bereits näher als Ihr erkennt.

Das wird Euch allen Gedankennahrung bieten. Ihr habt meine große Zuneigung und Liebe, und ich ermutige Euch sehr, denn Ihr alle könnt dies tun und seid gut dazu unterwegs, und ich anerkenne Euch alle sehr. Au revoir.

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