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 Betreff des Beitrags: Elias: Sitzung 20150311-2
BeitragVerfasst: Di 28. Apr 2015, 08:37 
Supraselbst
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ELIAS: Wie kommst Du voran?

VIVIENNE: Da bin ich mir wirklich nicht sicher. Es gibt in mancherlei Hinsicht einige Fortschritte und in anderer Hinsicht bin ich wirklich frustriert und mache nicht viele Fortschritte.

ELIAS: Und was nimmst Du als nicht viele Fortschritte wahr?

VIVIENNE: Dass die Dinge sich nicht ändern, sie bleiben sich gleich, und ich entdecke keine Anzeichen für Veränderungen. Ich lese Dir meine Fragen vor und das, worum es geht. Bei der ersten Frage geht es um das, was ich als Ablehnung ansehe, und ich fragte mich, ob es das ist, was er (ihr Partner?) und seine Familie tun, und falls ja, warum sie dies tun und was es ist. Denn ich finde es so verwirrend und frustrierend und möchte das verstehen, damit ich es für mich selbst ansprechen kann.

ELIAS: Und wie nimmst Du die Ablehnung wahr? Wie definierst Du das?

VIVIENNE: Ich würde sie als ein ihnen bekanntes Thema definieren. Sie wissen, dass die Ablehnung da ist, tun aber so als ob das nicht der Fall wäre. Es ist unbehaglich, oder es missfällt ihnen und sie wollen es nicht ansprechen.

ELIAS: Okay. Kannst Du mir ein Beispiel einer von Dir wahrgenommene Ablehnung seitens irgendeines Mitglieds von ihnen nennen, das zu Deiner Definition passt?

VIVIENNE: Nun, ich fühle mich deswegen elend. Meine Schwiegermutter wäre das erste Beispiel, wie sie sich in der Vergangenheit angeheirateten Familienmitgliedern gegenüber verhielt. Sie alle wollten es nicht wahrhaben und taten so, als ob es nicht der Fall ist und als ob sie es nicht sehen, und sie haben diesbezüglich nichts getan.

ELIAS: Okay. Nenne mir nun eine andere Beispielsperson?

VIVIENNE: Mein (Schwiegervater) und seine Beziehungen zu allen, so wie ich es sehe. Er scheint riesige Schutzmauern um sich herum zu haben gegen jeden und alles. Zugleich kann er mit ihnen zusammen sein, ohne da zu sein. Er will Nähe haben, hält jedoch die Leute auf Abstand, und es ist wirklich schwierig.

ELIAS: Nimmst Du wahr, dass er sich ablehnend verhält, oder dass alle sich ablehnend verhalten, oder beides?

VIVIENNE: Beides.

ELIAS: Beides. Und noch andere Individuen?

VIVIENNE: Nun seiner Familie im Allgemeinen sowie einfach seiner Mutter gegenüber, aber was alle anderen Individuen anbelangt, und dann …. (unklar, es geht wohl um ihren Partner)

ELIAS: Vielleicht besteht seine Ablehnung Deiner Wahrnehmung nach darin, dass er ihr Verhalten kennt, es aber ignoriert?

VIVIENNE: Gestern las ich etwas über John of Gaunt (Duke of Lancaster), der einer seiner Fokusse ist, was bewirkte, dass ich es nun ein bisschen anders sehe. Darin wurde gesagt, dass Familienbande für John of Gaunt sehr wichtig waren, und mir scheint es so zu sein, dass er der Idee verbunden ist, dass es keine Rolle spielt, wenn das Individuum nicht passt. Es ist die Idee der Familienbande, und es spielt vielleicht keine Rolle, wie diese sich verhalten. Bevor ich das las, empfand ich, dass er wählt, ihr Verhalten zu ignorieren. Er sah es, wusste es und ignoriere es absichtlich, was mich verwirrte und empörte.

