Elias: Übung Aufmerksamkeit (Verpflichtungen loslassen)

Diskussion über die kanalisierten Texte der Wesenheit Elias über Mary Ennis

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Gilla
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Elias: Übung Aufmerksamkeit (Verpflichtungen loslassen)

Beitrag von Gilla » Do 12. Jun 2014, 14:14

Elias Channelings Deutsch
Mary Ennis
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HEA:.. Ich habe versucht, mir allem, was ich denke und tue, weitestgehend gewahr zu sein. Die externen Einflüsse beeinflussen mich, und mir fällt es sehr schwer, dies zu kontrollieren, insbesondere bei Leuten, die mir so nahe sind wie meine Mutter und mein Vater. Ich habe schon mein ganzes Leben lang ein Problem mit ihnen, und doch leben sie immer noch bei mir. Ich denke, tief in meinem Inneren trage ich ihnen dies nach, und ich weiß, dass das nicht gut ist, denn dieser Groll erschafft negative Energie, die den Fluss guter positiver Energie behindert. Ich weiß nicht, was ich diesbezüglich tun kann. Kannst Du mir helfen?

ELIAS: Okay, lass uns diese Situation untersuchen. Was nimmst Du als Grund dafür wahr, dass Du dieses Ressentiment oder Problem mit Deinen Eltern äußerst?

HEA: Als ich aufwuchs, schien es in meinem Elternhaus zwischen ihnen ständig viel Groll zu geben, was ich ihnen übel nehme. So viel Negativität, so viel Hass. Alles, was ich nicht mag. Sie waren negativ, zornig und kritiksüchtig. Für meine Mutter konnte ich nichts richtig machen.

ELIAS: Und jetzt?

HEA: Es wurde besser, aber ich sehe sie immer noch so und kämpfe dagegen an. Aber jede Kleinigkeit an ihnen regt mich auf. Ich sage mir immer wieder, dass ich ihr vergeben will, aber ich kann es nicht.

ELIAS: Vergebung ist nicht unbedingt das, was sie zu sein scheint, und sie ist auch nicht an sich tatsächlich eine positive Handlung. Wesentlich ist es, Dein Aufmerksamkeit Dir selbst zuzuwenden statt sie weiterhin auf Deine Eltern zu projizieren. Wenn Du Dich um die Auswahl/Entscheidungen Deiner Eltern sorgst, gibst Du nicht auf Deine Entscheidungen/Auswahlmöglichkeiten Acht. Dies ist es, was dieses Ressentiment generiert und nicht tatsächlich ….

HEA: Elias, ich glaube immer noch, dass ich meine Eltern deshalb ausgewählt habe, weil ich gegen alles bin, was sie tun. Ich denke, dass sie meine wesentlichen Lehrer im Hinblick auf das sind, was ich nie werden will. Habe ich sie mir deshalb als Eltern ausgewählt?

ELIAS: Teils, aber auch weil Du Dir die Chance bieten willst, das Annehmen aufrichtig zu verstehen und zu erleben.

HEA: Annehmen meinerseits?

ELIAS: Ja.

HEA: Meine Eltern annehmen für das, wer und was sie sind?

ELIAS: Meine Freundin, ein automatisches Nebenprodukt des Annehmens Deinerselbst ist, dass Du auch andere Individuen annimmst.

HEA: Das heißt also, dass ich mich selbst immer noch nicht annehme?

ELIAS: Stimmt, und Du gibst auch nicht auf Dich selbst Acht.

HEA: Das stimmt, denn ich hatte immer ein geringes Selbstwertgefühl. Ich pflegte mich selbst zu hassen, und ich denke, dass das wegen meiner Eltern geschah. Ich denke, dass ich sie für etwas tadle und das nicht tun sollte.

ELIAS: Es geht nicht darum, was Du tun oder nicht tun solltest. Es ist eine Frage der Realität, und es geht darum, jene Realität zu verstehen und Dir deshalb zu erlauben, Deine Aufmerksamkeit umzuziehen und Dein Wahrnehmung zu verändern.

Deine Wahrnehmung erschafft Deine ganze Realität. Jeder Augenblick, jedes Ding, jedes Individuum und jede Szene wird durch Deine Wahrnehmung generiert. Es gibt Einflüsse, die sich auf Deine Wahrnehmung auswirken, und das sind Deine Glaubenssätze. Aber wenn Du Dir Deiner Glaubenssätze und dessen nicht gewahr bist, was Du tatsächlich am Tun bist, kannst Du auch Deine Wahrnehmung nicht verändern und schränkst Dich enorm ein. Es geht darum, Dir Deine individuelle Freiheit zu erlauben.

HEA: Freiheit ist das Schlüsselwort. Ich will Freiheit haben, aber ich habe das Gefühl, dass sie mich diese Freiheit nicht haben lassen und mir im Weg stehen.

