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Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit
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Seite 2 von 2

Autor:  Miriam [ Di 14. Jan 2014, 11:55 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Ncoh etwas, Wotan,

wenn uns die Widrigkeiten,die wir uns entschlossen haben, zu erfahren, zu Boden drücken -und das kennen wir alle zur Genüge -, dann helfen mir zwei Dinge.

Das erste nenne ich "im Augenblick bleiben". Du hältst inne, vertreibst das Gedankenkarussell aus Deinem Kopf und bleibst in genau diesem einen Augenblick. Es gibt nur sehr selten ganz schlimme Augenblicke im Leben. Sie sind im Nu vorbei, doch das Problem sind die Gedanken,die immerzu darum kreisen. Im Augenblick bleiben hilft, Distanz zu wahren. Ich erinnere mich in diesem Augenblick, dass ich mir dies selbst erschaffen habe, und dass ich mir grundsätzlich nur wegweisende Dinge erschaffe. Und dann gehe ich über zum zweiten Punkt:

Seit Monaten mache ich die Seth-Übung: Das Positive sehen ohne das Negative. Das fällt natürlich schwer, doch es hilft manchmal zu sagen: Ach, was soll's? So schlimm ist es doch gar nicht. Alles wird gut!

Damit nehme ich den Druck von mir selber. Ich anerkenne, dass ich selber meine Welt erschaffe. Ich anerkenne, dass ich manchmal sogenannte negative Dinge erschaffe, um genauer hinzugucken, um etwas zu lernen oder aus irgend einem anderen individuellen Grund.

Viele Grüße, Miriam

Autor:  Hiskia [ Di 14. Jan 2014, 11:59 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Noch etwas auch von mir...

Es ist nicht einfach, wenn alles mal so läuft, wie man sich's (zumindest nach außen hin) nicht wünscht und/oder wenn man alle/alles verloren hat, sich danach noch einzureden, es sei ein wundervoller Tag.

Bei mir läuft's auch zeitweise wirklich mies und manchmal schaffe ich es, mir zu suggerieren "alles ist gut". Damit meine ich nicht unbedingt den Umstand, der mir gerade nicht gefällt, sondern es soll für mich mehr so eine Erinnerung daran sein, dass mein Inneres weiß, dass es durch diesen Umstand an Größe und Erfahrung gewinnt, auch wenn ich mich gerade ganz unten fühle. "Alles ist gut" beinhaltet auch etwas Trost für mich selbst und das Vertrauen, dass ein Weg aus dem Keller führt. Bald sind danach wieder kleine Erfolgserlebnisse aufgetaucht, die wieder Licht in meine Ecke gebracht haben. Es ist nur wesentlich, sie nicht zu übersehen!

Bis bald
Hiskia

Autor:  Wotan [ Di 14. Jan 2014, 15:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Miriam hat geschrieben:
Hai Wotan,

Du stellst aber wirklich komplizierte Fragen.


Die Frage `Wie seht ihr das` war eigentlich ganz einfach.
Die Darstellung meiner Sichtweise hört sich vielleicht kompliziert an bedingt durch die Komplexität, ich kenne einige die SETH nicht mögen, weil er ihnen zu komplex ist.


Miriam hat geschrieben:
Allerdings bin ich eher praktisch veranlagt und frage mich und habe mich IMMER gefragt, wie ich Seths- Theorien in mein alltägliches Leben umsetzen kann. Eine Philosophie, die mein Leben nicht verständlicher, reicher und einfacher macht, taugt für mich nicht.


Genau und wenn ich diese Aussagen beider Richtungen für mich löse, entwirre macht das mein Leben verständlicher, reicher und einfacher.

Liebe Grüße
:meditate:

Autor:  Wotan [ Di 14. Jan 2014, 15:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Hiskia hat geschrieben:
Fürchte Dich nicht, nach Beendigung Deines physischen Fokus Deine Individualität zu verlieren, denn das wirst Du nicht! Ganz im Gegenteil, Du wirst die unendliche Größe Deinerselbst erkennen!


Ich fürchte mich nicht, denn ich habe sowohl einige Einheitserfahrungen gemacht als auch Erinnerungen an meine Todeserfahrung (nicht Nahtoderlebnis) von daher weiss ich, dass ich meinen Fokus nur vom physischen Vorstellungsbild abziehe.

Ich habe lediglich zwei Glaubens- Systeme gegenüber gestellt. :)

Autor:  Wotan [ Di 14. Jan 2014, 16:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Hiskia hat geschrieben:
Bei mir läuft's auch zeitweise wirklich mies und manchmal schaffe ich es, mir zu suggerieren "alles ist gut". Damit meine ich nicht unbedingt den Umstand, der mir gerade nicht gefällt, sondern es soll für mich mehr so eine Erinnerung daran sein, dass mein Inneres weiß, dass es durch diesen Umstand an Größe und Erfahrung gewinnt, auch wenn ich mich gerade ganz unten fühle.


Gute Einstellung.

Autor:  Wotan [ Di 14. Jan 2014, 16:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Miriam hat geschrieben:
Seit Monaten mache ich die Seth-Übung: Das Positive sehen ohne das Negative. Das fällt natürlich schwer, doch es hilft manchmal zu sagen: Ach, was soll's? So schlimm ist es doch gar nicht. Alles wird gut!


Im JETZT zu bleiben und den inneren Dialog abstellen war richtig, aber obiges heisst einen Teil der Dualität, nämlich den, den Du als negativ bewertest in den Schatten zu verdrängen. Was Du verdrängst gewinnt Macht über dich und ist daher genau das Gegentei deiner ersten Aussage.

Alles annehmen, was auftaucht, alle Gefühle auch Wut, Trauer, Schmerz und voll ausfühlen bis sie verbrennen ohne etwas damit zu machen ohne gedankliche Geschichten darum zu weben führt zur Befreiung, zum Erwachen.

Autor:  Gilla [ Di 14. Jan 2014, 16:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Realitätsgestaltung contra Ichlosigkeit

Hallo Wotan,

ich nehme an, dass Miriam diese von Seth vorgeschlagene Übung meint.

Sitzung 332
die frühen Sitzungen Band 7

http://www.nirvikalpa.com/exercise.php4 ... %2C+Book+7

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PS: Ah, jetzt weiß ich, worum es geht, und zwar ist das nicht direkt eine Übung sondern um ein Seth-Zitat:

Das Experiment, das eure Welt verändern könnte, würde auf der Grundanschauung beruhen, daß ihr der Natur eurer Überzeugungen entsprechend eure eigene Realität schafft, daß alle Existenz eine gesegnete ist und daß es das Böse nicht gibt. Würden diese Vorstellungen sich individuell und kollektiv durchsetzen, dann würden die Erfahrungen eurer physischen Sinne dem nicht mehr widersprechen. Eure Sinne würden die Welt und Existenz als gut erleben. Dies ist ein Experiment, das noch nicht versucht worden ist, und dies sind die Wahrheiten, die ihr nach eurem Tod erkennen müßt. Manche, die nach ihrem Tode diese Wahrheiten erkannt haben, kehren freiwillig in das physische Leben zurück, um sie andern verständlich zu machen. Das geschieht schon seit Menschengedenken. In dem Wahrscheinlichkeitssystem, das in der physischen Realität seinen Ursprung hat, ist das nicht anders."

Sitzung 546, Gespräche mit Seth

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