ELIAS: Okay. Bei allen drei Beispielen kannst Du Gemeinsamkeiten wahrnehmen, dass jedes Individuum wählt, die Verhaltensweisen des Anderen zu ignorieren. Zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass viele Individuen hinsichtlich des Familien-Konzeptes die Idee und Wahrnehmung hegen, dass die Familie oder die Familieneinheit fast eine eigenständige Entität bildet und wichtiger ist als die Individuen, die diese Familie bilden, dass also die Familien-Idee mitsamt ihren Mitgliedern wichtiger ist als die einzelnen Teile oder deren Verhaltensweisen.

Dieses Konzept oder diese Wahrnehmungsart wird in bestimmten Kulturen mehr geäußert als in anderen, und eine dieser Kulturen ist die sogenannte anglikanische Kultur. Das gilt nicht nur für die religiöse Kultur, ist aber ein Aspekt davon. Ich würde sagen, dass der wesentliche Aspekt des britischen Empires, der Hauptteil der britischen Kultur von der Assoziation mit diesem Aspekt beeinflusste wird. Als die britische Bevölkerung als Nation und Land ihre religiöse Bindung wandelte und ihre diesbezügliche Gefolgschaft veränderte, änderte das auch die Kultur, und einer der Faktoren, der in der Kultur stark geändert wurde, ist mit dem Familienkonzept verbunden.

Bitte verstehe, dass dies sehr mit religiösen Glaubenssätzen zusammenhängt, was einer der Gründe sein mag, weshalb das für Dich in den letzten Jahren in Bezug auf die gegenwärtige Bewusstseinswoge lästiger wurde, die viele dieser Äußerungen betont. Sie hebt Konstrukte hervor. Als sich in jener Kultur und Land diese “Revolution” ereignete, veränderte das noch viel mehr als lediglich die religiöse Zugehörigkeit oder Gefolgschaft. Teil dieser enormen Kulturveränderung wurde durch die herrschende Klasse initiiert, um eine Abweichung von den existierenden religiösen Konstrukten zu erschaffen, die die Familie in einer ganz anderen Kapazität betonten: Familie als Einheit, Familie als Individuen, wobei jedes Mitglied bedeutsam ist.

Als man von diesen Konstrukten abwich, übernahm die Familie in dieser Kultur ein ganz anders Konstrukt, das bis heute fortwährt, und wandelte sich von der Idee oder dem Konstrukt, dass jedes Familienmitglied wichtig ist und von der aktiven Interaktion und dem Bündnis und der Verzahnung der Familie als Einheit zum Konstrukt der Familienbedeutung im Hinblick auf den Nachlass. Deshalb wurden die Individuen in diesem neuen Konstrukt weniger wichtig, und die Idee, viele Mitglieder zu haben, wurde wichtiger. Gemäß dem Konstrukt wurde es weniger wichtig, dieses Vernetztsein oder Bündnis als Familieneinheit zu generieren, und das Konstrukt wurde entwickelt, dass die Familienidee wichtiger war als die tatsächliche Verbundenheit oder Gemeinsamkeit der Familie.

Vor diesem Wandel gehörte zu dieser Gemeinsamkeit und dem miteinander Vernetztsein, die das Bündnis zusammenhielten, dass die Familie im Denken, den Gewichtungen, Glaubenssätzen, Handlungen und Richtungen Gemeinsamkeit äußerte und man von jedem Familienmitglied erwartete und es dazu ermutigt, an der tatsächlichen Einheit zu partizipieren, daher der Begriff Familienwerte, was die gemeinsame Familien-Richtung und -Äußerungen beschreibt, weshalb das Verhalten, die Richtungen/Regie, Entscheidungen und Äußerungen jedes Familienmitglieds eine Rolle spielten.