ELIAS: Es liegt NICHT in ihrer Macht, Dich zu blockieren, denn sie erschaffen nicht Deine Realität und Auswahlmöglichkeiten/Entscheidungen.

HEA: Ich möchte nicht mit ihnen zusammen leben, aber ich kann sie nicht aus dem Haus werfen. Was kann ich tun?

ELIAS: Untersuche einmal, warum Du gewählt hast, die Beziehung auf die Weise zu inkorporieren, wie sie geäußert wird.

HEA: Die Situation, äußere Umstände und Einflüsse ließen mich dies anscheinend tun.

ELIAS: Nein.

HEA: Damals war ich alleinstehend und brauchte ihre Hilfe, damit sie sich um meine Kinder kümmern, während ich auf der Arbeit war.

ELIAS: Und jetzt?

HEA: Es scheint so zu sein, dass ihre Hilfe damals unvermeidlich war. Seitdem lebe ich mit ihnen zusammen und kann sie nicht zum Auszug auffordern. Ein Teil von mir möchte ohne sie leben, aber ein anderer Teil fühlt sich verpflichtet, mit ihnen zusammen zu leben.

ELIAS: Du hast das Schlüsselwort genannt – Verpflichtung – was heißt, dass Du nicht auf Dich selbst achtgibst und nicht auf Deine eigenen Kommunikationen hörst, was Dich in einer Richtung festbindet, die nicht unbedingt mit Deinen Vorlieben und Deiner Freiheit assoziiert ist.

HEA: Mir käme es grausam vor, ihnen zu sagen, dass sie ausziehen sollen, denn meine Mutter ist sehr ängstlich und sehr abhängig. Ich bringe es nicht übers Herz, das zu tun.

ELIAS: Okay, aber Du hast mehr als nur diese schwarz-weiß Wahlmöglichkeiten. Du bist in Deinen Wahlmöglichkeiten nicht auf dieses entweder-oder begrenzt, entweder Du setzt die Situation in dieser Umgebung mit diesen Individuen fort, oder Du tust es nicht. Es gibt noch mehr als nur diese beiden Möglichkeiten.

HEA: Ich möchte das nicht fortsetzen, aber ich muss es tun. Wie gesagt: Verpflichtung. Das wurde uns in unserer Gesellschaft gelehrt.

ELIAS: Schätzt Du Deine Freiheit?

HEA: Ich habe immer Freiheit angestrebt. Ich möchte frei sein.

ELIAS: Okay. Unabhängig von Deiner Verpflichtungsäußerung erschaffen Deine Eltern - so wie auch Du es tust - ihre eigene Realität. Sie wird von ihnen gewählt.

HEA: Ja, und ich kann mit ihrer Negativität nicht auskommen. Das ist ein Dilemma für mich, und es wird immer schwieriger.

ELIAS: Was nimmst Du beim Fortsetzen dieser Richtung als Deinen Lohn wahr?

HEA: Meinen Lohn? Gar nichts. Einfach die Pflicht und Verantwortlichkeit einer Tochter ihren Eltern gegenüber, das ist es, was ich sehe, vielleicht Opfer, weil ich es nicht gerne tue aber tun muss.

ELIAS: Nein, nein, nein. Du MUSST keine Wahl/Entscheidung generieren. (No, no, no, no. You do not HAVE TO generate ANY choice.)

HEA: Aber wenn ich mir diese Freiheit nehme, werde ich mich zukünftig schuldig fühlen.

ELIAS: Nicht unbedingt, denn aus diesem Grunde hast Du das Gespräch mit mir gesucht. Du strebst nach Deiner Freiheit und auch nach Informationen, wie Du sie zustande bringst. Lass uns einstweilen die Idee der Fortsetzung des Zusammenlebens mit Deinen Eltern beiseite tun und in eine andere Richtung gehen und …

HEA: Das Problem, das ich mit meinen Eltern habe, erstreckt sich auch auf andere Bereiche meines Lebens. Auf der Arbeit ist es ähnlich.

ELIAS: Richtig. Lass uns nun Wege untersuchen, die Dir helfen können, Deine Wahrnehmung zu verändern und mehr Vertrauen in Dich selbst und damit mehr Freiheit zu äußern, so dass Du Dich nicht um Deine Absoluta hinsichtlich der Loslösung/Trennung von Deinen Eltern sorgst.

• Heure für eine vorübergehende Zeitspanne Übungen an, die es Dir erlauben, Deine Aufmerksamkeit umzuziehen und flexibler zu sein sowie auch mit Dir selbst vertrauter zu werden.

Vielleicht bemerkst Du es jedes Mal, wenn Du anfängst, Deine Aufmerksamkeit auf Deine Mutter zu projizieren statt auf Dich selbst achtzugeben.

Das passiert auch dann, wenn Du physisch nicht mit ihr zu tun hast sondern Deine Aufmerksamkeit gedanklich in Bezug auf sie projizierst.

Immer, wenn Du bemerkst, dass Du Deine Aufmerksamkeit von Dir weg projizierst, anerkenne Dich selbst für dieses Dein Bemerken.

Sobald Du bemerkst, erlaube Dir zu stoppen und Deine Aufmerksamkeit auf irgendeinen Aspekt von Dir im Gegenwarts-Jetzt zu projizieren. Wähle eine Äußerung Deinerselbst, die Du an Dir wertschätzt und anerkenne sie. Es geht bei dieser Übung darum, Deine gewohnten automatischen Muster zu unterbrechen, was es Dir erlaubt, Deine Aufmerksamkeit umzuziehen.

Du hast Dich sehr daran gewöhnt, Deine Aufmerksamkeit in bestimmten Richtungen festzuhalten und Tadel und Werturteile in Dir selbst zu bestärken. Es geht darum, diese Muster und automatischen Erwiderungen zu unterbrechen. Erkenne bitte, wenn Du in Verbindung mit Deinen Eltern Unbehagen erlebst, dass das nicht von ihnen sondern aus Deinem Inneren generiert wird.


• Lass mich Dir noch eine andere Übung für solche Augenblicke offerieren, wenn Du physisch mit ihnen zusammen bist und Frust, Unbehagen oder Angst erlebst.

In den Augenblicken, wenn Du fühlst, dass diese Äußerungen in Dir aufsteigen, erlaube Dir zu bemerken, zu stoppen und zu visualisieren, dass Du alleine bist. Tue so als ob das andere Individuum verschwände. Erlaube Dir einen Augenblick lang das magische Verschwinden des anderen Individuums zu generieren, ganz egal, was dieses äußern mag.

Sobald Du generierst, dass das andere Individuum unsichtbar ist und in Deiner physischen Gegenwart nicht existiert, untersuche, was Du am Tun bist, das dieses von Dir erlebte Gefühl erschafft, nicht das, was das andere Individuum tut, denn nun ist das andere Individuum verschwunden und existiert nicht länger in Deinem Raum. Untersuche also das, was “Du“ am Tun bist, das, was diese Gefühlssignale generiert.

Deine Gefühle sind Signale. Hinter dem Signal gibt es eine kommunizierte Botschaft. Emotionen sind höchst effiziente Kommunikationen, die auch Signale inkorporieren, um Deine Aufmerksamkeit zugewinnen. Das Signal ist das Gefühl, doch das Gefühl offeriert Dir nicht die kommunizierte Information. Sobald Du das Gefühl identifizierst und ihm einen Begriff wie beispielsweise Enttäuschung zuordnest, kannst Du Deine Aufmerksamkeit auf die Kommunikation jenes Signals umziehen, auf das, was Du Dir selbst kommunizierst. Und Du entdeckst, wie die Kommunikation lautet, indem Du auf das achtgibst, was Du tatsächlichen in diesem Augenblick am Tun bist.

Das mag nach einer ziemlich simplen Übung aussehen, aber ich bin mir der Herausforderungen und Schwierigkeiten gewahr, die anfangs bei diesem Vorgang geäußert werden. Mit der Zeit und Übung wird es leichte werden, aber anfangs mag es ziemlich herausfordernd sein.

Denn wenn Du Dich fragst “was tue ich in diesem Jetzt” assoziierst Du automatisch, Deine Aufmerksamkeit sofort wieder nach außerhalb Deinerselbst umzuziehen und Dir zu sagen: “Ich tue nichts! Ich höre zu, und das andere Individuum generiert diesen Vorgang, der mir Unbehagen bereitet.“ Nein, das ist der Fall.

Das ist die Herausforderung beim tatsächlichen Achtgeben auf das, was Du am Tun bist. Vielleicht sieht es für Dich so aus, als ob Du nichts tust außer zuzuhören, aber in Wirklichkeit hast Du das Szenario generiert …


HEA: Warum habe ich das Szenario generiert?

ELIAS: Um diesen Prozess anzuheuern.

HEA: Du meinst, um aufzuwachen?

ELIAS: In Deinen Worten ja, um mit Dir selbst vertraut zu werden.

HEA: Um stärker zu werden?

ELIAS: Ja.

HEA: Das dachte ich mir auch – Geht es darum, mich stärker zu machen? Ist das die ultimative Herausforderung für mich?

ELIAS: Sozusagen.

HEA: Auf diese Weise werde ich mein Wieder-Erinnern erlangen.

ELIAS: Ja.

HEA: Elias, ich bin also fast schon dort angekommen?

ELIAS: (lacht) Du bewegst Dich. Meine Freundin, das ist keine Wettrennen mit einer Ziellinie.

Session #1307 (Fortsetzung folgt)
Friday, March 28, 2003 (Private/Phone)

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