Bei diesem Konstrukt-Wechsel wurde die Einheit (unit) ersetzt, und somit war sie nicht länger von ultimativer Bedeutung. Durch die Veränderung des Konstrukts und dessen, was wichtig ist, wird das unbedeutend, was jedes Individuum tut, wie es sich äußert, welche Richtung es anheuert, was es denkt oder was seine Philosophie ist. Das, was wichtig ist, ist dass die Familie Mitglieder hat, nicht was diese tun, was sehr leicht zu solchen Richtungen führt, die Du als Ablehnung bezeichnest.

Wenn eine Familie beispielsweise Mitglieder hat, die Verhaltensweisen an den Tag legen, die die Matriarchin oder der Patriarch als weniger wünschenswert wahrnehmen, wie dass sie kriminell sind, Drogen nehmen, oder sexuell mit demselben Geschlecht interagieren, würden viele dieser Äußerungen als weniger wünschenswert oder als inakzeptabel erachtet, jedoch würden sie ignoriert oder nicht eingestanden, weil die Entscheidungen und Verhaltensweisen des Individuums weniger wichtig sind als der Faktor, dass es Teil der Familie ist.

Wie gesagt, kommt es bei der Familie auf die Anzahl und weniger auf die Persönlichkeiten an. Deshalb entwickeln Individuen mit der Zeit andere Konstrukte bezüglich dessen, wie sie sich verhalten werden. Die Idee der Nähe, des echten miteinander Teilens, Partizipierens, Engagements oder miteinander involviert zu sein, wurde wesentlich weniger wichtig als die physische Präsenzen, Präsenz nicht in dem Sinne, wie ich darüber mit Individuen gesprochen habe, mit denen ich interagiere. Ich meine, das Inkorporieren physischer Präsenz.

Hierbei gingen diese Nähe und das miteinander Teilen zur Verpflichtung über. Die Bedeutung wechselte von der Interaktion zwecks des miteinander Teilens, Nähe zu äußern oder miteinander engagiert zu sein zur Bestätigung, dass Ihr physisch immer noch in der Familie präsent seid und wurde somit zum Verpflichtungs-Konstrukt. Die Persönlichkeiten spielen hierbei auch eine Rolle. Manche Individuen werden aufgrund ihrer individuellen Persönlichkeiten mehr interaktiv sein.

Konstrukte sind so stark und wichtig, dass sie im Verlauf von Zeit und Geschichte Persönlichkeiten tatsächlich beeinflussen, nicht alle Persönlichkeiten, und nicht alle Persönlichkeitsaspekte, aber im Verlauf von Zeit und Geschichte üben sie Einfluss dahingehend aus, um Persönlichkeiten (… nicht vernehmlich) verzerren.

Manche Individuen mögen dahingehend Persönlichkeitsstärke aufweisen, dass sie ausdrucksstärker oder fordernder sind, oder dass sie stärkere Erwartungen äußern oder eine enorme Präsenz projizieren, und andere Individuen werden eher hinnehmend sein. Sie werden deshalb als die Gallionsfigur der Familie gesehen, da ihre Persönlichkeiten stark genug sind, um den sie dämpfenden Einflüssen zu widerstehen.

Wie Du wohl bereits vermutet hast, erklärt dies, dass für Deine Schwiegermutter und ihre Position, die Familie und nicht unbedingt die Mitglieder als gegenwärtiges Konstrukt ihrer Kultur wichtig ist. Die Individuen werden für sie wichtiger hinsichtlich des Vermächtnisses/Nachlass/Erbe. Abgesehen vom Vermächtnis ist deren individuelle Bedeutung erheblich verringert. Aber ihre Persönlichkeit ist stark genug, dass sie ausdrucksstärker ist als viele der übrigen Familienmitglieder, und sie erwartet, dass man das hinnimmt, und die anderen Familienmitglieder, deren Persönlichkeiten eher verhalten (kleinlaut) sind, nehmen dies ganz natürlich hin, und so materialisiert Deine Schwiegermutter das, was sie fordert.

Was die Positionen der anderen Familienmitglieder anbelangt, so repräsentiert Dein Schwiegervater sehr dieses historisch neue Konstrukt, denn seine Persönlichkeit ist verhaltender. Er tendiert dazu, dass Umgänglichkeit und Höflichkeit für ihn wichtig sind, was sehr Teil dieses neueren Konstruktes ist, weshalb er jenes Modell sehr gut verkörpert. Auch für ihn sind die einzelnen Individuen nicht enorm wichtig, aber die Tatsache, dass sie existieren und Familienmitglieder sind, ist für ihn wichtig.

Wenn die Familie als Konzept und zahlenmäßiges Konstrukt wichtig ist, wird für bestimmte Mitglieder, wie die Familien-Gallionsfigur, der Faktor wichtig sein, bestimmte Äußerungen zu generieren, die sicherstellen, dass die Familie bestehen bleibt und eine Gruppe bleibt, dass sie sich nicht allesamt verstreuen und in ihre eigenen Richtungen gehen sowie bestimmte Verpflichtungen zu inkorporieren, die sie zusammenhalten.

Es gibt also eine Gallionsfigur, die sozusagen zum Diktator wird, und auch einen Beschwichtiger/Abwiegler. Dies verfestigt die Verpflichtung und hält alle Mitglieder zusammen oder leimt sie zusammen. Ob es wichtig ist, was die einzelnen Mitglieder denken? Nein. Ist es sehr wichtig, was sie fühlen? Nein. Ist es wichtig, was sie (unverständlich). Nein. Ist die Richtung eines Mitglieds wichtig? Nein, außer wenn es sich vom Konstrukt und der Zugehörigkeit zum Familienverband entfernt. Was darüber hinaus geäußert wird, das ist wesentlich weniger wichtig.

Was wichtig ist, das ist, dass alle die Mitglieder zugegen sind, und das ist ziemlich ähnlich wie bei einem Job. Von ihnen wird gefordert, dass sie sich anwesend melden und ähnlich wie mit der Stechuhr ihrer Verpflichtung nachkommen, ihre Anwesenheit als Mitglied zu äußern. Wie sie das tun, das ist letztendlich nicht wichtig, sondern dass sie es tun.

Es gibt noch viele andere Konstrukte, die jedes Individuum selbst persönlich äußert. Dein Partner inkorporiert sehr stark das Konstrukt der familiären Verpflichtung, was mit dem Tod des anderen Familienmitglieds noch etwas anwuchs oder stärker wurde. Dies erschuf eine Lücke im Familienkonstrukt, und Dein Partner partizipiert am Füllen dieser Lücke, um die Ränge zu schließen: Ein Mitglied fällt, die Anderen rücken zusammen. Dein Partner steht seinen Eltern nicht unbedingt außerordentlich nahe. Ich würde sagen, dass er ihnen so nahe steht wie das die meisten Individuen in dieser Kultur es tun, aber Deine Idee von Nähe und Verbundensein ist eine ganz Andere.

VIVIENNE: Es ist so schwierig, weil ich eine liebevolle familiäre Beziehung haben wollte. Ich hatte das nicht, und dann kam die Familie meines Mannes, und sie machten auf Großfamilie, aber ich bin darin nicht mit eingeschlossen, und es ist wirklich schwierig, dies zu erleben. Und ich weiß, dass er das, wie Du sagtest, sogar nun noch mehr tut. Seine Nichte ist schwer fassbar und albert nur mit mir herum, und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Aber Du wirst es mir sagen. (beide lachen)

ELIAS: Ja, das werde ich tun. Dieses Familienkonzept kann in unterschiedliche Kapazitäten geäußert werden. Manche Individuen legen großen Wert auf biologisch genetische Familienbande. Manche Individuen schließen Partner und Ehepartner in dieses Familienkonstrukt mit ein. Aber Familie kann auch in Verbindung mit Individuen geäußert werden, die keine biologischen Bande haben. Familien können erschaffen werden.

Familien können echt nach dem Konstrukt erschaffen werden, dem Du verhaftet bist, dann hierbei geht es nicht um Biologie sondern um Nähe, Verbundensein, Interaktionen und Gemeinsamkeiten, und das kannst Du erschaffen. Es geht darum, dass Du Dir erlaubst, nicht unbedingt Familienmitglieder ausfindig zu machen, die bereits Teil eines anderen Konstruktes sind, sondern mit dem Bemerken und Annehmen anderer Individuen zu beginnen, die Gemeinsamkeiten mit Dir haben und somit Deine eigene Familie zu entwickeln, was nicht unbedingt biologische Bande miteinschließt, und auch Deinen Partner miteinschließen kann, denn Du äußert bereits, dass er für Dich Familie ist.

Aber Du fährst fort, mit Dir selbst zu ringen und Dich zu zwingen, seine biologischen Familienmitglieder als Deine Familie anzunehmen, oder ihn von seinen biologischen Familienmitgliedern zu trennen und als Dein Familienmitglied zu inkorporieren. Es geht mehr darum, die Situation und die Äußerungen als das zu erkennen, was sie sind, nämlich dass das Familienkonstrukt seiner Familie ein ganz anderes und dem Deine Eltern sehr ähnlich ist, aber es ist zweifellos nicht Dein Familienkonstrukt, und Du würdest das auch gar nicht haben wollen.

VIVIENNE: Ich verstehe es jetzt besser, aber es würde mich nicht befriedigen.

ELIAS: Denn bei ihnen ist das Individuum nicht von ultimativer Bedeutung, während es das für Dich ist. Für Dich ist es so wichtig, dass Deine Katze für Dich Teil Deiner Familie ist.

VIVIENNE: Ja. (sehr emotional) Als meine Katze Celeste vor vier Jahre starb, was ich mehr bestürze als beim Tod meines Vaters. Als mein Vater starb, war ich zornig. Als meine Katze starb, war ich wirklich am Boden zerstört.

ELIAS: Ja, den Du nimmst die Katze als Teil der Familieneinheit war, und sie ist so wichtig wie ein Individuum.

Das heißt nicht, dass Individuen, die mit diesem andern Konstrukt verhaftet sind, Tod nicht als Bedeutsamkeit erleben oder empfinden, aber für sie ist die Familienmitglieds-Gewichtung anders als bei Dir. Es ist nicht so, dass sie beim Tod eines Familienmitglieds keinen Anteil nehmen oder keinen Kummer empfinden, aber sie nehmen diesen Verlust anders wahr als Du und erwidern dies anders und reagieren anders. Sie erwidern es, indem sie zusammenrücken und keinen offenen Kummer zeigen oder enger miteinander verbunden sind. Nein. Sie rücken zusammen und füllen die Lücken als braver kleiner Soldat. Und Du bist kein braver kleiner Soldat.

VIVIENNE: Nein, das bin ich nicht. Das weiß ich schon eine Weile. Du liebe Zeit!

ELIAS: Wenn Du diesen kulturellen Aspekt mehr verstehst, kann Dir das helfen im Hinblick auf das, was für Dich wichtig oder unwichtig ist und was Du persönlich bevorzugst.

Ich sagte Dir schon, dass die Wahl Deines Partners, seine Mutter einmal wöchentlich anzurufen, nicht gegen Dich gerichtet ist. Jetzt kannst Du das vielleicht mehr verstehen, und es wird für Dich vielleicht unwichtiger, dass er das tut. Er zieht sie Dir nicht vor, und sie ist nicht wichtiger für ihn als Du. So ist das nicht, und das ist nicht seine Absicht, und er tut das nicht, um Dich zu kränken oder um sich gegen Dich zu stellen. Er kommt lediglich einer Verpflichtung nach und rückt näher zusammen. Das wird erwartet, und es ist das, was er kennt, denn so ist sein Konstrukt.

VIVIENNE: Aber wenn das sein Konstrukt ist, wie passe ich da hinein?

ELIAS: Wie Du hineinpasst? Er hat - ähnlich wie einige Familienmitglieder in Deiner Altersklasse oder jünger - in einem gewissen Grad beide Konstrukte übernommen, die so wie in Eurer Familie auch in ihren eigenen Familie mehr auf Individuen achten, so dass die partizipierenden Individuen in ihren eigenen Familien wichtiger sind und mehr Wert und Bedeutung haben. Aber in der Familieneinheit rücken sie alle als Mitglieder zusammen. Einige, nicht alle von ihnen, haben individuell auch das andere Konstrukt in unterschiedlichem Ausmaß übernommen, und deshalb wurden ihre Partner, ihre Kinder, andere Individuen und weitläufigere Familienmitglieder wichtiger.

Ich würde sagen, dass das auch sehr Teil dieser Umschaltung ist, dass diese Konstrukte bekannter, offensichtlicher und mehr ausgeleuchtet werden. Was ist ein Aspekt dieser Umschaltung? Es geht nicht nur darum, mehr gewahr zu werden, sondern auch um den Wert des Individuums und das miteinander Vernetztsein, was alles Teil dieser Umschaltung ist. Das ist ein Beispiel dafür, wie diese Umschaltung sich auf Individuen auswirkt. Selbst wenn sie objektiv keine Informationen ausfindig machen, verändern sie sich, kommen voran und schalten sich um. Und das ist eines dieser Beispiele.

Dies ist ein sehr starkes, in der Geschichte Eurer Kultur übernommenes Konstrukt, das über mehre hundert Jahre sehr stark gehegt wurde, so sehr, dass es in Eurer Kultur einen enorm festen Stand erlangte. Diese Kultur begrenzt sich sehr auf Britannien, aber nicht auf dessen Satelliten, denn diese Kultur werde in Kanada, Schottland, Irland, Wales, Australien und Neuseeland nicht geäußert. In Süd Afrika wird dieses Konstrukt fast ebenso sehr wie in der britischen Hauptkultur geäußert, aber es verändert sich auch. Doch jene Kultur wurde in jenem Land ebenfalls sehr stark geäußert, da es sehr von der britischen Kultur beeinflusste wurde. Andere Länder äußern diese Kulturversion nicht und sind überhaupt nicht von der britischen Kultur beeinflusst, aber das ist definitiv die Minderheit der Länder Eure Welt. Auch Japan hat diese Kultur in gewissem Maße geäußert.

VIVIENNE: Ich bin ein bisschen verwirrt, weil Du sagst, dass dieses Konstrukt in Kanada nicht geäußert wird, aber dann sprichst Du von der Familie meines Mannes und dem, wie sich das für die ältere Generation ändert. Hier bin ich ein bisschen durcheinander.

ELIAS: Dass es nicht völlig in Kanada Fuß fasste, heißt nicht, dass es dort kein Einfluss ausübt. Ich spreche lediglich von einem Land im Allgemeinen und dass jenes Land dieser Kultur nicht insgesamt unterliegt. Das heißt nicht, dass es in jenem Land keine signifikanten Einflüsse und Bereiche gibt, wo jene Kultur geäußert wird und man ihr verhaftet ist.

VIVIENNE: Ich möchte wirklich noch ein bisschen mehr darüber sprechen und werde Mary fragen, ob wir unser Gespräch vielleicht morgen fortsetzen können, denn der Timer klingelt.

ELIAS: Du hast ganz meine Anerkennung und ich freue mich auf die Fortsetzung dieses Gesprächs.

VIVIENNE: Ja, denn dies hilft mir sehr. Ich verstehe nun wirklich den Hintergrund, und bin mir sicher, dass Du das erkennst. Es hilft mir sehr.

ELIAS: Es gibt enorme geschichtlich Informationen, die sich jetzt auf Eure individuellen täglichen Leben auswirken.


Session 20150311-2
Wednesday, March 11, 2015


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